Debian wieso, wieso nicht?

Dieses Thema im Forum "Linux-Distributionen" wurde erstellt von dark_ass, 19. Mai 2002.

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  1. dark_ass

    dark_ass ROM

    Registriert seit:
    29. April 2002
    Beiträge:
    5
    Kann mir jemand sagen wieso Debian besser ist?Alle sagen es ist nur für fortgeschrittene,aber keiner sag mir irgendwelche vorteile.
    Wenn es so schwer ist und gleich so gut wie andere dist. ist dann wüde es ja keiner nehmen...

    dark_a$$
     
  2. cirad

    cirad Kbyte

    Registriert seit:
    24. Februar 2001
    Beiträge:
    509
    Eigentlich wurde hier fast alles gesagt:

    Schoen an Debian ist auch noch, dass man nicht mit irgendwelchen bloeden, untransparenten Tools genervt wird. Und natuerlich die einfachen Komplettupdates.
     
  3. Marsch

    Marsch Kbyte

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    205
    Das Paketsystem von Debian ist ein Grund, da es alle Abhängigkeiten automatisch auflöst und man Programme mit nur einem Befehl direkt von einem HTTP oder FTP Server aus dem Internet installieren kann. Etwas Ähnliches gibt es inzwischen allerdings auch für RPM, urpmi oder apt4rpm sind nur einige Beispiele.

    Ein weiterer Grund ist vermutlich auch, dass Debian nicht so benutzerfreundlich ist und man viele Sachen per Hand anpassen muss. Das hört sich jetzt zwar etwas komisch an, aber Profis mögen es oft, wenn ihnen kein Konfigurationsfrontend dazwischenpfuscht und sie die volle Kontrolle über ihr System haben.

    Auf Servern läuft die testing Version (Woody) von Debian sehr stabil, vermutlich stabiler als viele kommerzielle Distributionen. Die unstable ist dagegen sehr gut Desktops geeignet, da man mit ihr immer die aktuellste Software erhält. Debian enthält vor allem sehr viele kleinere Pakete, die aber trotzdem wichtige Software enthalten und die bei vielen kommerziellen Distributionen oft nicht dabei sind (kaum selbst kompilieren). Größere Pakete (XFree86, KDE) sind zwar oft nicht so aktuell wie bei kommerziellen Distributionen, da es nicht darum geht einen Grund zu schaffen, warum sich die Kunden unbedingt die neueste Version kaufen sollen, aber deshalb auch sehr ausgereift.

    Debian läuft auf fast allen Prozessorarchitekturen, auf denen der Linuxkernel lauffähig ist. Ich habe eine HP-Unix Workstation und Debian ist die einzige Distribution, die darauf läuft.

    Debian ist frei, das bedeutet nicht nur, dass man sie sehr leicht aus dem Internet herunterladen kann (SuSE versucht es z.B. eher zu erschweren), sondern auch, dass man einen direkten Draht zum Paketersteller hat und dass man Bugfixes oder Problemlösungen zu den Paketen sehr schnell bekommt.

    Debian ist recht standardkonform, dass heißt, dass sich Bibliotheken genau da befinden wo sie von den meisten ./configure Skripts auch vermutet werden und nicht wie oft bei SuSE in den absurdesten Verzeichnissen. Auserdem verwendet Debian einen kaum gepatchten Kernel, so dass dieser sehr leicht durch einen selbst angepassten, aktuelleren ersetzt werden kann.

    Debian fährt sehr schnell hoch. Fragt mich nicht warum, es startet zumindest schneller, als alle anderen Distributionen, die ich bis jetzt installiert habe.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass ich mir nicht jedes halbe Jahr eine neue Version zulegen muss, da ich bei Debian die Distribution problemlos auf eine aktuellere Version updaten kann.
     
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