Jugendliche: Schuldenfalle Handy

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von Wiupiuwiu, 22. März 2005.

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  1. Wiupiuwiu

    Wiupiuwiu Kbyte

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    Jugendliche sind nicht geschäftsfähig und können ohne Einwilligung der Eltern keinerlei Aboverträge abschliessen.

     
  2. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Paßt bloß leider nicht auf die meisten (Vermutung meinerseits) Handy-Verträge: Da geht nämlich der Papa los und hält seinen Kopf hin... Und dann ists für den Provider der Papa, der so dämlich ist, da Abonnements zu ordern. Womit dann diese Gruppe nicht zu derjenigen gehört, über die eingangs berichtet wurde: Jugendliche in der Schuldenfalle.

    Aber Zeit wär es schon, daß da mal der eine oder andere Provider oder Anbieter mit seiner Forderung ausfällt und noch obendrein die Anwaltskosten des Jugendlichen ans Bein gebunden bekommt.

    MfG Raberti
     
  3. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Sicher gibt es ganz dunkle Schaafe, ist aber auch ERZIEHUNGSSACHE der ELTERN. Diese sollte man NICHT aus der Verantwortung entlassen.

    Warum kommen Jugendliche vor ihrer Volljährigkeit auf die Idee, irgendwelche Verträge oder Bestellungen ohne Absprache mit den Eltern zu tätigen ?
    Weil Eltern selbst für solche Gespräche keine Zeit mehr haben. Man muss sich ja dann mit den eigenen Kindern über Sinn und Unsinn solcher Verträge/Bestellungen UNTERHALTEN. Und da fangen die Probleme vieler Eltern an ...
     
  4. Lactrik

    Lactrik Guest

    Das Problem ist, dass viele Jugendliche das Gefühl für günstig/teuer nicht haben. Ich hab neulich mit einer 16jährigen gesprochen, für die war es das normalste der Welt, im Monat zwischen 300 und 450€ an Handykosten zu haben ... welche die Mutter natürlich bezahlt (bzw nicht bezahlen konnte, da arbeitslos ... in dem Fall dann der Staat). Die Kosten setzten sich zusammen aus Gesprächen, SMS/MMS, Logos, Klingeltönen, naja das volle Programm eben.

    Daher sollte man auch schon Jugendliche direkt zur Kasse bitten und nicht nur den Elternteil. Und Aufklärung betreiben... da ist auch der Staat gefragt. Ansonsten werden die Jugendlichen irgendwann mit einem Schlag Volljährig, ohne jedes Gefühl für Kosten, und dann dauert es 2 Monate, bis sie/er voll drinsteckt in der Sche**e. Und der Schufa-Eintrag, der dann droht, ist noch das kleinste Problem.

    Trifft natürlich, wie immer, nicht auf alle Jugendlichen zu. Zumal ich selber mit Anfang 20 noch nicht viel älter bin, aber ich hatte das Problem nicht, vor 5 Jahren wurde man mit Handywerbung noch nicht so erschlagen wie heute.
     
  5. Michi0815

    Michi0815 Guest

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    @lactrik:
    da ist die mutter aber ganz klar schuld! ein 16jähriger (=kein eigenes einkommen) kriegt bei mir kein angemeldetes handy in die hand. ein handy aus dem second hand shop um 50€ und jedes monat eine wertkarte. alles was darüber hinaus geht läuft übers eigene taschengeld. hat bei mir auch recht gut funktioniert (verwende immer noch mein 1. handy, ein nokia 6210, vertelefoniere um die 10-20€/monat und schicke sogar ab und zu ein sms)
     
  6. Lactrik

    Lactrik Guest

    Das wäre auch meine Lösung gewesen - jeden Monat eine 25€ Karte und gut ist.

    Aber es löst das generelle Problem nicht: Sobald sie 18 ist, würde sie sich ein Handy mit Vertrag besorgen und wäre innerhalb kürzester Zeit verschuldet. Irgendwo wäre da noch Handlungsbedarf, solange sie noch Minderjährig ist.
     
