Apple-Intel-Pakt wirbelt Branche durcheinander

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von Average Dalton, 7. Juni 2005.

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  1. Average Dalton

    Average Dalton Byte

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    Hallo Forum,

    Zitat aus "SPIEGEL online": Der Apple-CEO bekannte, dass das Unternehmen schon länger mit Intel-Hardware experimentiert: "Mac OS X hat in den letzten fünf Jahren ein geheimes Doppelleben geführt." Alle Versionen des Betriebssystems seien von Anfang an so entwickelt worden, dass sie auf Intel- und PowerPC-Plattform laufen könnten. Jobs führte den Teilnehmern des Kongresses auch gleich einen Intel-Rechner vor, auf dem Tiger, die aktuelle Version von Mac OS X, installiert war.

    Hat das mal jemand probiert, Mac OS X auf einem Windows-PC zu installieren? Ich kenne mich damit zuwenig aus, aber interessieren würde es mich schon.

    Grüße, Average
     
  2. mgaugusch

    mgaugusch Byte

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    Das kann niemand außer Apple selbst testen, weil du müßtest den Code der für PPC kompiliert worden ist auf einem Intel PC erst neu kompilieren. Den hast du aber nicht ...
     
  3. Average Dalton

    Average Dalton Byte

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    Also könnte Apple mit wenig Aufwand ein Mac OS für WIntel-PCs aus dem Hut zaubern (auf den Markt bringen). Ich glaube, das würde viele Win-User anlocken...:saufen: ohne neue Ausgaben für teure Hardware :D .
    Wer wettet dagegen?
     
  4. Gothie

    Gothie Kbyte

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    Sers.

    Ich werde zwar nicht wetten, aber den gleichen Gedanken hatte ich auch. Es könnte den Microsoft Markt eine herben Beigeschmack zufügen und das ganz so richtig aufmischen.

    Gothie
     
  5. HannesD

    HannesD Byte

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    [font=Verdana, Arial, Helvetica, Geneva, sans-serif][size=-1]Zitat aus Spiegel Online:

    "Der Jubel mancher PC-Benutzer, dass man künftig auf der Intel-Plattform frei zwischen Windows, Mac OS und Linux wählen könne, scheint indes verfrüht. Apples Vice President Phil-Schiller sagte "Cnet", es gebe keine Pläne, Windows auf Intel-Macs zu unterstützen. Apple plant offenbar weiterhin, seine Rechner mit spezieller Hardware auszuliefern, nur der Prozessor stammt von Intel. Der Hardwareverkauf soll weiterhin eine wichtige Einnahmequelle bleiben. "Wir werden nicht erlauben, dass Mac OS X auf anderer Hardware läuft als auf Apple Mac", erklärte Schiller."

    Naja, so einfach wird das den Markt nicht durchwirbeln. Es wird also weder möglich sein, Windows auf Mac-Rechnern noch Mac OS X auf normalen PCs zu installieren...:heul:
    [/size][/font]
     
  6. _sid_

    _sid_ Halbes Megabyte

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    Ja, eigentlich schade, dass man in Zukunft nicht "hybride" PCs (in Bezug auf Win-MacOs) fahren kann. Das wäre eine wirklich sehr interessante Sache. Dann würde man sehen, wie viele Leute tatsächlich von MacOS Gebrauch machen.
    Andererseits muss man sehen, dass Apple wohl mehr von der Hardware als von der Software lebt und wenn man einen x-beliebigen PC nehmen könnte um MacOs zu betreiben würde das der Firma mehr als nur ein klein wenig schaden. Ausserdem hat die Apple-Architektur einige entscheidende Vorteile - hier kämpft man nicht mit irgendwelchen Kompatibilitätsproblemen, wenn man einen PC kauft, dann läuft der auch und man kann davon ausgehen, dass relativ einheitliche Hardware verwendet wird. Was aus dem Hause Apple kommt, das funktioniert auch mit einem Mac. Da hat es die PC-Welt (nicht das Heft) natürlich schwerer, x-tausende Anbieter bieten verschiedenste Hardware an für einen PC, von einem namenlosen Müll bis hin zu High-End-Komponenten. Klar haben die Anwender auf diese Weise eine viel grössere Auswahl und auch ein grösseres Potential aus ihrem PC was zu machen, bei Apple sieht das meistens etwas schlechter aus. Hat also alles seine Vor- und Nachteile.

    Generell sage ich - wer einen soliden Computer will und bereit ist vollständig neu einzusteigen (oder sowieso neu einsteigt) für den ist ein Mac gar keine so schlechte Wahl. Wenn sie dann auch günstiger werden (hoffentlich signifikant), dann ist das umso besser.
     
  7. Gothie

    Gothie Kbyte

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    Sers.

    Dann frage ich mich was für einen Intel CPU, MAC nimmt. Oder sind das dann doch Spieziell angefertigte CPU`s. Denn ich wusste nicht das Intel andere Prozessoren herstellt die andere Protokolle verstehen wie z.B. SSE SSE2 usw. usw. Es müsste dann doch ein Leichtes sein, den MAC so zu manipulieren, das auch ein anderes OS z.B Windows XP drauf laufen könnten?

