Auf NTFS-Festplatte schreiben

Dieses Thema im Forum "Linux-Distributionen" wurde erstellt von JojoKoester, 4. September 2005.

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  1. JojoKoester

    JojoKoester Halbes Megabyte

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    Hallo,

    gibt es eine Möglichkeit mit Knoppix 3.9 auf eine NTFS Festplatte zu schreiben?

    Ich kann die Festplatte nämlich nicht konvertieren.
     
  2. Hochdahler

    Hochdahler Kbyte

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    Eine möglichkeit auf NTFS zu schreiben gibt es und funktioniert auch sehr gut.
    Benutze Google, darüber findest Du einiges an Material wie Du vorgehen muss .. Suche nach captive-ntfs ,,
    Solltest Du noch fragen haben, melde Dich dann wieder.

    Gruss
    Hochdahler
     
  3. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Dass der Captive-Treiber gut funktioniere, sagen noch nicht mal seine Verfechter.

    An den TO : Spar dir den Zirkus über Knoppix+Captive..Nimm 'ne BartPE und schreibe von der auf NTFS.Da gibt es keine Probleme.
     
  4. Hochdahler

    Hochdahler Kbyte

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    Was genau gefällt Dir nicht am captive-treiber und was
    funktioniert bei Dir nicht ? :rolleyes:
     
  5. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    http://www.haitech-blog.de/comments.php?id=754_0_1_0_C

    Schau dir mal diesen Erfahrungsbericht an (etwas runterscrollen):

    http://www.haitech-blog.de/comments.php?id=754_0_1_0_C

    Der Datendurchsatz des Treibers ist auf 50 kb/s gedrosselt, was das Ganze für größere Datenmengen witzlos macht.

    Captive wird seit Anfang 2004 nicht mehr weiterentwickelt; entsprechend gibt es Probleme mit dem SP 2 von XP.

    Quelle : http://gentoo-wiki.com/User_talk:Rojaro
     
  6. Hochdahler

    Hochdahler Kbyte

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    Mach mal halblang, muss mich ja nicht gleich bombardieren. :D

    Hab ja nicht gesagt das Du doof bist :p ...

    Für kleine sachen ist es aber ausreichend ... man muss ja nicht unbedingt ne DVD rüberkopieren . ;)

    Gruss
    Hochdahler
     
  7. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Es hat seinen Grund, dass Captive bei Knoppix seit 3.8.1 nicht mehr dabei ist.Durch die fehlende SP2-Unterstützung kann es zu Datenverlusten bei NTFS-Systemen kommen.
     
  8. Affirmation

    Affirmation Kbyte

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    Mal so gefragt: Inwiefern sollte es beim Schreibzugriff auf NTFS Probleme geben?

    Alternativ steht hier so eine Lösung: http://kb.bitdefender.com/site/Know...m_with_LinuxDefender_and_Windows_XP_SP2_.html

    Es ist korrekt, dass das System nicht mehr weiterentwickelt wird - aber NTFS ändert sich ja auch nicht mal einfach so. Das das SP2 eine neue Windows-Treiber-Version mitbringt juckt halt (zumindest laut Artikel) nicht.
    Unsicher ist das Schreiben auf NTFS (im Gegensatz zum Lesen) schon immer gewesen. Das sollte halt schon jedem klar sein.

    Btw zur Geschwindigkeit.
    Wenn man will, dann kann man relativ problemlos im Sourcecode die Speed-Einschränkung nach oben setzen und eben auch den Debugmode ausschalten. Sicherlich ist das nicht gerade zu empfehlen - aber wenn man das nicht übertreibt, dann sollte das die (allerdings wie gesagt relativ problematische) Sicherheit auch nicht weiter nach unten drücken.
     
  9. Genau so sieht's aus.

    Und da können noch so viele langhaarige Scriptkiddies in Hinterhofgaragen sitzen und versuchen, NTFS zu hacken - das wird nie im Leben was.
     
