Linux gefällt mir immer mehr - wie stehts mit der Viren (usw.)-Sicherheit?

Dieses Thema im Forum "Linux-Distributionen" wurde erstellt von pedrog, 20. Januar 2005.

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  1. pedrog

    pedrog Guest

    Hallo allerseits,

    ich benutze ja sowohl XP als auch Linux; jetzt, nachdem ich auf L Browser und KMail eingerichtet habe - alles auch prima funktioniert, gefällt mir L immer besser.

    Jetzt meine Frage: Es gab im letzten Jahr einen Zeitraum, da wurde ich täglich mit verseuchten emails bombardiert die allerdings von Norton Antivirus treu und brav erkannt und eliminiert wurden.

    Was passiert eigentlich (oder wäre passiert), wenn ich diese mails unter Linux geöffnet hätte??


    Gruß,
    pedrog
     
  2. Luke Tuxwalker

    Luke Tuxwalker Byte

    Registriert seit:
    7. Juni 2003
    Beiträge:
    84
    Hallo,

    Diese Frage ist einfach geklärt. Zunächst einmal wird bei dir unter Linux nichts geschehen. Denn die meisten E-Mails können nur unter Windows "wirken", da sie bestimmte Funktionen und Sicherheitslöcher der Software (Outlook Express,Internet Explorer, ...) verwenden.
    Es gibt einige Linuxviren, aber imho ist diese Gefahr noch vernachlässigbar. Linux kommt auch zu Gute, dass die einzelnen Internetprogramme nicht zu tief in das BS eingebettet sind und dass es eine sehr gute Nutzerverwaltung hat.

    Aber man muss bedenken, dass wenn man sich eine infizierte Mail speichert ohne einen Antiviren-Scanner drüber laufen zu lassen und diese dann weitergibt, es doch einen Windows-Rechner erwischen kann.
     
  3. cirad

    cirad Kbyte

    Registriert seit:
    24. Februar 2001
    Beiträge:
    509
    Nichts, es gibt im Wildlife keine Linux-Viren. Das muß natürlich nicht so bleiben und angenommen, da wäre ein Linux-Virus dran, was soll er machen? Jemand muß ihn erstmal starten. Erstens gibt es aber unter GNU/Linux keine relevanten Dateiendungen, erst recht keine ausgeblendeten, so das das ausversehen wohl kaum passieren kann. Zweitens mußt du in den Rechten einer Datei explizit angeben, daß sie gestartet werden kann, ansonsten kommt ein Permission Denied.

    Gibst du die Rechte und startest den Virus, so kann er dir mit den Rechten deines Benutzers alles kaputt machen. Also in der Regel dein Homeverzeichnis und vielleicht noch die Benutzerdaten unter /var (cron, Mails, etc.). Der Rest des Systems ist nicht betroffen, ein Backup des Homeverzeichnisses des Benutzers zurückzuspielen reicht dann.

    Linux scheint hier aber besonders in letzter Zeit einige Probleme zu haben, so gab es in den letzten Monaten mehrmals eine Lücke, mit denen sich root-Rechte erlangen ließen. Meist gibt es aber notwendige Voraussetzungen, beispielsweise daß nur Multiprozessorsysteme betroffen sind oder eine ganz bestimmte Konfiguration nötig ist. Über solche Lücken könnte dann auch das ganze System von einem Virus beschädigt werden, aber wenn es soweit gekommen ist, hat man bereits einiges falsch gemacht. Meist sind die Lücken ohnehin so schnell geschlossen und es gibt soviele unterschiedliche Kernel (viele Distributionen patchen den Kernel) und Konfigurationen, daß eine Programmierung eines Viruses recht unattraktiv ist. Darauf sollte man sich natürlich nicht verlassen.

