Gates vergleicht Longhorn-Entwicklung mit Mondlandung

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von kazhar, 16. Oktober 2003.

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  1. Herr Eiterbeule

    Herr Eiterbeule Byte

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    wer sich mal die beta von longhorn angeschaut hat weiss, dass hier wieder alter wein in neue schlaeuche gefuellt wird. die innovationen sind nicht der brueller.

    wo ich herrn gates allerdings recht gebe: das mir die kontrolle ueber den pc entzogen wird mit den tollen "sicherheits-funktionen" ist wirklich wegweisend wie die mondlandung.
     
  2. Lactrik

    Lactrik Guest

    Alleine die heutige Zeit ist recht ungünstig, ein neues System auf den Markt zu bringen...

    Vor 4 Jahren (Windows 2000) hatte man eben das Problem Spam, etc. noch nicht so extrem wie heute... ausserdem kommen zur Zeit jede Menge neue Technologien auf den Markt (PCI Express zB), die es auch zu berücksichtigen gilt.

    Dann natürlich das wichtigste Problem - die Sicherheit, an der stark was getan werden muss.

    Da kann ich gut nachvollziehen, dass sich die Veröffentlichung um 1-2 Jahre verzögert (ursprünglich war 2004 angedacht, jetzt 2006). Aber besser zuviel Zeit und dann ein sicheres System, als voreilig irgendeinen Mist rauszubringen. :)

    (Nein, ich werde nicht auf Linux umsteigen :rolleyes: )
     
  3. Tueftli

    Tueftli Kbyte

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    Hihi!

    Eine kleine Anekdote am Rande, wenn man Longhorn wirklich mit der Mondlandung vergleicht:

    Einige Sekunden, bevor die Mondfähre Eagle auf dem Mond aufsetzte und zum ersten Mal Menschen ausstiegen, stürzte der Bordcomputer ab und Neil Armstrong musste die Fähre ohne Anflugunterstützung manuell landen!

    Wenn wir das mit Longhorn vergleichen, dann können wir ja erahnen, was uns zu erwarten hat!

    Sorry, aber den Kommentar konnt ich mir jetzt einfach nicht verkneifen!

    ;) ;) ;) ;) ;) ;)

    Flo
     
  4. kazhar

    kazhar Viertel Gigabyte

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    3D-Optik, Spamschutz und - aller Wahrscheinlichkeit nach - DRM.

    "So teuer und aufwendig wie die Mondlandung" und mindestens genauso sinnfrei.

    Wie wär's mal mit einfachen, kleineren Verbesserungen? Z.B. Schreibzugriffe auf die Registry nur mehr mit Admin-Passwort. Zumindest für "kritische" Bereiche wie run-Schlüssel oder den HKLM-Ast ist das sicher sinnvoll.
    Oder wenn wir schon dabei sind: Auftrennung der Registry in einen (schreib-) geschützten System-Teil (Hardware Infos, Autostarts,...) und einen öffentlichen Anwenderteil in dem die Anwendungseinstellungen, die Optik usw gespeichert sind. Wenn der gelöscht/beschädigt wird, dann startet Windows halt mit Standardeinstellungen.
    Oder die Dateirechte: warum darf ein Benutzer/Admin auf Kernel-Komponenten zugreifen - und sei es nur lesend? Das sollte ausschließlich SYSTEM dürfen.
     
  5. Wingnut2

    Wingnut2 Viertel Gigabyte

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    effektiv wirds wohl wieder nur ne aufgebohrte Desktop-Oberfläche :D
    ich weis garnicht wer die vollintegrierten Funktionen (sitebar, webcam, uhrzeit, bilder, musik, dvdbrenner usw. ect. pp.) nutzen will - das scheint die ganze Oberfläche extrem unübersichtlich zu machen.
    Die restliche Zeit werden wohl in TCPA und DRM investiert, damit der PC von Redmond aus per remote gesteuert werden kann. ^^ :rock:
     
  6. ColonelChris

    ColonelChris Kbyte

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    Klar PK, trotzdem frage ich mich, was man an einem OS so tolles neues einbauen kann? MS geht m.E. den völlig falschen weg. Anstatt auf Linux zuzugehen um Linux Kunden wegzugreifen, flüchten sie immer mehr in die proprietäre Ecke. Ich halte das für einen Fehler!
     
