Linux erweist sich als Katastrophe

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von UKW, 20. Januar 2004.

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  1. UKW

    UKW Megabyte

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    Es ist passiert was viele erwartet haben, nach einer Meldung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ist der Linuxausbau bei der niedersächsische Landespolizei gestoppt worden.
    Das Computersystem NIVADIS basierend auf Linux und Java von Sun versagt auf der ganzen Linie. Obwohl erst weniger als 50 % (22 von 50 Polizeistationen) ca. 5000 Arbeitsplätze vernetzt sind bricht das System stundenlang zusammen und wenn es arbeitet ist es so langsam dass wütende Polizisten wenn sie minutenlang die Sanduhr sehen wieder zur Schreibmaschine greifen. Die größte Linux-Realisierung Deutschlands bei der bisher bereits 80 Millionen Euro in den Sand gesetzt wurden ist meiner Meinung nach gescheitert.

    Bremen hatte bereits angekündigt dass sie NIVADIS einführen wollen aber die Client-Rechner unter Windows betreiben. Vielleicht sollten sie drüber nachdenken und auch Windows Server einsetzen und sich auch von Java-Implementierungen trennen.

    Nach diesem Desaster kann man sich vorstellen was München und vor allem den Einwohnern bervorsteht wenn die Stadtverwaltung auf Linux umgerüstet wird.
    Soweit zu Linux im produktiven Einsatz und auf dem "Desktop"... Linux eine Geldvernichtungssoftware ??

    weitere Details kann man hier erfahren:
    http://www.heise.de/newsticker/data/uma-17.01.04-000/

    Grüße
    UKW
     
  2. Wolfgang77

    Wolfgang77 Ganzes Gigabyte

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    @RaBerti1

    dass die einen oder mehrere Zenralrechner an einem Ort einsetzen kann man aus Sicherheitsaspekten schon verstehen. Du baust einen "Bunker" in dem du die Server unterbringst. Dieser lässt sich in Hinsicht auf Terroranschläge und Sabotage besser sichern als dezentrale Server. Das siehst du im IRAK.. ein PKW mit einem Kofferraum voll Sprengstoff reicht um eine Polizeistation und die Server auszuschalten.

    Aber das dürfte hier nicht das Problem seien da Linux auch auf Hochleistungs-Mainframes läuft. Das Problem sind die 24 Anwendungen die mit Suns rauchender Kaffeetasse realisiert wurden und die serverseitig laufen. An diesem Müll werden die scheitern und weniger an Linux. Da wird Bremen mit schnellen Windows Desktops auch wenig Erfolg haben wenn der Engpass bei den Server-Applikationen liegt.
    Mich würde interessieren welche Firmen hier involviert sind, die es fertigbringen 80 Millionen Euro zu verheizen um 5000 Rechner zu vernetzen.
     
  3. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Wird in der Ausschreibung auch drin gestanden haben - nur halt nicht im Vertrag. Wer hat eigentlich das Ding verzapft? Dürfte wohl in der selben Liga wie das Maut-Desaster laufen - alles wie "geschmiert".

    Gruss, Matthias
     
  4. DOS4ever

    DOS4ever Kbyte

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    Ich muss noch kurz was ergänzen:
    In einer Ausschreibung bzw. im Dienstleistungsvertrag für die Implementierung hätte ich auf jeden Fall folgende Punkte mit drin:
    - Ein 24*7 Service für die Hard und Software ist für 3 Jahre Teil der Ausschreibung und wird transparen an die angebotene HW/SW gekoppelt.
    - Eine Gesamtverfügbarkeit von 99.9 % pro Monat (ungeplante Ausfälle) ist zu gewährleisten. Im Falle der Unterschreitung der Verfügbarkeit sind vom Servicegeber ab dem zweiten Folgemonat XXXXX Euro pro 0.1 % niedrigerer Verfügbarkeit als Vertragsstrafe zu zahlen.
    - Das neue System muss über eine Pilotphase von mind. 3 Monaten seine Zuverlässigkeit unter Produktionsbedingungen nachweisen.
    - Während der Pilotphase muss die Datenbasis zwischen den bestehenden Altsystemen und dem zu implemtierenden System synchron sein (Fallback muss jederzeit möglich sein). Dafür sind entsprechende Connector- und Abgleich-Prozesse zu implementieren.
    - Bei Nichtabnahme des Gesamtsystems aufgrund schwerwiegender Gründe (auch nur in Teilbereichen) hat der Anbieter alle bisher angefallenen Aufwendungen zu tragen und das System zurückzunehmen.

    usw. usw. usw.
     
  5. nonicks

    nonicks ROM

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    1
    @UKW:

    Irgendwie reißt Du den kompletten Artikel aus dem Kontext.
    In dem Heise Artikel ist die Rede von NIVADIS.
    Auch erliest man eindeutig dass mit "System" die NIVADIS Applikationen gemeint sind.
     
