Laptops an Schulen: Bedenken der Lehrer

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von OLS5000, 27. August 2003.

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  1. OLS5000

    OLS5000 Byte

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    Laptops an Schulen: Das ist keine schlechte Idee. Man sollte mit der Zeit gehen. Außerdem machen viele Schüler heute ihr HS am PC.

    Dieses Projekt sollte unbedingt weitergeführt werden und nicht nur in Hessen

    :jump:
     
  2. Gast

    Gast Guest

    Erste Frage: Wer zahlt die Anschaffungskosten? Die Eltern? Der Staat? Aber dem fehlt doch sogar für die Lehrer das Geld, und Lehrer sind doch wohl wichtiger als Laptops für die lieben Kleinen und Größeren.

    Zweite Frage: Wer zahlt, wenn das Ding einmal kaputt geht... auf dem Weg zur Schule... in der Schule... oder auf dem Weg nach Hause oder zu Hause... wer zahlt, wenn es geklaut wird... (ist doch wohl ein Sport unter manchen Jugendlichen, anderen was abzunehmen)
    Hat der Erfinder dieser Idee einen Dukatenesel?

    Dritte Frage: Sind wir alle schon so computerwahnsinnig, daß wir uns in jeder Lebenslage mit den Dreckdingern umgeben müssen?? Ich hatte im Informatik-Unterricht in der Oberstufe Zugang zu nem PC und das wars.
    Abgesehen davon: Anscheinend lernt heute niemand mehr, mal was irgendwo anders als im Internet nachzuschlagen, aber das ist off topic.

    Vierte Frage: Warum sind Computer ein Allheilmittel gegen die Schrecken der PISA-Studie? Gegen die PISA-Studie helfen mE erstmal gute, motivierte Lehrer, die Neugierde und Lernbereitschaft wecken können. Das kann kein PC, zumindest keiner, den ich kenne.

    MfG
    Vimes
     
  3. logiboy

    logiboy ROM

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    Hallo, ich finde es toll das endlich mal jemand mit der Zeit geht.
    Wenn man überlegt das man bei dem Berliner Abitur nicht einmal einen Taschenrechner mit Formelspeicher, von Grafikfunktionen wie einen Funktionsplotter oder die Möglichkeit wertetabellen automatisch zu erstellen mal ganz zu schweigen, nutzen darf ist das aber schon erschreckend wie weit die Bildungssysteme in Deutschland auseinanderklaffen.

    Na ja wenn man aber überlegt, dass Lehrer jetzt bis 67 arbeiten sollen und sie in ihren Studium noch nichteinmal einen Taschenrechner kannten, da es die dinger noch nicht einmal gab, kann man verstehen das sie Angst haben vor Laptops und deren Möglichkeiten in der Bildung.


    mfg logiboy :)
     
  4. kazhar

    kazhar Viertel Gigabyte

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    Natürlich wird keiner, der einen Computer oder Taschenrechner bei der Hand hat 15,87/26,369 im Kopf (oder am Papier) ausrechen und das ist auch gut so.

    ABER Mathematik ist eben nicht Rechnen! Die Handarbeit sollte IMHO nicht im Vordergrund stehen, sondern das verstehen. Selbst der tollste Rechner mit der tollsten Software kann dem Schüler nicht das Denken abnehmen. Was nützt es wenn man räumlich/zeitliche Ableitungen/Integrale auf knopfdruck geliefert bekommt, wenn man nicht verstanden hat, warum man so rechnen "muß" oder wie man das Ergebnis zu interpretieren hat.

    Die Aufgaben sollten sich natürlich auf ganz anderem Niveau bewegen; Die Hauptarbeit bzw. Schwierigkeit sollte nicht im RECHNEN, sondern im Entwickeln der Lösungswege (die durchaus auch schlanke Zweizeiler sein können!) liegen.

    Natürlich kann der Rechner nur dann Nutzen bringen, wenn man es (theoretisch) auch ohne könnte.
     