    Egal was für RPM-Pakete man runterläd (auch als Attachement), es ist immer sinnvoll, Prüfsummen zu überprüfen, bevor man etwas ausführt oder installiert. Damit weiß man daß man auch das erhalten hat, was man erwartet. Außerdem sollte man auf seine Rechte achten. Nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern schlichtweg auch, damit Viren sich nicht leicht verbreiten können und somit im Wildlife nicht lange überleben.
     
  4. Ace Piet

    Ace Piet Computerversteher

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    3.325
    Ich lese "es wirkt" und ich denke an Besitzer von GENAU einem PC, die hier flamen. Ein LINUX-Router (ggfs. auf CD) braucht nichts auf sich *wirken* zu lassen. Er sollte OS-unabhängig prüfen können. Er schützt ein Netz und kein OS.

    Also Thema verfehlt.
     
  5. Michael Bolz

    Michael Bolz Byte

    Registriert seit:
    22. Mai 2000
    Beiträge:
    95
    Hallo!
    Ich hab meinen Linux-Rechner als Gateway eingerichtet, darüber gehen jetzt meine Windows-Clients ins Internet....ist ne feine Sache.....Viren unter Linux gibts tatsächlich kaum....allerdings ist Linux auch nicht so bekannt wie Windows....wenn man Pech hat, kann sich das auch irgendwann mal ändern....wollen wir hoffen, dass zwar der Beliebtheitsgrad steigt aber die Virengefahr so klein wie immer bleibt..... ;)

    Habe die Ehre...
     
  6. pedrog

    pedrog Guest

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die teilweise erschöpfenden Antworten; besonderer Dank an @Cirad, der mich ja mal zusammengefaltet hat, weil ich mir von Markt+Technik das Buch von Stefanie Teufel "Jetzt lerne ich LINUX" gekauft habe http://www.pcwelt.de/forum/showthread.php?t=135286. Mittlerweile habe ich aber auch Michael Kofler und lerne fleißig Linux. :p :p

    @Ace Piet, was meinst Du eigentlich mit flamen und "genau" einem PC. Ich habe nur einen einzigen PC und die Frage gestellt, weil mich mein allereinzigster PC sehr interessiert und nicht jeder gleich ein ganzes Netzwerk administriert.


    Ich habe noch eine Zusatzfrage:

    Wie sich das so gehört, habe ich mein XP auf NTFS-Partitions eingerichtet, Linux auf ext2 und um von beiden Systemen auf bestimmte Dateien gemeinsam zugreifen zu können, habe ich mir noch eine separate FAT 32 Partition installiert. Meine emails, die ich über Linux runterhole - über das ja kein Norton wacht - speichere ich in der FAT 32 Partition ab. Was würde eigentlich passieren, wenn ich diese mail (infiziert, wohlgemerkt) später mal öffne, und zwar 1. unter XP und 2. unter Linux.?


    Gruß,
    pedrog
     
  7. Ace Piet

    Ace Piet Computerversteher

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    3.325
    Wer GENAU einen PC unter Linux fährt, meint, die Domäne wäre der Desktop-Betrieb. Für ein reinrassiges Serversystem eine *eingeschränkte* Arbeitsweise. Unter diesem Aspekt kommt man natürlich nicht über die Frage hinaus, ob DIESES eine System befallen werden kann.

    Es ist aber sehr wohl interessant, ob irgendein System ein anderes schützen kann. - Die Tendenz heute geht nicht nur zum Zweitbuch, sondern auch zum Zweitrechner. Da fängt ein *ganzes* Netzwerk schon an.
     
  8. pedrog

    pedrog Guest

    Hallo @Ace Piet,

    die feinen Untertöne im Forum sind letztlich das Salz in der Suppe; so habe ich über LINUX mittlerweile nicht nur zwei Bücher sondern sogar noch ein drittes von Suse.

    Ich hab sie noch nicht genau gezählt, aber ansonsten besitze ich ca. 500 - 600 Bücher; die Tendenz zum Zweitbuch habe ich also schon erfüllt. Dafür bin ich aber auch schon ziemlich alt.


    Nichts für ungut.

    Herzlich,
    pedrog
     
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