Illegale MP3s: Erster deutscher Nutzer verurteilt

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von cheff, 9. Juni 2004.

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  1. cheff

    cheff Megabyte

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    Toll. Jetzt haben wir es juristisch. Tolles Verkaufsargument. Würde mich nicht wundern, wenn in den Köpfen der MI-Werbestrategen (soweit von "Strategen" die Rede sein kann) schon eine Webekampanie entsteht. Andererseits hatten wir die "Knastvergewaltigung" ja schon. Bin gespannt wie man jetzt weiter "schocken will".

    Aber ich kann dem Urteil was possitives abgewinnen. Obwohl scheinbar über 1000 Musiktitel angeboten wurden gab es keine Gefängnisstrafe mit der die MI ja so gerne droht (Werbekampanie im Knast) und von Millionen Schadensersatz kann auch nicht die Rede sein.

    Streamripper forever. MI never
     
  2. miramanee

    miramanee Kbyte

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    Ich finde, das ist eine durchaus gute Nachricht. Nur sollte man vielleicht das nächstemal auch Aktenzeichen mit angeben, damit die Aussagen verifiziert werden können. Der IFPI glauben wir doch nicht einmal, dass Wasser nass ist, wenn die das behaupten. Die Hintergründe sind dazu viel zu schwammig, da wir nunmal kein amerikanisches Recht haben.

    Klar, wenn jemand tausende Files auf seinen Rechner hat und dazu noch hunderte CDs, ist der Tatbestand geklärt. Allerdings frage ich mich, warum da nur 8.000 EUR am Ende dabei heraus gekommen sind. Mir ist ein Fall bekannt, wo jemand 17.000 EUR zahlen muss, weil er gereade einmal 40 illegale Kopien hatte. Also kann da doch etwas nicht stimmen. Entweder hat man den illeagalen Tauschbörsennutzer verraten oder aber der hat sich derart dämlich angestellt, dass man den einfach verurteilen musste. Vermutlich waren die 400 EUR dafür, dass der Richter dessen Geisteszustand ertrug.

    Ehrlich - ich bin heilfroh, dass in diesem Zusammenhang nicht wieder von Raubkopien gesprochen wurde. Mich wundert ja immer noch, dass man das bisher nicht zum Unwort des Jahrtausends erklärt hat. So wissen wir doch alle, dass Raub ein durch Gewalt gegen eine Person oder mittels Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben begangener Diebstahl ist. Ich glaube nicht, dass dem Urheber einer CD oder DVD das droht, denn sonst wären die alle längst drauf gegangen.

    Illegaler Tausch und auch sonstiges erstellen illegaler Kopien muss man ahnden und versuchen zu unterbinden. Doch bei der Methotik sollte man schon etwas besser vorgehen, sonst bleibt am Ende stets, dass man lediglich den Geisteszustand der Initiatoren in Frage stellt, anstatt den des Ungerechten.
     
  3. McBit

    McBit Byte

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    Es ist mir immernoch schleierhaft, wie die MI es schafft, Gerichte davon zu überzeugen, welcher "Schaden" entstanden ist. Müßte die MI dann nicht beweisen, dass die "Sauger" die Tracks ohne Kazaa und Co. gekauft hätten?
     
  4. pixel

    pixel Kbyte

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    Welcher Internet-Provider war das?
     
