Entbündelung von Festnetz und DSL: Telekom bremst

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von unikum, 7. Februar 2006.

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  1. unikum

    unikum Byte

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    Selbst wenn meinetwegen die ganze Telefonie übers Internet erfolgt, kann ich mir nicht vorstellen, daß das alle so billig bleibt. Oder so einfach. Ich rechne damit, daß von irgendwoher jemand kommt und das mit einer Steuer oder sonstwas belegt. So wie der eine Minister vorgeschlagen hat, EMails generell kostenpflichtig zu machen.
     
  2. knoedel doedel

    knoedel doedel Byte

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    von welchem Minister stammt den diese bemerkenswerte Idee?
    Man stelle sich vor, die vielen Werbemails usw.
    Sehr nett...
     
  3. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Typisch deutsche Regulierungswut !

    Es gibt auch viele Menschen ohne Internetanschluss.
    So werden sich heutige Rentner in den seltensten Fällen für VoIP interessieren.
    Wenn dann aufgrund der Entkoppelung die Preise für Festnetztelefonie (logischerweise) steigen, werden genau die selben Leute die Telekom als unsozial kritisieren.
     
  4. SPMan

    SPMan Byte

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    Gerade weil VoIP noch nicht so ausgereift sollte die T-Com über die Preispolitik nachdenken. Da T-Online reintegriert wird können sie, bei entkommplung von DSL & Festnetz, so auch ihr Geld machen. Wer erst mal auf "altbewertes" besteht sollte sehr günstige ISDN Pakete (mit kostenloser Hardware/stark subventionnierter Hardware - sprich ISDN Telefone/Faxgeräte) bekommen incl. einer Flatrate ins deutsche Festnetz.
    Bei den Preisen werden sie auf keinen Fall mehr auf einen grünen Zweig kommen. NOch hat VoIP Schwächen, u.a. Sicherheit & Sprachqualität, und daraus kann man, bei entsprechender Preisgestaltung, noch Profit schlagen. In ein paar Jahren wird VoIP das herkömmliche Festnetz abgelöst haben. Auch hier muss die T-Com ihren Kunden einen unkomplizierten umstieg ermöglichen, vor allem für die älteren Semester udn diejenigen die Scheu vor der neuen Technik haben.
     
  5. 944er

    944er Kbyte

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    Das ist doch mal wieder typisch Deutsch 2-3 Firmen bestimmen was sich am Markt tut.
    Natürlich sollte sich der Staat nicht überall mit seiner Regulierungs und Bürokratiewut zeigen aber den Quasimonopolisten mal kräftig auf die Finger klopfen das sollte er mal! Dann kann er auch gleich mit der GEZ Schluß machen und nicht nur Europa schreien wenn es die Deutschen Geld kostet. Die Europa Gesetze und Regeln die den Deutschen Verbrauchern was bringen würden kommen nicht.
    :guckstdu:
     
  6. dsluser

    dsluser Byte

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    Ich weiss nicht ob die Entkoppelung so gut ist.

    Dass DSL-Anschlüsse auch von Resellern angeboten werden können, finde ich nämlich absolut bescheiden.

    Ich habe noch einen alten 1000er-DSL-Anschluß von der Telekom. Bisher hatte ich einen 4-GB-Volumentarif von GMX. GMX räumt nun endlich auch Bestandkunden die Möglichkeit ein, auf die Flatrate für 9,99 Euro mtl. umzusteigen.

    Angelhacken: Ich hätte mit meinen DSL-Anschluß von der Telekom zu GMX wechseln müssen. Für den 1000er-Anschluß hätte ich 99 Euro, für 2000er 29 Euro und für 6000er (der an meinem Anschluß gar nicht geht!) 0 Euro Einrichtungsgebühr und ggfs. höhere mtl. Anschlußgebühren bezahlen müssen.

    Unter diesen Gegebenheiten muß man sich einen Tarif-/Providerwechsel vorher schon ganz genau durchrechnen, ob sich die Mehrleistung und die anfallenden einmaligen und monatlichen Gebühren in angemessenem Verhältnis stehen.

    Der Gewinner ist halt immer der Provider, entweder der Kunde bleibt und gibt sich zufrieden oder man kann ihn abkassieren.

    Zum Glück hatte vor Weihnachten Congster eine Aktion laufen. Ich konnte meinen DSL-Anschluß von der Telekom behalten und habe jetzt auch auf dem Land eine Flatrate für 4,99 Euro mtl.
     
