Discounter gewinnen Marktanteile und verändern Branchenimage

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von Shaghon, 13. April 2006.

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  1. Shaghon

    Shaghon Halbes Megabyte

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    13. Mai 2003
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    994
    Armer armer Kunde.

    Das Discounter außer Lebensmittel Computer, Unerhaltungselektronik und Reisen verkaufen ist Alltag.

    Doch was hat der Kunde davon?

    Er legt drauf und zwar gewaltig. Lassen wir die fehldende Beratung und die damit verbundenen Fehlkäufe mal außen vor. Auch die oftmals minderwertigen Produkte - die immer öfters in Rückholaktionen enden. Auch lassen wir mal außen vor, dass das Nachkaufen von Zubehör und / oder Ersatzteilen mit immens hohen Kosten oftmals verbunden ist - bwz. ganz unmöglich ist.
    Das Wort Service vergessen wir besser gleich ganz. Fragen - die sich auftun, kann mann dann dem Nachbarn stellen oder man gibt entnervt auf und ruft doch die 1,99 Euro/Minute Hotline an - die dann einen ewig in der Warteschleife hängen läßt.

    Nein - all das sind keine Argumente gegen Billigangebote.
    Es sind die Menschen in aller Welt - die darunter leiden, dass wir billigste Produkte konsumieren wollen. Und am Ende dieser Kette leiden auch wir. Die Produkte werden in Länder hergestellt, denen die Worte TÜV, GS etc. total unbekannt sind. Die Arbeiter arbeiten für Hungerlöhne bis zu 16 Stunden am Tag - 7 Tage die Woche. Die Arbeitsplätze sind menschenunwürdig. Chemikalien, Schwermetalle, Giftstoffe aller Art und Arbeitsunfälle lassen täglich viele Menschen sterben oder zu Krüppel werden.
    Kinderarbeit, Umweltverschmutzung, Bestechung und Korruption gehören zu diesen Billigprodukten dazu.
    Die Entsorgung dieser Superschnäppchen findet dann ebenfalls im Ausland statt (eigentlich verboten) und da wird dann noch weniger auf Umweltschutz und auf die Menschen genommen.

    Und was haben wir davon? Arbeitslosigkeit, Sozialdumping, Jugendkiminalität.

    Was haben billige Händys damit zu tun und das sinken der Preise? Kinder und Jugendliche haben heute alle ihr Handy. Das wäre nicht möglich, wenn die Geräte statt 0 Euro - mehrer Hundert kosten würden. Auch SMS wären bei einem Preis von 1 Euro pro SMS bestimmt nicht so erfolgreich.
    Die - Auswirkungen sehen wir in den Nachrichten: ****ografie und GewaltVideos haben Einzug gehalten bei unseren Kindern.
    Da werde eigene Gewaltvideos gedreht - damit man IN ist auf dem Schulhof.
    Diese Gewalt hat ihre Ursachen auch darin, dass unsere Kinder in einer Welt leben müssen - in der Konsum von billigen Produkten. Billiges Vergnügen - auf Kosten anderer. Die Eltern haben ihren Arbeitsplatz verloren und die Kinder keine Zukunftsperspektive. Da herrscht Frust - und Frust erzeugt Gewalt.

    Billig - Billig - Billig. Geiz ist geil. Rabatt. Ich bin doch nicht Blöd.

    Doch wir sind Blöd. Wir erkennen nur nicht - wohin die Reise eigentlich geht. Statt Handys auf dem Schulhof zu verbieten - sollten den Unernehmen das Verkaufen von Handys für 1 Euro verboten werden. Quersubventionen - gehören EU-weit verboten.
     
  2. -tk-

    -tk- ROM

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    Beiträge:
    4
    alles klar bei dir?
    hat nu mal nich jeder geld wie heu um sich die sauteuren *made-in-germany* produkte zu kaufen.
     
  3. EBehrmann

    EBehrmann Halbes Gigabyte

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    5.702
    doch tk, hat jeder, muss er nur drauf sparen. Muss eventuell auf einige unnötige und überflüssige Dinge verzichten und hat nicht immer die neuesten Modelle mit immer mehr Schnickschnack.

    Aber der Billigwahn hat langfristig zur Folge, dass wir uns auch die Billigprodukte nicht mehr leisten können, weil billig auch bedeutet, dass diese Teile in Billiglohnländer produziert werden und wir uns den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Ich kann Shaghon nur beipflichten.
     
  4. ikonjae

    ikonjae Byte

    Registriert seit:
    13. Januar 2003
    Beiträge:
    113
    Da fällt mir ein amerikanisches Sprichwort ein (und da wir ja vieles übernehmen, was von drüben kommt.......)

    You get what you paid!
     
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