BSA: Knapp 10.000 PCs Gegenstand von Ermittlungen

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von RaBerti1, 29. Oktober 2004.

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  1. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    5.094
    Datenschutzverletzungen bei der Polizei?

    Jetzt erklärt mir doch mal bitte, ob ich das richtig verstanden hab:

    Soll das bedeuten, daß die Polizei gegenüber der BSA den Inhalt von Ermittlungsverfahren offenbart hat?

    Hab ich das richtig verstanden, daß die BSA nichts anderes ist als ein Zusammenschluß von Unternehmen, der dafür eingerichtet wurde, die Einhaltung von Lizenzbestimmungen zu sichern? Stimmt es also, daß die BSA keinerlei hoheitliche Befugnisse hat?

    Und dann gibt die Polizei in 250 Fällen Daten an die BSA heraus, ohne daß die BSA überhaupt Akteneinsicht durch Anwälte beantragt hätte?

    Wenn ich das jetzt alles bewußt falsch verstehen will, dann wird es Zeit für staatsanwaltliche Ermittlungen bei der Polizei. Und die Datenschutzbeauftragten dürfen auch gleich mitermitteln.

    Orwell läßt grüßen!

    MfG Raberti
     
  2. mopani

    mopani Kbyte

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    326
    Hallo!

    Verfolge den Text genau! Es geht hier um Software-Piraterie und nicht um Lizenzverletzungen! Die BSA wirft das gerne in einen Topf, weil Sie glauben mit dem infantilen Gelaber und großzügen, nicht verifizerten Zahlenangaben irgendwen beeindrucken zu können.

    Piraterie heißt, dass sich Menschen vorzätzlich und illegal Software aneignen und in unglaublichen Dimensionen damit bereichern. Zum Leidwesen der Industrie. Das hat aber nichts mit einer Lizenzverletzung zu tun. Bei dem Verdacht der Piraterie hat die Polizei eine größere Handhabe. Lizenzverletzungen dagegen sind nicht so einfach zu erkennen und zu ahnden, weil ein User, der ein gekauftes Programm auf mehr als einen Rechner installiert, sich nicht bereichern will. Es fehlt ein krimineller Vorsatz. Zudem: Die Polizei muss einen berechtigten Verdacht haben, bis irgendein Richter sich auch nur die Mühe macht einen Stift in die Hand zu nehmen. Bei Piraterie gibt es stets jede Menge Zeugen und Maulwürfe, bevor es zur Razzia kommt, die wiederum ein Richter oder mehrere zuvor genehmigen müssen.

    Es ist schon fast dreist und zeigt wie wenig Ahnung die BSA hat oder sonst versteht. Man setzt jene gleich, die eine gekaufte Software auf zwei Rechnern installiert haben mit denen, die hemmungslos Großfirmen betrügen und mächtig absahnen. Das ist, als würde man einen Jugendlichen, der eine Packung Kaugummi geklaut hat, gleichsetzten mit einem rutalen Kindervergewaltiger, der sein Opfer danach in grausamster Weise dahinschlachtet.

    Das größte Problem an Menschen mit Einfluss ist, dass ihre eigene Anmaßung und Arroganz sie korrumpiert. Es ist für diese gar nicht möglich objektiv zu urteilen, weil es ihnen in erster Linie um eine gute Statistik geht. Das ist genauso blödsinnig, als würde man in einer beklemmenden Situation laut und permanent um Hilfe rufen und die Anzahl der Leute zählen, welche die Rufe gehört haben, anstatt selbst etwas zu bewegen und den Notleidenden zu helfen.

    Ehrlich - manchmal wünschte ich mir, eine gigantische Energiewelle rast durch den Raum, die uns primitive Menschen aus der Galaxie fegt und nur Staub übrig lässt. :eek:

    :jump::jump::jump:
     
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