Editoren-Djungle

Dieses Thema im Forum "Linux-Distributionen" wurde erstellt von it-praktikant, 7. Januar 2004.

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  1. it-praktikant

    it-praktikant Megabyte

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    Hallo,

    ich suche gerade ein Entweder-Oder

    Entweder ich finde einen netten Editor. Momentan nutze ich kate. Ich möchte aber, wenn möglich KDE von PC runterschmeißen. Allerdings finde ich es großartig gleich eine Konsole im gleichen Fenster unten zu finden.
    Den Editor emacs kenne ich, finde ich aber nicht so doll, er hat noch nichtmal einen ordentlichen Scrollbalken, den ich auch per Maus-Rad bedienen kann.
    vi oder vim ist mir zu kompliziert.

    Irgendetwas dazwischen suche ich.

    ODER
    ich finde eine nette Entwicklungsumgebung für C/C++, die nicht so groß ist. Habe gerade vergeblich versuch Anjuta zu installieren. KDevelop habe ich auch schon gestartet, allerdings erzeugt es bei einem kleinen Programm schon so viele Dateien, glücklicherweise auch ein Makefile, was die Arbeit doch schon erleichtert.

    Und nun wieder die tötliche Frage: Was kann man denn nehmen, wobei habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

    Ciao it.
     
  2. bitumen

    bitumen Megabyte

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    mhm
     
  3. cirad

    cirad Kbyte

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    Das war's?
     
  4. cirad

    cirad Kbyte

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    # Nun rede mir doch nichts ein.
    Tue ich doch nicht. Von mir aus nutzt du die Maus, ist mir egal. Ich sage nur, daß es sehr ineffizient ist, wegen jeder Kleinigkeit die Finger von der Tastatur nehmen zu müssen und das mit der Maus nicht der Bruchteil einer Tastatur möglich ist (im Endeffekt auch einleuchtend, wenn man sich mal die Anzahl der Tasten anguckt (: ).

    # ... schlimmer als die MAN-Pages
    Welchen Pager nutzt du denn dafür? less unterstützt etliche vi-Befehle (schon deshalb sollte man sie können) wie
    x% - Prozent anspringen
    xG - Zeile anspringen
    /x - Text suchen (?x in andere Richtung)
    xd - x Zeilen runter scrollen, Anzahl x wird default
    xu - das gleiche wie d, nur nach oben
    mx - Sprungmarke x setzen
    'x - Sprungmarke x aufrufen (^/ $ für Anfang/Ende)
    (, ), {, }, [, ] springt zum jeweiligen Klammerpaar (das gibt es auch für frei definierbare Zeichen, weiß aber nicht wie)

    Du kannst aber als PAGER auch cat benutzen und dann mit Mausrad scrollen, bzw. auch Scrollbars nutzten, mußt dann eben nur einige Abstriche hinnehmen. Du kannst das mit
    man manpage | cat
    auch temporär machen. Ist auch mal ganz nützlich. (:
     
  5. it-praktikant

    it-praktikant Megabyte

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    Nun rede mir doch nichts ein. Ich habe mich an das Ding namens 'Maus' gewöhnt und nutze es.

    Wenn du in der Datei von Punkt A zu B springen willst, fällt dir halt "ganz lange auf Cursor drücken" oder "Bild hoch/runter" oder Tastenkombination xyz ein.

    Ich greife da immer zur Maus, dann meckert emacs mit einem PC Beep, dass er das nicht will und dann drücke ich gaaaaaaanz lange auf die Cursor-Tasen.

    ... schlimmer als die MAN-Pages, die kann man sich aber glücklicherweise im Konqueror ansehen. Das einzigste wozu ich den Browser/Datei-Manager nutze.

    "$> konqueror man:/help"

    ... und selbstverstänlich ist meiner viel besser ;-)
     
  6. letscho

    letscho Byte

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    Also ich wollte eigentlich den (X)emacs nehmen.
    Aber welch ein ggrausen packte mich da als ich die Installationsfülle sah --> mehr als 40MB kommen auf die Platte.
    Nein Danke.

