Linux unbemerkt auf dem Vormarsch

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von AstroCat, 27. Oktober 2004.

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  1. AstroCat

    AstroCat Byte

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    13
    Das ist genau die Fortführung der Entwicklung die sich schon seit Jahren abzeichnet.
    Vieles um Linux herum passt: der Open-Source-Gedanke, die Stabilität des Systems, die Performance, der Wettbewerb, die Möglichkeiten, usw...
    Was bei Linux-Desktop Systemen nach wie vor nicht passt, ist die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Auch wenn die Entwicklung vorangegangen ist: vielfach ist die Bedienung für den "Normaluser" (Einschalten-Problem lösen-Ausschalten) noch zu kompliziert und zu aufwendig. Vor allem dann, wenn's technisch mal hakt. Wohlgemerkt, wenn die Linux-Industrie Windows einen entscheidenden Teil des Marktkuchens abschneiden will. Der Markt reagiert postwendend: Linux scheint sich dort immer mehr durchzusetzen, wo entweder der User sich spezialisiert und sich intensiv mit Linux auseinandergesetzt hat oder aber bei den "embedded systems" in denen Linux als solches nicht an die Benutzeroberfläche durchgereicht wird.
    Gehässig könnte man jetzt fragen, wann denn der PC als Desktop-Maschine von den Tischen verschwinden wird.

    Im Grunde wird damit der Linux-Gemeinde und den Distributoren überdeutlich und kostenlos ein Pflichtenheft gereicht, aus dem hervorgeht, was noch zu tun ist. Also hopp ...!

    Aber bei allem Vorwärtsstreben von Linux: es darf nicht alleine zu einem Werkzeug zur Brechung eines Betriebssystem-Monopoles mutieren. Hier vermisse ich ein wenig die Eigenständigkeit. Zu oft (fast immer) wird Linux in einem Atemzug mit Windows genannt und verglichen. Wo bleibt z.B. mal eine Desktop-Anwendung die unter Linux läuft und die es unter Windows, MacOS & Co. gar nicht gibt? Eigene, kreative, mutige Ideen dürfen's meiner Meinung nach schon sein.
     
  2. mopani

    mopani Kbyte

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    Beiträge:
    326
    Ich halte Linux in einigen Bereichen für wesentlich besser, als man es sonst von Betriebsystemen gewohnt ist. Es befindet ich aber nicht auf dem Vormarsch, den man hier implizieren will.

    Als Inhaber eines IT-Dienstleistungsunternehmens kann ich aus Erfahrung sagen, dass sich Linux nicht so leicht durchsetzt, wie es allgemein Glauben gemacht wird. Im Gegenteil. Niemand würde sich die Software installieren, wenn bei seinem neuen Rechner bereits eine dabei ist. Man müsste schon dafür sorgen, dass Betriebsysteme stets unabhängig von Rechnern verkauft werden müssen.

    Natürlich betreuen auch wir Unternehmen, die Linux einsetzen. Aber nur zur Kostenminimierung. Es ist aber kein Unternehmer dabei, der professionelle Software im Einsatz hat und sich Linux wünscht. Auch würden wir sicherlich niemals Linux als alleiniges Netzverbundsystem in einem Unternehmen einrichten. Wer glaubt Linux sei hier besser, der irrt sich aber gewaltig.

    Hört also auf ein System nur deswegen schönzureden, damit es eine ernstzunehmende Konkurrenz werden kann. Je mehr Menschen Open Source benutzen, desto mehr zwielichtige Gestalten machen sich daran Hintertüren aufzumachen und zu nutzen. Und erzählt jetzt blos nicht, dass es keine gibt. Bei Windows95 hatte man auch behauptet, es wäre fast unangreifbar. Heute sind mehr Sicherheitslücken in Windows-Systemen bekannt als man auch nur entfernt vorstellen konnte. Bei Linux wird das nicht anders sein.

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