CCC ruft zur Kundgebung gegen unkontrollierte Einführung von RFID auf

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von alisoft, 28. April 2004.

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  1. alisoft

    alisoft Byte

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    Was soll eigentlich das ganze gehabe von wegen Datenschutz und den RFIDs? Auch wenns Gesetz wird, kümmert sich wohl kaum einer darum. Ist doch schon heute so in Zeiten von Payback, Kreditkarte und Co. Das ist auch nichts anderes als Datenspione.
    Aber man sollte auch bedenken das diese Daten sehr viel Speicherplatz und Verwaltungsaufwand erfordern, vom AUfwand, die Daten auszuwerten ganz zu Schweigen. Kaum einer wird da investieren, Kundengenau Buch zu führen. Das wäre auf alle Fälle unrentabel.
    Was aber gehen würde: ein Dritter könnte z.B. die Mülltonne eines Haushaltes X abscannen und wüsste dann ganz genau was da gekauft wird. Wenn ihm das was bringen würde.
    Deshalb: Eigentlich müsste man die RFIDs nur "unschädlich" machen, wenn der Kunde den Laden verlässt, ähnlich wie bei den Magnetstreifen.

    Das wirkliche Problem ist tatsächlich der Gebrauch in "anderen" Einsatzzwecken, z.B. um Personen auszuspionieren. Da fragt man sich aber - geht das vieleicht schon heute? Vieleicht sogar noch viel leichter? Ich sag nur Handys...

    Gruß...
     
  2. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Genau das ist ja der Punkt!
    Wer sich da nicht schon bei den ersten Ansätzen wehrt, der hat verloren!

    Seine Rechte, seine Freiheiten...

    MfG Raberti
     
  3. Lord Jim

    Lord Jim ROM

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    ....und früher oder später auch mißbraucht. Siehe Klonen.
     
  4. BadboyGSG

    BadboyGSG Byte

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    Wenn eine Technologie einmal da ist, sie auch durch und wird früher oder später akzeptiert...
     
  5. LostCyrix

    LostCyrix Kbyte

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    Nenene, Nummern können sich nicht wehren:vader:
     
  6. Hawkeye_M.A.S.H

    Hawkeye_M.A.S.H Kbyte

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    Musste da grade an den Film 'Minority Report' denken.
    Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an die Szene, wo der Hauptprotagonist auf der Flucht durch eine Einkaufsmeile kommt und aufgrund des implantierten Chips wird auf den holografischen Werbetafeln direkt angepasste Werbung ausgestrahlt, die ihn persönlich mit Namen etc. anspricht. :D

    Oder stellt Euch vor, ihr wollt ein Mädel von zu Hause abholen, deren Vater macht die Tür auf und klappt erstmal einen Tricorder a la Star Trek auf und scannt Euch von oben bis unten.
    Anschließend meint er dann "Verpiss Dich - wenn Du schon mit ner Packung Kondome in der Jackentasche hier auftauchst will ich Dich nicht mehr hier sehen - und Raucher haben bei mir sowieso versch***!" ;)

    OK, das ist jetzt alles nicht ganz ernst gemeint - aber wer weiß, was die Zukunft bringt... ;)
     
  7. Gothic

    Gothic Byte

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    Bald bekommt jeder in Zukunft einen Chip in denn Kopf Implatiert,der nebenbei noch denn Gedankengang von jedem Person kennt und aufzeichnet.

    Dammit für jeden genau die Richtige werbung im Schlaf abgespielt wird,da man im Schlaf ja viel Empfänglicher ist, als was man im Wachen zustand ist. Habe mal im Fernsehn gesehn,das man schon denn Computer per gedanken steuern kann.

    Der Vorteil keine Plastikkarte für denn einkauf wird mehr gebraucht,volle Überwachung pro Person. Keine Diebe mehr und der Chip sagt deren ganz genau,was er verdient,wo er seine Wohnung hatt usw. (So würde es die Indrustrie am liebsten sehn). Volle Kontrolle über denn Kunden zu haben. :mad:

    Denn eine Nummer sind wir jetzt schon,und keine Menschen mehr.
     
  8. X - Man

    X - Man Kbyte

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    Dem kann ich nur zustimmen.
    Unsere Mitarbeiter bei Wal-Mart beobachten das sehr genau.

    mfg
     
  9. XP Fan

    XP Fan Megabyte

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    Hallo,

    ich habe dazu mal folgenden Kommentar verfasst:

    Betrachtungen zu RFID

    Jeder kennt sie, kaum einer beachtet sie und nur für wenige haben sie einen praktischen Nutzen - die Strichcodes auf den Verpackungen. Jener Kodierung, die dem Einzelhandel ein sehr gutes Logistiksystem ermöglicht.

