Bürouser brauchen keine BS-Kenntnisse ?

Dieses Thema im Forum "Office-Programme" wurde erstellt von MarLand, 15. Januar 2002.

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  1. MarLand

    MarLand Byte

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    Anders als Hobby-User, Spieler, Entwickler und Technikos brauchen Büro-Anwender fast keine Kenntnisse des BS. Ein Offic User schaltet sein PC an, schreibt, rechnet, mailt, surft, druckt und benutzt vielleicht DB-Anwendungen.
    Er muss vom BS gerade mal soviel wissen das es Verzeichnisse gibt, in denen er seine Dokumente ablegen kann.

    Natürlich setzt das voraus, das es einen guten Support gibt (Firma, Lebenspartner, Sohn ... etc.)

    Im Falle von StarOffice merkt er kaum den Unterschied zwischen Linux, Win95 oder XP.

    Dennoch wird vehement über Betriebssysteme diskutiert und über Schulungsbedarf für eben dieses. Z.b. in

    http://62.96.227.79/fastCGI/pcwforum/topic_show.fpl?tid=42990&pg=2

    Ist das nicht Unsinn? Wie viel Wissen und Schulung braucht der Office-User über die Nutzung seiner Anwender-Programme hinaus?
     
  2. kazhar

    kazhar Viertel Gigabyte

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    Nicht ärgern, Tschoko!

    Ich kenne einen, der hat schon mal ein 5 1/4" Diskettenlaufwerk (Du weißt schon die großen, biegsamen Disketten aus dem Jahre Schnee ;) ) ruiniert, weil er eine CD nicht reinbrachte. *lol*
     
  3. chancen

    chancen Kbyte

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    203
    Hallo Martin,
    da liegen wir beide auf der richtigen Wellenlänge.
    Deinen Ausführungen stimme ich voll inhaltlich zu. Das entspricht auch meinen Erfahrungen.

    Ich möchte Dir und den anderen Lesern mal eine Story schildern, die mir kürzlich passiert ist:
    In einem Unternehmen git}s die Festlegung, dass im Seminarraum in der Mittagspause alle Monitore auszuschalten sind.
    Die Seminarteilnehmer waren Mitarbeiter, die z.T. schon mehr als ein Jahr mit PC und div. Anwendungen arbeiten.
    Nun zum Kern:
    In einem Excel-Seminar wünsche ich den Teilnehmern eine angenehme Mitagspause und bitte darum die Monitore auszuschalten.
    Fragt mich doch ein Seminarteilnehmer: "Muß ich da nicht erst Excel beenden, bevor ich den Monitor ausschalte?"

    Krrrrrrrrrr

    Gruß Tschoko
     
  4. Haegl

    Haegl ROM

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  5. MarLand

    MarLand Byte

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    Also: Kurse ja, aber spezifisch für den Umgang mit Dateien! ?
    Zusätzlich: Workshops mit Tips und Tricks?
    Oder: Grundlagenkurs, bei dem die Teilehmer das viele gelernte nicht umsetzen können oder dürfen?

    -> Gibt es diesbezüglich einen großen Unterschied zwischen Windows und Linux auf dem Desktop?
     
  6. TwoStroke

    TwoStroke Byte

    Registriert seit:
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    73
    Für Dateiablage und -benennung sind Firmenstandards eigentlich unerlässlich. Ich habe abenteuerliche Dinge erlebt, wie Kollegen ihre Dateien benennen - ohne jede Aussicht, das mit irgendeiner Suchfunktion jemals wiederzufinden. Aber woher sollen die auch wissen, wie man\'s organisatorisch richtig anstellt, wenn keine Richtline existiert? Dabei liegt es noch im ureigensten Interesse der Betreibe, die Daten richtig organisiert zu haben. Schließlich ist es so ungewöhnlich nicht, daß jemand durch Unfall, Krankheit, plötzlichen Reichtum oder so nicht mehr gefragt werden kann.
    Noch ist der private Besitz eines PCs nicht so sehr Allgemeingut, dass jeder weiß, wie man damit effektiv umgeht. Das gilt für die Dateiablage ebenso wie für den Umgang mit dem Betriebssystem.
    Da wird ein Heidengeld für die Schulung in den Office- Programmen ausgegeben, und dann sitzen da etliche Leute, die sich schon seit Jahren fragen, warum ihre Maus 2 Tasten hat; und so mutiert mancher Access- Fortgeschrittenen-Kurs zum BS-Grundlagenkurs.
    EMails übrigens sind eine Seuche, wenn sie nicht mit Verstand eingesetzt werden. Über Verteierlisten wird jeder Pups großzügig an alle verteilt, damit man nur ja seiner Informationspflicht nachgekommen ist und einen eventuell auftauchenden "Schwarzen Peter" weitergeben kann. (Auch ich habe die Möglichkeit, mit einer unternehmensseitig vorgegebenen Verteilerliste per Mail mit Anhang ein weltweites Netzwerk mit etlichen Tausend Teilnehmern für Stunden lahmzulegen- einfach so)
    Man könnte in der Tat ein Buch darüberr schreiben. Fazit:
    Schulung tut tatsächlich not.
    Schönen Gruß von User
    Joachim
     
  7. MarLand

    MarLand Byte

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    Soll sich die Schulung also auf Verzeichnisstrukturen und Firmenstandards beschränken ?!
    Mit Hinweise auf Datensicherung!

    Mir ist insbesondere aufgefallen:
    - das User gerne ihre privaten Verzeichneisse nutzen, auch um gruppenrelevante Dateien zu speichern.
    - anderen Usern werden gerne Mails mit Mega-Anhängen versendet, auch an große Verteiler.
    - Diese werden in den (unsichtbaren) Mailverzeichnissen versteckt und häufig zusätzlich in den privaten Verzeichnissen des Empfängers.
    --> weniger schlimm ist der sinnlos vergeudete Plattenplatz, sondern der N-fache Organisationsaufwand je User

    Fazit: Eine Schulung und ein Dokumentenorganisationsbeauftragter wäre gewiss sinnvoll! Und das ist alles fast unabhängig davon, ob nun Windows, Linux oder Novell läuft - auf dem Server oder auf dem Desktop :)
     
  8. gns180

    gns180 Kbyte

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    195
    Solange der "Office-User" seine gespeicheren Daten auf den Serverlaufwerken nicht mehr findet, weil er/sie die Verzeichnisstruktur nicht kennt oder vorhandene Dateien in Unkenntnis überschreibt.

    Mit derartigen Problemen habe ich täglich meine Freude
     
  9. mmio

    mmio ROM

    Registriert seit:
    11. Januar 2002
    Beiträge:
    7
    Aus eigener Erfahrung mit Office-Usern muß ich sagen, daß nicht allzuviele Kenntnisse über das BS nötig sind. Allerdings erlebe ich immer wieder unglaubliche Unkenntnis über die banalsten Dinge, die für viele Leute eben nicht so banal sind. Das Kopieren einer Datei auf Diskette ist schon manchmal ein unüberwindbares Hindernis.
    Daher ist eine BS-Schulung sicher sinnvoll. Der Umfang muß an den Strukturen des jeweiligen Betriebs bezüglich EDV-Support für diese User ausgerichtet sein.
    (Das ist meine allgemeine Meinung dazu. Ich habe die Beiträge des angegebenen Links nicht gelesen)
     
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