  5. Tomster.Net

    Tomster.Net Kbyte

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    Angesichts der hohen Strafe bzw. des hohen Schadenersatzes bleibt zu hoffen, daß endlich jemand das Verfahren bis zum Bundesverfassungsgericht durchzieht.
    Bei Beachtung unserer Verfassung kann nur dabei herauskommen, daß das grundsätzliche Abhören aller Internetbenutzer ohne richterlichen Beschluß nach hinreichendem Verdacht verfassungswidrig ist.
    Jede Oma, jedes Kind, jeder Politiker und jeder Journalist wird aktuell beim Internetsurfen abgehört. Sollte dann irgendjemand wegen irgendwas klagen, so ab Kategorie Schnullerklau, wird die Wohnung durchsucht, sein Leben durchleuchtet und seine sämtlichen Bewegungen im Internet Teil eines kafkamäßigen Gerichtsferfahrens.
    Weder die Stasi noch die Gestapo hatten ein annähernd umfangreiches Datenmaterial zur Verfügung. Gewisse Richer die offensichtlich nach 14 Jahren immer noch nicht die Grundzüge unserer Verfassung begriffen haben, sind gerade dabei unsere Verfassung abzuschaffen. Das muß endlich vom Verfassungsgericht gestoppt werden. Musikdownload ist kein Terrorismus und sollte auch nicht mit Mitteln der Terrorismusbekämpfung bekämpft werden. Auch nach diesem Urteil wird die Musikindustrie keine einzige CD mehr verkaufen. Es ist bei den Kids schlichtweg kein Geld mehr da, daß die Musikindustrie noch abgreifen könnte. Das geht schon für dubiose Handylogos, Klingeltöne und überteuerte MMS drauf.
     
  6. star-speck

    star-speck Byte

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    Ich dachte die Provider dürfen die Adressen nicht weitergeben?
     
  7. pgeilen

    pgeilen Guest

    Ich hab da mal ne Frage,

    wenn ich irgendeinen Oldie im Radio höre, der mir gut gefällt (z.B. "teenage wedding" aus PULP FICTION), dann gehe ich zu KAZAA und versuche den Song zu finden und lade ihn herunter -übrigens ohne Unrechtsbewußtsein- ich bin ja auch schon über sechzig. Ich weiß übrigens, daß das mittlerweile strafbar ist.

    Was mich jetzt aber interessiert: Was bewegt jemanden, über 1000 Songs ins Internet zu stellen; schließlich hat er ja keinen kommerziellen Nutzen????

    Können mir die Jüngeren unter Euch die Frage mal beantworten?


    Pedrog

    PS.: Ich war übrigens mal ganz stolz, als sich jemand bei mir das Lied "Die Vögelein vom Titicacasee" runtergeladen hat.

    :):)
     
  8. Relax

    Relax Halbes Megabyte

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    Lamentabel, SONY und CO.

    Jetzt ist es ja endlich soweit !
    Ihr räumt auf und "rettet die Musikwelt".

    Vielleicht solltet ihr aber auch eure Verluste
    wie Vodaphone von den Steuern absetzen,
    dann springt bestimmt viel mehr dabei raus.
    Und ihr könnt den Ottonormalverbraucher dabei
    total ver%4schen, denn der zahlt ja dann eure
    fehlenden Milliarden, gell ?!
    Denn ihr armen Vorstandsmillionäre verdient
    ja bestimmt nicht genug, in diesen harten Zeiten.

    Aber anscheinend fehlen bei euch ja solch
    schlaue Vorstandsköpfe, wie derjenige,
    der sich das "Walkman"-Patent jahrelang
    erfolgreich und gewinnbringend "ausgeliehen" hat.
    Welshalb solltet ihr wohl sonst eure Kunden
    verklagen.

    IT's A Sony...... möglich, aber MEIN SONY wird es
    nie mehr geben, ihr Millionär$$££?? .






     
  9. baerchen46

    baerchen46 ROM

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    2
    Hallo,
    ich habe eine kurze Frage, was haltet Ihr von SaferSurf, ist diese saubere Sache, oder das was nur mit Abzocke zu tun?
    Bereits jetzt schon Danke für irgendwelche Kommentare!
    baerchen46
     
  10. pixel

    pixel Kbyte

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    7. November 2000
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    403
    Für den Besitz von illegalen Kopien gibt es kein Gefängnis. Das Strafmaß von bis zu drei Jahren gilt für den Tatbestand des Handels mit illegalen Kopien. Die MI allerdings hält derartige Details in ihrer Kampagne für unwesentlich.
     
  11. Gast

    Gast Guest

    Wenn die Staatsanwaltschaft höflich darum bittet, müssen sie es soweit ich weiß.

