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Li-Ion Akku Pflege

Dieses Thema im Forum "Hardware allgemein" wurde erstellt von frh, 28. August 2003.

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  1. frh

    frh ROM

    Registriert seit:
    28. August 2003
    Beiträge:
    3
    Wie kann ich das Leben meiner Li-Ionen Akkus für mein
    Notebook möglichst lange erhalte?
    Soll ich ihn voll geladen oder halb geladen lagern? Kühl und trocken ist selbst verständlich.
    Soll er ab und zu nach geladen werden?
    Soll man ihn ab und zu ent- und wieder aufladen?
    Meist heißt es Li-Ionen Akkus brauchen keinen Service. Dann heißt es wieder - bei falscher Behandlung sind die Akkus nach 2 Jahren hin.

    Wer weiß was zu diesem Thema

    Friedhelm
     
  2. sinus

    sinus Megabyte

    Registriert seit:
    24. August 2002
    Beiträge:
    1.447
    Lithium-Ionen-Akkus unterscheiden sich ganz wesentlich von den Akkus auf Nickel-Basis. Ohne ein ganz exaktes, elektronisch geregeltes Ladegerät geht hier nichts. Dein Pflegevorhaben kannst Du vergessen. Auf ein hundertstel Volt genau wird die Ladespannung gemessen und bei der maximal möglichen Ladespannung sofort abgeschaltet. Zusätzlich kommt eine Sicherheitselektronik im Akku-Gehäuse, die diese Abschaltung überwacht und eine Akku-Überhitzung verhindert. Natürlich kannst Du den Akku jedesmal entladen, indem Du das Ladenetzteil nicht anschliesst. Da hast Du aber nichts von, da diese Sorte Akku einem Alterungsprozess auch im Ruhezustand unterworfen ist. Das liegt an den sehr aggressiven Chemikalien dieses Typs. "Man" sagt, dass nach 2 Jahren ein Li-Io Akku am Ende ist. Das stimmt aber nicht ganz. Der Laptop meines Sohnes ist so alt und immer noch putzmunter (Medion). Wenn Du sehr lange Betriebspausen des Akkus hast, packe diesen in den Kühlschrank. Dann wird die rabiate Chemie etwas aufgehalten. Die wirkliche Haltbarkeit wird von der Qualität der Ladeelektronik bestimmt.
    Gruß Karl der Zweite
     
  3. revolverkopf

    revolverkopf Kbyte

    Registriert seit:
    5. Januar 2003
    Beiträge:
    462
    Die neuen Accus "sollen ... annähernd" keinen Memory-Effekt mehr haben.
    Aus den Bedienungsanleitungen meiner Elektrogeräte (z.B. Handy) ist jedoch ersichtlich, dass auch dieser Accu-Typ es bevorzugt bzw. die Lebenserwartung erhöht wird, wenn er wie die alten Accus immer vollständig be- und entladen wird. Und das in einem Durchgang.

    Also wenn der Accu im Gerät fast leer ist - das Gerät über Nacht anlassen - damit der Accu vollständig geleert wird.

    Danach vollständig aufladen.

    Mit dieser Verfahrensweise habe ich immer beste Erfahrungen gemacht - ich habe noch nie einen Accu nachkaufen müssen.

    Grüßli
     
  4. Geertakw

    Geertakw Kbyte

    Registriert seit:
    25. Februar 2001
    Beiträge:
    418
    Hi
    Wenn ich den entsprechenden Artikel der c't recht verstanden habe, ist ständige Wiederaufladen bei hauptsächlich am Netz betriebener Akkus nicht gut.
    Beste Lagerungsbedingen: kühl bei ca. 50% Ladung.

    Gruss
    Geert
     
  5. frh

    frh ROM

    Registriert seit:
    28. August 2003
    Beiträge:
    3
    Danke für die ausführlichen Tipps - leider ist es nicht das, was ich brauche. Mir geht es nur um Li-Ionen Akkus und deren Behandlung. Es handelt sich um zwei Notebook-Akkus, die ich auch nur im Notebook laden kann. Das Gerät erkennt, wenn der Akku voll ist und läd evt. nur kurz nach, wenn ich ihn länger nicht nutzte.

    Nochmals die Frage - Wie sollte ich die Akkus behandeln, dass sie möglichst lange möglichst hohe Kapazität behalten?
     
  6. Kruemel27

    Kruemel27 Kbyte

    Registriert seit:
    19. September 2000
    Beiträge:
    460
    Servus Friedhelm.

    Mal ein klein wenig über die Akku-Pflege.

    Die altbekannten Ni-Cd Akkus sollte man wirklich immer leer werden lassen und dann erst wieder aufladen. Nach Möglichkeit in einem Rutsch. So läßt sich der gefürchtete Memory-Effekt fast komplett verhindern. Heutzutage gibt es aber auch CPU-Ladegeräte die die Akkus mit kurzen aber sehr starken Stromimpulsen wieder aufladen. Durch tiefgründigere chemische Vorgänge innerhalb der Zellen wird auf diese Art und Weise der Memoryeffekt praktisch ganz verhindert, so das man diese Akkus auch mal aus halben Zustand wieder aufladen kann. Sind sie einmal aufgeladen, halten sie ihre Energie lange vor.

    Die NiMh-Akkus hingegen sind intern anders aufgebaut. Bei ihnen kommt es zwar im Laufe der Zeit auch zu einem kleinen Memory-Effekt. Aber bei weitem nicht so stark wie bei einem normalen NiCd-Akku der zudem in einem billigen Ladegerät aufgeladen wird. Die NiMh kann man zudem aus jedem Ladezustand wieder aufladen. Auch wenn man sagt, das man sie bei Gelegenheit auch zwischendurch mal ganz leer werden lassen sollte. Bei den NiMh sollte man beachten, das sie eine hohe Eigenentladung besitzen. Hierdurch eignen sie sich nicht so gut für lange Lagerung und sollten zwischendurch öfters mal nachgeladen werden oder in einem Ladegerät verbleiben, das eine Erhaltungsladung besitzt.

    Die Li-Ion-Akkus hingegen besitzen keinerlei Memory-Effekt. Sind bei gleicher Größe leichter und hochkapazitiver als die beiden erstgenannten Typen. Sie kann man jederzeit ohne Einschränkung wieder aufladen. Zudem können sie nicht überladen werden.

    Zum Abschluß sei noch gesagt, das es immer sehr stark am Ladegerät liegt wenn Akkus nach kurzer Zeit kaputt gehen. Manche laden einfach stur bis der Stecker rausgezogen wird. Manche laden stur eine gewisse Zeit und schalten dann ab und wiederrumm einige mit CPU-Steuerung nehmen sich jeden eingelegten Akku einzeln vor. Bei letzteren kann man so bei optimaler Pflege durchaus bei einem einfachen NiCd bis zu 3000 Ladezyklen erreichen.

    Grüßle Stefan
     
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