Innenminister: Gewaltspiele gehören nicht ins Kinderzimmer

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von chrissis, 22. Dezember 2004.

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  1. chrissis

    chrissis Byte

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    also ich versteh den ganzen Wirbel nicht.

    Die Gewaltspiele die ich kenne sind alle ab 18 freigegeben,
    Sprich alle unter 18 dürfen diese Spiele gar nicht erst kaufen.
    Dann sind doch die Verkäufer und Eltern Schuld wenn Kinder solche Spiele besitzen aber doch nicht die Spiele Hersteller oder die Unabhängige Selbstkontrolle.
    Ich kann doch einem Erwachsenem nicht vorschreiben welche Spiele er zu spielen hat.

    Gruß,
    chrissis
     
  2. MrShumway

    MrShumway ROM

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    Und wie soll man jetzt s.v.p. diesen "Lebenslauf" deuten? :eek:

    Vorstellung
     
  3. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Das ist ein typischer verlogener Politiker.

    Schönbohm gestern:
    Wir müssen die Ganztagsbeteuung von Kindern verbessern, damit die Eltern die Möglichkeit haben zu arbeiten.

    Schönbohm heute: Eltern müssen mehr kontrollieren.

    Und den Tag erhöhen wir auf 35 Stunden, damit die Eltern sich noch um Kindererziehung kümmern können.

    DER STAAT MIT SEINER UNSOZIALEN, KINDERFEINDLICHEN POLITIK (und damit auch Rechtsaußen Schönbohm) IST FÜR DIESE MIESERE VERNATWORTLICH.
    Eine Mutter, die 600 Euro Netto verdient muss eben noch einen zweiten oder dritten Job machen, um zu überleben...
    Für Kinderaufsicht bleibt da eben KEINE Zeit.
     
  4. Matrix Morpheus

    Matrix Morpheus ROM

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    Die Politiker sollen doch einfach mal die Schnauze halten und sich mal mit wichtigeren Problemen befassen, aber klar da könnten sie sich ja mal die Finger schmutzig machen! :aua:
    Dieses dumme Gelaber geht einem doch echt auf den Geist, wenn die doch mal was wirklich sinnvolles für die Jugend machen würden. :bet:
     
  5. tilobia

    tilobia ROM

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    davon mal abgesehen, das chrissi mit der "nix abgabe unter 18" recht hat - warum begreifen diese sog. "experten" nicht, das es immer noch einfach nur SPIELE sind?! es geht schlicht und ergreifend um pixel, die sich bewegen und bewegt werden.
    DAS unseren kindern zu "verklickern" sollte doch in angriff genommen werden. und dabei sind sowohl schulen als auch eltern gefordert - welche eltern lassen ihr 7 oder 8 jahre altes kind bspw. doom spielen (?)...ich spiele selber egoshooter und kenne entsprechend viele leute, die selber eltern sind und darauf achten, das ihre sprößlinge so etwas noch nicht zu gesicht bekommen. nebenbei sollte sich auch ein herr schönbohm dazu herablassen, offizielle untersuchungen zu konsultieren, nach denen ein zusammenhang von sog. gewaltspielen auf das verhalten nicht nachgewiesen werden konnte, bevor er derartigen schrott veröffentlichen lässt. naja, wer weiß, was der in der hinterhand hat, von dem er anlenken will (siehe sein parteifreund meyer)

    schöne weihnachten tilobia
     
  6. Don Jonz

    Don Jonz Kbyte

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    Physikalisch gesehen mag das stimmen, aber metzelst Du bei Doom ständig irgendwelche Pixelklumpen nieder? "Boah, dieser Pixelhaufen hat mich jetzt voll erwischt!" "Mann ey, dieser Pixelsalat sieht echt zum Fürchten aus!" "Krass, hast Du gesehen, wie ich diese wabernde Pixelsau fertiggemacht habe?"

    Schrilles Fest und so!

    Don Jonz
     
  7. tilobia

    tilobia ROM

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    @don:

    lol, jo, da hast du recht, aber im endeffekt gehts doch nicht um etwas reales - mag es auch noch so real aussehen.
    DAS den wichten klar zu machen ist imho wichtig.
    mein junge ist jetzt vier und grusselte sich einen bei rotkäppchen ab (im defa-film is' der wolf bisschen zu realistisch für ihn;) ) und dann musste ich halt reden wie ein buch, um ihn zu überzeugen, das es eben nur ein film ist und nichts, was ihm tatsächlich draussen begegnen könnte - es hat funktioniert. fertig. und nichts anderes, der "entzug" von realität in spielen, sollte den kiddies beigebracht werden.
     