    Ich habe mich in den vi (und Konsorten) eingearbeitet und bin sehr glücklich damit, auch wenn ich KDE nehme.

    Übrigesn, auf der Seite www.megalearn.de findet man unter download eine vi.pdf, eine sehr übersichtliche Schnellreferenz für den vi.

    Und nun bitte Schluss mit dem "meiner ist besser" Geschreibe, sind ja nicht im Win-Forum hier.
     
  7. cirad

    cirad Kbyte

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    Ich habe noch etwas vergessen. Natürlich kannst du auch prozentweise springen, mit 50% beispielsweise in die Mitte des Files.

    EDIT: Ich weiß nicht, was Anjuta so alles an GNOME braucht, aber das könnte für dich auch interessant sein:
    http://anjuta.org/

    Generell ist es leider inzwischen recht schwer, KDE oder GNOME zu vermeiden. Aber zumindest GTK hast du ja ohnehin schon drauf. Keine Ahnung, ob Anjuta auch so viele vieles wie KDevelop anlegt.
     
  8. cirad

    cirad Kbyte

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    # Auch die Ergänzung beim Punktoperator wäre nicht schlecht oder die
    # Anzeige auf welche Variablen ich in einer struct zugreifen kann.

    Vim oder Emacs wurden ja schon genannt. Ich nutzte Vim nur als "einfachen Editor", daher kann ich dir im Detail nicht weiterhelfen.

    # und bei Config-Files mit meheren kB ist scrollen per Curser echt das Letzte.

    LOL? Mausrad ist da besser? Oder generell mit der Maus? Jedesmal nen Wechsel des Eingabemediums? Hmm ... *g*

    Du kannst dir Sprungmarken setzen, bestimmte Zeilen direkt anspringen, ganze Funktionen/Prozeduren vor oder zurück springen, { oder } anspringen, kombiniert mit einer Zahl kannst du beliebig viele Zeilen oder Seiten scrollen. Ich meine, was will man denn noch? Außerdem geht das über die Möglichkeiten eines Scrollrads oder Scrollbalkens.

    Und davon abgesehen lassen sich sowohl Vim als Emacs mit Mausrad scrollen. GVim und Emacs haben auch Scrollbars, wenn du sie unbedingt benötigst. Möglich, daß sie auch "ASCII-Scrollbars" haben, ich nutze sowas nicht.
     
  9. it-praktikant

    it-praktikant Megabyte

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    Ich will doch gar keinen Server. Wie seid ihr nur darauf gekommen. Ich bin froh, dass meine Konfig so wie sie ist, läuft.

    Nein, was ich will, ist vernünftig auf meinem Notebook programmieren.

    KDevelop hatte mit gleich x-Tausend Dateien erzeugt. Da ich momentan Header und C-Code selbstschreibe, brauche ich maximal noch ein Makefile und nicht noch ein project.conf etc.

    Allerding tue ich mich immer schwer mit den Makefiles, sodass ich dort eine Hilfe per IDE wollte. Auch die Ergänzung beim Punktoperator wäre nicht schlecht oder die Anzeige auf welche Variablen ich in einer struct zugreifen kann.

    Warum kein KDE
    Weil das Notebook nur 4 GB hat und ich nach einem Update und nur noch 500 MB frei auf der Festplatte hatte. Da ich sowieso nur XFce4, das auf GTK+2 basiert, und Kate aus KDE benutze, wollte ich KDE runterscheißen und Kate durch einen anderen Editor oder einer ganzen IDE für C/C++ ersetzen, weil warum soll ich den kostbaren Plattenplatz für etwas reservieren, was ich nicht benutze.

    Für die Konfiguration des Systems nutze ich gerade emacs, aber der hat keinen ordentlichen Scrollbalken und mein Mausrad will er nicht zum Scrollen nutzen und bei Config-Files mit meheren kB ist scrollen per Curser echt das Letzte.

    Ciao it.
     
