Kommentar: Die Telekom auf dem Weg zum nächsten Monopol

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von unix_user, 23. Februar 2006.

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  1. unix_user

    unix_user Kbyte

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    Heute ist es so, dass man zwar telefon und internet-zugang von verschiedenen anbietern bekommen kann, die Telekom aber die kontrolle über die verteiler-kästen im haus hat.
    Der effekt: andere DSL-anbieter werden ausgebremst; die Telekom lässt die kunden anderer anbieter bei einem neu-anschluss erstmal einen monat warten und diverse termine verstreichen, um dann einen unfreundlichen techniker zu schicken, der den anschluss mal eben gerade so an die wand schraubt...
    Dafür kassiert dann die Telekom anschluss-gebühr und monatliche durchleitungs-gebühr, selbst wenn der eigentliche anschluss-anbieter ein eigenes netz betreibt...
    Dass die Telekom netz und zugang verkauft, ist also schlecht für die kunden, da die Telekom immer ihr eigenes zugangs-geschäft unterstützt (am rande der legalität).
    Mein vorschlag wäre: der staat als netz-betreiber (mobilfunk, telefon, internet, etc) und den vertrieb der zugänge durch firmen. Also hätte der staat das telefon- und kabelnetz behalten müssen und nur den kunden-teil privatisieren sollen (wenn überhaupt).
    Der effekt wäre, dass überall (auch in "ländlichen gebieten") die nötige infra-struktur vorhanden wäre und der kunde zwischen tatsächlich vergleichbaren anbietern wählen könnte.
    Aber statt dessen macht die Telekom milliarden-gewinne, baut arbeitsplätze ab und schickaniert die kunden.
     
  2. frankkl

    frankkl Kbyte

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    Wofür eigendlich ein neues Glasfasernetz (VDSL) Ich sehe überhaupt keine Anwendungen dafür ?

    Auf den vorhanden Kupferdoppeladern mit ADSL 2+ bis zu 25000 kBit/s (VoIP,HD-,IP-TV/VoD...) läuft alles !

    frankkl
     
  3. goto2

    goto2 Halbes Megabyte

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    ist das ein wunder, dann noch für den Kunden GEZ Gebühren auf den PC, wenn dieser
    am Internet angeschlossen ist, es ist also nur noch eine frage der zeit,
    bis den stand von 1994 wieder erreicht haben,
    hohe kosten für das online sein
    wenig benutzter online weil zu teuer;

    Ich muß mich seit Jahren mit einem Analogen Modem rum quälen, weil die Telekom keine DSL Leitungen legt, dadurch ist das Internet sehr teuer , die Verbindung sehr langsam,
    den PC heute aktuell zu halten mit Patches und AK-Update ist dadurch unmöglich geworden !
    Für Modem Benutzter werden auch keine gesonderten Downloads angeboten, sondern riesen Software Pakete,
    z.b. dauert es hier so lange wenn ich die ATI Treiber laden will ganze zwei Stunden downlaod Zeit, das ist auf dauer untragbar.
     
  4. BBraun

    BBraun Guest

    Damit das Laden der PC-Welt Seite wegen des Menüs nicht mehr so lange dauer. Mal im Ernst, wer hat das eigentlich verbrochen? Gibts da nicht was schlankeres schnelleres?
     
  5. pbird

    pbird Kbyte

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    Zur Telekom ist bereits alles gesagt worden, was es zu sagen gibt. Vor deren Raffzähnen werden wir erst sicher sein, wenn deren gesamter Apparat mit Stumpf und Stiel aufgelöst worden ist - von wem auch immer. Nicht die Telekom ist der Skandal, sondern der Staat, der diese Machenschaften unterstützt oder überhaupt erst ermöglicht! Kann mann nur hoffen, daß diesem Treiben von Brüssel aus Einhalt geboten wird.
    pbird
     
  6. akrstn

    akrstn Byte

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    Ein Dank an den Autor des Artikels.