  8. Don Jonz

    Don Jonz Kbyte

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    @tilobia:

    Aber das Beispiel Deines Kindes (vier ist jetzt für die von Freund Schönbohm anvisierten PC-Spiele vielleicht ein bisschen jung) unterstützt doch seine These: Die Kinder nehmen das Spiel als real wahr, und als Eltern müssen wir Nacharbeit leisten und die Verhältnisse wieder zurechtbiegen. Würden die Kinder solche Spiele gar nicht erst zu Gesicht bekommen, gäbe es das Problem nicht.

    Anderes Beispiel meines Sohnes (damals fünf oder sechs Jahre alt):
    Er hat mir zugesehen, wie ich am PC Driver gespielt habe und ab und an in ein anderes Auto gedonnert bin. Als wir dann mal einkaufen waren und ich an einer Kreuzung gewartet habe, hat mich mein Sohn aufgefordert, einen vorbeifahrenden Lkw zu rammen. Von daher kann ich den Schönbohm verstehen. Eigentlich sollte sich das über die Altersfreigabe regeln lassen, aber wenn ich sehe, dass z. B. Doom im Mediamarkt ausgestellt wird und Far Cry in meiner Videothek nicht im Erwachsenenbereich steht, sondern im Familienbereich, dann klappt das halt nicht so ganz.
     
  9. akern

    akern Byte

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    Das klappt deshalb nicht, weil Geld eben nicht stinkt. Außerdem muss schließlich der Langeweile vorgebeugt werden. Wenn dann in den Nachrichten wieder so ein schöner Amoklauf gezeigt wird, wie er z.B. in Erfurt stattgefunden hat, ist das sicher auch sehr unterhaltend. Und die blöden Lehrer (bin selber einer), die mit den hyperaktiven Kindern nicht mehr zurechtkommen, sollen die Spiele doch einfach in der Schule laufen lassen, statt langweiligen Unterricht zu halten, dann kann doch nichts mehr schiefgehen. Oder?
     
  10. triology

    triology ROM

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    Anstatt nur doof rum zu ballern, wäre es sinnvoller sich hinter ein gutes Buch, eine eLearning-Anwendung oder strategische Spiele (ohne Gewalt) zu setzen. Oder warum sind wir bei PISA "Spitzenreiter"? Ich finde demnInnenminster-Vorschlag einfach :spitze:
     
  11. Red Fox

    Red Fox Byte

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    Der soll doch mal seine Kinderzimer (Amtsstuben) in Ordnung bringen!
    Es kotzt mich langsam richtig an! "Spiele" sind verantwortlich für die tatsächliche Gewalt :aua: , keine Eltern, keine Schule, nicht die fehlenden Jugendeinrichtungen, nicht die Arbeitslosigkeit und gleich gar nicht der Staat. Und über diese ständige Bevormundung bzw. Zensur wie Indizierung, will ich hier gar nicht erst reden.
    Und 80 % der deutschen Pappnasen glauben so einen Scheiß auch noch!

    Ich bleibe bei meiner Behauptung! :jump:
    Red Fox
    Ich wünsche Euch allen trotzdem ein frohes Fest und einen guten Rutsch.
     
  12. sAcKrAttE 2ooo

    sAcKrAttE 2ooo Halbes Megabyte

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    Zocker : Innenminister sollte sich um Zeug kümmern von dem er Ahnung hat !
     
  13. Red Fox

    Red Fox Byte

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    >sAcKrAttE 2ooo

    Und das wäre? Ich meine das von dem er Ahnung haben soll? :eek:
     
  14. RBO25

    RBO25 ROM

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    Tatsache ist, dass gewaltverherrlichende Spiele (wie z.B. Doom3) nichts in den Händen von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren zu suchen haben!

    Die Frage ist jedoch wie man dies verhindert.
    Dazu fällt natürlich so manchem Politiker der noch nie ein Computerspiel gespielt hat und von einer aufgebrachten/sensationssuchenden Reportermenge befragt wird nur eines ein: Gesetzliches Verbot!
    Nun, das kann nur Jemandem einfallen, der sein Hirn ..äh.. seinen kompetenten Berater zuhause vergessen hat! :aua:
    Der Verkauf an Personen unter 18 ist ja per USK schon verboten. Es mangelt doch hauptsächlich an der Kontrolle und solange diese nicht ausreichend stattfindet, wird kein Verbot irgendetwas ändern.
    Solange der Profit höher als die Stafe ist, solange werden die Läden auch an Jugendliche verkaufen. :eek:
    Hier liegt das Problem und daran muss gearbeitet werden. Und zwar von Allen!

    Also:
    Wenn man einen solchen "illegalen" Verkauf sieht: Handeln!!!
    Den Verkäufer darauf ansprechen, anzeigen, was auch immer...
    Aber nicht weitergehen und zuhause über die Spiele schimpfen!

