Bundestagswahl-Forum gestartet

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von christian1000, 22. Juli 2005.

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  1. christian1000

    christian1000 ROM

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    Gestern hat unser Bundespräsident Horst Köhler den Bundestag offziell aufgelöst. Jetzt wird es ernst und spannend - glaubt man den neuesten Umfragewerten der ARD vom 21.7.05.

    Pünktlich zum Beginn des Wahlkampfes ist das Meinungsforum [keine Werbung!] zur Bundestagswahl 2005 an den Start gegangen.

    Hierbei handelt es sich um ein überparteiliches Angebot zum Meinungsaustausch: Alle Ansichten sind zugelassen ( abgesehen von den üblichen Einschränkungen ) - je bunter, desto besser....

    Damit am 18.9.05 beim Kreuzchenmachen nichts schiefgeht, kann man außerdem auch schon mal probewählen.


    Viel Spaß! :jump:
     
  2. pcinfarkt

    pcinfarkt Viertel Gigabyte

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  3. GrinseGerda

    GrinseGerda ROM

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  4. Sudelede

    Sudelede Byte

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    @grinsegerda:irgendwie scheint sich noch wenig zu tun, hat den keiner eine meinung?
    kommt der wechsel nun doch nicht?

    Na woll`n wa doch hoffen das der Wechsel nich kommt oder habt ihr alle schon die 16 Jahre unter den "schwarzen" vergessen? :aua:
    Gruß sudelede
     
  5. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

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    Mal ehrlich: Wo ist denn heute noch der Unterschied zwischen den Schwarzen und den Dunkelroten mit winzigem grünen Farbtupfer?
    Daß sie uns das Geld aus der Tasche ziehen können, haben beide bewiesen und an echte Reformen trauen sie sich beide nicht ran.
     
  6. sierra1875

    sierra1875 Byte

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    Das eigentlich Schlimme an dieser Wahl ist, das man doch keine echte Wahl hat.

    Egal bei wem man sein Kreuzchen macht. Es wird sich für den größten Teil der deutschen Bevölkerung - den Mittelstand - nichts ändern.

    Als Melkkuh der Nation zur Bereicherung der unersättlichen "Elite" (deren Gewinne in's unermeßliche steigen), Versorger der resignierten bzw. importierten Unterschicht und Zahlmeister für Gott und die Welt ist der Mittelstand (der eh langsam aber sicher ausgerottet wird) so oder so gekniffen.

    Gewinnt die SPD wird so weitergemauschelt wie bisher. Dank schwarz-gelber Mehrheit im Bundesrat wird weiter Blockadepolitik dort zelebriert werden, so daß nicht bewegt werden kann (außer der weitere Sozialabbau und amerika-like Turbokapitalismus, der Ferkel und Co. gut in den Kram paßt).
    Gewinnt die CDU wird die Umverteilung aus der Mitte in die abgehobenen Führungsetagen weiter forciert werden, während dem normalen Bürger mögliche "Aufstiegschancen" seiner Kinder durch Studiengebühren, Eliteuniversitäten und Cliquenwirtschaft weitestgehend genommen werden. Bildungsabbau für "Normalos", Rassismus durch verweigerte Integration und Entrechtung der Arbeitnehmer - auf dem Weg in den american way of life. Wo einer es vielleicht zum Millionär bringen kann, zig tausende aber mehrere Jobs haben müssen um ihre Familie vor dem Verhungern zu retten. Schöne neue Welt...

    Wen also wählen? PDS, DKP, MLPD oder gar NPD?

    Das traurige ist - es würde auch das nichts bringen.
    Zum einen sind die meisten dieser Parteien ein Häuflein weltfremde Spinner und Idealisten (bzw. im rechten Lager eher tumbe Stammtisch-Versager die kaum als Vorbild für eine Nation taugen und ihren eigenen Vorstellungen vom edlen Germanen wohl auch nach 3 Kisten Bier nicht entsprechen) zum anderen werden sie nie genügend Stimmer erhalten, um irgend etwas bewegen zu können.

    Die Grünen habe ihre bewundernswerten Ziele längst verraten und sich zur Kumpanei in diversen (angeblich gerechtfertigten) Kriegen und Interventionen hergegeben - damit ebenfalls moralisch disqualifiziert und in den Reihen der übrigen "Herrsch"aften somit obsolet geworden.

