Lehrer oft ratlos beim Thema Internetsicherheit

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von sg69, 10. Mai 2006.

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  1. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    :ironie: Das sind genau die Probleme, die es als Erstes zu lösen gilt.

    Mal im Ernst: Wer die ZDF-Doku "SOS Schule" mitverfolgt fragt sich, ob man heutigen Jugendlichen nicht erstmal Respekt, Benehmen, Anstand und das Sprechen beibringen sollte.

    Keiner (!!!) der dort gezeigten Jugendlichen, egal ob Ausländer oder Deutscher , bringt es fertig, einen Satz vollständig zu formulieren und auszusprechen.
    Erschreckend, wie dumm und RESPEKTLOS die heutige Jugend überwiegend ist.

    Ist zwar eine englische Stude, aber in Deutschland sieht es noch düsterer aus.
     
  2. Fanatyc

    Fanatyc Halbes Megabyte

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    Hi,

    ich habe aber gehört es soll keine dummen Kinder geben nur dumme Lehrer. Wenn dem Lehrer was daran liegt dan wird er sich als Studierter Fachkraft wohl zu helfen wissen. Und ein Hochschullabschluss ist keine Voraussetzung für die richtigte bedienung der Suchmaschine nach den Themen zur Internetsicherheit.

    Grüsse Fanatyc
     
  3. bobadilla

    bobadilla Byte

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    Hier im Forum gibt es mindestens zwei Lehrer, deren Beitragszähler 4stellig ist. :D
     
  4. Fanatyc

    Fanatyc Halbes Megabyte

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    Hi,

    diese werden aber wohl kaum ein Problem damit haben den Kindern etwas über die IT zu erzählen.

    Grüsse Fanatyc
     
  5. ikobus

    ikobus Kbyte

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    Dumme Kinder gibt es aber wohl doch. Ich habe zufällig mal ein Quiz auf dem KiKa gesehen. Zwei komplette(!) Schulklassen müssen Fragen aus dem Allgemeinwissen beantworten, so ähnlich wie bei Jörg Pilawa. Frage war: Welche dieser drei Städte ist Hauptstadt eines Bundeslandes ? Beide Klassen vollkommen ratlos, Joker gabs wohl auch keine mehr. Dann doch geraten, Antwort: LEIPZIG, FALSCH !!!
    Hier gehts doch schon los.
     
  6. Fanatyc

    Fanatyc Halbes Megabyte

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    Hi,

    ich glaube aber nicht das es wirklich nur an den Kindern liegt. Sicher sind auch nicht nur die Lehrer schuld denn aus erfahrung weiss ich das es auch wirklich verdammt gute Lehrer gibt ist aber selten. Wie soll ein Kind die Städte zuweisen können wenn die Eltern nicht wissen wieviele Bundesländer es gibt?

    Grüsse Fanatyc
     
  7. ikobus

    ikobus Kbyte

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    Stimmt. Da muss ich dir recht geben. Im Elternhaus liegt das Grundübel. Welche Eltern setzen sich zusammen mit ihren Kindern an den PC ? Mache ich noch nicht mal. Hat doch keiner Zeit dafür.
     
  8. kuhn73

    kuhn73 Megabyte

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    Da reicht schon ein ziemlich reißerischer Aufmacher mit den ersten zwei Zeilen, und schon geht es los: Erziehung und Bildung von Kindern, wer hat Schuld... :popcorn:
     
  9. gyniko-onkel

    gyniko-onkel Halbes Megabyte

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    Genau. Das sind eben doch alles nur ausgebildete Pädagogen und keine IT-Fachleute. Selbst bei denen, die großspurig daher posaunen, sie hätten die weiß nicht wie grosse Ahnung von PC, muss man folgenden Gegenbeweis starten: einfach mal die Maus abziehen und die Reaktionen beobachten. Nichts geht mehr!
    Also: Lasst die Lehrer Deutsch, Mathe Englisch usw. unterrichten, aber wenn es an den PC (oder Mac) geht, dann muss da ein IT-Fachmann ran. Davon gibt es haufenweise Arbeitslose...
     