  7. IKEA3dfx

    IKEA3dfx ROM

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    Ich habe seit über 2 Jahren einen SDSL Anschluss ohne Telefon und ohne Telekom. Teleongespräche betreibe ich über VoIp, und habe auch in diesem Sektor nur gute Erfahrungen gemacht.
    Insgegsamt kostet mich der Spass knappe 40€, habe aber eine Sync. Leitung, keine Zwangstrennung (echte Flat) und kann bis zu 2Stunden kostenlos monatlich telefonieren.
    Man sollte immer wieder nach kleinen regionalen Anbietern Ausschau halten, die machen tlw. verflucht gute Angebote.
    In meinem Fall war es skytron.de.
     
  8. kirsche40

    kirsche40 Byte

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    Ein Entkopplung kann nur Vorteile bringen, da man dann nicht mehr auf die Telekom angewiesen ist. Die Masse wird dann reine DSL-Leitungen haben wollen. Und damit purzeln auch die Preise. Denn es fallen mind. 16€ weg, die man monatl. an die Telekom zahlen darf, damit man überhaupt ne Telefonleitung hat.

    Aber offenbar sind hier einige begeistert von den Preisen, die man derzeit für eine Flatrate bei der T(error)-Com bezahlen darf. Vielleicht lassen sich diese Helden aber auch die Flatrate und den Telefonanschluß von Pappi bezahlen. Jeder, der sein Geld mit Arbeit verdienen muß, überlegt sich 3x, ob er 43€/Monat für DSL ausgibt.
     
  9. tomsche

    tomsche Byte

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    Ich will aber auch übers Festnetz erreichbar sein und eine ortsgebundene Vorwahl haben.

    Würde ein deutschlandweites Festnetzgespräch auch nur 1 Cent/Min kosten würde ich über VoIP gar nicht nachdenken. Aber das kommt ja vielleicht, wenn die Anschlüsse erst einmal entkoppelt sind.
     
  10. Ratio

    Ratio Byte

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    ich bin mit nicht sicher wie lange dies noch anhalten soll.

    Als reines Monopol-Unternehmen hat die Telekom jahrzehnte lang, die Telefonkunden der ganzen Republick abgezockt und in Angst und Schrecken vor der der nächsten Telefonrechnung versetzt.

    Nach der Liberalisierung des Telefonmarktes sollte es eingentlich besser werden - dachte man. Nichts als Blockade, Trickserei, versemmeln der Kunden. Abschöpfen mit 190er/900er Nummern und Dialern ....

    Dabei ist die Deutsche Tee-Com auch nicht verlegen darum, die Bundesregierung zu erpessen um in alte Monopolstrukturen zurück zu kommen. (hier Glasfaser-Netz 32.000 kündigen - 5000 einstellen)

    Dabei sind schon zig-tausende Ex-Telekom-Mitarbeiter auf Kosten des Steuerzahlers in Frührenten und Pensionen verabschiedet. Dies alleine, kostet den Steuerzahler Milliarden - Jahr für Jahr.

    Ganz nebenbei hat die Tee-Com noch zig-Milliarden Euronen der Kleinanleger im Global-Player-Größenwahn eines gewissen Herrn "Winter" in der Wüste versenkt. Als "Schmakerl" gibts es die Eingliederung von Tee-Online für den Mutterkonzern gratis.

    Wenn die Tee-Com erst jetzt sieht, dass ihr Festnetzgeschäft gefährdet ist und deshalb denkt und verlangt, sie müsse einen Bestandsschutz für 10 Milliarden Brot und Buttergeschäft bekommen, sollte die Tee-Com von Gesetzgeber darüber aufgeklärt werden.

    Notfalls über ein Urteil von einem Bundesgericht.
     
  11. tommyhome

    tommyhome Byte

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    Insofern das Festnetzgeschäft für die T-COM ernsthaft gefährdet wäre, würde sie schon reagieren...

    Der T-Com ist einfach nicht möglich Preise mal schnell auf "Reseller-Niveau" zu setzen, da bei der Anzahl an Kunden die die haben, sich jeder Grundschüler mal ausrechnen kann, was passiert, wenn die beispielsweise Ferngespräche um 1 Cent senken...

    Wenn die Politik sich nicht so aufspielen würde, dann könnte die T-Com alle Anbieter ratzfatz vom Markt fegen, was einem Wettbewerb entspricht, aber die Telekom zu verdonnern die Anschlüsse "günstig" zu resellen ist nicht okay.
    Es kann doch nicht sein, dass die anderen Anbieter mit Ihren gekauften Anschlüssen billiger sein können, obwohl sie ja auf T-Com basieren.
    Ich habe nichts gegen Wettbewerb, aber dann kann bitte schön jeder Anbieter seine eigenen Anschlüsse und Leitungen legen, aber nein das Kapital haben die nicht!
     
