Glasfasernetz: EU-Kommission droht Deutschland

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von jojo14, 13. März 2006.

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  1. jojo14

    jojo14 Halbes Megabyte

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    Schei.. EU lauter Nichtsnutze dort.
     
  2. Ari32

    Ari32 Byte

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    Wieso auch dort beschäftigt? Die Telekom kriegt ja nicht mal A-DSL auf die Reihe was wollen die dann mit V-DSL? :ironie: Wenn wir die EU nicht hätten würden "Deutschland" uns noch mehr abzocken........
     
  3. angelshelter

    angelshelter Kbyte

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    Ich finde, die EU mischt sich zuviel in solchen Sachen ein.
    Ich habe auch keine hohe hohe Meinung von der Deutschen Telekom, aber warum sollte ein Unternehmen, das für viel Geld etwas aufbauen möchte, dieses auch noch anderen zur Verfügung stellen müssen.

    Wenn ich mir einen Ferrari kaufe, möchte ich den auch alleine fahren und nicht noch diesen meinen Nachbarn usw. zur Verfügung stellen müssen. Das ist zwar ein schlechtes Beispiel, aber mir ist auf die schnelle nichts anderes eingefallen.
     
  4. Taramul

    Taramul Byte

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    @angelshelter:

    Weil es hier nicht um ein separates Produkt wie ein Auto oder ein Haus geht, sondern um eine Kommunikationsinfrastruktur, und die muss nun mal laut (so ziemlich überall) geltendem Recht dem Markt offen stehen. Es hindert die Telekom ja niemand, angemessene carrier-gebühren von Firmen zu verlangen, die das Netz für eigene Dienste mitnutzen wollen.

    Um bei deinem Beispiel zu bleiben, die Telekom will sich hier nicht die alleinige Preiskontrolle auf den Ferrari sichern, sondern auf die Strassen, auf denen du mit ihm fahren darfst.

    Ich glaube auch gar nicht, dass es der Telekom wirklich darum geht, dass sie keine Mitbewerber ins Netz lassen will. Vielmehr wird es wie immer eher so sein, dass die Telekom gern selbst über die Gebühren für ihr Netz entscheiden würde, statt sich an von unabhängiger Stelle gesetzte Rahmenbeträge zu halten.

    Die EU-Kontrollorgane verbieten der Telekom ja nicht, wirtschaftlich zu kalkulieren oder mit ihren Produkten Geld zu verdienen. Es ist nur halt so, dass sich die Telekom unter "Profit" etwas anderes vorstellt als die EU. Und letztendlich schlägt sich das dann im Preis nieder, und betrifft damit nicht in erster Linie die "Nichtsnutze" von der EU, sondern jeden einzelnen, der der Telekom geldmässig in den Allerwertesten kriechen muss, um ihre (meiner Erfahrung nach) oft eher mangelhaften Leistungen zu nutzen. U.a. desshalb hat die Telekom ja wohl auch so viel Angst vor Mitbewerbern, denn die könnten es ja besser machen ;)
     
  5. angelshelter

    angelshelter Kbyte

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    Die Argumente leuchten ein.
    Dann kann aber in dieser Beziehung nicht von "Nichtnutze von der EU" gesprochen werden.
     
  6. Il Tedesco

    Il Tedesco Kbyte

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    Daß auch ich kein Freund der Telekom bin (dafür habe ich schon zuviel Ärger mit denen erlebt), ist vielleicht nicht überraschend.

    Ich bin zwar prinzipiell dafür, daß sie auch das neue Netz öffnen muß. Aber was wäre, wenn bsw. United Internet (mit 1&1, GMX, Web.de oder Schlund & Partner), wie mehrmals angekündigt, ein solches Netz aufbauen, es aber dann für alle anderen Mitbewerber freigeben sollte? Es also nicht nach eigenem Ermessen nutzen, auf den imensen Kosten sitzen bleiben und sich auch noch (von einer völlig inkompetenten Behörde!) vorschreiben lassen müßte, wie hoch oder niedrig die Gebühren sein dürfen? Dann wären die zuständigen Gerichte bis mindestens 2012 voll ausgelastet.

    Warum also bauen die anderen Provider nicht eigene, von der Telekom weitgehend unabhängige Netze auf? Dann wären sicher viele Reibungs- und Problempunkte von vornherein ausgeschlossen. Allerdings könnte man dann auch nicht bei allen Problemen die Schuld auf die Telekom schieben ... :ironie:
     
  7. Taramul

    Taramul Byte

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    Desshalb habe ich ja die "Nichtsnutze" in Anführungszeichen gesetzt, weil ich sie eben nicht als solche sehe und nur die Bezeichnung von jojo14 aufgreifen wollte. ;)
     
  8. angelshelter

    angelshelter Kbyte

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    Für mich hat das irgendwie einen Beigeschmack von Schmarotzertum.

    Telecom investiert Milliarden in ein neues Netz und muss anderen Anbieter dieses gegen ein Entgelt, desen Höhe jemand anderer bestimmt, zur Verfügung stellen.
    Wenn nicht, ziehen die anderen Anbieter - die nicht genügend Geld haben, um es selber aufzubauen - vor Gericht.

    Warum kann die Telekom nicht selbst die Gebühren festlegen - für Nutzer und Anbieter - wem es zu teuer ist, kann doch beim Alten bleiben.

    Oder warum schließen sich nicht alle Anbieter zusammen und bauen ein gemeinsames Netz auf?

    Ich finde, irgendwie bleibt der Wettbewerb hier auf der Strecke.

    Dieses ist aber keine Laudatio auf die Telekom, dafür ist diese Firma zu schlecht geführt.
     
  9. Luke Tuxwalker

    Luke Tuxwalker Byte

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    Hallo,

    es ist ja nicht so, dass sich die Konkurrenz nicht an dem Glasfasernetz beteiligen will, ich hab mal die Artikel rausgesucht:
    VDSL-Netz: Netzagentur-Chef drängt Telekom zu Gesprächen mit Konkurrenz und
    United Internet will ins Glasfasernetz der Telekom einsteigen

    Aber wie so immer, will die Telekom(merz) den ganzen Kuchen mitsamt den Krümmeln haben....
     
  10. Taramul

    Taramul Byte

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    Eben. Wie schon gesagt, Konkurrenz ist schlecht für die Telekom. Erfahrungsgemäß liefert die Telekom oft ziemlich miserable Leistungen, muss denke ich daher also mit allen Mitteln (Gebühren bzw. besser Nichtöffnung) verhindern, dass ein Konkurrent Besseres zu vergleichbarem Preis anbietet, was aber wiederum ja gerade das Ziel einer Kontrolle durch die EU wäre und damit absolut nicht im Interesse der Telekom ist.

    Dass keiner von der Telekom verlangen würde, ihr Netz zu Verlustpreisen der Konkurrenz zu öffnen, ist ja klar, von daher sind alle Argumente in Richtung Riesige Ausgaben meiner Meinung nach mau.
     
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