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How to zum übertakten eines Athlon XP

Dieses Thema im Forum "Hardware-Tuning" wurde erstellt von Poweraderrainer, 6. März 2004.

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  1. Poweraderrainer

    Poweraderrainer CD-R 80

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    9.178
    Zum Anfang will ich mal sagen wie die Taktfrequenz eures Prozessors entsteht: Jeder Prozessor hat einen FrontSideBus (FSB) und einen Multi. aus dem FSB und aus dem Multi errechnet sich der Takt. hier ein beispiel:
    AMD Athlon XP 2500+: diese CPU besitzt eine Taktfrequenz von 1833MHz. Sie hat einen FSB von 166MHz und einen Multi von 11 166MHzx11=1826MHz (Der Unterschied im Rechenbeispeil entsteht dadurch, dass man eigentlich mit 166,66MHz rechnen müsste)

    Als Vorwort:
    1. Durch das übertakten der CPU geht die Garantie verloren
    2. NIEMAND kann sagen wie weit ihr übertakten könnt - das müsst ihr selber herausfinden

    Um die Taktfrequenz zu steigern gibt es also 2 Möglichkeiten: FSB und Multi.
    Vor- und Nchteile von FSB und Multi: über den FSB übertakten ist effektiver, jedoch werden hier ALLE Systemkomponenten übertaktet: Grafikkarte, PCI-Karten und der Arbeitsspeicher (einzige Ausnahme: ihr habt ein Mainboard mit nforce 2 ((Ultra) 400) Chipsatz) . Das stellt natürlich Risiken dar und kann schnell zu Schaden an der Hardware führen. Außerdem ist ein guter Arbeitsspeicher zu empfehlen. Dafür ist das Übertakten über den FSB ein bisschen effektiver. Beim Übertakten über den Multi wird ausschließlich die CPU übertaktet, jedoch ist dieses nicht ganz so effektiv wie über den FSB.

    Zu beachten: neuere Athlon XP's (viele ab Kalenderwoche39 und alle ab KW43) lassen sich nicht mehr über den Multi übertakten. Dieser ist fest. Er lässt sich auch nur durch erheblichen Aufwand ändern. (Auf nforce2-boards geht dies gar nicht mehr)

    Steigern könnt ihr den FSB oder Multi im BIOS. Ihr solltet nie mehr als ca. 40MHz in einem schritt übertakten. Das heißt: FSB in schritten von 1-2MHz hoch. Falls ihr die Variante über den Multi probiert, erhöht den Multi um 0,5 und senkt dabei leicht den FSB ab wenn nötig, damit ihr nicht zu stark übertaktet bei jedem Schritt. Nach jedem Schritt, geht zurück ins Windows und testet die Stabilität des Systems. Das könnt ihr mit Programmen wie Prime95, CPUBurn oder Super Pi. Prime95 oder CPUBurn z.B. sollten min. eine Std. laufen. Wenn das System nicht hängen bleibt oder Prime95 keine Fehler aufzeigt, könnt ihr wieder ins BIOS und nochmal einen Schritt höher gehen und dies solange wiederholen bis die gewünschte Taktfrequenz erreicht ist. Hierbei solltet ihr allerdings die CPU-Temperatur im Auge haben. Sie sollte unter keinen Umständen bei den Belastungstests wie Prime95 oder CPUBurn über 65°C gehen!

    Wenn diese Stresstests Fehler ausspucken oder das System zum Absturz bringen gibt es wieder 2 Möglichkeiten um dies zu beheben:
    1. Ihr geht wieder solange mit dem Takt zurück bis keine Fehler mehr auftauchen.
    2. (das folgende muss auch vom BIOS unterstützt werden) Ihr geht ins Bios und erhöht die V-core (CPU-Kernspannung) um 0,025V. Dann probiert ihrs nochmal.( Wenn ihr über den FSB übertaktet müsst ihr unter Umständen auch die RAM-Spannung oder die Chipsatzspannung erhöhen (dies braucht ihr nur dann tun wenn die Komponenten weit außerhalb ihrer Spezifikationen laufen)). ACHTUNG: Das steigern der Spannungen verkürzt die Lebenszeit der komponenten durch Elektromigration; je weiter ihr dabei geht desto schneller ist können die Komponenten ihren Geist aufgeben. Außerdem steigert das erhöhen der Spannung die Temperatur sehr stark; also für ausreichende Kühlung sorgen.

    Für Verbesserungsvorschläge dieses Tutorials: Einfach eine PN an mich
     
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