    Dieses System soll in absehbarer Zeit durch RFID (Radio Frequency Identification) ersetzt werden. Ein winziger Chip der in der Massenproduktion nur unter 5 Cent kosten dürfte. RFID ist nicht mit dem elektronischen Diebstahlschutz zu verwechseln, wie er bereits seit längeren in Verkaufseinrichtungen eingesetzt wird. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei RFID um eine Schaltung, die "intelligent" kommunizieren kann und erheblich mehr Informationen speichern und abgeben kann, als über die derzeit übliche Printkodierung je möglich wäre. Der Traum in der näheren Zukunft wäre z.B. Einkaufsmärkte fast ohne Personal. Egal ob das Produkt im Einkaufswagen oder in der Manteltasche am Kassenterminal vorbei gebracht wird, das Terminal kann Produkt und Preis automatisch und berührungslos und ohne Sichtkontakt erfassen und den Kassiervorgang einleiten. Aber wie gesagt, das ist derzeit technisch noch nicht machbar. Sinn dieses Artikels ist es allerdings nicht, auf die komplexe technische und logische Struktur dieses Prinzips einzugehen. Für den Kunden ergebe sich eine Vereinfachung des Kassenvorganges, während im Hintergrund bereits der Bestand im logistischen Management aktualisiert und evtl. Ordervorgänge ausgelöst werden. So gesehen, eine Optimierung alle Geschäftwege, was durchaus positive Aspekte hat. Ein erster negativer Aspekt wäre allerdings, eine nicht unrelevante Anzahl an Arbeitsplätzen im Einzelhandel, später in allen Bereichen der Produktlogistik, wäre einzusparen. Das ist die wirtschaftliche Seite. RFID hat aber eine zweite, eine Datenschutzrechtliche Seite. Und das ist der Hauptgrund, warum Datenschützer auf der einen Seite Sturm laufen und die Industrie die Möglichkeiten von RFID runterspielt. Die Handelskette "Metro" musste aus eben dieser Problematik heraus einen ersten Feldversuch abbrechen.
    Ein ausgereiftes RFID würde folgendes Szenario ermöglichen. Ein Kunde geht in einen Großmarkt, packt seine Produkte in seine Einkaufstasche, läuft am Kassenterminal vorbei, ein Echtzeitscanner erfasst alle Produkte und bucht den entsprechenden Betrag online von ihrem Konto ab und schreibt gleichzeitig Bonuspunkte ihrer Kundenkarte gut. In ihrem Kundenprofil werden so automatisch Einkaufsinteressen (im Extremfall Einkaufswege), Produktinteressen und einiges mehr, gespeichert. Mit dem Zweck, ihnen beim nächsten Einkauf gezielt Informationen (Werbung) zukommen zu lassen. Derartiges Data Mining (vereinfacht gesagt, eine Datenauswertung ihrer Kaufinteressen) wird von Kreditkartengesellschaften schon seit langer Zeit betrieben. RFID würde eine neue "Qualität" ermöglichen. Gerade der Vorteil von RFID, eine Datenerfassung ohne irgendwelche Kontakte, lies auch die Erstellung von Bewegungsprofilen zu. Für Großkonzerne ist es von Geldwerten Vorteil, zu erfahren, geht ein Kunde zuerst in Markt A, um dann, was er da nicht bekommen hat, in Markt B zu erwerben und danach für weiteres Markt C aufzusuchen. Markt A könnte so sein Produktangebot optimieren. Es ist auch leicht möglich zu erkennen, auf was der Kunde Wert legt, Preis, Leistung, Wegezeit usw. Aber, wie gesagt, das alles ist in der Anfangsphase von RFID noch nicht möglich, wird aber in der Ausbauphase möglich sein. Und wer nutzt nicht gern alle seine Möglichkeiten? Die US Army hat bereits begonnen, RFID einzuführen. Leider war Datenschutz in den USA noch nie ein Thema und nach dem 9.11. ist dieser faktisch aufgehoben wurden. Damit sind die Grenzen von RFID aber noch lange nicht erreicht. Das in Deutschland geplante Mautsystem ist ein dezenter Abkömmling von RFID, denn neben der Mauterfassung ist mit diesen System die Echtzeiterfassung aller KFZ und eine Auswertung ihrer Bewegung zu ermöglichen. Mit einer Kopplung mit dem "echten" RFID in den Verkaufseinrichtungen ist so die totale Kontrolle ihrer Gewohnheiten möglich. Sicherlich, das ist noch etwas weit hergeholt, aber Orson Wells lässt schon grüßen...

