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Intel: Fortschritt oder Rückschritt?

Dieses Thema im Forum "CPU, BIOS & Motherboards, RAM" wurde erstellt von Redaktion, 26. Februar 2001.

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  1. Redaktion

    Redaktion Redaktion

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    31. Oktober 2000
    Beiträge:
    17
    Seit ein paar Monaten ist der neue Pentium-4-Prozessor von Intel auf dem Markt erhältlich. Zeit genug also, um sich ein paar Gedanken über dessen Performance zu machen und entsprechende Versuche zu tätigen.

    Einige Benchmarktests bei einem Arbeitskollegen, der sich ein solches System gekauft hat, brachten
    erstaunliche Tatsachen ans Tageslicht:

    Spricht man die neuen Befehle des Prozessors wirklich an, ist er superschnell. Bereits bei handelsüblichen 32-Bit-Programmen ist die Performance jedoch alles andere als überwältigend. Eine Mehrleistung von 30 bis 50 Prozent gegenüber einem Pentium III bei 800 MHz ist mager. Aufgrund des Taktverhältnisses wären beim Prozessor mindestens 75 % (800 MHz zu 1.4 GHz) zu erwarten.

    Die beste Überraschung folgt jedoch bei 16-Bit DOS-Programmen und Programmen unter Windows 3.1: Der Pentium 4 ist dort real deutlich langsamer als der Pentium III, und das trotz der viel
    höheren Taktfrequenz !

    Die Zeichnung eines aufwendigen Fraktals unter DOS 6.22 dauerte auf dem Pentium III 2.8 Sekunden, und auf dem Pentium 4 langsame 4.5 Sekunden. Soll das etwa ein Fortschritt sein?
    Wohl eher ein Rückschritt.

    Die vielstufige Pipeline des Pentium 4 erschluckt sich offensichtlich an den DOS-Befehlen, die sie aus dem Takt bringen und zu einer Neuberechnung vieler Schritte zwingen. Die Techniker von Intel haben zu tief in die Trickkiste gegriffen, und deshalb alten Code einfach ignoriert.

    Es ist nebenbei anzumerken, dass der verwendete Pentium III nur über 16 MB Graphikspeicher erfügt, und der Pentium 4 über eine schnelle 32 MB-Graphikkarte von Nvidia.

    Aber auch bei herkömmlichen Schachprogrammen unter DOS 6.22 erzielt der Pentium 4 ein nahezu zeitgleiches Rendez-Vous zum Pentium III bei "nur" 800 MHz.

    Die Berechnung einer Quadratwurzel auf 2000 Nachkommastellen unter DOS 6.22 mit einem Turbopascal-Programm schliesslich schlägt dem Fass den Boden aus: Der Pentium III 800 MHz benötigt 5.5 Sekunden, der Pentium 4 bei 1.4 GHz aber 13.5 Sekunden.

    Jedermann, der dies nicht glaubt, kann das Programm mit Source-Code bei mir beziehen. Weiterer Kommentar erübrigt sich wohl.

    georgfischerx@cs.com
     
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