Lernen mit dem Internet: Vorsicht vor Abzockern

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von wolfgang.r, 16. Juni 2004.

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  1. wolfgang.r

    wolfgang.r Byte

    Registriert seit:
    1. April 2004
    Beiträge:
    48
    Beispiel http://www.hausaufgaben.de:
    ..."Zur Nutzung dieses Angebotes geben Sie OK ein...".
    Die Statusleiste informiert: Das Angebot ist nicht geeignet für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. (29,95?/Einwahl aus Deutschland)
    Und das alles mit OK der RegTP.
    Andernorts heißt das schlicht Wucher oder Betrug
     
  2. Till Wollheim

    Till Wollheim Kbyte

    Registriert seit:
    2. Mai 2000
    Beiträge:
    497
    Grundsätzlich sind diese Abzocker-Seiten für Kids kein Problem, denn nach dem alten, ehrwürdigen BGB können Kinder keine Verträge schließen.

    Das Problem ist nur dieses, daß in unseren Gerichten vermehrt nicht mehr "im Namen des Volkes" gesprochen wird, sondern im Namen der Industrie".
    Wenn sich die Herren Richter einmal wieder auf ihr Erstsemester-Wissen berufen würden, wären alle Abzockerschweine schon längst vom Markt verschunden.

    Till
     
  3. Gast

    Gast Guest

  4. Gast

    Gast Guest

    Mich würde interessieren, wie Du auf das schmale Brett kommst?
    Im übrigen ist Deine Wortwahl durchaus optimierungsfähig.
    Und es ist vielleicht nicht besonders clever, Richter implizit zu beleidigen...

    MfG
    Vimes
     
  5. Gast

    Gast Guest

    Grundsätzlich sind diese Abzocker-Seiten für Kids kein Problem, denn nach dem alten, ehrwürdigen BGB können Kinder keine Verträge schließen.

    Ganz so einfach ist das nicht. Da spielen auch noch Gesichtspunkte wie eingeschränkte Geschäftsfähigkeit, Taschengeldparagraf und Schadensersatzansprüche gegen die Eltern eine Rolle.

    Was die Richter anbelangt: Ich glaube nicht, dass bei Dialern "im Namen der Industrie" Recht gesprochen wird. Das Dumme ist vielmehr, wenn ein Geschädigter eine Dialer-Pauschalrechnung über sagen wir mal 300 Euro erhält, dann landet er im Zweifel im sog. vereinfachten Verfahren beim Amtsrichter. In diesen vereinfachten Verfahren kann der Richter im Prinzip machen, was er will, es gibt meistens nicht mal eine mündliche Verhandlung und es ist auch keine Berufung möglich. Da ist die Versuchung natürlich groß, so'ne Akte mit möglichst geringem Arbeitsaufwand vom Tisch zu bekommen (besonders bei Schönwetterperioden im Sommer) und der Ausgang des Prozesses ist nicht mehr prognostizierbar.
     
  6. Gast

    Gast Guest

    ACK. Mal abgesehen davon, daß sich der Dialer-Anbieter auch auf den Standpunkt stellen könnte, man solle doch bitte mal belegen, daß es wirklich die lieben Kleinen waren, die den Dialer installiert haben...

    Außerdem soll es ja Gerüchten zufolge wirklich Erwachsene geben, die sich unbedingt P0rn0s reinziehen wollen und dafür auch dubiose Links in Kauf nehmen. Mein Mitleid hält sich in solchen Fällen in engen Grenzen.

    MfG
    Vimes
     
  7. ghost rider

    ghost rider Megabyte

    Registriert seit:
    23. März 2002
    Beiträge:
    2.319
    @Vimes:

    aber:

    es gilt immer noch der Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten / Beklagten".

    Der Knackpunkt liegt IMHO viel mehr in der Beweislast. Und diese muss unbedingt so gestaltet werden, dass die Dialerbetreiber nachweisen müssen, dass deren Software bewusst benutzt wurde! Erst wenn dies konsequent praktiziert wird, hat die momentane Ungewissheit und Rechtssicherheit ein Ende.
     
  8. Gast

    Gast Guest

    @Ghostrider: ACK. Natürlich kann es nicht sein, daß einem Dialer untergejubelt werden.
    Auf der anderen Seite: wer sich so was (wohlgemerkt -- BEWUSST) installiert, weil er unbedingt ****o-Seiten sehen will, der soll ruhig auch dafür zahlen.

    MfG
    Vimes
     
  9. Gast

    Gast Guest

    Da wird dir sicherlich niemand widersprechen. Unter anderem dafür sind die Dialer schließlich erfunden worden.

    Aber es ging in der Nachricht um Hausaufgaben im allgemeinen und nicht um Gynäkologie. Die von ghost rider angeregte Beweislastumkehr hilft auch nicht weiter, da man in aller Regel "OK" eintippen muss und damit die bewußte Nutzung - zunächst einmal - auch bei Hausaufgabenseiten erwiesen ist. Also bleiben doch nur formale Einwendungen (Hinweis auf Kosten versteckt oder nicht vorhanden etc) oder der Einwand der eingeschränkten Geschäftsfähigkeit. In diese Richtung gehen wohl auch die Gerichte, wenn man sich z.b. die Entscheidung anguckt, nach der ein Ebay-Geschäft für ungültig erklärt wurde, weil der minderjährige Sohnemann während der Geschäftsreise von Vatter einen PKW ersteigert hatte.

    (Sehr geehrter Herr Syndicus, dies Beiträge sind private Meinungen zu einem abstrakten Thema und keine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsberatungsgesetzes. :D)
     
  10. Gast

    Gast Guest

  11. ghost rider

    ghost rider Megabyte

    Registriert seit:
    23. März 2002
    Beiträge:
    2.319
    @Vimes & MobbyDuck:

    Meinen Beitrag wollte ich so verstanden wissen, dass sich wohl kein normaler User über einen Dialer ins Netz einwählen würde, wenn ihm klar ist, dass damit horrende Verbindungspreise zu zahlen sind, im Gegensatz zu einer Verbindung über einen normalen Provider.
     
  12. Gast

    Gast Guest

    Stimmt, aber es gibt noch genügend andere, die wohl den "Mindestanforderungen" der Reg TP entsprechen.

    @ ghost rider
    Inzwischen magst du Recht haben, da die Dialer insgesamt in Verruf geraten sind. Ursprünglich war jedoch die Idee gar nicht so abwegig, "Mehrwertdienste" per Dialer abzurechnen, quasi als Alternative zur üblichen Abrechnung per Kreditkarte.
     
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