Hacker & Virenautoren sollen in den Knast

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von dingsda, 13. Juli 2005.

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  1. dingsda

    dingsda Byte

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    ""Immerhin ist in Deutschland vor wenigen Tagen der Programmierer des Sasser-Wurms nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden""

    Warum nicht gleich Freispruch!!

    härtere Strafen für Cyberkriminelle -, richtig.Cyberkriminelle sind WEB Terroristen! Man soll also in Deutschland nicht so herum plärren von wegen mehr Sicherheit und dann die Cyberkumpels wieder spazieren gehen lassen.
    Nebenbei, Ist nicht Deutschland Sanatorium für Terroristen .... Aber so ist es eben, Theoretiker wissen anscheinend alles, Praktiker können dagegen alles.
     
  2. Pentoxus

    Pentoxus Kbyte

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    Hallo,

    das Strafmaß für den Sasser/Netsky-Programmierer empfinde ich als angemessen. Seine "Jugendsünde" hätte sein ganzes Leben zerstören können... (in den Knast - keine Ausbildung - ergo keinen Job und noch einen Arbeitslosen mehr). Dafür haben wir ja Gott sei Dank ein Jugendstrafrecht. Nicht um zu bestrafen sondern um zu erziehen. Außerdem macht er, soweit ich über die Medien informiert bin, gerade eine Ausbildung in einer Internet-Sicherheitsfirma.

    Desweiteren ist es IMO das Problem derjenigen, die ohne Virenscanner und aktualisiertes Betriebssystem im Internet surfen.

    MfG
     
  3. Muddi

    Muddi Megabyte

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    Naja das kann man jetzt nicht sagen natürlich ist es dumm ohne av anwendung im internet rumzugurken trotzdem finden die dinger auch nicht immer alles z.B. Backdoor Trojahner wenn das nen übler ist bemerkst du ihn nicht einmal. Was die verdammten viecher können weiß ja mittlerweile jeder und wenn man jemand erwischt der dann über den gehackten pc scheiße macht sollte man den mindestens einbuchten fürn jahr oder 2.
     
  4. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Was machen die in Großbritannien denn mit mutmaßlichen Adware- und Spywareherstellern a la Gator/Claria usw. . Wenn es denen nicht auch an die juristische "Gurgel" gehen sollte, bliebe ein fader Nachgeschmack: die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen.

    Spyware ist IMO genauso zu bewerten, wie Viren und Trojaner (zumal hier selten das eine ohne das andere kommt). Die Surfgewohnheiten eines Users sind genauso als Privatsache schützenswert, wie sein Bankkennwort oder seine geraubte Bandbreite für DOS-Attacken.
     
  5. Pentoxus

    Pentoxus Kbyte

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    @Muddi:

    Das ist schon richtig. Aber diese Backdoor-Trojaner benutzen meist eine Sicherheitslücke im OS, die noch nicht gefixt, meist aber schon bekannt ist und wo Patches existieren. (Bsp.: Blaster-Wurm, wo es 21 Tage vorher schon einen Patch gab (imo: im IT-Business eine Ewigkeit)). Womit wir beim zweiten Punkt meiner persönlichen Aussage wären: "und [ohne] aktualisiertes Betriebssystem". Die Kombination aus Allem ist wichtig, meiner Meinung nach.

    Gruß Pentoxus
     
  6. brzl

    brzl Halbes Megabyte

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    :heul:

    @ dingsda: Terroristen vernichten Menschenleben. Sie zerstören die Lebensqualität von Angehörigen und Überlebenden. Ueberlege einmal, wie töricht und zynisch Opfer eines wirklichen Terroranschlages oder deren Angehörige Deine Bezeichnung Terrorismus für das Verbreiten von Malware empfinden müssen.


    Bitte starte wenigstens die Betaversion Brain 0.5, bevor Du solche unbedarften Vergleiche ziehst. :bse:
     
  7. angelshelter

    angelshelter Kbyte

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    Da bin ich der gleichen Meinung. Die richtige Strafe kommt später für ihn, wenn die ganzen geschädigten Firmen Schadensersatz fordern. Ich denke mir, dass er in seinem Leben nichts mehr zu Lachen hat und er hoffentlich gelernt hat.
    Wenn er sich die Bewährung versaut, dann gehört er allerdings sofort in den Knast.
     
  8. angelshelter

    angelshelter Kbyte

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    Was bedeutet eigentlich die Abkürzung " IMO "
     
  9. Michi0815

    Michi0815 Guest

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    in my opinion = meiner meinung nach

    ich bin der meinung dass, das hacken in fremder leute rechner (ob mit oder ohne freundlicher unterstützung des besitzers) prinzipiell das selbe ist wie im rl unbefugtes betreten oder besitzstörung. also nichts besonders schlimmes.

    wenn dann allerdings noch so nettigkeiten wie daten/persönlichkeitsdiebstahl oder vandalismus dazukommen... :fire:
     
  10. AntiDepressiva

    AntiDepressiva CD-R 80

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    Ja genau!
    Das finde ich auch!
    Freispruch wäre angemessen, denn wer sonst macht denn die Hersteller von Software auf üble Sicherheitslücken aufmerksam?