    Er hat den Finger doch sehr genau auf die wunden Stellen gelegt. Auf der einen Seite will die Telekom 3 Mrd. in ein VDSL-Netz auf GF-Basis investieren, gleichzeitig erklärt man, dass der DSL-Ausbau in den GF-Gebieten zu kostenintensiv wäre und sich nicht rentieren würde. Kommt die Telekom mit ihrer Strategie durch, was bei deren Lobby in der Politik wahrscheinlich ist, haben wir bald die Situation, dass in Dresden VDSL verfügbar ist, während man im angrenzenden Radebeul mit ISDN "wartet" (bis zum TimeOut).
    Der Gedanke, eine Befreiung von der Regulierung mit einer Breitbandversorgungspflicht zu verknüpfen ist aus dieser Sicht ein sehr vernünftiger.
    Leider wird das Problem der Breitbandversorgung in den Medien nur sehr sporadisch angesprochen. Richtig Druck auf die Telekom wird so nicht ausgeübt. Obwohl es sich hier doch auch um eine Frage des Wirtschaftsstandorts handelt.
    Etwas mehr Beharrlichkeit seitens der Medien wäre hier angebracht, anstatt alles den privaten Bürgerinitiativen zu überlassen. Erinnert sei hier an www.kein-dsl.de, www.geteilt.de, oder www.dslfuerdresden****** und andere. Allein ein Blick auf letztere und dort zu findende Interssentenliste zeigt die wahre Breitbandsituation in Deutschland.
     
  7. unix_user

    unix_user Kbyte

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    Einem gewinn-orientiertem ("shareholder-value" = aktionärs-bereicherung) konzern vorzuschreiben, das gesammte gebiet mit breitband-zugang zu versorgen ist eine regulierung.

    Aus sicht der (unregulierten, privat-wirtschaftlichen) Telekom ist der DSL-ausbau "auf dem flachen land" unsinn: in großstädten erreicht man mit demselben kosten-aufwand ein vielfaches an zahlenden kunden, erreicht also eine viel höhere rendite (siehe: shareholder-value, management-gehälter, etc).
    Dieselbe betriebs-wirtschaftliche denkweise gilt für viele tätigkeits-felder der Telekom; deshalb ist eine regulierung unbedingt notwendig um die bedürfnisse der bürger annähernd zu decken und die entwicklung eines markt-ähnlichen zustandes zu fördern.
     
  8. akrstn

    akrstn Byte

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    OK

    Das war nicht korrekt formuliert. Besser wäre wohl:
    Der Gedanke einen Teil des Geschäftsfeldes (VDSL) nur bechränkt zu regulieren mit einer ...
    Die betriebswirtschaftliche Denkweise gilt übrigens für alle Unternehmen (auch Energie, Wasser, Abwasser u.s.w.). Da der Markt hier keine selbstregulierende Wirkung hat muß die Politik die Spielregeln festlegen. Und die ...
     
  9. MSG3

    MSG3 Kbyte

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    Kosten hin, Kosten her. Leute in nicht ausgebauten Gebiete wären z.T. schon froh, wenn es einen Flat-Tarif für ISDN geben würde. Ich bin sicher, dass das Ding für die Telekom nicht besonders teuer wäre:
    1. müssen sie ja selbst keine Verbindungsgebühr zahlen
    2. kann man mit 64kbit/s keinen extremen Traffic verursachen vgl. mit DSL 1000.
    Nur verdient man ohne Flat vermutlich mehr (Rendite-maximierung).

    Es ist ja eh eine Frechheit, dass man mind. 17Euro zusätzliche Grundgebühr für ein und denselben Anschluss bezahlen muss, nur damit DSL läuft. 5 Euro wären fair, würde ich sagen.

    Aber die anderen Anbieter sind ja auch nicht besser: DSL über Funk ab 40 Euro aufwärts und Internet über Satellit ist ja eh ein kranker Witz.;)
     
  10. R2D2_2

    R2D2_2 ROM

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    Hallo MSG3,

    ich weiß nicht ob Dir bekannt ist das die Telekom vor Jahren einmal eine Flat für ISDN angeboten hat. Diese wurde jedoch von den anderen Anbietern per Gerichtsurteil abgeschafft. Wenn ich mich nicht irre war sogar AOL einer der Kläger...

    Grüsse

    R2D2_2:

     
  11. R2D2_2

    R2D2_2 ROM

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    Hallo pbird,

    ich stimme Dir voll und ganz zu, Updates für einen PC über analog zu bekommen ist fast unmöglich.

    Jedoch ist die Telekom zwar nicht der günstigste Anbieter jedoch ist Sie auch kein Rafzahn.


    Ich zitiere mal aus der Wochenzeitung "Die Zeit":

    Die meisten Telefongesellschaften setzen auch Imitation statt auf Innovation. Die Folge: ein ruinöser Preiskampf, der für die Zukunft nicht Gutes ahnen lässt. Technischer Fortschritt will finanziert sein. Doch enge Margen auf dem Markt lassen dafür kaum Spielraum.

