Defragmentiert Linux Fat32?

Dieses Thema im Forum "Linux-Distributionen" wurde erstellt von Lysy, 8. April 2004.

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  1. Lysy

    Lysy Byte

    Registriert seit:
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    Hallo!
    Kann Linux (Suse9.0) eine gemountete Fat32 Platte (40GB) defragmentieren (großer Datenverkehr, für SMB freigegeben)? Ich wollte auf die Linux eigene Dateisysteme (ext2; ext3) verzichten, da der Rest des Netzwerkes Win-Rechner sind und beim Linuxausfall könnte ich die Platte an einen Win-Rechner anschließen und somit die Daten noch retten.
    Mein Arbeitskollege meint, dass das Defragmentieren automatisch im Hintergrund passiert. Stimmt das?
    Ich konnte auf meinem Rechner nichts derartiges feststellen.
    Bei Google habe ich nur folgendes gefunden:
    .....linux defragmentiert beim erstellen, bearbeiten und verschieben von daten permanent.....
    Ich nehme aber an, dass dies nicht für Fat gilt, oder doch?

    Ist es vielleicht doch angebracht von vfat auf z.B. ReiserFS umzusteigen? Nur wie komme ich an meine Daten wenn Linux nicht mehr startet (Stromausfall o. Ä.)?

    Gruß Lysy
    :confused:
     
  2. cirad

    cirad Kbyte

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    509
    # und eine höhere Crash-Sicherheit (Journalling)
    EXT3 hat auch Journaling und kennt gegenüber ReiserFS drei unterschiedliche Modi. ReiserFS hat nur den "unsichersten" davon, EXT3 läuft per Default im "mittleren".

    Wobei man mir in einem anderen Forum gesagt hat, daß es da inzwischen Patches für gibt.

    Davon abgesehen halte ich es auch aus anderen Gründen für ein Gerücht. Zum einen ist es vergleichsweise neu, zum anderen ist es relativ komplex (nicht nur der Code, sondern auch die FS-Struktur ansich).

    # B-Trees
    Sogar B*-Trees.

    # und geringere Fragmentierung aufweist
    Wüßte ich nicht wieso das so sein sollte, es hat allerdings die tails-Option, die aber Performance kostet.

    # Prinzipiell ist ein Defragmentierungswerkzeug aber
    # auch für die "besseren" Dateisysteme kein Fehler,
    # man schaue sich eine NTFS-Partition mal nach 3
    # Monaten Arbeit darauf an.
    NTFS ist in dieser Beziehung auch keines der besseren, die Struktur ist ein wenig ungünstig gewählt, siehe auch:
    http://www.winnetmag.com/Articles/Index.cfm?ArticleID=15719
    http://www.winnetmag.com/Articles/Index.cfm?ArticleID=15900
     
  3. knob-creek

    knob-creek Byte

    Registriert seit:
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    26
    Ich persönlich bevorzuge ja ReiserFS, da es technisch weiterentwickelt ist als ext2/3 und eine höhere Crash-Sicherheit (Journalling) bessere Performance (B-Trees) und geringere Fragmentierung aufweist. Etwas exotischer, wohl nicht ganz so performant, aber auch sehr interessant ist XFS.

    Wenn die Platte in einem Rechner steckt, der ohnehin nur unter Linux läuft, ist das Fehlen eines "Windows-Explorers" für diese Dateisystemtypen nur mäßig problematisch; wenn Du einen bootfähigen "Ersatz-Kernel" auf der Platte hinterlegst, kommst Du immer mindestens in den Single-User-Modus (und damit an alle Platte und Daten).

    Prinzipiell ist ein Defragmentierungswerkzeug aber auch für die "besseren" Dateisysteme kein Fehler, man schaue sich eine NTFS-Partition mal nach 3 Monaten Arbeit darauf an.
     
  4. Lysy

    Lysy Byte

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    Hallo Alle zusammen!

    OK! Ihr habt mich überzeugt!
    Die Fat32 Platte wird in den nächsten Tagen noch in ext3 formatiert (genauso auch die 2 anderen Fat32-Platten).

    Danke euch allen!

    Gruß Lysy
     
  5. wickey

    wickey Megabyte

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    8. Januar 2002
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    Ach so, ist OK :>
     
  6. franzkat

    franzkat CD-R 80

    Registriert seit:
    16. Juni 2002
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    9.246
    Das hatte ich schon verstanden. Mein Hinweis war nur eine Ergänzung, weil explore2fs nur Lesemöglichkeit bietet. Der Autor warnt ausdrücklich davor, die im Programm versteckt vorhandene Schreibmöglichkeit zu nutzen.Bei Ext2FS ist das als professionelles Programm natürlich kein Problem.
     
  7. wickey

    wickey Megabyte

    Registriert seit:
    8. Januar 2002
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  8. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    16. Juni 2002
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    9.246
    >ext3, welches du auch unter Windows lesen kannst (ich glaube das Programm dazu hieß explore2fs)

    Mit dem Paragon-Programm Ext2FS kann man Linux Ext2/3-Partitionen unter Windows mounten und hat dabei vollständigen Datenzugriff auf die Linux-Dateien unter Windows.
     
  9. cirad

    cirad Kbyte

    Registriert seit:
    24. Februar 2001
    Beiträge:
    509
    # Mein Arbeitskollege meint, dass das
    # Defragmentieren automatisch im Hintergrund
    # passiert. Stimmt das?
    Nö. (:

    # .....linux defragmentiert beim erstellen, bearbeiten
    # und verschieben von daten permanent....
    Nö. Es läßt es wenn möglich erst gar nicht dazu kommen, bzw. spielt es oft nur eine untergeordnete Rolle.
    http://groups.google.com/groups?hl=en&selm=7ec89m$isu@valiant.koehntopp.de

    # Ich nehme aber an, dass dies nicht für Fat
    # gilt, oder doch?
    Das nimmst du sehr richtig an. (: FAT32 ist unter Linux genauso FAT32 wie unter DOS oder Windows und damit hat es die selben Nachteile und ist genauso beschissen, sprich die Metadaten sind zusammengeklumpt und kein sonstiger Spielraum, Fragmentierung optimierend entgegenzuwirken.

    # Ist es vielleicht doch angebracht von vfat
    # auf z.B. ReiserFS umzusteigen?
    Auf jeden Fall. Ich würde fat32 nichtmal 4000MB anvertrauen, geschweige denn 40000MB. Persönlich preferiere ich ja unter Linux bisher ext3, welches du auch unter Windows lesen kannst (ich glaube das Programm dazu hieß explore2fs). Eine Knoppix-CD kann im Notfall generell Wunder wirken. (:
     
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