  10. Affirmation

    Affirmation Kbyte

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    Also das Verwenden des Originalen Microsoft-Treibers ist also Schrott. Hm - das würde dann ja heissen, dass dieser Treiber Schrott ist. Au weia :)

    Das Getrolle der beiden Vorposter ändert nichts an der Fragestellung.
    Inwiefern sollte ein API-Call auf den originalen Treiber ein Problem darstellen?
     
  11. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Wenn das so einfach ist, dann frage ich mich, warum sich die Linux-Programmierer des Linux-NTFS Project so schwer damit tun :

    http://linux-ntfs.sourceforge.net/

    Mein Vorschlag : Paragon bietet einen tollen, voll funktionsfähigen NTFS-Treiber für Linux, den z.B. die c't für ihr Knoppicilin-Projekt verwendet hat (sie wußten, wie wenig Captive taugt).

    Manchmal kommt man eben im Leben nicht darum herum, für eine gute Sache auch ein wenig Geld auszugeben.

    Ist übrigens ganz interessant, dass es die privatwirtschaftlich organisierte Programmiererzunft (hier Paragon) schafft, einen uneingeschränkt funktionsfähigen Treiber zu entwickeln, die Open-Source-Gemeinde sich aber damit unendlich schwertut. Auch Paragon hat von Microsoft nicht den NTFS-Source-Code bekommen.
     
  12. Affirmation

    Affirmation Kbyte

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    Da meinen die Jungs von Pragon aber selbst was anderes ...

    Quelle: http://www.paragon.ag/ger/news.htm

    Januar, 2005

    PARAGON SOFTWARE GROUP WIRD 'MICROSOFT GOLD CERTIFIED PARTNER'

    Der Status eines 'Gold Certified Partner' bestätigt die Professionalität und Kompetenz der Paragon Software Group

    Die Paragon Software Group (PSG) wurde für weitreichende Kompetenzen im Bereich ISV/Software-Lösungen mit dem Titel Microsoft Gold Certified Partner ausgezeichnet. Microsoft Gold Certified Partner haben ihr Können durch langjährige erfolgreiche Entwicklung von Software, basierend auf Microsoft-Technologien, und deren Vertrieb bewiesen.

    "Wir entwickeln und vertreiben hochwertige Softwarelösungen seit mehr als 10 Jahren. Die Microsoft-Zertifizierung honoriert unsere langjährigen Bemühungen, innovative und zuverlässige Produkte zu entwickeln, die den strengen Microsoft-Standards und den Anforderungen des Marktes genügen." erklärt Andrey Shilkin, stellvertretender Direktor der Paragon Software Group. "Dieser Partnerstatus erlaubt es uns, unsere technische Kompetenz und besondere Beziehung zu Microsoft gegenüber unseren Kunden in Zukunft stärker hervorzuheben."

    Mitglieder des 'Microsoft Gold Certified Partner'-Programms erhalten tiefgreifenden Einblick in die Software-Quellen und Technologien von Microsoft. Zusätzliche Trainings werden der Paragon Software Group helfen, ihre Softwareprodukte immer weiter zu verbessern.



    Und das man da nichtmal in den Quellcode der ntfs.sys gekuckt haben kann halte ich dann wohl für sehr unwahrscheinlich...

    Und weiterhin:
    Das Linux-NTFS-Projekt macht keinen API-Call auf die ntfs.sys, sondern schreibt alles selbst. Captative macht das nur so. Linux-NTFS kann nämlich eben keine Dateien löschen (bietet also quasi nur Lesesupport) - Captative kann über die Bridge auch schreiben.

    Ein wenig mehr Informationen über die Projekte einzuholen wäre hier sinnvoll gewesen.
     