    Tja und der Sasser hätte nichts bewirkt, wenn die DAU ihre Rechner mit vorhandenen Patches abgedichtet hätten, also regen diese Autoren vielleicht auch mal einen Denkprozeß bei denen an, die völlig hirnlos mit ihren Rechner unterwegs sind...

    Naja, den letzten Satz nehme ich zurück...
    Lerneffekte gab es keine...
     
  11. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Ein Schuldspruch ist schon ok. Dieser macht den zivilrechtlichen Weg einfacher, wo das Thema nach meiner Auffassung auch eher hin gehört. Im richtigen Leben wäre das doch max. mit Einbruch (o.ä.) zu vergleichen, wo auch noch mildernde Umstände dazu kämen, da die Eingangstür und Fenster offen standen.

    Gruss, Matthias
     
  12. thoddy

    thoddy Byte

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    ... weil der Administrator "gepennt" hat.

    Ich finde zwar die Strafe eher angemessen, aber einige "Opfer" sollten sich erst mal selbst an der Nase zupfen. Die Betonung lege ich hier mehr auf die Seite der "patch-faulen" Administratoren. Diese sollten auch ihr eigenes Fehlverhalten zu verantworten haben, und nicht immer alleine die "Täter". Diese nutzen meist nur seit längerem bekannte Lücken aus, die geschlossen wären, wenn der Administrator seiner Aufgabe nachgekommen wäre.

    Eigentlich ein Armutszeugnis für die "sogenanten" Administratoren. :aua:

    Konnt es mir nicht verkneifen :rolleyes:
     
  13. angelshelter

    angelshelter Kbyte

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    Ausch, wieder eine Entschuldigung für Straftäter.
    Das bedeutet, wenn ich mein Haus nicht wie eine Festung mit 1000 verschiedenen Schlösser und Gitter vor Fenster und Türen absichere und ein Einbrecher kommt und raubt mein Haus leer - vielleicht habe ich mein Geld noch im Sparstrumpf unter der Matratze versteckt - muss ich mich auch noch vor Gericht verantworten.
    Dann gibt es mildernde Umstände für den Einbrecher, weil ich nicht alles mögliche getan habe, um diesen Einbruch zu verhindern!!!
    Der Einbrecher hat aber gewusst, das er sich strafbar macht.

    Wo kommen wir denn mit dieser Einstellung hin.

    Der Admin wird schon vom Chef zur Rechenschaft gezogen, vielleicht auch entlassen. Vielleicht hat aber der Admin auch gar nicht die Möglichkeit gehabt - aus welchen Gründen auch immer, es ist doch bekannt, das die meisten Firmen noch auf die IT-Sicherheit pfeifen - entsprechend zu reagieren.

    Es ist und bleibt strafbar, sich ohne Erlaubnis in fremden Computern herumzutreiben.
     
  14. Michi0815

    Michi0815 Guest

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    du musst nicht 'alles mögliche tun um den einbruch zu verhindern', du musst nur die tür zu machen. dann ist es ein einbruch.

    noch mal zum mitschreiben: mann muss nichts 'knacken' oder 'kaput machen' um in einen pc 'einzubrechen'. man 'geht' einfach durch lücken in der 'wand'.

    ein admin ist primär dafür verantwortlich, dass die edv funktioniert. wenn ein kindergartenwurm in sein netzwerk rein kann und server und/oder clients lahmlegt, dann hat er seinen job nicht gemacht - punkt.
     
  15. thoddy

    thoddy Byte

    Registriert seit:
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    Ich muss betonen, dass es keine Entschuldigung für den "Einbrecher" gibt! Auch wenn die Türen weit geöffnet waren.
    Computersabotage, als auch Diebstahl von fremden Daten, ist und bleibt eine strafbare Handlung und muss als solche verfolgt werden.


    Sicher wäre es wünschenswert, wenn mehr Wert auf die IT-Sicherheit gelegt werden würde, aber dies ist mit Kosten verbunden, die der Geschäftsinhaber nicht zahlen möchte.

    Leider werde ich immer wieder mit vollkommen falsch konfigurierte Server (laufende aber nicht benötigte Dienste, als auch Filesharing-Services) und Netzwerke konfrontiert. Und dies trotz Betreuung von so genannten "Spezialisten".
    Viele Firmen haben auch keinen festen Administrator, sondern überlassen die Einrichtung und Betreuung einem Schwager oder Bekannten um Geld zu sparen.

    Einige Anwender scheuen das Einspielen von Patches, weil es durch diese Systemänderungen massive und nicht korrigierbare Probleme gab. Microsoft müsste sich auch mit diesen Umständen mal auseinandersetzen und nicht zwangsweise jeden Patch automatisiert einspielen.
    Windowsupdate installiert auch Anwendung die ausdrücklich von Anwender zuvor deinstalliert wurden. Das Paradebeispiel hierfür ist Outlook-Express.