  10. casa73

    casa73 Kbyte

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    Klar, Lehrer sind eh doof wie Brot! Dass sie keine IT-Sicherheitsexperten sind, ist doch dann sowieso egal... :(

    Mein Vater ist Realschullehrer und in seiner Klasse sind 3/4 Hauptschulempfohlene. Das Niveau ist erschreckend, wenn er mir manchmal Aufsätze zeigt. Teilweise kann versteht man überhaupt nicht was der Schüler meint, weil wirklich fast jedes Wort falsch geschrieben ist und sich das Geschriebene nicht sinnvoll zu einem Satz zusammensetzen lässt. Richtig erschütternd sind dann Aufsätze, in denen Köpfe oder sonstige Extremitäten abgehackt werden. Der Schulpsychologe ist zumindest im Dauereinsatz (so was gab´s bei uns "damals" gar nicht...) und mein Vater ist froh, wenn er in ein paar Jahren nicht mehr in die Schulklapse muss.....
     
  11. EBehrmann

    EBehrmann Halbes Gigabyte

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    @ casa73

    Das Problem sind 1 Eltern, 2. Lehrer, die keine Pädagogen sind.

    Einige Beispiele aus der Schulzeit unseres Sohnes.

    Schon in der Grundschule bemängelten wir die Schreib- und Leseschwäche unseres Sohnes. Reaktion der Lehrer, das gibt sich. Es gab sich nicht.
    Orientierungsstufe: Trotz schlechter Noten in deutsch und englisch holte er einen Notenschnitt von 2,8. Durch unser Drängen wurde ein “Schulpsychologe“ eingeschaltet. Reaktion des Schulpsychologen: “Wenn alle Eltern das wollen, was sie wollen, ist der Staat bald ganz Pleite.“ “Ja, was wollen wir denn?“ “Dass der Staat Nachhilfe für den jungen bezahlt.“ “Stimmt nicht, wir wollen, dass dem Kind geholfen wird und wenn es etwas kostet, dann zahlen wir das. Unsere Aufgabe ist es, dem Kind eine vernünftige Erziehung und Ausbildung zu geben, dafür verzichten wir gerne auf andere Dinge.“ Ergebnis: Er bekam 2 Jahre Nachhilfe in einer Nachhilfeschule, der Landkreis zahlte, Besserung gleich Null.

    Von der Orientierungsstufe bekam er wegen der schlechten Deutsch- und Englischnoten keine Empfehlung für die Realschule. Er ging auf eigenen Wunsch trotzdem zur Realschule. Der Notendurchschnitt blieb, die schlechten Zensuren in deutsch und englisch auch. Im Vorletzten Schuljahr haben wir nach vielen mühen jemanden gefunden, der sich mit Legasthenie und dem entsprechenden Unterricht auskannte. Die Noten sind in Deutsch von vier auf Drei und in englisch von fünf auf vier zurück gegangen. In der Berufsschule lag er dann in deutsch sogar auf zwei. Dafür sind wir dann drei Jahre einmal die Woche 40 km hin und 40 km zurück zum Unterricht gefahren und haben pro Stunde ich glaube 30,- DM gezahlt.

    Ich erwarte ja nicht, dass Lehrer sich in dieser speziellen Unterrichtsmethode auskennen, ich erwarte aber, dass Lehrer den Eltern Hilfestellungen geben, an wem sie sich wenden können.

    Dann gab es in der Realschule einen Lehrer, der hat es in zwei Jahren nicht geschafft, den Kindern ihre Arbeitsmappen zu kontrollieren und zurück zu geben. Ein gutes Vorbild. Wie will so einer erklären, dass die Kinder Ihre Hausaufgaben machen sollen.

    Die Schüler hatten eine Kanu Ag. Dazu ging es für ein paar Tage auf einem Campingplatz an einem Fluss. Ich erklärte mich bereit, das Gepäck mit meinem Autoanhänger zu transportieren, dazu fuhren noch zwei Schüler in meinem Fahrzeug mit, der Rest wurde auf zwei Autos der Lehrer verteilt. Natürlich war ich mit Anhänger langsamer, als die Lehrer. Kolonnenfahren, warten auf den Langsamsten, Rücksicht, kanten die Lehrer nicht, jeder fuhr wie er wollte. Dabei hatten sie die Beste Gelegenheit, den Schülern vorzuleben, was Rücksichtname und Zusammengehörigkeit bedeutet.