    Gothie
     
  8. pc-pure

    pc-pure Byte

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    Wie wars denn mit der X-box?
    Hiess es denn da nicht ähnlich?

    Und heute ist sie ein billiger Linux-Webserver.

    Lassen wir uns überraschen.
     
  9. unix_user

    unix_user Kbyte

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    Das ist so nicht richtig!
    1. Nicht alle PCI-steck-karten haben x86-code 'eingebaut' und selbst der könnte durch anderen code ersetzt werden, ohne die hardware der steck-karte zu ändern. Manche Mac-rechner benutzen beispielsweise ATI-grafikkarten. Andere periferie-geräte haben meist garkeinen code eingebaut, der vom rechner ausgewertet wird.
    2. Daher ist meist der betriebssystem-spezifische treiber entscheident. Würden die hardware-hersteller sich nicht am 'marktführer' Micro$oft orientieren, wäre es für sie kein problem MacOS-treiber (und Linux, etc) mitzuliefern -- was manche ja auch tun (Danke!).
    3. Und dann gibt es ja noch betriebssystem-unabhängige (generische) treiber und protokolle. Beispielsweise funktioniert (fast) jede externe USB- oder Firewire-festplatte und wechsel-platte auch an meiner Sun Workstation (UltraSPARC IIe), weil Solaris das USB-geräteprofil "Mass Storage Device" implementiert hat. Firewire-WebCams arbeiten an einer Sun sogar besser, als an einem PC (auf dem erst noch treiber installiert werden müssen).
    Solche generischen protokolle für geräte-klassen sind übrigens eine der großen stärken von SCSI!
    Auch kann ich eine USB/Firewire-Controller-karte (PCI) in meine Sun einbauen und benutzen, wenn sie über OHCI (Open Hardware Connection Interface) angesprochen wird.
    Das selbe gilt auch für andere hardware-gattungen.

    Tatsächlich zeigt das, wie weit die Micro$oft-sche massen-verblödung "Designed for WiXP" bereits wirkt :-(
     
  10. EvilMM

    EvilMM Byte

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    Das würde der größte Fehler in der Geschichte von Apple werden wenn die das Betriebssystem freigeben für alle x86-Rechner.

    Apple's System würde dann "nur noch ein" Betriebssystem werden das sich sowieso nicht durchsetzen wird. Das System würde Geld kosten und keiner würde einsehen das zu kaufen.

    Derzeit ist ein Apple einfach die Kombination aus allem. Das einmalige Design das man nur dort haben kann, das einmalige Betriebssystem dessen schöne Oberfläche man nur dort wirklich haben kann. Das Gehört einfach zusammen und das macht einen Apple aus.

    Das Apple den CPU-Lieferanten wechselt kann ich nachvollziehen und begrüße ich. Denn es kann nicht sein das wegen lauter "Willkür" von Seiten IBMs die Rechner mehr kosten müssen - nur weil IBM die CPUs nicht liefern kann.
     
  11. Trantor

    Trantor Halbes Megabyte

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    Also ich denke schon das die sich da etwas mehr einfallen lassen als MS mit der X-Box.
    Die könnten zum Beispiel einen Extra-Chip auf Mainboard pflanzen der die Sache überwacht und der sich auch nicht so leicht übertölpeln lässt.
    Im Endeffekt hat das Betriebssystem ja recht wenig mit dem verwendeten Prozessor zu tun, ausser das dieser erkannt werden sollte.
    Selbst wenn einige Freaks und Bastler es schaffen sollten, denke ich mal, wird der Aufwand wohl so gross sein, das es sich nicht im der Masse durchsetzen wird.
    Umgekehrt wäre es eh deutlich intilligenter das man das MAC OS so modifiziert oder übertölpelt das man es auf nem beliebiegen X86 laufen lassen kann. Wäre auf jedne Fall ein grösserer Gewinn für die PC-Gemeinde.
     
  12. EvilMM

    EvilMM Byte

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    Nein das stimmt ja so nicht. Die X-Box wurde ja nie explizit dagegen gesichert ein Linux drauf laufen zu lassen. Auch ist es ja wohl unheimlich einfach das Apple-Betriebssystem dagegen abzusichern.

    Man will ja nicht verhindern das auf einem Apple ein anderes System wie zum Beispiel Linux installierbar ist (was es ja ist), sondern man will verhindern das MacOS nicht auf einem anderen System installiert werden kann - also genau umgekehrt wie ihr das jetzt annehmt. Somit ist es ja wohl viel einfacher - eine kleine Abfrage vom BIOS und schon hat sich die Sache - ganz einfach!

    Und MacOS auch den PC-Jüngern zugänglich zu machen ohne einen Apple zu kaufen ist einfach ein Fehler. Das gute Betriebssystem würde dann in kürzester Zeit von Newbies in Foren ausgeschlachtet werden die meinen sie müssten sich bei eMule ein MacOS laden und installieren nur weil es cool ist und auf einmal bekommen sie nix mehr hin - ist doch bei Linux nichts anderes oder?
     