    Ferkel und Co. kriechen dem Kriegsgott Busch in den Allerwertesten und überbieten sich in Stiefelleckerei.

    Das zentrale Problem in Deutschland aber ist, daß die Kaste der Politiker - egal welcher Coleur - ihre Glaubwürdigkeit längst verspielt hat und Politik nur noch als Mittel zur Machtausübung, Selbstbestätigung und Bereicherung sehen.
    Ausnahmen bestätigen die Regel und werden konsequent umgepolt bzw. rausgemoppt (zumindest auf Bundesebene). Und wenn doch mal einer versucht etwas zu bewegen wird er mit dem Mantel des "Konsenz" under "political Correctnes" (auch die verdanken wir den Amis) rechtzeitig erstickt.

    Solange Politiker Gesetzte verabschieden, von denen sie sich selbst ausnehmen, wird sich nichts ändern. Beispiel: 10,- EUR Praxisgebühr. Für mich mind. 40,- EUR im Jahr, plus noch mal 40,- EUR für meine Frau.
    Für Schröder, Merkel, Schwuchtelwelle und Co.:
    Einmal pro Jahr pauschal 20,- EUR dank eines Ausnahmeparagraphen im entsprechenden Gesetzt damit unsere notleidenden Politiker nicht über Gebühr belastet werden..

    Ja sauber... Wein predigen und Wasser saufen.

    Zur Hölle mit dem ganzen Pack!

    Wer immer damit aufräumt bekommt meine Stimme!
     
  7. Hinzebub

    Hinzebub ROM

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    Es geht hier um deine eigene Meinung

    Nimm dir 2 Minuten Zeit, das hier zu lesen und dann kannst du immer noch entscheiden, ob du darüber nachdenkst oder nicht. Danke.

    Am 18.09.05 sind Bundestagswahlen. Ich muss zugeben, ich habe keinen blassen Schimmer von Politik, oder besser gesagt, von dem, was die Damen und Herren Politiker da eigentlich den ganzen Tag tun. Ich weiß nicht, welche Partei was vorhat, noch wo unsere Gelder wirklich hinfließen.
    *Asche über mein Haupt :-)*
    Nur, dass sowieso kaum durchgesetzt werden kann, was versprochen wird, das ist mir bekannt.
    Und damit bin ich bestimmt nicht der Einzige.

    Nun könnte man sagen, dann informier dich doch besser.
    Aber mal ehrlich, wer hat denn im alltäglichen Leben schon die nötige Energie oder die Zeit, geschweige denn ein wirkliches Interesse daran, dies zu tun? Mal abgesehen davon, dass die zugänglichen „Informationen“ genau so verzerrt oder sogar verlogen sind wie die der Medien und aller anderen „Experten“ und (meiner Meinung nach :-) mit der Wirklichkeit wenig zu tun haben.
    Dazu kommt noch, dass nach all der „Meinungsbildung“, der „Zirkus“ genau so weiter geht wie bisher. Das einzige, das ich dadurch ereiche ist, dass ich mich darüber aufregen kann, weil ich denke ich weiß um was es geht.

    Ich beteilige mich trotzdem an der Wahl, aber nur, um meinen wirklichen Standpunkt klarzumachen:
    Ich habe kein Interesse an solch einer Energieverschwendung.
    Und dafür gibt es auf dem Wahlzettel sogar eine eindeutige Möglichkeit. Wenn man ihn sich mal genauer anschaut, steht da beschrieben, wie man ihn ungültig macht. Wozu steht da natürlich nicht, aber das, erzähle ich euch ja gerade ;-)

    Die Wahrheit ist immer der beste Weg, und die muss jeder für sich selber finden!

    So, das wollte ich nur mal loswerden.
    Danke für deine Aufmerksamkeit :-)

    Bitte schicke diesen Text, auch wenn du nicht meiner Meinung bist, einfach an so viele Leute, wie du kannst. Nur für mich, wahrscheinlich, dass ich irgendwann mal sagen kann:
    „ich hab es doch gesagt“.