  7. BlueIce80

    BlueIce80 Byte

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    Das Handy ist heutzutage ein ZU wichtiger bestanteil der Jugendlichen geworden! ich betrachte mich selber auch als jugendlicher (24j). Ich selber habe natürlich auch ein Mobiltelefon, auch alle meine Freunde haben eins mansche auch zwei. Auch ich habe ein Spiel downgeloaded und habe 6 Monate ohne zu wissen 4,99€ für ein ABO bezahlt, habe damit lehrgeld bezahlt und ich weiss nochmal wird Jamba nicht gewählt...
    Als Handys noch nicht selbsverständlich waren wie heute wollte ich schon einen haben und habe mein Vater gebettelt das er für mich den Vertrag unterschreibt. ER TATS NICHT!! Und so habe ich von Taschengeld und jobben ein prepaid Handy unterhalten und weiss heute wie genau mann auf seine Gespräche achten sollte und FINGER WEG von 5stelligen Handy Nummer in TV! o2 ietet für mich persöhnlch das beste Paket und so sind meine Rechnungen für 2 Handys (DUO) nie über 70€ was für mich bezahlbar ist, alles darüber wäre unvernünftig wenn mann das Handy nicht beruflich benützt da ist es schwer unter 70€ zu bleiben...
    Meine Meinung ist auch, Eltern sollten viel mehr mit ihren Kindern sprechen sollte und denen klar machen was ein Handy kosten kann und wer es dann zahlt und womit? Und nur fürs Handy arbeiten gehen ist doch auch blöd....
    Also wenn ein Handy für Minderjährige dann bitte mit KONTROLLE und LIMIT!!! oder die Eltern dürfen sich nicht wundern wenn D1,Voda,E+ oder o2 aufeinmal über 1000€ abbucht für 50Klingeltöne 20Bilder 10Spiele 300sms und vermutlich noch ne Stunde in Holland mit der Freundin telefoniert.
     
  8. vampir-biber

    vampir-biber Kbyte

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    lol, für mich sind zwischen 300 - 450 € handykosten auch normal (wenn nicht etwas hoch)... aber im Jahr!!

    man muss eben auch andere kommunikationsmittel kennen: chats (msn, icq, irc etc.), email (gratis!!! ausser den internet kosten), ganz altmodisch reden und den leuten auch mal ins gesicht schauen, festnetz telefon ...
     
  9. Wiupiuwiu

    Wiupiuwiu Kbyte

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    Da hast Du wirklich recht. Chats sind dafür auch ein gutes Beispiel. Über "SMS-Chat" kann ich auch nur den Kopf schütteln.
    Handylogos gibt es auch umsonst. Es gab sogar ein Urteil dass Handylogos wegen mangelnder Schöpfungshöhe nicht urheberrechtlich geschützt
    ( OLG Hamburg (Urteil vom 25.02.2004, Az: 5 U 148/03) )

    Seitdem werden auch Handylogos verkauft die es im Internet auch an anderen Stellen umsonst gibt.
     
  10. nual

    nual Byte

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    Wann wird endlich mit dieser Nebelkerze Schuldenfalle aufgeräumt. Dusselige und desinteressierte Eltern und verblödetet Pisaschüler sind sind die denkbar schlimmste Mischung.

    Was habe ich mit der Blödheit der Beteiligten zu tun, dass es eine Ministerin gibt, die einen speziellen Handytarif, natürlich subventioniert, natürlich von den anderen, den Besonnenen mitbezahlt, fordert, hier die völlig durchgedrehte Künast.

    Die, die meinen sich auf diese Art in Schulden stürzten zu müssen, weil sie an jeder Ecke mit wem auch immer sich lautstark über Handy unterhalten wollen, sollen auch den Preis dafür bezahlen.

    Ein Handy mit einer Karte, mit 25 Euro im Monat, und dann ist Schluss. Wo ist da die Schuldenfalle?