  13. Tja, nur unter einem wahren Betriebssystem aus der Edelschmiede Microsoft ist einem NTFS vergönnt - Linux-Frickeljünger müssen halt mit ext2fs oder ähnlichem Gemauschel vorliebnehmen
     
  14. Affirmation

    Affirmation Kbyte

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    Man könnte auch argumentieren, dass diese "Frickler" legal eine Alternative entwickeln, anstatt mal so das Gesetz zu verletzen.
    Aber so etwas wie Gesetze scheinen dir hier wohl fremd zu sein - sonst würdest du wohl nicht so einen Mist reden.
     
  15. Was hat denn sein Posting mit dem Freiheitsgrad gegenüber Gesetzen zu tun? :confused:

    Erwähnte ich schonmal, daß ich mein Auto noch nicht in die Tiefgarage gefahren habe? Ungefähr ähnlich verwandt vom Thema ...
     
  16. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Den Anspruch, auf NTFS zu schreiben, hat das Linux-NTFS-Projekt selbstverständlich-und es ist eben nicht richtig zu sagen :

    Zitat aus den FAQ :

    Also ruhig mal den Versuch machen, etwas differenzierter zu argumentieren und genauer zu lesen.

    Das, was die MS-Zertifizierung bei Paragon anbetrifft : Dieses Zertifikat haben viele Software-Produzenten und es bedeutet wenig (es wäre ganz falsch, hieraus eine besondere Position der Firma Paragon abzuleiten; gib mal Microsoft Gold Certified Partner in eine Google-Suche ein; und du wirst dich fragen, welche Softwareschmiede diese Prädikat eigentlich nicht hat). Dass MS Firmen teilweise den Einblick in bestimmte Bereiche des Quellcodes ermöglich, ist auch alles andere als ungewöhnlich.Es wäre aber ganz falsch, daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, MS sei bereit, ein besonders geschütztes Industriegeheimnis wie den NTFS-Quellcode Dritten offenzulegen.

    Man kommt nicht drumherum : Die Linux-Gemeinde hat trotz jahrelanger Versuche keinen brauchbaren NTFS-Treiber geschaffen, der den sicheren (und nur das macht Sinn) Schreibzugriff auf NTFS ermöglicht.Den Original-MS-NTFS-Treiber zu verwenden ist ja nur eine fragwürdige Krücke (die im Falle Captive aus den oben angesprochenen Gründen ja noch nicht mal befriedigend funktioniert).
     
  17. Affirmation

    Affirmation Kbyte

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    Lies sein Posting vielleicht noch einmal.
    Wie würdest du denn als Firma reagieren, wenn deine Entwicklung reverse-engineered werden würde und dann als Open Source im Netz wäre?
    Aber wie gesagt - unter Windows scheint die Quote der "Copyrightverletzer-Sympathisanten" größer zu sein (Konjunktiv beachten!).

    Du möchtest also sagen, dass ein Projekt, welches praktisch nicht weiterentwickelt wird und folgendes kann:
    - Lesen von NTFS
    - Ersetzen von Bytes in Dateien

    den Anspruch hat "Schreibsupport" zu bieten?
    Sorry - aber ich finde, dass da schon noch etwas fehlt. Veränderungen an Längen (und Löschen von Einträgen) wäre sicher mal eher als Schreibsupport zu sehen.
    Weil ich kann halt auch auf einer Platte via dd rumschreiben - aber das heisst noch nicht, dass dd Schreibsupport für alle Partitionstypen bietet.

    Du hast behauptet, dass da kein Code-Austausch (bzw. Technologie-Austausch) stattgefunden hat. Und genau das kannst du eben nicht beweisen (ich zwar auch nicht widerlegen, aber schon Anzeichen geben).
    Also solltest du keine solche Aussage treffen (ausser, du kannst mir das zeigen natürlich).

    Und Microsoft hat keinen ext3-Treiber gebaut (wohl aber die Open-Source-Entwickler). Warum wohl? Weils ebenso keinen interessiert ;)
    Ob du das persönlich schlecht findest oder nicht ist da relativ Wurst, wer Schreiben will, der muss halt wahlweise Captive nutzen, ein Produkt kaufen, seine Platte in FAT32 konvertieren oder halt andere Lösungen (File-Server/Samba etc) finden. Genau müsstest du halt bei ext3 oder (noch haariger) bei XFS oder ReiserFS unter Windows verfahren.