    Gruß Micha
     
  8. sierra1875

    sierra1875 Byte

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    Hi,

    also bei all der Kritik die ich hier abgeladen habe, halte ich eine absichtlich ungültige Stimme genau wie gar nicht Wählen für das falscheste.
    Warum: Weil Du dadurch die mit Unterstützt, die Du am WENIGSTEN willst, weil sich Ihre Prozentzahl bei gleichbeibender eigener Stimmenzahl natürlich erhöht, wenn weniger Leute zur Wahl gehen bzw. eine ungültige Wahl treffen.
    Schlimmstenfalls gibst Du damit Leuten vom Schlage NPD also die Möglichkeit in den Bundestag einzuziehen.

    Ich werde wohl das kleinste Über wählen... wenn ich bloß wüßte, welches das ist...
    Schrödi und Co., um Ferkel zu verhindern?
    Ferkel und Steubi, um die Grünen loszuwerden?
    Guido 18% Spaßschwuli, um die CDU zu ärgern?
    Oscar (ich-verpiß-mich) Ex-Finanzminister und Einheitsgegner, jetzt mit Ossi-Mäntelchen, um Schrödi zu ärgern?
    Joschka, der Rotationsbeischläfer, um mir das Autofahren ganz zu verleiden?
    Dr. Frey und seine Herrenmenschen, um Stammtischparolen im Bundestag zu hören?
    ...oder, oder...

    Ich glaube ich werde es auswürfeln....

    Schönen Abend noch
    Sierra1875
     
  9. EBehrmann

    EBehrmann Halbes Gigabyte

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    Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern,
    die nicht zur Wahl gehen.
    Thomas Jefferson, amerikan. Staatsmann, 1743-1826

    Ich werde zur Wahl gehen. Allerdings bin ich mir auch noch unsicher.
    SPD, um die angeschobenen Reformen weiter wirken zu lassen. Gut Ding will nun mal weile haben.
    Grüne, um die Umweltpolitik weiter zu unterstützen, auch wenn nicht alles machbar ist. Die Rückwärtsrolle in der Atompolitik, die die CDU vorhat, ist in meinen Augen keine wirkliche Lösung.
    Oder doch die FDP, um Merkel und Co nicht zu groß werden zu lassen.

    Seht euch mal eine Kurve über Zuwächse an Arbeitslosenzahlen und an Zunahme der Staatsschulden über die letzten 35 Jahre an. Man wird es kaum glauben, aber die stärksten Zuwächse gab es unter schwarz - gelb.

    Aber egal, wer von den etablierten Parteien rankommt, Oskar und andere Splittergruppen sind keine Alternative. Mit den Parteien CDU, SPD, FDP und seit einigen Jahren auch Grüne, sind wir in Deutschland in den letzten 55 Jahren ganz gut gefahren.

    Uns geht es in Deutschland gut. Wenn man in die Welt rausschaut, möchte ich mit den wenigsten Ländern tauschen. Es gibt wirklich ganz wenige Länder, wo es der Bevölkerung so gut oder besser geht, wie in Deutschland.

    Natürlich dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen.
    Natürlich muss die Arbeitslosenzahl gesenkt werden, wobei dieses in den nächsten Jahren wohl nicht wirklich möglich ist.
    Natürlich weiß ich, dass die Armut in Deutschland steigt. Nur, wo fängt die Armut an, diese grenze liegt in Deutschland sehr weit oben.

    Darum, geht möglichst alle zur Wahl. Hört auf mit der Jammerei und der Schimpferei auf unsere Politiker. Seid jeden Tag glücklich darüber, dass ihr in diesem, unserem Land geboren seid und dass ihr hier leben dürft.

    Ich glaube z.B. nicht, dass in Deutschland 20.000 Menschen 1 Woche in ein Stadion eingeschlossen wären und dass ohne Versorgung von außen.

    Noch ein Wort über die, Ach so schlechten, Politiker. Ich möchte mit vielen nicht tauschen. Gerade, diejenigen, die in verantwortungsvollen Positionen sitzen, sind doch relativ großen Belastungen ausgesetzt. Schaut euch z.B. einen Kanzler an. Egal wer dran war, alle sind während ihrer Amtszeit relativ schnell gealtert und oft später, nachdem sie nicht mehr diese Verantwortungen tragen mussten, wieder aufgeblüht. Anderen Politikern ging es ähnlich.
     