    Windows XP SP 2 ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn dieses vom Anwender verzögert werden konnte, aber wieso hat Microsoft hierbei nichteinmal das selbstentwickelte Dateisystem auf der Systemplatte im Griff? Mit einer "überbelegten" Master File Table, kann und darf nicht ohne Korrektur dieses Fehlers ein Update eingespielt werden. Am Ende steht der Anwender, falls er keine regenmässige Datensicherung macht, auf verlorenem Posten. Daten futsch, .... .

    Es spielen einige Faktoren mit. Der Nutzen und die Gefahr eines Patches können keinesfalls durch einen einfachen User abgewogen werden. Selbiges gilt ebenso in umgekehrter Richtung. Microsoft kann nicht ALLE Eventualitäten abwägen. Es müssen beide Seiten etwas für Ihre Sicherheit tun.

    Jede Software hat einige Fehler und Lücken. Auch "Hello World" (kompiler bedingte).
     
  16. angelshelter

    angelshelter Kbyte

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    Für den "Punkt" würde ich aber lieber ein großes Fragezeichen machen.
    Der Admin kann nicht primär dafür verantwortlich sein, denn die Tür war zu.
    Wenn der Einbrecher nach einem Loch sucht und es findet, ist er primär dafür verantwortlich und der Admin ist auch nicht tritär dafür verantwortlich.

    Nur der Wurm- oder Virenautor zeigt kriminelle Energie, denn er weiß genau, das es verboten ist, diesen zu verbreiten oder in fremde Systeme einzuschmuggeln. Lese mal den entsprechenden Paragraphen im StGB nach. Da ist keine Rede von der Strafbarkeit der Admins.
    Für den Admin ist es nicht verboten, sein System durch Patches nicht dicht zu machen.

    Diese Ansicht empfinde ich als sehr gefährlich. Es müssten dann auch alle diejenigen, die unbewusst den Wurm oder Virus weiterleiten, auch bestraft werden
     
  17. AntiDepressiva

    AntiDepressiva CD-R 80

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    Das ist für den Admin nicht einmal das Maß aller Dinge in seinem Job!
    Das wäre nämlich das Datenschutzgesetz!
    Denn nach dem wird gehandelt, wenn ein Admin fahrlässig mit Userdaten umgeht!
    Das StGB kommt erst danach...

    Doch, ist es.
    Und zwar ist er nach dem Datenschutzgesetz verpflichtet, alles zu tun, daß es nicht zum Mißbrauch von Daten kommt.
    Tut er das nicht, macht er sich strafbar!
    Und wenn Sicherheitslücken nicht gestopft werden, ist das grob fahrlässig, wenn nicht sogar vorsetzlich!

    Ja, genau, so sehe ich das, denn diese Typen helfen den Autoren der Malware und SIND für die Verbreitung verantwortlich!
    Und wie in vielen anderen Situationen schützt auch hier Unwissenheit nicht vor Strafe!
    Sollte zumindest nicht...
     
  18. Michi0815

    Michi0815 Guest

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    3.429
    hast du das hier schon gelesen? http://www.heise.de/newsticker/meldung/61700
    schönes beispiel was passiert wenn man patches für pal's hält :D
     
  19. PC-Schrotti

    PC-Schrotti Byte

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    63
    ...für Politiker und ihre Helfershelfer sowie die Super-Egos der gesellschaft - die Lobbyisten. Für jedes Vergehen gleich mal pauschal 5 Jahre Knast.
    + Vorteilsnahme im Amt (VW-Abgeordnete) = 5 Jahre Knast
    + Verjährungsfrist verkürzen, damit Immobilienbetrüeger straffrei ausgehen = 5 Jahre Knast
    + 120 Mllionen Euro für Arbeitsamt-Software verschwenden = 5 Jahre Knast
    + Toll-Collect in den Sand setzen (Minister Stolpe) = 5 Jahre Knast
    etc....

    Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, aber ich spar mir das an dieser Stelle. Solche Politiker und ihre Hirngespinste sollte man dahin schicken, wo der Pfeffer wächst. Hier trifft das alte Sprichwort "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen" voll ins Schwarze. Selber Murks bauen ohne Ende ohne dafür Rechenschaft abzulegen und in die Verantwortung genommen zu werden, aber beim kleinen Mann härtere Strafen fordern.

    Schießt sie alle auf den Mond, diese Volksver"-Treter". :bse:

    :aua: Verdammt schon wieder sinnlos aufgeregt :aua:
     
  20. Yyrgn

    Yyrgn Kbyte

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    11. Februar 2002
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    248
    Ja genau, 10 Jahre Haft und mehr für Datendiebe, Raubkopierer, Musikrunterlader etc. - auf das die Knäste voll werden und die Kinderschänder und Vergewaltiger mit 2 Jahren auf Bewährung davonkommen, weil die Knäste voll sind.

    Freispruch und Millionenabfindungen für korupte Politiker, es lebe der Lobbyismus.

    Irgendwas stimmt nicht in unserer Gesellschaft...
     
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