Linux-Probleme in München: Alles halb so wild?

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von SirAlec, 12. Juli 2005.

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  1. SirAlec

    SirAlec Kbyte

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    Hat denn schon irgentwann einmal in der Geschichte der Menschheit so eine, oder ähnliche, Umstellung geklappt ohne das es grobe verzögerungen und extreme Kostenexplosionen gab ?? NEIN ! Warum sollte es nun diesmal anders sein, schliesslich möchten auch alle Beteiligten einen lange existierenden, gut bezahlten Job behalten und der Staat bezahlt ja. :aua:
    Ich tippe mal auf riesen Probleme in 2006, Kostenexplosion in 2007 und wechseln auf MS in 2008 nachdem mehr Millionen versenkt wurden als eine komplette Neubestückung mit MS-Produkten :eek:
     
  2. PC-Schrotti

    PC-Schrotti Byte

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    @ SirAlec

    Wer so schön in die Zukunft schaun kann, sollte bei Gardner oder dergl. anheuern: die brauchen noch 'n paar fähige Berater und Marktbeobachter.
     
  3. War ja abzusehen, daß eine leidlich funktionierende IT-Infrastruktur nur in mangelhaftem Maße durch Frickelsysteme ersetzt werden kann. Tja, ade, schönes München ... den Haushalt dieses und der kommenden Jahre würde ich nochmal revidieren :-P hihi
     
  4. bigandre

    bigandre Byte

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    Wenn Mann/Frau von Linux keine Ahnung hat --> [​IMG]
     
  5. Zeus

    Zeus Halbes Megabyte

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    Ähnliches, was SirAlec im ersten Absatz seines Beitrages als Bedenken artikulierte, dachte ich mir auch: nicht nur Umstellungen vorhandener PC-Systeme verlaufen problemfrei. Auch im Falle der Windows-XP-Migration wären Probleme bei der Umstellung nicht ausgeblieben. Das belegen Erfahrungswerte.

    Dennoch halte ich die Entscheidung Münchens grundsätzlich für ideologisch gefärbt - und da liegt der eigentliche Fehler. Windows gegen Linux auszutauschen wäre das geringste Problem. Die vorhandenen Daten unter Linux zum Laufen zu bringen als auch die Mitarbeiter zu schulen - da kommt Freude auf...
     
  6. Jiry

    Jiry Byte

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    Sobald die Medien irgendwo etwas entdecken, dann wird immer gleich mit dem dicken Hammer zugeschlagen. Wenn sich mal jemand als falsch dargestellt beschwert, werden die Medien gleich alle sehr empfindlich.
     
  7. Gothie

    Gothie Kbyte

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    Sers.

    Es war natürich KLAR, das nun alle über Linux herziehen, weil es ja doch nicht so Unfehlbar ist. Ich meine Kostenexplosion hin oder her, mit Microsoftprodukten wäre das Bugget wahrscheinlich schon längst überzogen worden. Wobei bei der Integration von Linux noch viel Luft ist.

    Ich weis, was man an Linux selber noch ändern kann das eine Schnittstelle läuft. Und so, das keine Mehrkosten entstehen. Mach das mal einer unter Microsoftprodukten, und das ohne den bereitgestellen Quellcode, das lässt sich der Support dementsprechend teuer bezahlen.

    Gothie
     
  8. ReinerK

    ReinerK Byte

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    Ahnung ? Wer ?...Auf dem It-Markt schleichen sich ( ob MS oder Linux oder..oder... ) auch Leute mit "gefährlichem Halbwissen" rum.
    Linux oder MS , ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich in München ( und darum geht's ja hier ) ernsthaft Gedanken gemacht hat beim Planen dieser Umstellung. Na da war doch sicher wieder ein hochbegabter, gutbezahlter und enorm erfahrener IT-Professional am Werk : 25 Jahre mit 20 Jahren Jahren Berufserfahrung und Schulabschluss in Deutschland..na gut...Hauptsache die Krawatte sitzt, und die Haare sind sind gestylt
     
  9. _sid_

    _sid_ Halbes Megabyte

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    Du kennst unsere IT-Abteilung? :D

    Ne, mal ehrlich - ich finds "unter aller ***", was sich heutzutage alles Computerfachmann nennt. Ich will damit nicht von mir behaupten, dass ich einer bin, sondern lediglich mal festhalten, dass es doch nicht angehen kann, dass völlig unausgebildeten Leute an irgendwelchen komplexen Systemen rumdoktern.

