Linux für München: Der Teufel steckt im Detail

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von rudolf-bruno, 10. Januar 2004.

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  1. rudolf-bruno

    rudolf-bruno ROM

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    In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war München auch arm dran, aber die Straßen waren sauber und die Straßenbahnen fuhren pünktlich.
    Nach mehreren rot-grünen Amtsperioden sind die Straßen verdreckt, der Sylvestermüll liegt zum Beispiel nach einer Woche des neuen Jahres immer noch auf vielen Straßen.
    Die S-Bahnen haben jede Woche mindestens ein Problem.
    Jetzt verärgert man auch noch einen der größten Gewerbesteuerzahler (Microsoft) im Großraum München, indem man Linux einführt und offensichtlich gar nicht genau weiß wieviele Probleme man sich damit einhandelt.
    Nur weiter so, München muß doch in Chaos und Pleite zu treiben sein!
    Da hilft dann auch kein Oktoberfest mehr.
    Warum tun die das nur???
     
  2. rudolf-bruno

    rudolf-bruno ROM

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    Ich wäre einmal interessiert, wer von den Linux-Befürwortern täglich mit diesem Betriebssystem arbeitet.
    Ich habe Linux einmal probeweise installiert und nach einem halben Tag wieder gelöscht.
    Die Schrift von Star Office war verwaschen und kein einziges Adobe Programm lief.
    Ich brauche z.B. Pagemaker, Framemaker und Photoshop für meine Arbeit.
    Bei Microsoft habe ich eine Hotline, wo ich jederzeit anrufen kann und es gibt Service-Packs für Windows und Office, die problemlos (wenigstens bei mir) zu installieren sind.
    Anstelle einer elektrischen Eisenbahn eignet sich Linux sicher gut als zeitfüllendes und preisgünstiges Hobby, aber sonst???

    Das Militär in USA hat sich auch gegen Linux und für Windows entschieden, ich zumindest denke, die verstehen mehr von Sicherheit als die meisten von uns.

    Rudolf, kein Microsoft Mitarbeiter und kein USA Fan
     
  3. UKW

    UKW Megabyte

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    1.438
    Hallo,

    Freiheit unter Linux bedeutet erstmal Einschränkung in der Auswahl der Hardware (Treiberproblem) un in der Auswahl von Software.
    Das einzige Argument das für mich zählt ist die Einsicht u. Offenlegung des Quellcodes von Linux und das man hier feststellen könnte dass der CIA keinen Trojaner eingebaut hat der zur Firmenspionage genutzt wird. Das ist halt der Schwachpunkt von Windows bzw. Microsoft.

    Auf die Lizenzkosten abzustellen kann man sich schenken. Was da an Spareffekt ensteht muss an anderer Stelle wieder investiert werden. Zu dem Ergebnis kamen auch schon Analysten die sich da besser auskennen als ich.
     
  4. chodo

    chodo Byte

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    Auf Dauer werden sie sparen, wenn sie MS den Rücken kehren. Das geht gar nicht anders, bei den Lizenzkosten. Ausserdem geht es um mehr: Um Freiheit. Und die kann (und will) MS nicht geben. Und wenn im Vorfeld alle meckern, stehen die Chancen tatsächlich schlechter. Also sollten alle Nörgler sich mal an ihre eigenen Nase fassen.
     
  5. UKW

    UKW Megabyte

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    1.438
    Hallo,

    das ist erstmal Quatsch.. da Microsoft auch in Deutschland Arbeitsplätze geschaffen hat und unterhält. Zweitens wird vermutlich IBM mit der Umrüstung auf LINUX beauftragt und dann geht das Geld auch in die US-Kassen.

    Die Umrüstung auf Linux wird viele Millionen Euro mehr kosten als eine Modernisierung mit Windows. In den Büros und auf den Computern wird es aussehen wie auf den Straßen von München nach Silvester.. überall Chaos, geringe Produktivität, Stillstand und unzufriedene Mitarbeiter. Sie werden scheitern und das Ansehen von Linux wird nachhaltig geschädigt werden.

    Grüße
    UKW
     
  6. gracchus

    gracchus Kbyte

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    140
    Der eher geringen Einsparung einer MS-Software steht wohl ein erheblicher Aufwand an Umschulung von Mitarbeitern entgegen. Und auch für die vielen Spezialanwendungen muß komplett neue Linux-Software gestrickt werden - und die gibt es auch nicht umsonst.

    Dennoch halte ich den Umstieg für richtig: Die Umschulung bezahlt man einmal, die M$-Lizenzen alle paar Jahre wieder aufs neue... Und wenn schon Geld ausgeben dann lieber für Personal als für Lizenzen. Und immerhin haben ein paar schlaue Leute schließlich ausgerechnet, daß auf die Dauer eben Geld gespart wird. Recht so!
     
  7. deejay-xap

    deejay-xap Byte

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    18
    Nun ja.

    Gerade wenn ich keine Kohle habe überlege ich mir es doch drei mal ob ich geschenkte Software einsetzen kann.
    Die paar Tausend Euro die an Lizenzen gesparrt werden geben die demnächst jeden Monat als Gehälter für den erhöten Administrationsaufwand aus.

    Aber volkswirtschaflich völlig richtig. Die Kohle für due Lizenzen geht (indirekt) in die US Kriegskasse, wobei die Linux-Admins den deutschen Arbeitsmarkt entlasten und die Steuern ja auch hier bleiben.
     
  8. mcatorf

    mcatorf Guest

    Im Prinzip halte ich den Umstieg für richtig. Allerdings - und da spreche ich als ITler im öffentlichen Dienst aus eigener Erfahrung - besteht immer die Gefahr, daß eine an sich gute Idee durch die verkrusteten Strukturen im öD blockiert und sabotiert werden.

    Außerdem muß natürlich beachtet werden, daß gerade im öD viele spezielle (und exotische) Anwendungen laufen. Und die sind urspr. für WINDOWS gestrickt worden. Der Umstieg auf Linux ist da u.U. problematisch.

    Aber mit SPD oder CDU/CSU hat das NICHTS zu tun. Im Gegenteil, um Microsoft mal zum Nachdenken zu kriegen müßten das noch viel mehr Behörden machen.
     
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