Linux: Brenner unter Linux.

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von mmertens, 15. Juli 2001.

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  1. mmertens

    mmertens Byte

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    Hallo liebe Leute der Linux-Gemeinde!

    Lebe und arbeite in Bolivien. In diesem Land haben sehr wenige Leute SCSI-Systema installiert, wenige USB-Ports und die Parallel-Schnittstelle ist halt die gaengigste.

    Habe ein (finde ich) tolles externes Geraet gefunden: Freecom Portable II Grey Combo 6.4.24.4 EU. Es ist ein CD/RW-Geraet das auch noch dazu DVD liest! Und es kommt noch besser: Man kann es einfach mit dem geeigneten Kabel an folgende Ports anschliessen: Parallel, PCMCIA, USB, USB-2, CardBus oder IEEE-1394 (FireWire/i.LINK). Fast zu schoen um wahr zu sein ...
    Die Hersteller (http://www.freecom.de) sagen: "Bei der Entwicklung des Freecom Portable II Combo sind alle Industrie Standards eingehalten worden".

    Hat jemand dieses Geraet unter Linux zum laufen, lesen und brennen gebracht? Auch durch den Parallelport? Wie muss man vorgehen? Wo holt man sich die Treiber dazu?

    Waere furchtbar dankbar, wenn jemand mir sagt, ja! es geht!

    Herzlichen Dank im voraus!!

    Manfred
     
  2. mmertens

    mmertens Byte

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    Vielen Dank Karsten!

    Dies war aber eine unerwartete Lektion. Werde mich gleich an die Arbeit mache! :)

    Herzlichen Dann wieder!!

    Manfred
     
  3. krskrt

    krskrt Byte

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    92
    Normalerweise unterstützt SuSe 7.2 nur das Lesen von CD}s auch im Brenner, wenn diese als IDE angeschlossen sind. Zum brennen muss das system den Brenner als SCSI-Gerät erkennen. Das ist einfach, die SCSI-Emulation einzustellen.Vorgehen:

    Abschalten der IDE-Unterstützung für den Brenner

    Zuerst wird die IDE-Unterstützung für das betreffende Laufwerk abgeschaltet.
    Melden Sie sich bitte als Root an. Starten Sie nun bitte YaST1 durch anklicken des YaST1 Menü-Icons in der KDE-Leiste am unteren Rand des Bildschirms. In YaST1 gibt es keine Mausunterstützung, bewegen Sie sich bitte mit dem Cursortasten durch die Menüs. Die Eingabetaste (Enter, Return) bestätigt, die Escape-Taste (Esc) bricht ab.
    Wählen Sie zunächst "Administration des Systems", dann "Kernel- und Bootkonfiguration" und zu guter letzt "LILO konfigurieren"

    Fügen Sie hier unter "Appendzeile für Kernel Parameter" ein:

    hdX=ide-scsi

    wobei Sie X gegen den Devicebuchstaben Ihres Brenners und Ihres CD-Laufwerkes tauschen.

    hda = Master am ersten Kontrollerkanal (normalerweise ist das die Festplatte)

    hdb = Slave am ersten Kontrollerkanal

    hdc = Master am zweiten Kontrollerkanal (typischerweise das CD-Laufwerk)

    hdd = Slave am zweiten Kontrollerkanal

    Wenn Sie in der Datei /var/log/boot.msg nach ide suchen, können Sie rausfinden an welchen Controllern Ihre Laufwerke angeschlossen sind. Wenn dort schon Einträge stehen, hängen Sie das hdX=ide-scsi einfach durch ein Leerzeichen getrennt hinten an.

    Wenn Sie noch ein oder mehrere weitere IDE CD Laufwerke haben müssen Sie auch für diese die Emulation eintragen. Auch diese Einträge werden durch Leerzeichen getrennt.

    Laden der SCSI-Emulation

    Öffnen Sie ein Terminal durch Anklicken des entsprechenden Icons in der Werkzeugleiste, oder drücken Sie die Tastenkombination ALT - F2 und geben Sie in der erscheinenden Kommandozeile ein: xterm

    Wenn Sie nicht als root angemeldet sind, geben Sie bitte

    su -

    und das Root-Passwort ein. Öffnen Sie nun mit Ihrem Lieblingseditor die Datei:

    /etc/init.d/boot.local

    (In Versionen <SuSe 7.1 heisst diese Datei /sbin/init.d/boot.local.) und tragen Sie am Ende der Datei folgende Zeile ein:

    /sbin/modprobe ide-scsi

    Das sieht dann folgendermassen aus:

    # ! /bin/sh

    #

    # Copyright (c) 1996 SuSE GmbH Nuernberg, Germany. All rights reserved.

    #

    # Author: Florian La Roche , 1996

    # Werner Fink , 1996

    # Burchard Steinbild , 1996

    #

    # /sbin/init.d/boot.local

    #

    # script with local commands to be executed from init on system startup

    #

    . /etc/rc.config

    #

    # Here you should add things, that should happen directly after booting

    # before we\'re going to the first run level.

    #

    /sbin/modprobe ide-scsi



    Korrektur der Einstellungen für die CD-Laufwerke

    Durch die SCSI Emulation sieht der Kernel den Brenner nicht mehr als IDE Gerät (und damit nicht mehr als z.B. /dev/hdc sondern als /dev/scd0).
    Bei der Installation wird aber automatisch ein sog. Link angelegt, der dem System sagt, daß das CD-Laufwerk (Brenner werden zunächst nur als solche gesehen) eben unter beispielsweise /dev/hdc liegt.
    Die Icons der CD-Laufwerke auf dem KDE-Desktop weisen aber nun auf /dev/cdrom, und dieser Link zeigt jetzt nicht mehr auf das CD-Laufwerk, resp. den Brenner, sondern ins Leere. Dies korrigieren Sie folgendermassen:

    Im noch geöffneten Terminalfenster geben Sie folgenden Befehl ein:

    ln -sf /dev/scd0 /dev/cdrecorder

    Dies setzt den Link für den Brenner neu. Wenn Sie ein zweites CD-Laufwerk mit SCSI-Emulation nutzen wollen brauchen Sie noch:

    ln -sf /dev/scd1 /dev/cdrom

    Wenn Sie als erstes Laufwerk Ihr CD-Rom haben vertauschen Sie scd0 und scd1. Um auch in Zukunft die Laufwerke richtig mounten zu können editieren Sie bitte die Datei

    /etc/fstab

    und ersetzen Sie die Zeile für den CD-Brenner das sie danach so aussieht:

    /dev/cdrecorder /media/cdrecorder auto ro,noauto,user,exec 0 0

    Für das CD-Rom sollte die Zeile so aussehen

    /dev/cdrom /media/cdrom auto ro,noauto,user,exec 0 0

    Für Versionen <7.2 lassen Sie das /media bitte weg und schreiben nur /cdrecorder bzw. /cdrom.

    Wenn Sie KDE benutzen Überprüfen Sie einmal mit der rechten Maustaste ob in den Eigenschaften für das Gerät /dev/cdrecorder bzw. /dev/cdrom eingetragen ist.

    Nach einem Neustart sollte Ihr System wie wie vorher funktionieren - aber eben mit funktionierender SCSI Emulation und damit funktioniert dann auch Ihr Brenner.

    -------------
    Danach gibt es allerdings das Phänomen, wenn CD-Rom und CD-Recorder am selben IDE-Port hängen, das beide nach dem mounten dieselben CD_Inhalte anzeigen.

    Übrigens auch Scanner sollen SCSI-Geräte sein.
     
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