    Ist aber typisch für die heutige Zeit, für die eigene Blödheit die anderen bezahlen zu lassen und den phösen, phösen Firmen die Schuld geben. Wie im Irrenhaus.

    Das ist keine Schuldenfalle, denn die hätte jemand einem anderen bewusst gestellt sondern die Unfähigkeit eines Teils unserer Bevölkerung mit "Soll und Haben" umzugehen.

    Was ich mir nicht leisten kann, darauf muss ich verzichten.
    Ist doch karoeinfach, oder?

    nual
     
  11. angelshelter

    angelshelter Kbyte

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    Für mich ist das Handy der Untergang der persönlichen Gesprächen zwischen den Jugendlichen selbst. Wenn schon Beziehungen über SMS gekündigt werden, ist das schon hart.

    Meine Tochter bekommt Taschengeld und von diesem muss sie sich eine Karte kaufen, wenn sie mit ihrem Handy telefonieren will. Eine Karte für 15 Euro reicht ihr etwa für eine Woche, drei Wochen kann sie dann nicht mehr selbst anrufen, weil das Taschengeld zur Hälfte aufgebraucht ist. So wird sie hoffentlich bald lernen, sich die Karte einzuteilen. Eltern sollten sich aber auch nicht scheuen, ihren Kindern das Handy mal für eine zeitlang das Handy wegzunehmen, auch wenn das Geschrei dann groß ist.

    Eltern, die ihren Kindern ein Handy mit Vertrag geben, sind für mich verantwortungslos oder reich. Es gibt natürlich auch viele Ausnahmen unter den Jugendlichen, die auch bewusst mit den Handykosten umgehen.

    Gott sei Dank fangen die großen Provider so langsam an, für Jugendliche besondere Tarife anzubieten. Aber es geht immer noch nicht weit genug.
     
  12. senfgeber

    senfgeber Byte

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    Nun denn, eigentlich will ich gar nix dazu sagen, vermutlich liegt das daran, dass ich mit 38 Jahren eh ne komische Einstellung dazu habe.
    Auch mir ist inzwischen klar geworden, dass man offensichtlich als Jugendlicher ein Mobiltelefon braucht um lebensfähig zu sein, aber mir ist nach wie vor schleierhaft, warum das im Monat 100 oder mehr Euros kosten muss. Über Sinn und Unsinn der Inhalte der durchgeführten Telefonate oder SMS erlaube ich mir lieber kein Urteil! Ich kann mir auch nicht vorstellen, wo das Geld herkommen soll (außer von Mama, Papa oder Oma), und dafür arbeiten gehen werden wohl die wenigsten.
    Aber mal ein paar Dinge zur Klarstellung:
    - Wenn ich lesen kann, dass das Logo 3 Euro kostet und es dieses nur im "Sparabo" gibt, dann gehe ich mal davon aus, dass Jugendliche das auch lesen können
    - Wenn ein 16-Jähriger unbedingt ein Vertragstelefon braucht, dann geht das nur über die Eltern. Und die sollen bittschön selbst darauf achten, was ihr Kind treibt. Der Staat kann hier nicht den Erziehungsberechtigten ersetzen.
    - Was ist mit Eigenverantwortung oder ein wenig Selbstdisziplin? Oder kann ich das heute von einem Jugendlichen nicht mehr verlangen?
    Mir würde noch viel mehr dazu einfallen, aber ich denke, die Aussage ist klar: Wenn einer daran Schuld ist, dass Jugendliche in die "Schuldenfalle" geraten, dann gibt es dafür nur einen Schuldigen: Den JUGENDLICHEN selbst (und im Zweifelsfalle noch die Eltern, die haben nämlich bei der Erziehung irgendwas vergessen!)

    PS. Ach ja, ich habe natürlich selbst zwei Mobiltelefone, eines Geschäftlich und eines Privat. Meine höchste Telefonrechnung war mal 15 Euro (im Monat!). Vielleicht liegt das auch daran, dass ich die Dinger nur zum Telefonieren benutze wenn ich wirklich was zu sagen habe ....
     
