Betrüger bei Internet-Auktionen auf dem Vormarsch

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von knob-creek, 11. Oktober 2004.

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  1. knob-creek

    knob-creek Byte

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    26
    Gerade bei eBay stehen Wert und Preis typischerweise (also bei einer Auktion) in sinnvollem Verhältnis, weil die Ware häufig mit 1 Euro Startpreis angeboten wird und dann schnell höher gesteigert wird. Hier kann man also am Preis nichts erkennen.

    Bei höherwertiger Ware kann man sich von Anbieter Seriennummern etc. zumailen lassen -- und wenn er nicht reagiert, die Finger davon lassen.
     
  2. Zeus

    Zeus Halbes Megabyte

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    568
    @knob-creek

    Deine Verhaltensanweisungen zur Minimierung des Risikos bei Käufen über die Plattform Ebay ist so einfach wie falsch. Zum einen wird die klassische "Auktion", die einen Verkauf gegen Höchstgebot darstellt, immer mehr verdrängt.

    Zum anderen krankt ja Ebay gerade daran, daß dort viele Powerseller einen auf "Privatverkäufer" machen, die seit Jahren gelegentlich mal über 1000 Artikel verhökern, weil andauernd der Dachboden ausgemistet werden muß, und sich auf diese Art versuchen, gesetzlicher Informationspflichten bewußt zu entziehen. Umgekehrt halten es auch die tatsächlichen Gelegenheitsverkäufer eher so, daß sie sich sagen, ich verkaufe selten, und dafür drehe ich nicht meine Verkaufsartikel wegen einer umfangreichen Anfrage von links nach rechts. Dann heißt es eher salopp, falls überhaupt eine Antwort kommt, laß es doch.

    Zumindest letzter Standpunkt ist verständlich. Gerade beim Kauf gebrauchter Waren gehören solche Umstände auch zum Risiko, für manche ist es eher der Reiz, eines Kaufs. Daher kann man kaum Deine Schlüsse erzielen. Nicht jeder, der keine detaillierte Antwort gibt, ist ein potentieller Betrüger, und nicht jeder Betrüger gibt keine Antwort.

    Wirksam Abhilfe kann Ebay schaffen – tut es aber nicht. Warum nicht? Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Ich sage nur Stichwort „Preistreiberei“. Ebay profitiert von solchen Machenschaften. Umgekehrt wehrte man sich vehement wider die „Sharp shooter“, die in letzter Sekunde automatisch ein Angebot zum Kauf abgaben. Warum wehrte sich Ebay? Weil ausweislich ihrer Argumentation auf diese Art keine „Auktion“ – also redliche Preistreiberei – zustande käme. Eindeutiger kann man Interessen nicht mehr offenbaren.

    Ich hoffe auf den 3.11.2004. Dann liegt das Urteil des BGH vor, ob „Auktionen bei Ebay“ solche iSd §156 BGB sind.
     
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  3. andee

    andee Byte

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    65
    Naja, er hat ja mal gerade einen (1) Tip gegeben, nicht? ;)


    Ich nehme mal an, du meinst die "Jetzt kaufen"-Option? Es ist wahr wahr, daß diese Art des Verkaufens (proportional zur Zahl der gewerblichen Händler) anteilsmäßig zugenommen hat - aber von "verdrängen" kann noch längst keine Rede sein.


    Stimmt - insofern ist der Tip von knob-creek durchaus sinnvoll: Gerade weil man keinem realen Verkäufer gegenübersteht, sollte man soviel wie möglich über den Artikel (und über die rationelle oder - warum nicht?! - intuitive Schiene auch über den Verkäufer selbst) in Erfahrung bringen. Wer im Zweifel ist, läßt aufgrund merkwürdigen Verhaltens dann doch die Finger davon.


    Der terminus technicus heißt "sniper" - zumindest bei eBay.. :D

    SCNR :D


    D'accord!
     
  4. mroszewski

    mroszewski Viertel Gigabyte

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