    MfG
    Vimes
     
  12. Gast

    Gast Guest

    Wenn der Verdacht einer Straftat vorliegt, kann die Staatsanwaltschaft beim Richter beantragen, dass ein gerichtlicher Beschluss erlassen wird, nach dem der Provider die Daten rausgeben muss. Meistens machen die Richter, was die Kollegen von der Kavallerie des Rechts beantragen, reine Formsache.
     
  13. wm

    wm Kbyte

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    351
    Wer meinte, das dieser Kelch an Deutschland vorüber zieht, war wohl etwas blauäugig. Hierzulande wird es wohl erst richtig losgehen. Den Kopf etwas einziehen kann in der nächsten Zeit nicht Schaden.

    MfG

    Ein User
     
  14. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Genau das ist die falsche Reaktion !

    Man muss sich gegen so etwas wehren. Es kann nicht sein, daß Unrecht mit Unrecht vergolten wird.
    Das Herausgeben der Daten ist ein Verstoss gegen den Datenschutz ! Nur weil eine Lobbyistenvereinigung einen Verdacht (!!!) hat wird der Datenschutz ausgehebelt. Es kann sich nur um einen Verdacht handeln. Es sei denn man hat Zugriff auf die Festplatte des 'Nutzer' genommen, was allerdings eine Straftat wäre !

    Wehret den Anfängen. Wenn jeder angezeigte Nutzer eine Gegenanzeige erstattet (Verstoss gegen Datenschutz und Verdacht auf unrechtmäßiges Eindringen in die Privatsphäre) würde sich das alles bald in Luft auflösen ...

    Auch besteht die Gefahr, die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu überschreiten.
    Ab wnn darf die Wohnung durchsucht werden. Bei einem Titel, bei 5, bei 100 ? Rechtfertigen 5 Musiktitel die zum Download angeboten werden, die Aufhebung eines der im Grundgesetz geschütztesten Grundrechte eines Bürgers - die Unversehrtheit der Wohnung ?
     
  15. Gast

    Gast Guest

    Meines Wissens nach haben die jetzt Betroffenen nicht 5, 10 oder 15 Titel angeboten, sondern 800, 1000 und mehr :rolleyes:

    Und es ist nun mal Diebstahl, eine Straftat. Wenn man uns die Autos klaut, rufen wir ja auch nach dem Staat.
    Dem Provider ist es wurscht, ob die IP mit Kinder****os oder mit Tauschbörsenanbietern in Verbindung gebracht wird, illegal ist beides.
     
  16. Ramses_der_2te

    Ramses_der_2te Kbyte

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    Denke aber auch das es ein Faß ohne Boden ist.Solange es mp3 im Netz gibt, solange werden sich die Leutz die Dinger auch lutschen.Und Vater Staat wird sich damit schwer tun.Es ist das selbe als wenn jemand Geld von einen Dach herunterkippt,und man versucht die unten stehende Menge daran zu hindern das Geld aufzuheben....
    Denke aber auch nicht,das sich die Staatsanwaltschaft,mit denen abgibt die sich an und wann mal ne mp3 ziehen.
    Die haben viel mehr Interesse an die Leute die mp3´s oder auch Software lutschen und es als Orginal verhökern.
    Und ich habe mal gelesen(ich glaube es war Stern)das sich die Provider schwer damit tun Adressen rauszugeben.Aleine um "Kunden" nicht zu verlieren.Allerdings wenn der Staatsanwalt klopft.....naja...