  5. Bravo-Rommel

    Bravo-Rommel Byte

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    hiho
    naja mal ne ganz andere frage wer solln die laptops bitte bezahlen :confused: :confused:
    vater staat oda wie? dazu würden die doch dann stundenlang mit wirless lan oda bluetooth spiele zockn oda sonstigen käse machen und hausaufgaben machn wäre dahin... weil dann würds no no heißen lass mich schnell saugen lol
    naja aus der sicht des schülers super sache!
    aba ich als "kapitalist":p sag das is doch zu teuer etc... :D

    mfg
    andy
     
  6. real_Viper

    real_Viper Kbyte

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    Genau da liegt das Problem, mit dem Rechner wird zwar gerechnet, die algebraische Grundlage oder der mathematische Beweis dafür fehlt aber komplett.
    Richtig peinlich wird es dann, wenn sich herausstellt, dass man noch nicht mal Integrale oder Matrizen ohne Taschenrechner berechnen kann...
    Das ist in meinen Augen eine wirklich schlimme Fehlentwicklung.

    Gruß, Viper
     
  7. julian14

    julian14 Kbyte

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    Rechnen lern man auch ohne PC in den höheren Klassen nicht! In der 7. Klasse wurden bei uns Taschenrechner bestellt und aus war es mit Kopfrechnen!

    Gruß, Julian
     
  8. bitumen

    bitumen Megabyte

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    Das problem des zockens ließe sich durch alternative systeme in genzen halten. Ich persönlich bin schüler, 16 Jahre alt, habe seit einem jahr ein eigenes notebook und spiele NIX! ich arbeite ausschließlich unter linux, das ist auch der grund, wieso ich den laptop im edv-spezi unterricht brauche.
    Das problem mit dem surfen: Es lässt sich immer ein weg finden. Bei uns zb administriert der lehrer den linuxserver per telnet. Nach einer 1/2 stunde hab ich da root passwd mit ettercap heraußen gehabt...

    dh:

    * notebooks nur ab der oberstufe
    * alternative systeme
    * strenge maßnamen bei nichtbeachten der (zock)-regeln
    * trotz der rechner kopfrechnen in unterricht

    Gruß, buhi
     
  9. real_Viper

    real_Viper Kbyte

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    Hi @ll,

    meiner Meinung nach hat ein Laptop in der Schule unterhalb der Oberstufe gar nichts zu suchen.
    Die Kinder sollen erst mal richtig schreiben, lesen und rechnen lernen bevor man sie an ein solches Gerät zwingt.
    Änlich ist auch die Situation in Kindergärten, bzw. Grundschulen. Kann mir jemand einen einleuchtenden Grund nennen, wozu man in diesem Alter schon Kontakt mit dem Computer braucht?

    Gruß, Viper
     
  10. TrinoX

    TrinoX Halbes Megabyte

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    Das klappt nie, solange die Schüler nicht mitmachen, und das erreicht man so schnell nicht. Ich (selbst erst Schüler gewesen) weiß es, man tüfelt so lange rum, bis man einen Weg gefunden hat zu chatten, zocken oder downloaden. Wie vorher schon gesagt Keylogger und der gleichen.
    Es ist der Reiz des Verbotenen der einem da Energie und Ideen gibt, und die Technik gibts allemal her (FlashDrives, Knoppix, komlettes OS auf einer CD)
    Dazu kommt noch das die Kids merken und wissen, dass sie mehr darauf haben als der hinterm Pult.
    Ich weiß ja wie's bei mir im EDV und Wirtschaftsinformatik (11. bis 13 Klasse) Unterricht zu ging: waren die Aufgaben erledigt, hamma Quake 3 übers Lan gezockt, der Lehrer konnte nicht weitermachen mitm Unterricht, da einige nicht so schnell waren wie andere.
    Oder mal eben das SP 1 für Win XP gezogen während dem Unterricht, dann dem Lehrer gesagt ich wolle ein Backup meiner Schuldaten machen und die Sache war gerizt :cool:, CD gebrannt und schon hatte ich das SP1, wofür ich zu Hause ne Ewigkeit gebraucht hätte zum downloaden.
    Die Idee is an sich gut, aber die EDV-Geschichte sollte optional sein für die Schüler, auf freiwilliger Basis am Nachmittag. Die Schüler sollen erst krabbeln (richtig schreiben und lesen) lernen bevor sie laufen (dieses Wissen am PC anwenden).
    Cya TnX
     
