DSC-P 200 oder DSC-T9 ?

Dieses Thema im Forum "Digitale Fotografie, Kameras, Speicherkarten" wurde erstellt von bullseye, 11. März 2006.

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  1. bullseye

    bullseye Guest

    Hallo,

    ich möchte mir eine neue Digitalkamera kaufen. Die Sony Cyber-Shot DSC-P 200 hat auf vielen Webseiten die beste Bewertung bekommen. Sie soll aber einen schlampigen AutoFokus haben.

    Im Fernsehen habe ich gestern die Werbung der neuen DSC-T9 gesehen. Die einen Verwackelschutz besitzt und für Partybilder besonders gut geeignet sein soll.

    Welche ist die bessere?

    Ich möchte überwiegend Partybilder schießen, aber auch mal Landschaften fotografieren oder zu Hause bilder schießen ;)


    MfG
    bullseye
     
  2. tassetee1

    tassetee1 Kbyte

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    Keine von beiden! Wenn du nicht zufällig schon Memorysticks zu hause hast, lass die Finger von den Sonys und greif zu einer Fuji F10.
    Die Fuji ist im Kompaktsegment bei wenig Licht unerreicht. Da hilft auch kein "Verwackelschutz" der Sony um an ihre Qualitäten heranzukommen.
    Durch die sehr gut nutzbaren hohen ISO Einstellungen (bis ISO1600) kommt man auch noch bei wenig Licht auf kurze Belichtungszeiten, sodass man auch dann noch bewegte Objekte brauchbar festhalten kann.
    Der Stabilisator hilft ja nur bei stillstehenden Objekten.
     
  3. bullseye

    bullseye Guest

    Die Memorysticks wären nicht das Problem, aber wenn die Kamera wirklich nichts ist :grübel:

    Was hat es mit dem ISO genau auf sich? Es wäre echt doof, wenn die Kamera mit bewegenden Objekten nicht klar kommt :rolleyes:

    Welche Schnappschusskamera wäre denn außer der Fuji noch gut? Ich habe mit Fuji noch garkeine Erfahrung gemacht und bin mir sehr unsicher... :confused:
     
  4. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    In der analogen Zeit wurde damit die Lichtempfindlichkeit des Films gekennzeichnet. Bei Digicams ist der ISO-Wert meist nur eine "Softwarespielerei", da der Sensor nicht wirklich "lichtempfindlicher" wird. In der Regel wird bei mehr ISO (einfach ausgedrückt) die Belichtungszeit verringert und die Tonwertkurve nach "hell" gerechnet - d.h. wenn du die Belichtungszeit an der Digicam selbst festlegen kannst, kannst du das Selbe nachträglich auch in der Bildbearbeitung erreichen.

    Gruss, Matthias
     
  5. tassetee1

    tassetee1 Kbyte

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    Deine Ausführungen zu den Digis sind falsch!
    Hohe ISOs bzw, deren Ergebniss, lassen sich auch bei Digicams nicht durch nachträgliche Bildbearbeitung erzielen.

    Hierbei wird das Sensorsignal vor der internen Bearbeitung verstärkt. Wenn man erst im Nachhinein ein komprimiertes Format dementsprechend verändern möchte, ist das definitiv nicht das gleiche, da die Komprimierung schon "unwichtiges" aus dem Bild entfernt hat, was bei der Bearbeitung wichtig gewesen wäre.

    Diese Verstärkung hat allerdings einen Nachteil: Das Rauschen nimmt zu.
    Hier hat Fuji allerdings zur Konkurrenz ein deutlich höheres
    KnowHow das Rauschen intern zu entfernen. Zum Teil liegt es allerdings auch an dem speziellen von Fuji eingesetzten Sensor. Die F10 rauscht bei ISO400 noch weniger bis genausoviel wie ihre gesamte Konkurren bei ISO100

    Schaut euch die folgenden Seiten mal an:
    http://www.dpreview.com/reviews/fujifilmf10zoom/page6.asp

    Die höhere Empfindlichkeit bringt vor allem
    - Die Belichtungszeiten verkürzen sich (bei ISO200 halbe Zeit zu ISO100 usw, ISO1600 möglich) dadurch kann der Blitz länger abgeschaltet bleiben, was zu einem natürlicheren Aussehen des Bildes verhilft.
    Das kann man soweit treiben, dass sogar solche Motive freihand erzeugt werden können
    http://home.arcor.de/tassetee1/Chipforum/Lowlight.jpg
    Das Licht auf der Stirn der jungen Dame ist nur noch vom Display ihrer Kamera.
    http://home.arcor.de/tassetee1/Chipforum06/DG1.jpg

    -die Blitzreichweite wird höher

    Das sind beides Aufnahmen die mit keiner anderen Kamera ihrer Klasse möglich gewesen wären.