    Aber das ist der Firma doch nur Recht. Die kosten ja nix. Wenn ich sehe, was die bei uns dort verdienen kann ich nur sagen - kein Wunder! Aber geschulte wirklich gut ausgebildeten Leute kosten halt mehr. Da kann schon mal zwei, drei Augen zudrücken und die Sicherheit, Verfügbarkeit, Performance und Stabilität des ganzen Netzwerks aufs Spiel setzen.

    Also, manchmal...!
     
  10. BodoGiertz

    BodoGiertz Kbyte

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    Es hat schon oft genug funktioniert in vielen Verwaltungen inden USA und Europa !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  11. ReinerK

    ReinerK Byte

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    Nee eigentlich nicht, aber Du sprichst mir aus der Seele
     
  12. _sid_

    _sid_ Halbes Megabyte

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    Mir ist gerade ein gutes Beispiel eingefallen:

    Vor etwa einem Jahr kursierte ein Virus im Netzwerk. Wir wurden alle brav informiert, an dem Problem werde gearbeitet. Netterweise lieferte man gleich die Virenbezeichnung mit. Also hab ich mal nachgesehen, was denn das überhaupt für ein Virus ist. Leider weiss ich nicht mehr, was es für ein Virus war, aber jedenfalls habe ich leicht rausgefunden, dass es ein Virus ist der sich über Filesharingtools a la Kazaa verbreitet.
    Da müssten doch einem Systemadministrator sämtliche Alarmglocken schrillen und sofortige Konsequenzen erfolgen.

    Was passierte? Nix. Warten, bis die Virendefinitionen des (Norton-)Scanners aktualisiert sind, drüberlaufen lassen, gut ist.
     
  13. Zestus

    Zestus Byte

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    ganz meine Meinung :dafür:
     
  14. thoddy

    thoddy Byte

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    Lieder ist diese in vielen Firmen der alltäglicher "Wahnsinn". Wirklich gute Fachleute findet man leider sehr selten vor. Meist die mit einem gefährlichem "FALSCHWISSEN". Ich nehme mich selbst als Beispiel - ich habe etwa 25 Jahre Erfahrung auf dem IT-Sektor, auch mit Arbeiten wie Schlitze stemmen bis hin zur Inbetriebnahme. Aber ich bin immer noch der Meinung, dass ich noch "Lücken" habe. Besser so, wie bei vielen der "IT-Systemhäuser". Ich möchte keinesfalls behaupten, es gäbe keine fähigen Leute in den IT-Abteilungen oder -Dienstleistern.

    Nicht nur dass eine Umstellung von System A auf System B immer mit einigen Problemchen begleitet wird, sondern dass die Migration in diesem Fall ein anderer ist, wie von MS auf MS.

    Man kann nur hoffen, dass die Umstellung mit den an Windows geeichten "Mitarbeitern" in einem vernünftigen Rahmen glückt. Leider kann niocht bei allen Projekten der "User" absolut korrekt "berechnet" werden.

    Diese Tools werden zum Trotz sogar von einigen "Administratoren" zum saugen von Medieninhalten eingesetzt. Auch mit Zustimmung der Geschäftsleitung.

    Wenn der Chef wüsste, was ihm das kosten könnte :aua:
     
  15. Denise v. Hoorn

    Denise v. Hoorn Byte

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    Ich muß dazu mal anmerken, daß wir in unserer Abteilung die Internet-PCs auf Linux laufen lassen werden. Diese Integration ist um ein vielfaches einfacher als die Umstellung eines bereits existierenden (Windows-) Systems auf Linux.
    Die Verzögerung dürfte meiner Einschätzung nach weniger darin liegen, daß man nicht hinterherkommt die Linux-PCs einzurichten oder das Netzwerk umzustellen, sondern eher darin die in der Münscher Verwaltung benötigten und vorhandenen Programme zum Laufen zu bringen.
    Alles was vorher an Programmen laufen mußte und ich rede nicht von Office oder Grafikprogrammen, sondern von speziell für die Müncher Verwaltung von Firmen geschriebene Programme, muß hinterher auch wieder laufen. Dazu braucht es Modifikationen oder auch komplettes Neuschreiben.
    Und oft ist mit einer solch einschneidenden Änderung eines gesamten Systems auch oft die Modernisierung der Hardware eingeläutet, weil man schon mal dabei ist Chaos zu verursachen. Und das braucht seine Zeit.
    So manch ein Bau ist in Zeitverzug gewesen, aber hat man ihn deswegen wieder abgerissen?