  6. DOS4ever

    DOS4ever Kbyte

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    Linux ist bestimmt nicht das Problem! Wenn die Java-Anwendung eine Serverapplikation ist kann ich mir gut vorstellen, dass hier das Problem liegt... Java-Applikationen auf Servern sind meiner Erfahrung nach eigentlich immer eine einzige Katastrophe:

    - Schlechte Performance
    - Speicherfressend
    - Schlecht administrierbar

    hatte mal eine (SUN) JAVA-Applikation auf einem SUN E-6500 Server mit 12 CPU's und 12 GB Speicher am laufen, war wirklich fürchterlich in der Performance, sobald die Anzahl der gleichzeitig arbeitenden Anwender über 100 ging. Und das war wirklich ein Powerserver!

    Ich denke dass die Architektur im Backend total daneben ist... Und da gibts mal den Bereich HW der auf die Anforderungen der Software zugeschnitten sein muss und dann natürlich noch die Software und vorallem in solchen custom-designt server-apps gibt es unendlich viele Probleme die die lieben Programmierer einbauen können. Ich denke da nur mal an kilometerlange (weil nicht optimierte) SQL-Abfragen die jeden Datenbankserver ind der CPU und dem IO dichtmachen oder an ein bescheidenes Multiprozess/thread - Design der Anwendung...

    Mit Windows-Server wird das Ganze höchstens noch schlimmer (die ewigen Emergency-Reboots können ganz schön ärgern...)
    Und was eine Änderung der Clients bei Problemen mit einer Serveranwendung bringen soll entzieht sich meiner Logik...

    Je nachdem wo das Problem liegt kann man sich in der Architektur doch noch auf Clustering, Verteilung der Anwendung und/oder Wechsel der HW auf Enterprisesysteme (wie z.B. Fire 6800 Server von SUN oder die gute alte Regatta von BigBlue) besinnen. Das treibt natürlich die Kosten ganz schön nach oben, ich habe in meiner langjährigen Erfahrung als Projektleiter und Admin im Unix/Storage Bereich auf jeden Fall die Erfahrung gemacht, dass die eingesparten Kosten beim Abstrippen einer optimalen Architektur oder das Planen unter extremen Kostendruck das Gegenteil vom Gewünschten erzeugt und die Kosten (bei einer Systemlaufzeit von 3 Jahren (wird ja in der Regel geleast)) auf Dauer durch Flickschusterei und hohen Personalbedarf erhöht.
     
  7. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    ... steht da.
    Zentralrechner? Aha. Und alles andere dann Clients, die sich die Rechenzeit der Großkiste teilen müssen.
    Kann es sein, daß da die Architektur schon nicht stimmt?

    MfG Raberti
     
  8. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Das Problem wird nicht Linux sein, sondern eine vermurkste Anwendersoftware. Irgendwie tauchen solche Probleme immer in Verbindung mit Java auf. Kenne auch ein größeres Unternehmen, dass seine komplette Webapplikation in Java gegossen hat. Das System geht spätestens bei 5 gleichzeitigen Requests gnadenlos in die Knie.

    Gruss, Matthias
     
  9. wolfrein

    wolfrein ROM

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    SLES im Cluster + LifeKeeper + Oracle + SAP R/3 + (im Schnitt) 30 - 40 User auf HP DL580 G2
    kein Anwender-Gezeter, keine Abstürze, nix nix nix
    die Kisten schnurren nur so vor sich hin seit ca. 4 Monaten.
    Wir planen eine Migration unserer großen SAP-Cluster von Tru64 auf ebenfalls Linux

    ein relax-ter Admin :o
     
  10. Phil o'Soph

    Phil o'Soph Kbyte

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    335
    Womit wieder einmal bewiesen wäre: Die Wahrscheinlichkeit einen Yeti zu finden ist höher, als eine eilegende Wollmilchsau. Ob ein solches System reibungslos funktioniert, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
    • Vorbereitungszeit
    • durchdachte, umfassende Problemanalyse (Zeit)
    • die Entwickler müssen ihr System beherrschen
    • bei allen Vorbereitungen: REALITÄTSSINN, REALITÄTSSINN, REALITÄTSSINN!

    Phil
     
  11. windowsgott

    windowsgott Byte

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    87
    Ich habe ja immer gesagt, Linux ist niemals zu gebrauchen.
     
  12. windowsgott

    windowsgott Byte

    Registriert seit:
    29. November 2004
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    87
    Ich sage ja immer, Linux ist und bleibt schlecht.
     
  13. Nolimit

    Nolimit ROM

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    2
    ja dem kann ich leider auch zustimmen schwer und nur für Profis ;-)
     
  14. cirad

    cirad Kbyte

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    509
    Glücklicherweise gibt es genügend Alternativen zum Ausweichen, einige laufen sogar auf vernünftiger Hardware. Niemand ist zu Linux/Windows+PC gezwungen. :)
     
  15. ukostreba

    ukostreba Guest

    Egal ob linux oder windows oder sonst was sobald Java ins spiel kommt wird alles langsam und wenn dann noch schlechte programmierer arbeiten die nicht anwender freundlich arbeiten dann wird das ganz haarig.
     
  16. cirad

    cirad Kbyte

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    509
    Das gleiche gilt für Rechtschreibung und Grammatik. Sobald jemand Beiträge verfaßt, ohne sich an Rechtschreibung oder Grammatik zu halten, wird es haarig. In manchen Fällen sogar extrem.
     
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