    Davon abgesehen bietet die F10 mit 6MP eine Auflösung, die fast keine 8MP Kamera effektiv erreicht und überhaupt eine sehr gute Bildqualität
     
  6. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Das hab ich schon gemacht und das Ergebnis war ok. Sicher wird der Sensorhersteller bessere Tonwertkurven haben, als die man selbst nachbauen könnte.


    Wenn das auf physikalischem Wege passiert, würde es das Problem mit dem "Rauschen" nicht geben ;) - bei einigen Modellen kann man zugegeben z.B. das Schutzglas vom Sensor entfernen, um eine bessere Lichtempfindlichkeit zu erreichen, aber von der Preisklasse reden wir ja nicht...


    Wer behauptet denn, dass man komprimiertes Bildmaterial dazu nehmen soll. Meine Ausführungen waren nur allgemeiner Natur und gingen schon gar nicht gegen deine Kaufempfehlung.

    PS: Hättest du deine Bilder auch in voller Größe, um sich ein Bild zu machen?
     
  7. tassetee1

    tassetee1 Kbyte

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    Welche Kamera hat denn das Bild geliefert? Wahrscheinlich war ein RAW die Quelle, oder?
    Ahem, der elektrische Weg ist auch ein physikalischer! Und beim verstärken verstärkt man logischerweise auch Signale mit, die da nichts zu suchen haben. Und je weniger sich das Ausgangssignal vom Grundrauschen der Quelle unterscheidet, desto schlechter das verstärkte Signal! Das ist ganz physikalisch! ;)
    Deine Aussagen stehen hier aber in einem Zusammenhang! Da in dieser Klasse so gut wie keine Kameras unkomprimierte Formate zur Ausgabe nutzen, geht das nicht so einfach wie du schreibst.
    Deshalb habe ich mich veranlasst gefühlt, das in diesem Zusammenhang geradezurücken, bevor deine Aussage dem Fragenden zu falschen Schlüssen und damit Entscheidungen bewegt.
     
  8. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    So ist es...


    Wenn das so gemacht wird, ist das formell richtig. Es ändert doch aber nichts am Fakt selbst, schließlich zaubert eine nachträgliche Signalverstärkung nicht mehr Informationen auf das Bild, als der Sensor in der Lage ist zu liefern. Man kann natürlich den Sensor selbst mit mehr Spannung betreiben, aber wenn das Sinn machen sollte, warum wird das dann nicht grundsätzlich gemacht :confused:

    Gruss, Matthias
     
  9. tassetee1

    tassetee1 Kbyte

    Registriert seit:
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    Das hab ich ja schon gesagt! Es bringt in den meisten Fällen nichts. Das bei einem normalen Sensor anfallende "Grundrauschen" ist einfach zu hoch. Je kleiner die einzelnen "Pixel" auf dem Sensor, desto geringer ist der Rauschabstand.

    Die Zellen auf dem Sensor laden sich durch Lichteinfall auf, arbeiten also quasi als Spannungsquelle. Dieses Signal kann man in unterschiedlichen Verhältnissen verstärken.
    So kann man sich die ISO Einstellung vereinfacht vorstellen.

    Das Problem dabei ist, dass Zellen die weniger aufgeladen wurden (weniger Lichteinfall) eine dementsprechend schwaches Signal liefern. Wenn dieses schwache Signal dann verstärkt wird, verstärkt man somit auch das Rauschen.

    Desweiteren kann man auch nicht die großen DSLR Sensoren mit großen einzelnen "Pixeln" mit kleinen Sensoren mit winzigen "Pixeln" vergleichen. Wo ein großer Sensor vielleicht noch geradeso genug Licht für eine ausreichende Ladungsmenge einfangen konnte, hats beim kleinen Sensor noch nicht gereicht.
    Wenn man trotzdem an der Tonwertkurve dreht, bekommt man gerade in den dunklen Bereichen extremes Rauschen.

    Dann kommt noch hinzu, dass das RAW Signal direkt vom Sensor kommt, ohne groß bearbeitet worden zu sein.
    Fast alle Kompakten arbeiten jedoch mit jpeg, einem komprimierten Format. Komprimieren heißt auch, dass etwas weggelassen werden muss. Wenn also ein Bereich schwarz ist, werden dort nicht eventuell auftretende feine Nuancen gespeichert, sondern entsprechende Bereiche zusammengefasst. Diese Bereiche sind dann weitestgehend verloren (hängt natürlich vom Kompressionsfaktor ab), und lassen sich nicht mehr aufarbeiten(im Gegensatz zu RAW). Dafür ist natürlich die RAW Bearbeitung vergleichsweise aufwändig.