    Möchtest du noch mehr Beispiele über 10 Jahre (mit Berufsschule sogar 13 Jahre) Schule lesen. Ich kann noch mindestens zwei Seiten schlechte Beispiele bringen.

    Natürlich gibt es auch gute Pädagogen, die sind aber rar gesät. Einen kenne ich privat. Er ist inzwischen Rentner, würde aber immer noch gerne unterrichten. Er sagt, Lehrer ist ein Traumberuf. Viel Freizeit, wenig Arbeit, immer mit Kindern zusammen. Wenn man die ersten Jahre hinter sich hat, reduziert sich die Unterrichtsvorbereitung enorm, das meiste kann man aus den Vorjahren verwenden. Ja, dieser Pädagoge weiß wovon er spricht. 14 Stunden die Woche gearbeitet und sein Abbi auf Abendschule gemacht.
     
  12. casa73

    casa73 Kbyte

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    Wenn diesen Lehrer als guten Pädagogen bezeichnest, brauchst Du Dich doch nicht zu beklagen! "14 Stunden die Woche gearbeitet" ist absoluter Bullshit!
     
  13. cicer

    cicer Kbyte

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    ganz toll:bet: :ironie: hier gings ja wohl um ein KIKA quiz, da sind die Kinder die da zuschauen in der Grundschule, ich glaube kaum, dass da schon jeder von uns alle bundesländer und ihre Hauptstädte aufzählen konnte, also ich konnte es noch nicht!

    Ich bin selbst noch Schüler und uns wird von vielen Lehrern erzählt: "Ja früher da war das noch anders" Womit sie dann meinen früher war eh alles besser und ihr seid im vergleich zu den schülern von damals einfach unfähig!
    Aber mal im ersnt, ich kann mir nicht vorstellen warum wir heute dümmer sein sollte als generationen vor uns?!

    und was IT-Kompetenz von Lehrern betrifft: Mein Informatik Lehrer kann zwar programmieren (vor allem ältere sprachen wie delphi aber auch java (was er grade eben zusammen mit uns lernt ;) )) aber von PC- Bedienung selbst hat er nicht viel ahnung! 'Ist ein durchaus sympatischer Mensch mein Infolehrer, aber man lernt eben nur was wenn man auch was lernen will (nicht nur in Info, sondern auch in Mathe)!
     
  14. wuschel109

    wuschel109 Byte

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    ... sorry, Doppelposting. :o
     
  15. wuschel109

    wuschel109 Byte

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    ... das hat imho drei Gründe:

    1. schlechter Start im Elternhaus: häufig müssen beide Eltern arbeiten, also bleibt kaum Zeit für die Kleinen --> kaum Erziehung von den Eltern.

    2. zuviel Sex und Gewalt im TV: hat mal jemand mitgezählt, wie oft pro Tag im Fernsehen (quer durch alle Sender!) erschossen, erstochen, in die Luft gesprengt, erwürgt oder sonst wie gestorben wird? :eek:
    Außerdem sind die meistverkauften Computerspiele "First Person Shooter", also Ballerspiele.
    Wenn das mal kein Grund für die ständig steigende Gewaltbereitschaft ist!

    3. schlechte Schulen / schlechte Lehrer: die Lehrpläne der vergangenen Jahrzehnte zeigen deutlich, daß ein heutiger Abiturient ähnlich viel gelernt haben sollte wie ein Realschüler vor dreißig Jahren!
    Also wurde das Bildungsniveau von Staats wegen schon immer weiter gesenkt. An den Schulen werden die Klassen immer größer, Lehrer werden eingespart, aktuelles Unterrichtsmaterial steht nicht zur verfügung, und bei den noch vorhandenen Lehrern wird der Frust immer größer.
    Man kann den Lehrern also nicht immer die Schuld in die Schuhe schieben, da steckt schon noch mehr dahinter!

    Die heutige Schüler-Generation stammt zum großen Teil von Eltern ab, die antiautoritär erzogen wurden und damit ihre Kinder auch nicht erziehen können.:mad:
    Und den Eltern (und Lehrern), die sich um Ihre Kinder kümmern wollen, beten diverse Psycho(logen) vor, daß man keine Gewalt anwenden darf, und daß sich die Kinder frei entfalten können müssen, und daß man die Kinder nicht mit Autorität einschüchtern darf .... (Bullshit!!!!)