    Während die Telekom Anfang der neunziger Jahre allein in den Aufbau Ost stattliche 25 Milliarden Euro steckte, schrumpften ihre Investitionen in der Zeit zwischen 1998 und 2004 auf insgesamt 14,5 Milliarden Euro. Ihre Rivalen brachten es gerade einmal ein Drittel davon auf. ENDE

    Wenn es jemand Interessiert der Artikel ist aus der Zeitung "Die Zeit" vom 10.11.2005 von Gunhild Lütge.


    Ich finde es ja auch nicht gut kein DSL zu bekommen aber ich kann auch die Unternehmen verstehen das mann kein Geld damit verdienen kann jeden Kuheuter anzubinden. Alleine der Ausbau eines kleinen 1000 Einwohner Dorfs kostet ca. 800.000 Euro.

    Das macht 800 Euro pro Anschluss.

    Bei 27 Euro im Monat (DSL 17 und Flat 10) rechnet sich das einfach nicht da diese Kosten in der Stadt einfach geringer sind.






     
  12. akrstn

    akrstn Byte

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    Verteilt man die Kosten dagegen auf alle DSL-Anschlüsse, so wird der einzelne Anschluss zwar auch teuerer, aber nicht wesentlich. Und die Telekom kann diese Kosten auch mit Regulierung ohne Probleme auch an Reseller weitergeben, so dass ihr kein Wettbewerbsnachteil entstünde.
     
  13. R2D2_2

    R2D2_2 ROM

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    @akrstn

    Ja, Du hast natürlich recht. Nur das wird doch schon ewig gemacht.

    Wenn z.B. ein Bauer der weit drausen wohnt einen Telefonanschluss haben will dann bezahlen das alle mit. Denn der Umsatz am Anschluss holt kaum alle Kosten wieder rein.

    Leitungslegung (Überland/Unterirdisch), Technik für den Anschluss, Strom, Wartung, Entstörung, usw.

    Daher bin ich dafür endlich DSL über funk so zu pushen das man auf das klassische DSL verzichten kann.....
     
  14. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Ein etwas missratener Kommentar ... ein dumpfes "Hau drauf " !

    Daß die T-Com bei Website-Betreibern abkassieren will, kann man kritisieren, aber alles Andere in diesem Kommentar ist ein dumpfes "Hau' drauf".

    Man stelle sich vor, PC-Welt baut sich ein neues Redaktionsgebäude. Nun kommt eine Behörde daher und zwingt PC-Welt, Redaktionsräume und technische Einrichtungen an andere Konkurrenten zu vermieten, denen diese Infrastruktur nicht zur Verfügung steht. Das fände PC-Welt sicher auch ganz doll - oder ist es mal wieder was gaaaaaz Anderes ?

    Ich denke, man sollte die Regulierungsbehörde abschaffen.
    Sie hat ausgedient, da das Telekom-Monopol nicht mehr besteht. So wären knapp 1 Milliarde Euro im Jahr zu sparen ...
     
  15. akrstn

    akrstn Byte

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    @R2D2_2

    Bei DSL wird es eben nicht gemacht. Da ist es der Telekom schon zu teuer in die selbst geschaffene GF-Struktur zu gehen. Und das auch mitten in Großstädten.

    @ sg69

    Leitungsverlegung ist doch etwas Anderes als ein Bürogebäude. Man stelle sich vor nur 5 Anbieter würden nacheinander ihre Glasfaser durch die großen Städte ziehen.
    Und bitte berücksichtigen, dass die Telekom das Leitungsnetz des Staatsunternehmens geerbt hat. Der Leitungsbestand und vorhandene Leerrohre in den Städten sind dem Unternehmen übereignet worden. Hätte man das Leitungsnetz nicht mit übergeben, so könnte man die Regulierungsbehörde tatsächlich abschaffen, aber...
     
  16. andideasmoe

    andideasmoe Megabyte

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    Da wirste bei sg69 auf taube Ohren stoßen, er ist Telekom Mitarbeiter. :D
     
  17. akrstn

    akrstn Byte

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    Oh weh,
    Da hab ich ja seinen Arbeitsplatz gefährdet, indem ich meinen schönen Glasfaserfestnetzanschluss gekündigt habe.
     
  18. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Wenn ich das so lese, scheint er eher der "Chef vons Ganze" zu sein ... :rolleyes:
     
  19. andideasmoe

    andideasmoe Megabyte

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    Wie meinen?
     
  20. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    So meinen: er ist nicht nur Mitarbeiter der Telekom, angesichts seines Engagements hier leitet er den "Schuppen" ... :rolleyes:

    :ironie: Thor
     
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