     
  17. Ramses_der_2te

    Ramses_der_2te Kbyte

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    157
    Grundsaetzlich: Schon der kleinste, nichtigste Anhaltspunkt kann von den Beamten dem Richter so vorgefuehrt werden, dass er den Wisch ausstellt! Also wiegt euch nicht in Sicherheit - es kann jeden immer treffen! In besonders krassen Faellen, wo der Verfassungschutz z.B. linke Buchlaeden oberserviert hatte wurden Menschen dann gezielt observiert und abgehoert (und spaeter Durchsucht selbstverstaendlich) die auch nur 2x dort haben blicken lassen. Die Hausdurchsuchung (im weiteren mit HD abgekuerzt) hat zum Ziel Beweise oder Indizien fuer die Aufklaerung einer Straftat und eine evtl. folgende Anklage zu finden. Ihr Ziel ist es *nicht* den Buerger einzuschuechtern, deswegen gilt im Falle einer HD: KEINE PANIK! Eine Hausdurchsuchung ist nichts Schlimmes, sondern nur die Erfuellung deiner buergerlichen Pflichten. Mit Schreien (deine Mutter), Toben, Bruellen und mit aggressivem wie ohnmaechtigem Verhalten machst du es nur den Polizeibeamten (meistens in zivil) schwer, ihrer langweiligen Routinearbeit nachzukommen, beeindrucken kannst du sie damit nicht, sie werden ihren Job trotzdem tun. Jetzt gilt es, klaren Verstand zu bewahren und keine unnoetigen Fehler zu machen, am besten wenn du deine Familie im voraus aufgeklaert hast, dazu aber spaeter. Hinzu kommt, dass du dich gegen eine rechtmaessige HD nicht wehren kannst, sondern du musst sie erdulden. Eine Hausdurchsuchung an sich ist eine Verletzung deines grundgesetzlich garantierten Rechts auf Privatsphaere (GG Art.13, Abs. 1, Wortlaut: "Die Wohnung ist unverletzlich."), die Polizei darf also auf keinen Fall nach Gutduenken deine Wohnung betreten, wenn die Beamten das unrechtmaessig tun wuerden, wuerden sie sich selbst des Hausfriedensbruchs strafbar machen. Da jeder Eingriff in ein Grundrecht nur durch den Richter erfolgen darf, muss jede HD erst durcheinen Richter angeordnet werden. Er stellt den Hausdurchsuchungsbefehl (HDB)aus, der der Polizei die Befugnis gibt entsprechend aufgezaehlte Lokalitaeten (Zimmer, ganze Wohnung, Garage, Dachboden, Fahrzeug, Haus) nach Beweisen zu durchsuchen. Eine Ausnahme, die s.g. "Gefahr im Verzuge", tritt ein, wenn der Umweg ueber den Richter einen nicht wiedergutzumachenden Zeitverlust fuer die Strafverfolgung bedeuten wuerde, sei es, dass ein Gefangener in deine Wohnung fluechtet oder in deiner Wohnung vermutete Beweise schon wenige Stunden spaeter beiseite geschafft sein koennten - in diesem Fall darf die Polizei ohne Durchsuchungsbefehl handeln (wohlgemerkt, es handelt sich um eine Ausnahme, die gut begruendet werden muss).


    habs auch nur gefunden ;-)
     
  18. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    ... wird das Grundgestz wegen einiger Beamten die sich profilieren wollen ausgehöhlt.

    Wenn man sich überlegt, daß ein Telefon nur dann abgehört werden darf, wenn die vermutete Straftat MINDESTENS 5 JAHRE HAFT zur Folge hätte, ist das schon eine UNVERHÄLTNiSMÄßIGER EINGRIFF IN DIE PRIVATSPHÄRE.

    Der deutsche Staat ist auf einem schlechten Weg. Ähnlich wie in den USA werden hier mittlerweile Menschen- und Grundrechte nur zur fragwürdigen Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen beschnitten.

    Das alles nur, weil ein deutscher Lügen-Kanzler sich bei der Wirtschaft mit dem neuen Urheberrecht einschleimen wollte. Wer Lobbyisten derart mit Gesetzen versorgt, macht das nicht umsonst...

     
  19. Dammpfwallze

    Dammpfwallze Megabyte

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    Na vielleicht hat der ein gutes Herz.:) Ich kenne Leute die wesentlich mehr Titel ins Netz stellen. Allerdings sollte man dann seine Daten nicht zur Einsicht freigeben. Dann kann auch niemand feststellen ob, was u. wieviel man zum Download anbietet. Ich finde eigentlich auch das Sachen die älter als 5 Jahre sind frei u. legal anbieten u. runterladen sollte. Mit den neuen Komerzscheiss habe ich sowieso nix am Hut.

    Gruss Mario
     
  20. baerchen46

    baerchen46 ROM

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    Wie stellt man seine DAten nicht zur Einsicht da?
    Gruss Klaus
     
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