    Ich bin kein Lehrer, auch kein Psychologe, sondern ein Mensch mit wachen Sinnen und einem gesunden Menschenverstand.

    Außerdem... wo stehen denn die PCs, auf denen sich die Kiddies die neuesten ****os reinziehen ???? Wohl kaum in der Schule.
    Also können die Lehrer wohl einen Beitrag leisten, aber verantwortlich für die Erziehung sind doch wohl zuallererst die Eltern!
     
  16. EBehrmann

    EBehrmann Halbes Gigabyte

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    Es stimmt nicht ganz, sie wurden oft nicht antiautoritär, sondern gar nicht erzogen. Viele Eltern haben antiautoritäre Erziehung mit "Das Kind kann machen was es will" verwechselt. War ja auch so bequem.
     
  17. wuschel109

    wuschel109 Byte

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    Das hat mit dümmer nichts zu tun, sondern mit anderen Voraussetzungen. Ein kleiner Vergleich von "damals" zu heute:

    Kopfrechnen <-> Taschenrechner
    Schönschrift <-> Schreibmaschine / Textverarbeitung
    Textaufgaben <-> multiple choice

    Außerdem konnten sich die Lehrer früher aufgrund kleinerer Klassen mehr Zeit für einzelne Schüler nehmen, heute sind die Klassen größer, die Schüler durch Hilfsmittel verwöhnt, faul und mit Null-Bock-Einstellung, dafür ohne Ergeiz, und die Lehrer sind frustriert, weil sie keiner mehr ernst nimmt und sie von den Politikern allein gelassen werden.
    (Anwesende ausgeschlossen ;) , aber mit der Groß- und Kleinschreibung mußt du noch ein bißchen üben)

    ..das liegt wohl an der Gewohnheit und der Übung. Überleg bitte mal, wie alt dein Informatiklehrer ist und wie lange er die Bedienung von Rechnern gewohnt war, bei denen es keine grafische Benutzeroberfläche und keine Maus gegeben hat...
    "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier". Laß ihm noch ein bißchen Zeit, er wird's schon noch lernen.
     
  18. Fanatyc

    Fanatyc Halbes Megabyte

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    Hallo,

    in sehr vielen Dingen die Du hier angesprochen hast gebe ich Dir recht. Bis auf die Spiele. 1. Es gibt eine Altersbeschränkung. 2. Es gibt schon genügend Themen und Postings zu Gewalt in verbindung zu Spielen und hier sind die Meinungen ganz klar geteilt und es gibt keine genauen Studien die es beweisen. 3. Das Egoshooter die meistverkauften Spele sind halte ich auch für ein Gerücht. Aber sonst hast Du schon recht. Schaut euch KiKA oder sonstige Channels für Kids an!?! Da bekommt man Gänsehaut bei den Comics. während wir uns Moralmärchen wie "Biene Maja", "Schlümpfe" oder "Bolek und Lolek" angesehn haben wo gewalt noch anders dargestellt sind die heutigen Comics von Anfang bis ende nur Hass und gewalt beladen.

    Grüße Fanatyc
     
  19. MattafiX

    MattafiX Kbyte

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    und das internet? schulen haben projekte geschlossen...medienecken, netzwerke,...
    meine ehemalige schule hat jetzt dsl16000 nur damit die schüler gut ind i-net kommen...

    ich wette mit euch, ein wort das man überall lesen kann, eintippen in google und schon bist du auf einer unzensierten p0rn0-seite...:mad:
     
  20. Fanatyc

    Fanatyc Halbes Megabyte

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    Hi,

    das ist aber nicht das Problem der Schüller sondern das der Schulen, und die Schulen bei denen es für die Jugendlichen möglich ist auf solche Inhalte zurück zu greifen sollten zu Rechenschaft gezogen werden. Auch wenn die Kinder in Deutschland sehr viele Sprachen sprechen und ausländische Begriffe nutzen um an diese Inhalte zu gelangen sollte es kein problem sein einen Filter zu setzen der die meisten Sprachen davon abdeckt. Bestes Beispiel wäre Cybernanny oder der Webwasher.

    Grüße Fanatyc
     
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