    Zu den von dir geforderten Bildern. Ich poste ungern Bilder, die unter solch kritischen Bedingungen entstanden sind in Originalgröße in einer Beratungsanfrage eines Einsteigers. Vor allem ohne den Vergleich zu einem Konkurrenzprodukt. Die 1:1 Betrachtung eines Bildes gerade mit solch hohen Auflösungen (6MP) sieht zwangsweise selten wirklich gut aus. Besonders unter Konzertbedingungen oder dem Lowlightbild. Natürlich rauscht die Aufnahme (ISO400/800/1600 bei sehr schwierigen Lichtverhältnissen) im Vergleich zu einem Bild unter besseren Bedingungen recht stark.
    Bei einer Betrachtung am Monitor oder als 13x18cm Bild ist allerdings noch absolut unsichtbar.
    Wir können gerne einen neuen Thread dazu aufmachen, wo dann aber immer auch der Maßstab beachtet werden muss, dass wir es bei der F10 mit einer sehr kompakten Kamera mit 1/1,8" Sensor zu tun haben.
    Ich scheue da keine Vergleich zu einem anderen vergleichbaren Modell.
     
  10. bullseye

    bullseye Guest

    Aussage gegen Aussage... ich denke so kommen wir nicht weiter :rolleyes:

    Bitte um Rat, welche Kamera für Schnappschüsse, auch während der Fahrt und bei beweglichen Objekten am besten geeignet ist.
     
  11. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Neenee, das passt schon. Ich rede mit tassetee1 nur über andere "Rahmenbedingungen". In der gewünschten Preisklasse kannst du ruhig bei der Empfehlung von tassetee1 bleiben (ich hab ja auch gar kein Modell genannt ;) ).
     
  12. tassetee1

    tassetee1 Kbyte

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    461
    Genau sowas wollte ich eigentlich verhindern! ;)

    @bullseye
    Die F10 oder F11 sind wirklich die einzigen Kameras unter ca 600€ inkl Objektiv, die dafür uneingeschränkt geeignet sind.

    Ob F10 oder 11 hängt davon ab, wie wichtig dir die Zeit und Blendenvorwahl, das feiner auflösende Display und die etwas bessere Belichtungsmessung sind.
    Das sind nämlich die Unterschiede, die momentan rund 100€ Preisunterschied ausmachen.

    Wenn du noch etwas Zeit hast, dann warte noch auf die F30, die ca im Mai verfügbar ist, und nochmal an verbessert wurde.
     
  13. bullseye

    bullseye Guest

    Hmmm... steht schon fest wieviel die F30 kosten wird?

    Ich kann mich nur schwer an Fuji gewöhnen. Bisher habe ich immer Geräte von Canon oder Sony gekauft. Vielleicht sollte ich die Geräte mal direkt im Geschäft testen, wobei das wahrscheinlich nichts viel aussagen wird...

    Gibt es eine Webseite wo ich einen Vergleich von verschiedenen Digicams in Tabellenform anschauen kann? Für Handys gibt es das ja schon :)
     
  14. tassetee1

    tassetee1 Kbyte

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    In Tabellenform kenn ich so direkt keine.
    Aber was will man schon in Tabellen vergleichen? Technische Daten sagen gerade bei Kameras nicht viel aus. So bieten viele Hersteller mitlerweile ISO1000 und mehr. Die Qualität ist aber äußerst bescheiden.

    Die Bildqualität kannste dir im Link zu dpreview anschauen. Da findest du auch noch mehr Kameras.

    Die Fuji ist jedenfalls sehr gut verarbeitet und macht einen sehr wertigen und soliden Eindruck. Ob sie schön oder cool ist, ist ansichtssache. Sehr gut ist sie auf jeden Fall!
     
  15. Trantor

    Trantor Halbes Megabyte

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    Die einzige verwertbare Aussage die Dir in Tabellenform als Ausgrenzungfaktor nützlich sein könnte ist die Chipgröße des CCD's und die Pixelanzahl.
    Wenn Du diese beiden Grössen in Verhältnis zueinander setzt, dann wirst Du sehen das die Fuji bei aktuellen Kompaktkameras im Moment ungeschlagen ist.
     
  16. tassetee1

    tassetee1 Kbyte

    Registriert seit:
    21. Januar 2003
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    461
    Prinzipiell hast du wohl Recht, aber warum Fuji das ungeschlagen sein soll, weiß ich nicht.
    Ok, bei der F10/11 ist ein recht großer durchaus sinnvoll dimensionierter Sensor verbaut.
    Im kompletten Rest von Fuji sind die gleichen bescheidenen Größen/Pixel Verhältnisse zu finden wie bei der Konkurrenz!
     
  17. bullseye

    bullseye Guest

    Ich werde direkt ins Geschäft gehen und die Kamera testen oder nach 14 Tagen wieder zurück bringen ;)

    Nur so kann ich einen Eindruck gewinnen.

    Danke für eure Tips!
     
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