Flattereffekt wegen falscher Feldanordnung

Dieses Thema im Forum "Videobearbeitung, Bildbearbeitung" wurde erstellt von Joa, 8. März 2004.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Joa

    Joa Kbyte

    Registriert seit:
    21. April 2001
    Beiträge:
    466
    Ich bin dabei, meine VHS-Aufnahmen auf DVDs zu übertragen. Das beim Fernsehen übliche Interlacing macht dabei aber Schwierigkeiten; eigentlich sollte man deshalb beim Umwandeln ?Feldanordnung A? wählen. ? Manchmal. Manchmal wäre Feldanordnung B besser gewesen.

    Falsche Feldanordnung führt dazu, daß rasche Bewegungen zu einem wilden Flattern werden.

    Auf dem PC kann der PowerDVD-Player das ausgleichen, aber der Standalone-Player für den Fernseher läßt das Bild gnadenlos zittern.
    Bisher konnte ich das vor dem Brennen der DVD testen: wenn ich bei PowerDVD die Hardware-Unterstützung aktivierte, flatterte ein Video mit falscher Feldanordnung auch auf dem Monitor. Leider ist seit einem Grafikkartentreiber-Update dieser willkommene Fehler nicht mehr zu erzeugen, erst auf dem Fernseher sehe ich die Bescherung.

    Hat noch jemand dieses Problem?
    Gibt es ein Mittel, die richtige Feldanordnung zu ermitteln (ohne ständig Probe-DVDs zu brennen)?

    Oder ist mein ? Jahr neuer JVC-Player einfach Schrott, während andere Player sowas locker selbst korrigieren?
     
  2. Gast

    Gast Guest

    @ magiceye04
    <Ich habe auf den ganzen Ärger durch Interlacing verzichtet und nehme nur mit 288 Bildzeilen auf, also nur Halbbilder.>

    Ich auch (habe ich hier im Forum auch schon berichtet), aber auch weiter mit Software experimentiert.

    @ Joa
    Es scheint so, dass der "Powerdirector" von Cyberlink beim Aufnehmen bis 720x586 (aber besser 480x586 /SVCD nehmen) ganz friedlich ist. Man muß nur mit mpeg2 (ca. 2500 bis 3000 kBit/s) aufnehmen und kann dann immer noch runterrechnen. Und wenn das mit einer "Impact VCB" funktioniert, warum dann nicht mit einer teureren (besseren?) Karte!? Bei mpeg1 erscheinen schon nach dem ersten Umformen leichte "Gardinen", die allerdings auf dem TV nicht stören. Etwas von der " Weichheit" darf man z.B. mit "VirtualDub" wegschärfen (max 15 -20). Wenn das Bild dann grisselt, war's zuviel - keinesfalls ein Rauschfilter dahintersetzen, sondern Schärfe reduzieren. (Und bitte jetzt keine DivX-Hinweise!)
    Mit meiner Panasonic SX30 und über digital-Sat-Receiver erhalte ich Videos bester Qualität. Für 720x586 sollte aber Audio bei 48 kHz encodiert werden! Das Flattern habe ich bisher nur einmal von 'ner Hi8-Kamera erlebt. [Aufnahme mit ca. 27 fps, dann mittels VirtualDub und TmpegEnc umrechnen/filtern.]
    MfG
     
  3. Joa

    Joa Kbyte

    Registriert seit:
    21. April 2001
    Beiträge:
    466
    Die Aufnahme vom Videorecorder nehme ich mit der Capture-Software meiner Cinergy400TV-Karte vor (jede andere Software läßt WinXP sonderbarerweise nach 1-2 Sekunden einfrieren).

    Die entstehende AVI-Datei (Huffyuv) ist nicht deinterlaced. Ich schneide sie mit Ulead VideoStudio7 und wandele sie damit in MPEG/DVD-Format um. Das Programm hat außer der Wahl der Feldanordnung keine Einstellungsmöglichkeit bezüglich Deinterlacing, aber offenbar wendet es einen entsprechenden Filter an. Wie das Ergebnis ist, hängt von der ursprünglichen Datei ab.

    Aber wie gesagt: Eigentlich sollte ein 200?-Player nicht weniger können als ein gratis beigelegter Softwareplayer. Oder?
     
  4. Joa

    Joa Kbyte

    Registriert seit:
    21. April 2001
    Beiträge:
    466
    ? es flattert!
    Offenbar wird der Kammeffekt von der Software dadurch entfernt, daß zwei Halbbilder überlagert werden. Nur eben leider manchmal (wenn die Feldanordnung nicht paßt) nicht das richtige Halbbildpaar, sondern die zweite Hälfte des einen Halbbildes mit der ersten Hälfte des nächsten Paars.

    Dann scheinen z.B. bei applaudierendem Publikum die Hände stillzustehen oder so rasend schnell zu klatschen wie schwirrende Insektenflügel.

    Der Effekt tritt aber eben nur bei manchen DVDs auf (wenn eben Feldanordnung B die richtige gewesen wäre und nicht die für PAL eigentlich empfohlene Feldanordnung A), und nur, wenn ich sie mit meinem JVC-Player auf dem Fernseher anschaue. Auf dem PC sind die Filme einwandfrei.
    Offenbar kann der Fehler also vom richtigen Treiber ausgeglichen werden, den eben mein Player nicht hat.

    Um meine ursprüngliche Frage zu vereinfachen: Haben andere Standalone-Player auch solche Schwächen (müßte doch auch jemand anderem schon mit selbstgebrannten DVDs passiert sein)?
    Kann ich hoffen, daß ein anderer Player damit ebenso gut umgeht wie mein Softwareplayer am PC?
     
  5. Gast

    Gast Guest

    Was fuer ein capture software verwendest du denn??

    Also ich hab das auch mal ausprobiert...mit nem Videorekorder von vor...ueberleg....10jahren oder so!! Keine probleme!!

    Sehr geile Anleitung hierzu:

    http://www.doom9.org/

    Unter Guides...analoge quelle capturen geht's weiter....
     
  6. oberbernd

    oberbernd Guest

    Probier`s mal mit TMPGEnc pro. Damit bekommt man die Kammeffekte weg.
     
  7. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

    Registriert seit:
    1. September 2000
    Beiträge:
    53.985
    Hi!
    Wäre trotzdem hilfreich zu wissen, welche Software Du verwendest. "Feldanordnung A/B" ist ja gut und schön, nur gibt es etwa 10 verschiedene Deinterlacing-Verfahren und nur wenige davon sind richtig gut und welche stecken denn bei Dir dahinter?
    Ich habe auf den ganzen Ärger durch Interlacing verzichtet und nehme nur mit 288 Bildzeilen auf, also nur Halbbilder. Das Ergebnis sieht zwar leicht unscharf aus, aber das ist 10mal angenehmer als Kamm- oder gar Flattereffekte, zumal durch die meisten Deinterlacing-Filter das Bild auch an Schärfe verliert.
    Gruß, MagicEye
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen