Der lange Weg zu längeren Batterielaufzeiten

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von rzwo, 5. Januar 2005.

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  1. rzwo

    rzwo Kbyte

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    Warum wird eigentlich nicht mehr versucht, "normale" Batterien wieder aufzuladen? (Zink-Kohle bzw. Alkaline)
    Vor langer Zeit wurde mal eine Anleitung dazu veröffentlicht.
    Es wird ja immer behauptet, das geht nicht.

    Man kann so die Lebensdauer einer "normalen" Batterie durchaus verlängern. Ein vergleich mit einem Akku ist jedoch nicht angebracht. Es ist eher ein Refresh der Batterie, auch sind viel weniger Zyklen möglich.

    Es scheint aber irgendwie keiner in dieser Richtung zu forschen?
     
  2. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Die normale Zink-Kohle-Batterie ist nach allem, was mir dazu bekannt ist, schlicht ungeeignet. Der Kohlestab wird durch Säure aufgefressen und kann demzufolge durch "Laden" nicht wieder in den Ursprungszustand versetzt werden. Genau das ist aber Voraussetzung für einen Betrieb als Akkumulator. Die chemischen Prozesse müssen reversibel sein.

    Und dann kommt noch dazu, daß beim Anlegen von Spannung sich Wärme bildet, die dann auch dazu führen kann, daß das ganze Ding undicht wird. Und wer will schon gern Säure auf dem Teppich oder im Elektrogerät?

    MfG Raberti
     
  3. Michi0815

    Michi0815 Guest

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    3.429
    gehen tut es schon, aber nicht oft, weils die batterie irgendwann zerreißt, was wiederum dem gerät nicht so extrem gut tut, in dem sie grade steckt.

    reversibel wären die vorgänge sogar in der zink kohle batterie! (galvanische abscheidung!) aber beim laden entsteht in der zelle ziemlich hoher überdruck, weil sich der elektrolyt zersetzt und in gase umwandelt.
     
  4. rzwo

    rzwo Kbyte

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    Die Schaltung wurde damals für Zink-Kohle Batterien vorgestellt.
    Andere waren auch kaum zu haben.

    Der Effekt war mit den damaligen (Zink-Kohle) Batterien sichtbar, aber eher bescheiden.
    Habe es dann aber mal mit geschenkten Alkaline ausprobiert und war angenehm überrascht, wie gut es funktioniert.
    Mein Walkman hat etliche Monate mit nur 2 Batterien funktioniert. Natürlich nicht im Dauerbetrieb, eher gelegentlich mal ein paar Kassetten gehört und beim Nachlassen der Batterie wieder ein "refresh" gemacht.

    Ich denke für Uhren oder andere Verbraucher, die nicht so viel Strom ziehen, wäre sowas noch nutzbar.

    Es stimmt, dass die Batterien beim Laden (ca: 2h) recht warm werden. Anfangs hatte ich auch Sorgen die könnten kaputt gehen, oder wie es drauf steht explodieren.
    Hab also eine Abdeckung drüber gemacht.
    Bei meinen Versuchen hatte ich nie Probleme, was nicht heissen soll, dass es nicht zu Komplikationen kommen kann.

    Die Schaltung wurde in einer Zeitschrift publiziert und
    ist recht simpel, allerdings auch ohne jede Schutzschaltung zur Ladekontrolle, Überladungsschutz oder Zeitbegrenzung.
    Aus meiner Sicht wäre da aber bestimmt noch Entwicklungspotential vorhanden.

    Nun ja, wegwerfen bringt mehr Geld in die Kassen.
     
  5. unix_user

    unix_user Kbyte

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    Die firma Rayovac bietet aufladbare Alkaline-batterien ("RAM") in verschiedenen größen mit dazugehörigem ladegerät an. Diese lassen sich etwa 25 mal aufladen.
    Vorteile gegenüber Ackus (NiCd, NiMH, etc): kaum selbst-entladung. Während ein Acku nach einem monat nur noch die halbe ladung hat, halten diese RAM-zellen ihre ladung über mehrere jahre.
    Sie haben ähnliche kapazitäten wie Ackus (Mignon R6 beispielsweise 1900mAh).
    Nachteil: bei zu hohem entlade-strom werden sie undicht :-(
    Also nichts für foto-apparate, klein-computer, etc.
    Ich benutze die dinger in meinen fernsteuerungen vom fernseher, video-rekorder, etc, im wecker und in der wand-uhr.
     
  6. rzwo

    rzwo Kbyte

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    336
    Diese speziellen wiederaufladbaren Batterien kenne ich auch.
    Ich nutze AccuCell (ähnlich wie die Rayovac RAM) für meinen Palm-PDA. Der funktioniert leider nicht mit Akkus,
    der braucht 2 x 1,5 Volt. Die AccuCell sollen bis 100x aufladbar sein.
    Leider konnten mich die Dinger nicht recht überzeugen, da ich anscheinend schon 2 defektet Zellen habe, jeweils eine gab nach ca. 5-6 Ladevorgängen den Geist auf, d.h. wird nicht mehr richtig geladen. Und ein Stromfresser ist mein PDA sicher nicht.
    Ausserdem sind diese Spezialbatterien recht teuer.
    Ich meinte die Nachladung von normalen Batterien.
     
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