Mannesmann-Prozess + Name "Post"

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von x0x2x4x6x8, 21. Januar 2004.

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  1. x0x2x4x6x8

    x0x2x4x6x8 Halbes Megabyte

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    Beiträge:
    571
    Hallo mal wieder:wink:

    Ganz bestimmt habt ihr ja auch etwas vom Prozess gegen die Manager von Mannesmann -D gelesen/gehört/gesehen/wie auch immer. Mich inteeressiert einfacjh nur, wie ihr darüber denkt.

    Also aus meiner Sicht ist das eine einzige Sauerei, dass die da Abfindungen in Millionenhöhe bekommen. Irgendwie ist das doch viel zu hoch, oder? Klar, die haben auch was geleistet, aber wieso kriegen die da gleich 15 Millionen ? oder noch mehr genehmigt??? Was soll das????
    Und vorhin hab ich auch noch in den Nachrichten gehört, dass sie schlimmstenfalls sogar mit einer Freiheitsstrafe rechnen müssten! Oh nein, wie schlimm; wenn es nach mir ginge, würden alle so korrupten Leute eingesperrt, als Abschreckung für den Rest, denn was bringt es, wenn sie Geldstrafen zahlen müssen? Nix, Geld haben die ja schließlich genug und Geldstrafen von mehreren Millionen ? / $ gibt's ja (fast) nur in den USA.


    Dann hab ich auch noch in den Nachrichten gesehen, dass das Unternehmen Deutsche Post AG das Wort Post schützen lassen will und kleinere Unternehmen dagegen (zurecht, wie ich finde!) geklagt haben. Die Deutsche Post AG begründet den Schritt damit, dass das Wort Post auch mit dem Unternehmen verbunden sei. Schwachsinn, denke ich, denn wenn ich die Post aus dem Briefkasten hole, hat das (fast) nix mit dem Unternehmen Deutsche Post AG zu tun (das meiste kommt bei uns nämlich vom Westdeutschen Post Service, kurz WPS). Und auch bei dem Begriff elektronische Post (E-Mail) denke ich nicht ans Unternehmen, wieso dürfen sich andere Firmen dann nicht auch irgendwie Post nennen? Wenn ich von "der Post" rede, meine ich (fast) immer die Briefe. Auch hierzu würde mich eure Meinung interessieren.
     
  2. hoegi1973

    hoegi1973 Kbyte

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    Beiträge:
    224
    Die einzig vernünftige Entscheidung in diesem Prozeß wäre ein lupenreiner Freispruch für alle Angeklagten. Es ist ein absolutes Unding, daß sich die Herren Ackermann, Esser, Zwickel etc. für einen ganz normalen Geschäftsvorfall vor Gericht verantworten müssen. :mad:

    Sind wir inzwischen schon soweit, daß uns nun auch die Juristen einen weiteren Standortnachteil verschaffen wollen? Die Reaktionen im Ausland auf diesen Prozeß reichen von verständnislosem Kopfschütteln bis hin zu regelrechten Lachanfällen... :(

    Und die Mehrheit der Bevölkerung will die Angeklagten sogar im Gefängnis sehen - armselig, Deutschland, absolut armselig! Aber im Bereich der wirtschaftlichen Problemstellungen ist es hier ja so üblich, daß sich selbst die Ahnungslosesten als Fachleute aufspielen und meinen, überall und ungefragt ihren Senf dazugeben zu müssen. Dazu passend ein Zitat von Dieter Nuhr: "Wer von irgendetwas keine Ahnung hat, einfach mal Klappe halten!"

    Hier mal eine Liste der weitverbreitetsten Vorurteile im Bereich BWL / VWL, die sich trotz Informationen durch Fachleute nicht auslöschen lassen:
    - Arbeitszeitverkürzung bzw. Verbot von Überstunden schafft Arbeitsplätze :muhaha:
    - Vermögenssteuern sind gerecht :muhaha:
    - Lohnerhöhungen stärken den Konsum soweit, daß neue Arbeitsplätze geschaffen werden können :muhaha:
    - die meisten Unternehmen erwirtschaften fette Gewinne :muhaha:

    So, genug des Ausfluges in das Grusel- und Kuriositätenkabinett...

    mfg


    hoegi1973
    :rock: :rock: :rock:
     
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