    Berlin führt - so berichteten die Medien - ein neues polizeiliches Informationssystem ein, das läuft auf Windows und es gibt erhebliche Verzögerungen und massenhaft Schelte von den Medien. Von "gescheitert" ist da schon die Rede. Soll man deshalb nun auf Linux umstellen, damit es gut läuft, weil es "mit Microsoft-Betriebssystem gescheitert ist"?

    Daß die ausschließlichen Befürworter von Windows hier nun schon jubeln, halte ich zum einen für verfrüht, zum anderen für unangebracht. Die meisten dieser Windows-Befürworter, die ich kennegelernt habe und die ebenfalls so am brüllen waren, konnten ein paar kleine wirklich harmlose Fragen zu Linux nicht mal beantworten und bewiesen damit daß sie Linux nicht mal gesehen hatten, außer auf Fotos oder "mal irgendwas gelesen".

    Angesichts der immer gefährlicheren Viren und Würmer kann man die Entscheidung Münchens nur begrüßen und hoffen, daß sie ihre Porbleme in den Griff bekommen.

    ...und das schrieb ein ehemaliger Windows-Nutzer der auffe Malooche in einem großen Netzwerk zunehmend mit den Unzulänglichkeiten von Windows (2000/XP) zu kämpfen hat.

    Denise van Hoorn
     
  16. Simon_says

    Simon_says Byte

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    Stellt euch eine Firma mit 20000 Mitarbeitern vor, die aufgeitlt in 20 Abteilungen uunterschiedlichste Aufgaben zu bewältigen haben, das alles jeweils mittlerweile computergestützt.
    Diese Aufgaben haben in den letzten 2 Dekaden hunderte von speziellen Softwarelösungen erforderlich gemacht, die vielleicht sogar schon auf Microsoft mit ach und Krach zu verwirklichen/migrieren waren.
    Probiert selbst mal, ein in OpenOffice 2.0 (beta) komplexer formatiertes Dokument in MS aufzumachen oder umgekehrt (erschütternd!)
    Stellt euch nun noch vor, dass es in der Verwaltung einer Millionenstadt hunderte bis tausende solcher Vorlagen gibt, dass diese alle umgesetzt werden und danach noch funktionieren müssen UND das gleichzeitig sichergestellt sein soll, dass Korrespondenz nach außen in jeglicher Form funktionieren muss.
    Letztendlich soll das ganze noch möglichst gar nichst kosten und sofort fertig sein!
    HEY LEUTE! Hat schon mal jemand privat versucht Linux (egal welches) auf einen Laptop zu spielen und wieviele von den sogenannten Könnern da draußen sind schon daran gescheitert??
    DAS ist ein echtes Mammutprojekt MIT ANSPRUCH, die ganze Welt schaut drauf (und wartet auf das Scheitern, und wirft MS derweilen weiterhin Millionen an Lizenzkosten in den Rachen.
    Hier schwingt sich eine Kommune (der Buhmann für alles, die öffentliche Hand) einmal auf, etwas LANGFRISTIG wirklich Vernünftiges und letztendlich DANN auch wirtschaftliches aufzubauen - geben wir doch München Zeit und unterstützen das Projekt wo und wie wir können!
    says Simon
     
  17. thoddy

    thoddy Byte

    Registriert seit:
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    <hijack>
    Sehr gutes Beispiel!
    Nur ein kleiner Vergleich der eingebetteten Grafiken für ein Dokument im RTF-Format:

    MS - RTF --> komprimiert
    OO - RTF --> unkomprimiert
    </hijack>

    Leider ist dies der Fall bei vielen Umstellungen. Es ist erheblich einfacher auf einen "altbekannten" Umzusteigen, als sich mit einer wirklichen Änderung zu befassen.

     
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