    RBO25
     
  15. chrissis

    chrissis Byte

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    ich stimm rbo25 voll zu.
    die spiele wurden für erwachsene gemacht, nicht für kinder.
    für mich sind eltern schuld die nicht genügend auf ihr kinder aufpassen können was die gerade in ihrem kinderzimmer treiben und ganz klar die verkäufer die oft ohne nachfragen spiele verkaufen.
    warum sollte man spiele entwickeln vermieten? dann könnte man auch gleich alles andere verbieten.
     
  16. tilobia

    tilobia ROM

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    hm, war eigentlich klar: die einen sind dafür, die anderen dagegen.

    man muss sich doch nichts vor machen, es wird nie klappen, spiele mit einer altersfreigabe 18 auch nur auf diese gruppe und darüber einzuschränken. klar, sagt sich so einfach: "kontrollieren wir (eltern) das eben." aber machen wir uns doch mal nichts vor, wer wirklich will, der spielt was er will, und wenn es beim kumpel ist, dessen eltern es nicht interessiert, nicht wissen oder vielleicht auch nix gegen haben, wenn der 13, 14 oder wieviel unter 18 auch immer solche shooter (darum gehts ja hier meistens - btw, das strategiespiele nicht gewalttätig sind, ist ein netter joke oder rührt schlicht und ergreifend von unwissenheit her...wer mal in generals, dawn of war u.ä. geschaut hat, weiß das jedenfalls. da gehts es explizit um gewalt, nämlich um vernichtung des gegners.und dies auch noch in schön animierter grafik. selbst solche asbachteile wie dungeon keeper fallen da mit rein.) zockt.
    zudem, wer will tatsächlich den rechner vom sprößling kontrollieren? das wäre dann ja ein echt tolles vertrauensverhältnis zu welchem man nur jedem gratulieren kann. nichts desto trotz, eine vernünftige kontrolle is' auf alle fälle eine gute massnahme - was vernünftig ist, muss dann schon jeder selbst entscheiden.
    ich bleibe aber bei meiner meinung: aufklärung unserer kinder über den un-realismus von spielen, scheint mir das A und O bei dieser ganzen angelegenheit zu sein. und ja, bevor ihr mich steinigt, kleinen kindern sollte der zugang zu sog. "gewaltätigen" spielen erst gar nicht ermöglicht werden.

    P.S. und bitte nicht das totschlag-argument: kinder sollten keinen computer haben, sondern lieber ein buch lesen.
    das ist einfach schwachsinn - die beiden schliessen sich nicht gegenseitig aus sondern ergänzen sich ganz prima.
     
  17. cheff

    cheff Megabyte

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    Genau das hat unsere Wirtschaft u.a. auch kauptt gemacht. deutschland will immer als Musterland dastehen und es allen zeigen wie "perfekt" wir sind *lol.
    Wenn sie schärfere Gesetze machen, könne es auch passieren, dass Spielehersteller wie Crytec einfach ins Ausland gehen und sich die Kunschaft eben von dort bedient (wovon Herr Eichel wieder gar nix hat, weil ja keine Steuern anfallen in Deutschland) oder (schlimmer) der Spieler bedient sich in den P2P Netzen.

    Die sollten erstmal prüfen was andere Gesetze bewirkt haben, wie beispielsweise das "tolle neue Urheberrecht" :totlach: Also ich würde behaupten, das hat höchstens drei Leute in Deutschland abgehalten, alle anderen machen weiter wie gehabt und haben nichtmal ein schlechtes Gewissen, wenn sie den Kopierschutz einer CD umgehen und ihre eigenen Sampler brennen. (na sowas aber auch)
     
  18. kadajawi

    kadajawi Megabyte

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    Eine gesunde Kontrolle sollte nicht fehlen, und wenn Kinder im Kindergartenalter Driver zusehen hats freilich auch nicht die beste Auswirkung. Aber da Spiele mit negativen Auswirkungen in der Regel älteren Altersgruppen vorenthalten sind (bzw. Kinder sowieso nicht autofahren dürfen ;) ) sehe ich darin keine Probleme.
    Obwohl ich Need for Speed: Underground 2 und GT2 und andere Rennspiele spiele, werde ich nicht zum Raser. Ich lass mich doch nicht von den Spielen beeinflussen, wenn ich flotter fahre hat das andere Gründe.

    Und zu Büchern: Moment. Bücher können ebenfalls brutal sein (er spaltete mit seinem Schwert den Kopf seines Gegners, hatte aber vergessen rechtzeitig abzubremsen, weswegen das Schwert noch im Schädel steckte.), ****ografische Inhalte haben usw. Letztens habe ich die Klavierspielerin gesehen, (tolle) Buchverfilmung einer Nobelpreisträgerin. Der Inhalt war definitiv nicht jugendfrei.
     
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