  7. PK --PCWELT--

    PK --PCWELT-- Redaktion

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    Hallo,

    andererseit lag zwischen Windows 2000 und XP nicht so viel Zeit wie zwischen Windows XP und Longhorn. Wenn Longhorn erst 2005 erscheint, liegen immerhin über vier Jahre dazwischen. Mir ging es lediglich darum darauf hinzuweisen, dass Longhorn bisher in nur sehr unfertigen Versionen zu sehen war. In den nächsten paar Monaten werden wir es ja zum ersten Mal in einer etwas fortgeschritteneren Version sehen ;)
     
  8. star-speck

    star-speck Byte

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    So ähnlich wurde doch auch XP angekündigt, oder?

    In wirklichkeit ist es dannn doch nur ein Upgedatetes 2000 mit bunter Oberfläche.

    Ich bezweifle, dass es diesmal anders wird.
     
  9. Herr Eiterbeule

    Herr Eiterbeule Byte

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    schlaumeier - dann halt theta oder delta-version

    ob sich da noch so viel aendern wird - ich glaube nicht an wunder
     
  10. PK --PCWELT--

    PK --PCWELT-- Redaktion

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    Hallo,

    derzeit existiert noch keine Beta von Longhorn. Die seit geraumer Zeit im Internet geisternden Versionen sind Milestone-Varianten, die sicherlich noch keinen Rückschluss auf das fertige Produkt zulassen. Ende Oktober wird die erste Vor-Beta-Version der Öffentlichkeit gezeigt. Eine erste Beta-Version wird es dagegen erst irgendwann 2004 geben.
     
  11. john player

    john player ROM

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    Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass es für Firmen auf die Dauer günstiger wäre, auf eines der freien Unix-Derivate umzusteigen. Es mag vielleicht der Schulungsaufwand zu Beginn höher sein, allerdings ist das Wissen dann von viel längerer Dauer, da sich grundlegende Konsolenbefehle kaum ändern, das gesamte System sehr effizient durch editieren von Konfigurationsdateien angepasst werden kann, die Fehlersuche um einiges einfacher ist als auf MS-Systemen, etc.
    Stellt eine Firma aus welchem Grund auch immer irgendwann auf das nächste Windows um, ist das Wissen der jetzigen Windows-Gurus praktisch wertlos.
     
  12. MatthiKu

    MatthiKu Byte

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    Ich kann Tomster.Net nur zustimmen.

    Wenn MS wirklich an Sicherheit interessiert ist, wuerden sie die bestehenden Systeme weiterentwickeln und nicht staendig neue Umgebungen erfinden. Grund: 1. jedes neue System ist mehr oder weniger ein Beta-Realease mit neuen Sicherheitsluecken. 2. Es erfordert neue Anstrengungen seitens der Betreuer, es sicher zu machen; die alten Methoden greifen nicht mehr (unbedingt).

    Ich kenne viele grosse Firmen, wie z.B. Banken, die auch heute noch Windows NT einsetzen. Grund ist die Produktivitaet. Viele Anwendungen koennen nicht beliebig auf jede neue Architektur, die MS mal wieder "erfunden" hat, angepasst oder migirert werden. Und genau das Argument "hoehere Sicherheit", mit dem schon Win2k oder XP beworben wurde, ist hinfaellig, wie inzwischen jeder merken konnte.

    Fakt ist doch, das die Systeme auch kuenstlich immer komplexer gemacht werden - und damit automatisch dieFehleranfaelligkeit steigt. Vergleicht doch mal ein einfaches Wfw-Netzwerk mit einem MS Backoffice mit einer heutigen Backoffice-Installation. Mittlerweile wird doch (wie in den Behoerden :D), mehr Rechenpower fuer die Verwaltung der Systeme eingesetzt, als fuer produktive Arbeiten!

    Die erhoehte Komplexitaet der Systeme erfordert wiederum einen erhoehten Verwaltungsaufwand (und auch Schulungsaufwand zum Umstieg) - welcher den Produktivitaetsgewinn zunichte macht wenn nicht gar in Verlust umkehrt! Und das wird bei Longhorn nicht anders sein.