  11. mroszewski

    mroszewski Viertel Gigabyte

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    genau damit das hier
    in Grenzen gehalten wird, denn die meisten Tools laufen halt nur noch in Win32 Umgebungen, außerdem würden die dadurch ne menge Geld sparen, die alten Dinger werden bestimmt gerne weggegeben, vor allem in Unternehmen, die modernisiert haben
     
  12. mudie

    mudie Halbes Megabyte

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    joooo......das ist coool.

    "RetroScience". Schließlich kennen die meisten Kids ja gar kein DOS oder Windows 3.11. Ist quasi Neuland!!!

    LooooooooooL:D
     
  13. julian14

    julian14 Kbyte

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    Es ist ja ne gute Idee, finde ich. Keiner vergisst mehr Bücher, Hefte, Schreibzeug etc.

    Wenn das Problem gelöst ist, dass man nix spielen kann, oder nicht chatten kann, ist es meiner Meinung nach eine super Idee. Nur wie lässt sich das Problem lösen? Wenn man die Laptops nicht per Kabel vernetzen würde, kämen bestimmt die ersten Schüler auf die Idee, das selber mit Wireless Lan zu tun. Software, die Spiele etc. deaktiviert macht sich auch bestimmt keiner auf seinen Laptop. Also auch wieder nix :( !

    Dass es möglich ist, nur mit Laptop zu arbeiten, weiß ich, da bei mir in der Klasse eine blinde Schülerin ist, die nur mit ihrem Laptop arbeitet. Aber die ist alleine mit ihrem PC und kann also auch mit niemandem chatten...
     
  14. mroszewski

    mroszewski Viertel Gigabyte

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    ich bin dafür, daß an Schulen nur noch mit 386er oder 486er Notebooks gearbeitet wird, da läuft nur Win 3.11 und Winword 6 basta!
     
  15. sAcKrAttE 2ooo

    sAcKrAttE 2ooo Halbes Megabyte

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    aber das wird im leben nicht funzen !

    ich nehm mal an das die laptops dann alle ans schulnetz angehängt werden damit die schüler sich unterlagen vom lehrerpc holen und auch überwacht werden können usw... und genau da is der knackpunkt.

    so ziemlich jeder ab 16 kennt sich besser mit dem pc aus als ein erwachsener, also auch mit höchster warscheinlichkeit als der lehrer. somit wird der unterreicht mit an sicherheit grenzender warscheinlichkeit zu kurz kommen da andauernd gezockt und gedownloaded wird.

    ich kenn das ja von unserer schule. kazaa & co sind vom router natürlich geblockt und das internet is für alle schüler gesperrt bis ein lehrer es per login am server und mit passwort freischaltet.

    es is unvorstellbar einfach sowas lahmes zu umgehen. *hust*http tunneling*hust* und *hust*keylogger*hust* und besonders *hust*proxy*hust*

    nachdem wir das eingerichtet hatten is das restliche jahr nicht mehr viel mit aufpassen gelaufen. die hälfte war immer am surfen, der rest hat sich mit q3 und battlefield vergnügt. :D
    und unsere super edvlehrer haben sich ordentlich aufgespielt das wir pro stunde 10gb traffic verursachen würden und blabla aber was da eigentlich los is wissen sie noch immer nicht. die denken sich nur : :confused:

    falls sie das lesen herr krausler oder reiter, ähm.... das war alles die ...ähm...1DF :D genau !

    mfg sAcKrAttE 2ooo
     
  16. mudie

    mudie Halbes Megabyte

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    Hi !

