Abmahnungen wegen Clone CD: Nicht einschüchtern lassen

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von SirAlec, 1. Dezember 2004.

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  1. SirAlec

    SirAlec Kbyte

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    268
    Interessanter Aspekt, toller Artikel, aber ich verstehe die grosse Aufregung gar nicht, das Einzige was mich ärgert sind die Kosten für den Kopierschutz, der so sinnlos ist wie ein Kropf, den wie immer die Kunden tragen.
    Ich nehme meine Musikcds digital auf, ist ja keine Kopie, aber klingt genausogut.
     
  2. goto2

    goto2 Halbes Megabyte

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    Abmahnungen wegen Clone CD: Nicht einschüchtern lassen ist ein Witz:

    Beispiel 1:

    ich bin selber Hersteller habe z.b. ein paar keine
    Foto CDs erstellt und versehe die eigenen
    Aufnahmen mit einem Kopie Schutz,
    gebe diese CDs im Bekannten Kreis weiter,
    benutzter z.b. dann so eine Software
    um eigene Werke, die man selber kopier geschützt hat, für mich selber zu duplizieren.

    in so einem Fall ist ja wohl das nicht illegal,
    oder darf man nun auch seine eigenen Werke
    nicht mehr kopieren?

    es gibt ja den ein oder anderen Hobby Fotografen, der seine eigenen Werke
    vor Mißbrauch und Komerzelle Nutzung
    durch 3. schützten möchte .
     
  3. User4711

    User4711 Byte

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    Es ist doch wie in vielen anderen Fällen auch - die Anwälte haben mal wieder eine lukrative Geldquelle entdeckt, bei der man mit wenig Aufwand und Standardschreiben viel Geld verdienen kann. Im übrigen ist es m. E. absurd, jedem *******-Anwender zu unterstellen, er mache auf jeden Fall Raubkopien von Audio-CD´s mit dem Programm. Es gibt vielseitige Einsatzgebiete und der Großteil davon ist nach derzeitiger Rechtslage legal - außerdem ist wie im Artikel beschrieben nur mit ******* ohnehin keine Umgehung des Audio-CD-Kopierschutzes möglich. Das ist ungefährt so, als wenn man jedem Fahrer eines PS-starken Autos unterstellen würde, er fährt auf jeden Fall viel zu schnell und man kassiert vorsorglich schon mal Bußgelder für zu schnelles Fahren. Naja die betroffenen Herren denken sich wahrscheinlich, versuchen kann man ja mal. :rolleyes:
     
  4. Zeus

    Zeus Halbes Megabyte

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    568
    Bitte versuche wenigstens einmal, ernsthaft Dir über Deine Aussage Gedanken zu machen, anstatt nur Deine Vorurteile zu melken: Der RA ist nicht der Rechteinhaber. Er ist idR nur Mittel zum Zweck.

    Ich frage mich immer wieder, wie man sich nicht entblöden kann, ein ganzes Kollektiv ("die") in Sippenhaft nehmen zu müssen, damit die eigene, äußerst schwache Argumentation, mehr Geltung erhält. Doch dadurch erreicht man nur, daß sie ein wenig mehr polemischen Geist durchzieht.

    Genau so gut kann man auch zurückschlagen: jene, die stets mit den Schildern "Lockerbleiben!" und "Liberal zu sein ist geil!" hausieren gehen sind häufig die ersten, die wegen eines gedehmütigten Gartenzwerges die juristischen Abwehrgeschütze in Stellung bringen. Ich hoffe, daß es Deinen Zwergen gutgeht...
     
  5. Chippo

    Chippo Guest

    Ich würde vorschlagen das hören und vor sich her pfeifen/singen von Musikstücken zu verbieten. Erstens wird bei dem Vorgang des hörens der Kopierschutz geknackt, die Toninformation kopiert und beim pfeifen/singen an Dritte weitergegeben.
    Ich besorge schon mal heisses Wachs und ein Messer :bse:
     
  6. pixel

    pixel Kbyte

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    403
    @Zeus: Ohne die Anwaltschaft in einen Topf zu werfen, ist es eine Tatsache, das die betreffenden Anwälte an solchen Abmahnungen ohne grossen Aufwand und gut mitverdienen. Solche Personen dann nur als "Mittel zum Zweck" hinzustellen, ist ebenfalls keine überzeugende Argumentation und der Gartenzwerg ist nicht weniger polemisch, denn wenn Du schreibst, du könntest, hast Du schon.
     