    Umsonst lässt RFID Datenschützer nicht auf die Barrikaden steigen! Hier ist der Gesetzgeber in der Verantwortung. Eine Möglichkeit wäre, dass die RFID Chips nach Beendigung des Kaufvorganges zerstört werden. Aber um das zu erreichen muss eine mächtige Lobby gebrochen werden, welche die positiven Möglichkeiten mit Einzelbeispielen künstlich hoch putscht. Ein solches Beispiel ist, einen ohnmächtigen Unfallopfer kann per RFID vor Ort alle Daten wie Blutgruppe, Krankheiten, Allergien usw. ausgelesen werden. In den USA hat sich eine erste Familie bereits RFID Chips einpflanzen lassen. Eine Sache von 5 Minuten.

    Aber wie die Argumentation auch geführt werden wird, eine negative Eigenschaft lässt sich leider auch nicht mit härtestem Datenschutz kompensieren, nämlich den weiteren Abbau von Arbeitsplätzen.

    Uwe
     
  10. LordSim

    LordSim Byte

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    Wenn es denn nur dabeibliebe, wäre die Welt noch in Ordnung :).

    Ich male einmal ein viel gemeineres Szenario:

    Man kauft ein Paar Schuhe im Geschäft, und bezahlt mit seiner Kredit- / EC-Karte. In den Schuhen steckt jetzt ein RFID-Chip. Nun kann man ganz einfach RFID-Nummer und Kreditkarte - und auch den Namen / Anschrift etc. - zusammenbringen.

    Nun geht man zu irgendeiner Beratungsstelle - sei es Alkohol, oder Aids oder sonstwohin. Jedenfalls ist es das peinlich. Nun wird die RFID des Schuh's ausgelesen, über die Kreditkarte der Person zugeordnet.

    Wenn das nun in falsche Hände kommt, ist man dran. Sei es der Arbeitgeber, der es komisch findet, daß sein Mitarbeiter in eine Drogenberatungsstelle geht, oder oder oder...

    Da stecken die Gefahren. Ich bin mir ziemlich sicher, daß sich auch mit "harmlosen" Sachen, wie dem Einkauf Schindluder treiben lässt. Und in Zeiten, in denen die Datenspeicherung und Verarbeitung immer billiger wird - das Argument zieht also nicht. Und hier ist eine Vorgabe dringend nötig, die klipp und klare Regelungen trifft, und diejenigen welchen hart drankriegt - und nicht nur einem Strohmann auf die Finger klopft.

    Was das zerstören anbelangt: Gibt 2 Stati. Zerstören = putt, und schlafen. Sieht so aus als ob putt, aber da gibt's dann einen aufwachen. Und schon funktioniert wieder alles...
     
  11. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Genau das ist es: Davon lebt die ganze Branche der Marketing-"Experten": Warum kauft Haushalt X das Produkt Y und nicht Produkt Z? Was stimmt an der Werbung für Produkt Z nicht, daß es nicht gekauft wird? Und wenn Haushalt X doch Produkt Y benutzt, dann doch sicher auch die Produkte K, E, F und M, nicht aber N. So.

    Und dann wunderst Du Dich, wenn genau auf Dein Konsumverhalten zugeschnittene Werbung nicht nur Deinen Briefkasten zumüllt, sondern auch per SMS aufs Handy gedudelt, per Digtial-Radio ins Auto gesabbelt und auch noch per Email zugesandt wird?

    Wenn Du das alles willst, dann bleib ruhig lethargisch und freu Dich auf die schöne neue Welt...

    Wo es schonmal um dasselbe ging:
    Hier im Forum

    MfG Raberti
     
  12. LostCyrix

    LostCyrix Kbyte

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    Mal abgesehen vom Datenschutz,

    Als positiver Einsatzzweck wurde angemerkt, das diese Chips zb. die Erkennung von Umweltgefährdenden Stoffen auf einer Mülldeponie erleichtern würden.

    Tja, und was ist mit den Chips selber? Die sind doch auch Sondermüll. Jetzt haben die in Zukunft auch noch das Problem, die von Wurstverpackungen etc. zu trennen...........:D
     
  13. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

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    Was hat dieser Schauspieler und Regisseur mit RFID bzw. Überwachung zu tun ?!?
    Du meinst vermutlich George Orwell - 1984
     
  14. Hawkeye_M.A.S.H

    Hawkeye_M.A.S.H Kbyte

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    22. August 2002
    Beiträge:
    232
    Sorry - habe da ein bischen was durcheinandergewürfelt :rolleyes:
    Vielleicht sollte ich 1984 dafür zur Strafe noch einmal lesen - ist wohl schon zu lange her gewesen :p
     
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