  10. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

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    Wählen gehen muß auf jeden Fall sein! Wählt halt eine der kleinen oder winzigkleinen Parteien, damit die Etablierten endlich merken, daß sie ausgedient haben.
    Aber gar nicht zu wählen ist auf jeden Fall der falsche Weg.
    Ich kann mir ja irrsinnigerweise bis nach der Wahl Zeit nehmen und kann nach Bekanntgabe des Ergebnisses in aller Ruhe meine endgültige Entscheidung treffen...

    Nach einem Besuch des www.wahlomat.de sollte die Entscheidung vielleicht leichter fallen.
     
  11. Winnie The Pooh

    Winnie The Pooh Viertel Gigabyte

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    Ich habe die Diskussion über den Wahl-O-Maten in mehreren Foren verfolgt, und dort waren etliche User über das Ergebnis erstaunt, das er ausgespuckt hat.

    Der Tenor war dann oft der gleiche: "Was, ich soll die Grünen wählen? Aber ich wähle doch seit 20 Jahren CDU!" Das Beispiel ist durchaus bewußt gewählt - ich habe den Eindruck, daß gerade etliche Arbeitnehmer (Normalverdiener) und auch Arbeitslose gegen ihre eigenen Interessen wählen, weil sie ein und derselben Partei eben schon so lange ihre Stimme geben und dieses Verhalten gar nicht mehr in Frage stellen.

    Und natürlich hast du recht, magiceye: wer nicht wählt, handelt undemokratisch.
     
  12. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Aber besser, man überläßt das der Eigenverantwortung jedes Einzelnen, als eine Wahlpflicht wie z. B. in der DDR seinerzeit einzuführen. Mit Wahlzwang wäre auch niemandem geholfen, im Gegenteil: die Verdrossenheit wäre noch viel grösser. Wer nicht gehen will, soll es lassen.

    Ich jedenfalls werde gehen, auch wenn ich mir ziemlich frustriert nicht ganz so die Zeit genommen habe, mich zu informieren. Die Kürze der Zeit zur Wahlkampfvorbereitung hat mir den Eindruck vermittelt, dass die Parteien im Grunde gar keine eigenen Positionen haben. Es geht vorrangig um Machtgewinn / -erhalt. Inhalte bleiben da zwangsläufig auf der Strecke.

    Zudem immer dieselben Themen: Arbeit, Wirtschaft, Geld.

    Dazu das stupide Totschlagargument: Umweltschutz verhindert Arbeitsplätze.

    Lächerlich - die gehen gerade verloren, weil Firmen, die sicher nicht allzuviel dafür tun, zwecks Kosteneinsparung mit Ziel der Profitsteigerung tausende von Arbeitnehmern über die Klinge springen lassen.

    Beispiel gefällig?
    Benzin ist unerschwinglich, aber hat jemand in letzter Zeit Rufe nach dem 3-Liter-Auto gehört? Oder Brennstoffzellen? Hier in Eckernförde liegt bereits ein Marine-U-Boot mit dieser Technik! Aber die großen Autokonzerne schweigen sich aus, die Medien fragen nicht einmal nach. Wieviele Arbeitsplätze könnten alleine hier entstehen, wieviele Energiekosten eingespart werden?

    Ich war baff-erstaunt, als letzten Sonntag wenigstens das ZDF in der Sendung "Umwelt" mal die diesbezüglichen Aussagen der Parteien abklopfte. Das Ergebnis war allerdings ausgesprochen mager, Alibisendung halt.

    Übrigens: beim wahl-o-mat wartet man ja ewig auf den Auswertungsserver. Ist das ein Zeichen auf hohe Wahlbeteiligung? Wie gesagt: auch ich würde mir das wünschen.

    Thor
     
  13. Winnie The Pooh

    Winnie The Pooh Viertel Gigabyte

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    Lieber Thor, wenn in der DDR das Wahlergebnis eine Wahlbeteiligung von 99% auswies, dann heißt das nicht, daß es eine Wahlpflicht gab. :p

    Deiner übrigen Argumentation stimme ich aber zu.

    Und nochwas: Wirtschafts"weise" und etliche Politiker fast aller Couleur erzählen seit Jahrzehnten, daß Lohnforderungen der Gewerkschaften Arbeitsplätze vernichten und die Senkung von Lohnnebenkosten Arbeitsplätze schafft...
     