  7. gracchus

    gracchus Kbyte

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    140
    Was der Herr Wolf sagt ist zwar eine interessante Ansicht, aber eben auch nicht mehr als seine Meinung bzw. Rechtsinterpretation. Sie klingt für mich zwar schlüssig, aber ich glaube nicht, daß ich mich 100% darauf verlassen würde. Es war ja nicht gerade überraschend daß er in seinem Gutachten zu dem Ergebnis kommt was dem Auftraggeber gefällt. Und in dem Interview kann er ja auch schlecht eine andere Meinung vertreten als das was er in dem Gutachten geschrieben hat. Soviel zu seiner Objektivität bei dem Thema....


    @ Zeus:
    Ich verstehe wenn Du Dir bei solchen Verallgemeinerungen wie von 4711 auf den Schlips getreten fühlst. Aber es sind halt eben Anwälte (wie unser allseits heißgeliebter Freiherr....), die sich mit lukrativen Abmahnwellen gegen kleine Leute so unbeliebt machen.
     
  8. fld2000

    fld2000 Byte

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    19
    Ist noch niemandem aufgefallen das diese (kostenpflichtigen!) Abmahnungen wegen allem Möglichen und gegen alle einfach nur Geldmacherei sind und in vielen Fällen an Mafia- und Raubrittermethoden erinnern weil Privatleute sich aus rein finanziellen Gründen nicht dagegen wehren können. Dass solche Methoden in einem Rechtsstaat legal sind lässt für den "Standort Deutschland" wohl auch in Zukunft nicht viel Gutes erwarten.
     
  9. User4711

    User4711 Byte

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    86
    Es geht hier nicht um Vourteile und ich habe auch nicht den Berufsstand aller Anwälte kritisiert, sondern nur diejenigen, die die hier mehrfach angeprangerten Abmahnungs-Masche regelmäßig und teilweise ausschliesslich fahren und dabei auch ohne Rechte-Inhaber zu sein, viel Geld verdienen. Sorry, aber das ist bewußte Abzockerei und hat nichts mit Recht und Gerechtigkeit zu tun.

    Vielleicht solltest Du besser ernsthaft überlegen, wie meine Meinung und die der anderen in diesem Thread formuliert war, bevor Du in George-Bush-Manier gleich die Achse des Böses baust... :p
     
  10. trojanerinfo

    trojanerinfo Byte

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    2. Oktober 2000
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    27
    Uebrigens setzt meines Wissens den Streitwert erst das Gericht fest und nicht der Klaeger. Die koennen da also reinschreiben, was die wollen (theoretisch) in ihren Abmahnungen.

    Eigentlich muessten jetzt mal 20.000 Leute gleichzeitig dieses Programm bei Ebay anbieten. Vielleicht schaffen die es sogar alle 20.000 abzumahnen. Aber was ist, wenn kein einziger reagiert? 20.000 Gerichtsverfahren? - ;)

    Ich kann die Musikindustrie sehr wohl verstehen, wenn man gegen wirklich Piraterie und Verbreitung der Titel im Internet vorgeht. Doch man kann es auch uebertreiben und eigentlich muessten denen mal jemand ganz gewaltig in den A.... treten.
     
  11. Flink

    Flink Byte

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    73
    Dazu gibt es bereits das Urheberrecht.
    Ein Fotograf von heute veröffentlicht alle seine Fotos im Internet. Wenn jemand ein Foto herunterlädt und anderswo verwendet, verstößt er gegen das Urheberrecht.
    Es ist skandalös, dass unwissende Anwender von der Musikindustrie verklagt werden, und die Raubkopierer weiterhin ungestraft bleiben.
    Wenn ein Kopierschutz auf einfache Art umgangen werden kann, dann war er eben schlecht. Die Musikindustrie gibt ihre Werke freiwillig auf unsicheren CDs weiter. Sie wäre technisch dazu in der Lage ein eigenes CD-Format einzuführen mit eigenen CD-Playern.

    Es ist nicht verboten, raubkopierte Musik-CDs anzuhören. Also müsste hier ein Gesetz geschaffen werden, die das einem Diebstahl gleichsetzt. Gerade in Zeiten zunehmender Kriminalität ist es für den Anwender sehr wichtig, dass er seine CD-Sammlungen frei kopieren kann und darf. Wer investiert schon gerne viel Geld in eine CD-Sammlung, wenn die beim nächsten Wohnungseinbruch gestohlen werden kann?
     
  12. Flink

    Flink Byte

    Registriert seit:
    23. Mai 2003
    Beiträge:
    73
    Man sollte dabei auch folgendes im Auge behalten:
    Jeder 100. US-Amerikaner ist ein Anwalt.

    Wollen wir solche Zustände wirklich auch in Europa haben?
    Man darf sich ausrechnen, um wieviel sich jedes Produkt dadurch unnötig verteuert.
     
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