    Da reizt es gerade zu, mit zynischen Bemerkungen auf Bill Gates' (arroganten) Ausfuehrungen zu reagieren, aber ich schenke mir das heute.
     
  13. Tomster.Net

    Tomster.Net Kbyte

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    Longhorn darf kein perfektes System werden. Welchen Grund sollte es sonst geben, den Longhornnachfolger zu kaufen ? Da ein Computerprogramm im Gegensatz zu einem Auto nicht verschleißt, muß ein Anreiz geschaffen werden, das alte funktionsfähige System zu ersetzen. Briefe kann man schließlich auch mit Winword 2 unter Windows 3.1 schreiben.
    Novells Netware 3.X war so gut, daß es auch heute nach über zehn Jahren in vielen Firmen eingesetzt wird. Warum ? Es ist in den Kernfunktionen auf die es ankommt (File- und Printserver) dem Windows 2003 Server immer noch weit überlegen. Dieses zu gute Betriebssystem hat Novell nahezu ruiniert.
    Microsoft erklärt mittlerweile Fileservices für obsolet. Warum ? Sie wollen was neues, teureres verkaufen.
    Das funktioniert dann zwar erst mal nicht richtig aber wenn das jemand merkt, erklärt Microsoft ne neue Initiative und will dann alles besser machen.
    XP, das unsicherste Windows das es je gab(Blaster,Universal Plug & Play) wurde als sicherstes Desktopbetriebssystem beworben.
    Windows 2003, genauso unsicher wie bereits NT, wurde angeblich mit speziellem Augenmerk als Teil einer Sicherheitsinitiative entwickelt.
    Ergebnis gleich Null, aber Microsoft hat es geschafft, das selbe mangelhafte Betriebssystem zum 3. Mal zu verkaufen.
     
  14. Frockert

    Frockert ROM

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    Ja, ich bin schon längst auf Linux umgestiegen, und habe es nicht bereut.


    Gruß Frockert :D
     
  15. BodoGiertz

    BodoGiertz Kbyte

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    Ich habe mal gelesen, das als Steurungs-Computer der automatischen Systeme (also Klimaanlage usw. ) ein C-64 eingesetzt wurde.
    Für Wissenschaftliche Arbeiten haben die dann wohl Unix genommen.
     
  16. Docent

    Docent Guest

    Hallo,

    auf der MIR lief ein Unix, da damals Windows für solche Missionen nicht ausgereift war.
    auf der ISS läuft Linux:
    http://www.linux-magazin.de/Artikel/ausgabe/2001/08/iss/iss.html
     
  17. 100Ampere

    100Ampere Halbes Megabyte

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    Welches Betriebssystem wurde eigentlich auf der MIR eingesetzt?

    Windows kanns nicht gewesen sein, da der Absturz kontrolliert war.
     
  18. Tueftli

    Tueftli Kbyte

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    276
    *lach*

    Das kommt noch erschwerend hinzu!

    :D

    Flo
     
  19. jazzesnee

    jazzesnee Kbyte

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    142
    abgesehen davon, dass die mondlandung nie stattgefunden hat *gg* ...
     
  20. ColonelChris

    ColonelChris Kbyte

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    256
    @baslu
    Kommt der Markt, kommen die Hersteller. Und Treiber für exotische Multifunktionsgeräte dürfen so eine Entwicklung nicht aufhalten. Wenn genug Leute so eine Kiste haben, wird schon jemand eine Treiber-Portierung nach Linux hacken. Und wenn nicht, ist es auch kein Weltuntergang. Habe mir letzte Woche Suse 8.2 installiert, weil ich das zum Programmieren brauche, und abgesehen von den Netzwerk-Treibern, die ich mir noch von Hand ausm Netz besorgen musste, lief von Anfang an alles reibungslos.

    Deswegen: Wenn die Leute Linux haben wollen, sollen sie's nehmen. Die Industrie wird nachziehen oder auf ihren Produkten sitzenbleiben. Ich für meinen Teil als (bisher) 100%-iger Windows-Nutzer bin doch von Linux+KDE schwer beeindruckt! Tolles OS und nach einem Tag Einarbeitung schon sehr gut zu verstehen!
     
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