  10. cirad

    cirad Kbyte

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    Dann brauchst du halt kein ESC oder Strg oder Alt und lange Tastenkombos. Und der Satz mit der GUI auf Servern sagt eigentlich alles, einmal ganz davon abgesehen, daß du jedesmal das Eingabemedium von Tastatur zu Maus wechseln mußt (und das für einen Texteditor?). Und wenn der Server nur über lahme SSH-Verbindung erreichbar ist ... aber lassen wir das. Anbei: schonmal was von moused oder gpm gehört?

    Emacs als Alternative kannst du vergessen, ein Notfalleditor muß klein sein, das ist Emacs nicht. Erst recht nicht, und das ist Notwendigkeit, wenn er statisch gelinkt ist. Vim auch nicht. Joe? Öhm, nunja, nicht gerade ein leistungsfähiger Editor.

    Warum sollte man vi verbannen und den ganzen "Altusern" einen neuen Editor vorsetzen, mit dem sie erstmal nicht klar kommen? Warum sollten sie das neu lernen? Es gibt dazu keinen guten Grund.
    Ach, damit die vielen Newbies mit Linux zurecht kommen und einen Windows-ähnlichen Editor haben? Ich bin gegen eine solche Anpassung. Nicht Linux an Newbies anpassen sondern umgekehrt. Ich passe mich jedenfalls nicht für andere Leute an und nutze Billigeditoren, damit Newbs besser zurecht kommen. Das ist nicht mein Problem. Dann sollen sie kein Linux testen, wenn sie nicht gewillt sind, neues zu lernen.

    Und welcher Admin kommt unter AIX damit bitte sehr nicht klar? (: Bei Gentoo sah es beispielsweise auch anders aus, da gab es massig Anfragen, ob man nicht mal nano kicken und vi in die ISOs packen könnte.

    Der Editor nvi, der häufig genutzt wird, hat eine sehr gute Manpage und ist nahezu POSIX-kompatible. Dynamische Größe der Binarie knapp 300kb, zwei Library-Abhängigkeiten. Was will man mehr?

    Anstatt über einen gemeinsamen Standard in der Unix-Welt froh zu sein, wird wieder nur dran rumgemeckert. Darf man auch an Standards, tue ich auch. Aber hier halte ich das für unnötig.
     
  11. pcw_ano

    pcw_ano Byte

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    All die Funktionsvielfalt des Vi, Vim oder was auch immer, ändert nichts daran, das er eine Krankheit ist, die ausgerottet gehört.
    Auch wenn der Vi Standard ist, z.B. unter AIX: er gehört verbannt. Einen dümmeren Editor kann man kaum finden. Ok, edlin.

    Wenn man gar kein Gui will, dann lieber Jed, Joe oder Emacs, alle irgendwie emacs-kompatibel.
    Wird der 10-Finger-Tipper wenigstens nicht zur Esc-Taste genötigt, was den ganzen Arbeitsfluss stören würde.
    Aber auch auf Servern ist ein Gui sinnvoll, damit man sich nicht mehr um Emacs-Tastenkombinationen für copy'n paste kümmern muss. Man muss es ja nicht permanent laufen lassen.
     
  12. gnagfloh

    gnagfloh Kbyte

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    @cirad

    Vi gibt es unter Linux eigentlich gar nicht. Vi ist auf "richtigen Distris" oder auf Minimalsytemen meist ein Link auf den Editor elvis, der statisch gelinkt ist, damit man im Notfall immer noch damit arbeiten kann. Bei den etwas komfortableren Distris ist vi ein Link auf vim. Wenn ich jetzt weiter von vi rede, ist selbstverständlich immer der vim gemeint"

    Als Linuxer sollte man den vi schon bedienen können. Er ist gar nicht so "viehisch" zu bedienen, wie die meisten immer behaupten. Man muß sich nur mal eine 1/4 Stunde damit befassen und schon beherrscht man die wichtigsten Kommandos.

    Vi beherrscht Syntahighlighting (gut beim Programmieren :p ) von Programmiersprachen, die du vielleicht noch nicht einmal gehört hast, Suchen und Ersetzen, selbst mit regulären Ausdrücken, direktes Einfügen von Programmausgaben im Text (natürlich nicht von grafischen ;) ), Löschen und Kopieren auch mehrerer Zeilen ohne diese mit der Maus vorher markieren zu müssen und selbst eine Art Makrorekorder gibt es, der es erlaubt umfangreiche Änderungen gleich an mehreren Dateien hintereinanderweg auszuführen (das habe ich aber noch nicht benutzt :p ).
    Wetten, daß ich mit dem vi eine kleine Änderung bereits erledigt habe, ehe du kate oder eines der anderen Programme überhaupt gestartet hast? Und was willst du z.B. mit einer grafischen Oberfläche auf einem Server? Oder was verwendest du, wenn du wie hier im Thread von it-praktikant angesprochen, auf KDE verzichten willst, weil der Platz auf der HDD fehlt oder die Kiste nur 400MHz oder weniger hat? Gut es muß nicht der vi sein, aber nenne dann bitte einen anderen. :D

    Unter Linux gibt es sehr viele Editoren und eigentlich haben die alle irgendwie ihre Daseinsberechtigung. Es kommt immer darauf an, was man tun will und welche Resourcen man zur Verfügung hat. Für einen Anfänger ist es da natürlich schwer, sich durchzufinden. :aua:

    Nachtrag:
    ---------
    NEedit,
    was ich weiter oben geschrieben habe ist falsch. Es muß

    NEdit

    heißen.

    Falls du HTML schreiben willst, ist Bluefish nicht schlecht. Er enthält bereits die Funktionen der unter Linux gängigen Datenbanken für PHP und vieles mehr,
     
  13. pcw_ano

    pcw_ano Byte

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    Vi ist das letzte, was man seinen Fingern zumuten sollte.
    Emacs lebt auch zu sehr von Tastenkombinationen. Es muss auch möglich sein, mit einem Menü gescheit zu arbeiten und sich nicht durch versehentliche Tastenkombinationen in einen Modus zu manövrieren, aus dem man nicht mehr herauskommt (Ctrl-G - Beep, Ctrl-G - Beep, usw.). Bleibt einem nur KDE mit kate, kedit oder kwrite. Vielleicht noch Gnomes editor. Aber KDE ist eigentlich besser. So ist das nun mal. Xedit und der ganze Schrott gehört von den Distributionen verbannt.
    KDevelop ist Anjuta haushoch überlegen. Und für Linux braucht man nun mal die ganzen config-files. Das KDevelop die automatisch anlegt, ist übrhaupt die größte Stärke. Aber KDevelop wird wohl erst in KDE 3.2. einigermaßen fertig. Vielleicht dann mit brauchbarem Code-Completion, etc...

    Vielleicht gibt es ja für Linux auch kostenlose, abgespeckte Versionen von Borland C++Builder. JBuilder (Java) gab es jedenfalls mal kostenlos, wahrscheinlich auch noch heute (Foundation Version).
     
  14. cirad

    cirad Kbyte

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    vi sollte man ohnehin auf jeden Fall grundlegend bedienen können.
    Da liegt es nahe, für mehr Komfort für die normale Arbeit vim als Editor zu benutzen (vi treibt einen dann vielleicht doch in den Wahnsinn <: ).
     
  15. letscho

    letscho Byte

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    ... als Windowmanager nehme ich fvwm2.

    Als editor nehme ich vi.
    Grund:
    Den findet man auf jedem Linux. Die paar Abkürzungen merkt man sich schnell.
    Auch der mc ist nicht schlecht.

    Wenn du C++ programmieren willst und dabei sehr modern sein willst, geht eigentlich nichts an umbrello vorbei.
    Dieser UML-Editor ist vergleichbar mit ObjectIF unter Win.
    umbrello und KDevelop sind eher klassenorientiert, deswegen die "vielen Dateien".
     
  16. gnagfloh

    gnagfloh Kbyte

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    Quanta ist eigentlich eher ein HTML-Editor und benötigt die Qt-Libs und KDE, was aber nicht so richtig erwünscht ist.
     
  17. bitumen

    bitumen Megabyte

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    quanta++ ist auch nicht schlecht.

    buhi
     
  18. gnagfloh

    gnagfloh Kbyte

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    7. August 2003
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    xemacs :D

    jed - hat auch einen Emacs-Modus

    NEedit
     
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