  14. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Hä, hä:
    "1949 standen wir am Abgrund - bis heute aber haben wir einen großen Schritt nach vorne getan!"

    So oder so ähnlich... :p
     
  15. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

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    Es gab zwar keine Wahlpflicht, aber es gab leichten Ärger mit der Partei, wenn man nicht hinging.
    Immerhin konnte man mit der Drohung "..., dann gehe ich nicht zur Wahl!" so Einiges Erwirken, z.B. eine neue Wohnung :)
    Denn der eigene Chef hat sich dann lieber die Hacken wund gerannt als bei irgendwelchen Funktionären zur Klärung vorgeladen zu werden.
    Aber wirklich schlimm wäre es meines Wissens nicht gewesen, nicht zu wählen.
     
  16. Winnie The Pooh

    Winnie The Pooh Viertel Gigabyte

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    @ Thor_Branke:
    Also DDR-Witze kenne ich mit Sicherheit mehr als du. :D


    @ magiceye:
    Die Drohung mit dem Ausreiseantrag war doch viel wirkungsvoller - und Rasenmähen am 1. Mai eine Todsünde...
     
  17. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    :p Hast Recht: meine Bildungslücke 1. "Kajüte"! Also nur her damit! :bet:
     
  18. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Ich kann mich nur über die wahlstrategische Ungeschicklichkeit der CDU wundern.Wie kann es sein, dass man einen Kandidaten als künftigen Finanzminister aus dem Hut zaubert, von dem bislang nur ganz wenige eingeweihte Steuerexperten gehört hatten.Dieser "Professor aus Heidelberg" - wie Schröder immer wieder genüsslich sagt - stellt dann ein Steuermodell vor, welches von der progressiven Steuer auf die lineare umstellt und im Wesentlichen den Wohlhabenden von Vorteil wäre.Als Sahnehäubchen wird dann verkündet, dass im Gegenzug die Kilometerpauschale abgeschafft werden müsse, denn die Steuerausfälle bei einer Flat-Tax muss man natürlich kompensieren.
    Eine bessere Steilvorlage hätte sich die SPD nicht wünschen können, und das stete Ansteigen ihrer Umfragewerte bestätigt diesen Effekt.Inzwischen hat man CDU-intern gemerkt, was man da für einen Mist gebaut hat.Und das umsomehr, als man mit Friedrich Merz einen kompetenten Steuerexperten hat, den Merkel aber ausgegrenzt hatte, weil sie den Konflikt um den Fraktionsvorsitz seinerzeit nicht einvernehmlich lösen konnte.Das alles berücksichtigt immer noch nicht, ob nicht Edi Steuber doch in letzer Minuite den Anspruch auf ein Superministerium in Berlin gestellt und Merke damit düpiert hätte.

    Tja, da hat man den Wahlsieg als CDU/FDP fast vor Augen und vermasselt sich die Chance durch das eklatante eigene Unvermögen und internes Machtgezerre.
     
  19. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Daran erkennt man Frau Merkels ungeschickten Umgang mit der heißen Nadel, wenn es brennt... ;)
     
  20. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Allerdings gäbe es über die SPD auch so einiges zu sagen:Erstaunlich finde ich, dass man urplötzlich - 3 Monate vor der Wahl - auf die Idee verfällt, eine Reichensteuer einzuführen und so tut, als habe man die an sich schon immer gewollt.Man hat 7 Jahre Zeit gehabt, so etwas als Gesetzesvorhaben einzuführen; aber Schröder hat ein solches Ansinnen aus der eigenen Linken immer als Neidsteuer zurückgewiesen.Wie kommt diese plötzliche Wandlung ?

    Auch der überall aufziehende Aufschwung am Arbeitsmarkt ("die Reformplotik trägt erste Früchte") läßt einen fragen, warum man dann überhaupt die Strategie mit der vorgezogenen Neuwahl gewählt hat; das ist doch auf dem Hintergrund einer Entwicklung, die jetzt erste Erfolge zeitigt, völlig unsinnig.Man hätte dann in einem Jahr doch viel besser dastehen können, wenn jetzt tatsächlich eine Wende eingetreten wäre.
     
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