  13. unix_user

    unix_user Kbyte

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    Ein paar hinweise für euch, die euch sicher interessieren werden:

    MacOS-X ist ein Unix. Bei Unix sind nur der Kernel und die treiber prozessor-spezifisch. Der rest des betriebssystems und alle software (die auf maschinensprache-routinen verzichtet) kann einfach für die ziel-platform kompiliert werden. Deswegen funktioniert beispielsweise (fast) die gesammte GNU-software auf HP-PA RISC, Sun SPARC, PowerPC, x86, usw. Deswegen gibt es BSD-Unix für praktisch alle existierenden CPU-typen und rechner-modelle.

    MacOS-X besteht aus einem Mach-kernel, einem BSD-Unix und der oberfläche Aqua. Steven Jobs hatte nach seiner ersten Apple-fase und vor seiner jetzigen Apple-fase eine firma namens Next Computing (oder so ähnlich) gegründet. Diese entwickelte und verkaufte die NextStation, eine Unix-maschine mit Mach-kernel und BSD-Unix. Das NextOS gab es am schluss auch für x86 in IBM-PC-kompatiblen rechnern...

    Es gab mal eine CRHP (Common Reference Hardware Platform). Diese war spezifiziert und gebaut von IBM, Motorola und Apple. Der prozessor war ein PowerPC. IBM lieferte dazu die Power-architektur und OS/2. Motorola baute den PowerPC und Apple lieferte das MacOS. Sun bereitete eine Solaris dafür vor. Es gab sogar eine version von M$-Windows-NT für CRHP-rechner! Apple hatte damals auch anderen hardware-herstellern erlaubt, rechner mit MacOS zu verkaufen. Das erste, was Steven Jobs machte, als er zu Apple zurückkam, war, diesen herstellern die lizenz zu entziehen und die CRHP aus dem Apple-programm zu streichen...

    Interessant, oder nicht?
     
  14. EvilMM

    EvilMM Byte

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    Interessant ist das wirklich, aber auch ein guter Schritt von Steve Jobs
     
  15. h3t

    h3t Byte

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    Was die in einen Mac einbauen ist mir Wurscht,würde mir nie einen kaufen.Hab im Studio nen G5 stehen,bin froh wenn ich mit der Krücke nicht arbeiten muss.
     
  16. EvilMM

    EvilMM Byte

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    Das war mal ein Satz ;-)
    Na ja hatte selbst ja noch nie so wirklich das Vergnügen - nur mal kurz, von daher kann ich das gar nicht so abschätzen, hier hab ich halt doch nur mit Windows-Rechnern zu tun.

    Aber was mich dennoch interessieren würde is, was dir da genau nicht gefällt oder was zu lahm findest
     
  17. Gothie

    Gothie Kbyte

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  18. EvilMM

    EvilMM Byte

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    Na ja gut, das is ja auch erst der Test-Apple *g*
     
  19. elektronikengel

    elektronikengel Byte

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    Das ist ein notwendiger Prozess, denn sonst wäre die Firma vermutlich in zwei Jahren tot. IBM konnte nicht das Powerbook G5 liefern und wird es auch nicht mehr tun. Der im letzten Jahr angekündigte 3 GHZ-Doppelprozessor für den G5 kam nicht. Also ist der Wechsel zu Intel richtig und notwendig.
    Ein OS X wird es auf PCs aber nicht geben; umgekehrt läuft aber alles auf dem Mac und wird es laufen. In der Übergangsphase wird das Programm Rosetta die Emulation von PPC zu Intel vorbereiten; ab 2007 sollen alle Macs nur noch auf Intel laufen. Wer jetzt aber einen G5 hat, braucht sich keine Gedanken zu machen. Der Übergang wird fliessend und für den User schmerzfrei verlaufen. Da kenne ich Apple und weiß, was die ihren Benutzern zutrauen.
    Eigentlich wäre der Schritt eines "Hybrid-PCs" wünschenswert; d.h. die User sollten selbst wählen, welches OS sie auf welcher Hardware laufen lassen wollen ob nun von Sony oder Apple. In gewisser Weise haben wir einen Hybrid-PC mit der Apple Hardware; ich habe Mac OS X, Windows XP (auf Virtual PC) und Kannoptix auf dem iMac G5 laufen.
    Was mir Sorgen macht ist etwas anderes: das DRM in der Hardware-Implantierung. iTunes z.b ist eingeschränktes DRM; für Longhorn existieren bereits weitgehendere Pläne und Intel ist am weitesten in der Hardware-DRM fortgeschritten.
    Die GUI der Zukunft werden sich schon sehr ähnlich sein - ob nun Mac OS X oder Longhorn. Benutzerfreundlichkeit, Rechnerarchitektur, Programmabstimmung und Virenresistenz ist wieder eine andere Frage.
     
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