    Nö. unklar war das nicht. Ich bin aber der Meinung, dass auch Schüler der Oberstufe in Lage sein sollten mit der Hand zu schreiben. Für Facharbeiten usw. ist das was anderes. Da halte ich einen PC auch für sinnvoll. Es sei denn die Arbeit, wird einfach aus dem Netz kopiert. ;)

    Da hätte wenigstens eine handschriftliche Arbeit ETWAS Sinn gemacht. :D

    mfg
    mudie
     
  17. mroszewski

    mroszewski Viertel Gigabyte

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    vielleicht hab ich mich unklar ausgedrückt, in der Grundschule haben Laptops nach wie vor nichts verloren, dort soll ja eine korrekte Handschrift erlernt werden und die Kids keinen Computer-Koller in dem frühen Alter bekommen (Haltungsschäden, Sucht-gefahr....) meine Aussage bezog sich eher auf die gymnasiale Oberstufe, wo häufig lange Texte geschrieben werden. viele schüler können schon schneller mit dem PC schreiben als mit der Hand, was daran liegt, daß wir Textverarbeitung in der Schule als Fach hatten (10 Minuten-Abschrift usw., DIN-Normen und Winword...) und dem Lehrer, der die Texte durchlesen muß, wird es auch einfacher fallen.
     
  18. mudie

    mudie Halbes Megabyte

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    Laptops als Gegenmittel für eine schlechte Handschrift. "Tolle" Sache!!! Diese Schüler sollten erstmal Schreiben (und Rechnen) lernen, bevor man ihnen so etwas an die Hand gibt.


    Es gibt durchaus Lehrer, die sich mit dem PC gut auskennen aber trotzdem gegen eine Einführung des Laptops in allen Jahrgängen sind. Aber auf die hört ja niemand. Denn jetzt werden schon in den Supermarktfoldern neben den üblichen Schreibwaren zum Schul(anfänger)beginn die 1000 Euro Laptops gleich mit aufgeführt (kein Witz!). Als ob ein Erstklässler sowas braucht. Welch ein Schwachsinn. Hier wittert die Industrie doch wieder nur ein neues Geschäft.

    Statt Laptops für jeden Schüler zu kaufen sollte die Regierung mal ein paar Lehrer einstellen. Wäre sinnvoller.

    mfg
    mudie
     
  19. Gast

    Gast Guest

    Laptops wären in Schulen nur bei einem langfristigen Programm der SINNVOLLEN Integration dieser Rechner in den Unterricht sinnvoll. Dazu müssten freilich wie schon von Vorrednern angedeutet, einige Lehrkräfte fortgeschrittenen Alters ein Update ihres Wissens machen, aber auch die jüngeren wären nicht automatisch qualifiziert, von der Einbindung der Computerarbeit in die Anforderungen der gummiartigen Rahmenpläne ganz zu schweigen. Die Schulverwaltung mit ihrer galoppierenden Inkompetenz wäre ein weiterer Stolperstein.
    Nicht zu vernachlässigen wären auch die Bedürfnisse und Kenntnisse der Eltern im Umgang mit diesem Medium. Auch da siehts eher finster aus. Schnellschüsse dieser Art mag ich nicht. Vorher will ich ein ausgewogenes Konzept und Feldstudien unter realen Bedingungen.
    P.S.: (meinereiner war mal Lehrer...ich weiß also, wie finster es in Berliner Schulen aussehen kann)
     
  20. mroszewski

    mroszewski Viertel Gigabyte

    Registriert seit:
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    bei uns wurden Laptops vorrangig als Schreibmaschinenersatz betrachtet, weil einige Kanidaten eine derartige Sauklaue hatten, daß sich die Lehrer reihenweise beschwert hatten und zum Korrigiern von Klausuren teilweise mehr als die Doppelte Zeit brauchten als bei anderen Kandidaten mit besserer Handschrift, bei der Abiturprüfung wurden dann präparierte Laptops von der Schule zur verfügung gestellt auf denen nur Das Betriebssystem und eine Textverarbeitung ohne Rechtschreibkorrektur,
     
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