    In Wahrheit reicht Captive halt völlig für den privaten Anwender - der will halt zumeist via Knoppix Daten sichern oder das Dateisystem nach Viren scannen. Und wo da für Captive ein Problem sein soll, darauf warte ich noch deinerseits (das SP2-Problem kanns ja nicht sein, wie mein Link dir zeigen sollte; das Debug-Problem ist auch kaum nennenswert) immer noch.

    Viel Lärm um nichts.
     
  18. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Was ist denn das für eine merkwürdige Beweisführung.Du bist derjenige, der eine fragwürdige Behauptung aufgestellt hat,

    die bewiesen werden müßte, nicht ich.Du bist deshalb in der Beweispflicht, nicht ich.

    Nochmal zu Captive :

    Es stellt sich doch die Frage, warum

    a) Knoppicilin (c't-Recovery-CD) auf den Captive-Treiber verzichtet und Lizenzgebühren für den Paragon-Treiber zahlt.
    Glaub mir, auch die von c't verschenken kein Geld und wissen, was sie tun.

    b)Captive seit der Version 3.8.1 nicht mehr bei Knoppix dabei ist
     
  19. Affirmation

    Affirmation Kbyte

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    Hm - also wenn ich behaupten würde, dass du rote Haare hast, dann musst du mir beweisen, dass du die nicht hast?
    Das ist wohl eine Umkehrung der Beweisführung.
    Bedenke, dass du zuerst gesagt hast: "Auch Paragon hat von Microsoft nicht den NTFS-Source-Code bekommen."
    Also beweise mir das halt einfach mal, dann wäre das sicher erledigt.

    Warum Captive nicht mehr dabei ist ist weiterhin allenfalls ein Indiz, dass es besseres gibt.
    Ich kann mir schon denken wieso der gedropt wurde - es ist halt wegen der vielen Neulinge relativ doof einen Schreibsupport mit 50 kb/s anzubieten. Klar kann man das halt rekompilieren - nur ist das für Neulinge keine echte Option wohl. Daher haben sie das halt gedropt und eben auf Lese-only aka Linux-NTFS umgestellt. Das könnte ich mir zumindest so vorstellen. Alternativ kann man auch annehmen, dass sowieso kaum Interesse am Schreibsupport besteht bzw. bestand - und daher einfach entfernt wurde.
    Aber bedenke, dass Captive eben mehr kann als Linux-NTFS - daher ist der Vergleich relativ nicht führbar. Der Vergleich Paragon - Captive geht sicher klar für Paragon aus. Aber da stellt sich halt die Quellcode / Tehnologie-Frage bei der ich auf deine Antwort schon gespannt bin.
     
  20. Hochdahler

    Hochdahler Kbyte

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    @ Franzkat

    Es ist wohl war das die Schreibgeschwindigkeit zu wünschen übrig lässt.

    Allerdings ließ es sich sehr gut bzw. hatte ich keine Probleme
    auf WinXP SP2 partitionen zu schreiben.
    Ich denke mal, für kleine Sachen ist es ganz brauchbar. :)

    Ausserdem gibt es doch Windows-treiber für Ext2,Ext3,ReiserFS mit dem man seinen Linux-Server administrieren kann. Das reicht doch auch ;)


    Ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende ...
    Und vertragt Euch wieder :D

    ps.. @franzkat
    bitte bombardiere mich nicht wieder mit den verschiedensten
    links ... Ich glaube nur was ich selbst ausprobiere und weiß
    was geht oder nicht :)

    @Affirmation
    Du schreibst " ..Klar kann man das halt rekompilieren" ..
    Was meinst Du damit ?

    Gruss
    Hochdahler
     
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