  12. Flex6

    Flex6 Halbes Megabyte

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    der andere grund ist aber auch das alle das t-com kabel nutzen und kein provider geld ins netz steckt...würde man ins netz investieren löst sich das probs von allein..aber nein..baut die telekom nicht regen sich gleich alle auf das das i-net zu grunde geht und ihre firma am existensminimum anlangt..gerade die resealer mit großen 0€ angeboten und besitzen kein meter kabel
     
  13. User_25

    User_25 Byte

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    @tommyhome

    Genau das ist es. Die Bundesregulierungsbehörde muss den Wettbewerb erhalten. Darum wird die Telekom von allen Seiten eingeschränkt. Soweit ich weiß will die Telekom schon seit Jahren die Preise senken, darf sie aber nicht, weil dann einige Wettbewerber keine Überlebenschance mehr haben.

    Mal sehen, wohin das führt...
     
  14. tommyhome

    tommyhome Byte

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    Also genau die Sache mit den erkauften Leitungskapazitäten ist ja das größte Problem.

    Die RegTP will den Wettbewerb erhalten, aber meiner Ansicht nach ist das unfair gegenüber der Telekom.

    Das ist ja das was Flex6 angesprochen hat.

    Ich habe nichts gegen Wettbewerb, aber bitte wir haben eine Marktwirtschaft. Es kann doch nicht sein, dass man den größten Anbieter dazu verdonnert seine Leitungen billig zu verkaufen, nur damit sich jeder kleine Futzeldorfanbieter eine kaufen kann.

    Da gilt nun mal meiner Ansicht nach das Gesetz des stärkeren und wenn jemand so etwas vor hat, dann soll er sich doch bitte seine eigenen Leitungen ziehen. Die Telekom hat Kosten für Ihr Netz, die sie aber wegen der RegTP definitiv nicht mit Resellen decken kann, da sie ja schön billig verkaufen muss und darf selbst die Anbieter nicht wegfegen, denn wenn sie könnte, dann würde sie.
     
  15. Flex6

    Flex6 Halbes Megabyte

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    man hätte ein frist setzen können oder das jetzt mit dem bau von glasfaser bzw. neubau die t-com von leitungsbereitstellung für andere provider befreit wird oder eigene preise aushandeln kann..somit sind die restlichen provider gezwungen auch geld ins netz zu stecken und somit werden auch kurzfristig arbeitsplätze und konkurenz geschaffen..siehe heutige meldung von alice..erst haben sie gejammert das mit adsl2+ die t-com mit der leitung sie behindert und heute hat man verkündet ein eigenes netz in hamburg und dann bundesweit aufzubauen....mal hoffen das die anderen nachziehen und ordentlich konkurenz schaffen..genauso gibt es genug gegenden wo man noch von dsl träumt bzw. es nur aus der zeitung kennt bloß weil die t-com da noch nicht gebaut hat..so was darf einfach nicht sein das alle warten bis die t-com anfängt zu buddeln und dann die konkurenz in den medien mit großen angeboten rumschmeißen
     
  16. iweichei

    iweichei ROM

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    Hi,

    jetzt muss ich auch mal meine Meinung dazu kund tun:

    Ich wohne auf dem Land, zum Glück gibt es bei uns wenigstens DSL von der Telekom.
    Aber wenn ich höre, dass in Ballungszentren wohnende Leute von Arcor das "rundum sorglos Paket" für knapp 45 € bekommen muss ich leider neidisch werden. Oder andere Angebote von Versatel und wie die Provider alle heissen.
    Bei uns ist das alles nicht verfügbar. Deshalb zahlen wir schön fett jeden Monat an die Telekom.
    Genauso ist es mit den tollen Cityflats. Wir, die da auf dem Land wohnen sind immer die angeschmierten und zahlen das Doppelte für die gleiche Leistung.
    Auf dem Land hat also die liebe Telekom immer noch ihr Monopol, sitzt fest im Sattel und kassiert kräftig ab.
    Die Entbündelung wäre für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Das muss ja nicht bedeuten, dass es komplettangebote von der Telekom nicht mehr geben muss. Aber die Angebote sollte deutschlandweit für alle gleich fair sein. Wer sich dann für was entscheidet sollte in jedem Falle dem Kunden überlassen sein.
     
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