  13. knop290

    knop290 Kbyte

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    Ich habe kein Problem damit, mit meiner Tochter ein klares, akzentfreies Deutsch zu sprechen. Wenn sie z.B. ihre Freundin was fragen will/muss, dann werden zuerst Optionen geklärt.

    1. Ist schlechtes Wetter? Ja, dann Telefon ok.
    Ist sie zu Hause, dann nicht mit Handy anrufen, sondern Festnetz mit Call by Call.

    2. Kein schlechtes Wetter? Dann kommt schon mal der Satz:
    "Zieh´ Schuhe und Jacke an und schwing´ deinen Ar*ch rüber!"

    Ihre Freundin wohnt nämlich nur 2 Eingänge nebenan...

    Was ich damit sagen möchte: ich hab´ ein Super Vater-Tochter-Verhältnis mit meinem Sprössling (10), aber jegliche Art der Faulheit/Bequemlichkeit wird von mir in keinem Fall unterstützt. Und da, denke ich, hapert es bei den meisten Eltern. Das sind nur noch Haushälter, Geldgeber, und Alleinunterhalter. Erziehungsberechtigte sind die nicht mehr...
     
  14. MichaelausP

    MichaelausP Viertel Gigabyte

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    Dem stimme ich voll und ganz zu! :jump:
     
  15. BlueIce80

    BlueIce80 Byte

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    eine sache wollte ich noch los werden. Die GPRS Flat von o2 ist na prima sache, weil mann so stundenlang mit dem Handy chatten und E-mails schreiben kann die bis zu 1000(!)Zeichen haben.(ne sms hat 160) und das beste dadrann es kostet nur 4.99€ pro Monat(genau so viel wie ein ABO von jamba) Gleichzeitig kann mann auch die neusten Nachrichten lesen und auch erfahren was in der F1 oder in der Bundesliga los ist... ist besser als sms chat für 1.99 pro sms!!!!!
     
  16. jonny72

    jonny72 Kbyte

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    Habe ich das richtig verstanden? Deine Tochter ist 10 (zehn) und hat ein Handy??

    ...na da brauch ich wohl nichts weiteres dazu sagen, oder?
    Habe selber keine Kinder aber daß evtl. meine 10jährige Tochter ein Handy hat... Auf keinen Fall!

    LG
    Stefan
     
  17. Tarantula

    Tarantula Guest

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    Ich glaube das ist nicht so einfach, das thema.
    In einer hinsicht ist der jungendliche selbst schuld. Viele(wenn nicht alle) jugendliche wissen aus eigenen bereichen einzuordnen, was es heist sich in schwierigkeiten zu bringen(in diesem falle die schuldenfalle). Es fallen oft in ihren bereichen, die sätze : "ich bin doch nicht dumm...das mache ich doch nicht".
    Also wissen die schonmal was das bedeutet etwas selber zu verantworten.
    (Wenn auch nur aus eigenschutz ohne veratwortungsabsicht).

    Dann gibt es ein punkt, wo das eigen verschulden aufhört...in dem der eigene wille zur handlung sich durchsetzt. Ab dort hört meist die vernunft auf(selbstdisziplin und vorsicht).

    Ich finde es sollte aus allen richtungen mit geholfen werden, das ein jungendlicher erst garnicht sich in die schuldenfalle begibt.

    Ab dort fängt das gewisse "nicht so einfach" an.
    Den eltern(nicht allen) ist es zu bequem ihre kinder ein wenig aufzuklären oder den das zu erklären.
    Was das unternehmen anbetrifft(provider oder fremdanbieter) so ist der gewinn an stelle Nr.1. Das passen keine sozialen aspekte rein.


    p.s: Ich finde jegliche form lächerlich was ein jungendlicher braucht oder nicht braucht weil andere es auch haben und das auch noch "up to date" ist. Das haben sich zum teil die jungendlichen selber eingerichtet.(erwachsene sind da auch nicht anders.)
     
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