Massiver Dialer-Betrug: Hauptverdächtiger in Haft

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von P.A.C.O., 25. April 2005.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. P.A.C.O.

    P.A.C.O. Ex-Foren-Bulle

    Registriert seit:
    9. Juli 2002
    Beiträge:
    19.129
    die relation von 250 anzeigen zu 100.000 vermutlich geschädigten, zeigt doch, wie gross das interesse ist, dass der mann bestraft wird.

    würde gerne mal wissen, wie viele männer bei den 100.000 bei sind.
    100.000 ?

    alles starke kerle, die schön auf den ****oseiten rummachen und sich dann natürlich nicht trauen, zur polizei zu gehen. denn würdens ja die frauen mitkriegen. also - die besten opfer...
     
  2. brock

    brock Byte

    Registriert seit:
    20. Juli 2001
    Beiträge:
    53
    Hallo, fideler Castro,

    es handelt sich bei den Geschädigten beileibe nicht nur um bumsfidele Männer. Die eigentliche Schandtat des Dialer-Teams liegt vielmehr darin, dass hunderttausendfach Mails mit vermeintlichen Postkarten-Grüßen verschickt worden sind. Text ungefähr so: "Für Dich ist eine Postkarte hinterlegt. Wenn Du sie nicht bis morgen abholst, wird sie gelöscht." Meine damals noch minderjährige Tochter hat arglos den Link angeklickt und war ohne Einwahlwarnung plötzlich in einer belanglosen ****oseite, wo sie sich nach zwei Sekunden (Ich konnte es rekonstruieren!) vor Schreck wieder weggeklickt hat. Kosten in der Telefonrechnung: Fast dreißig 30 Euro. Ich war einer der ersten Anzeigesteller und musste zudem einen acht Monate langen Kampf mit der geldgeilen Telekom kämpfen, die mir sogar mit Klage gedroht hatte, wenn ich den Betrag nicht bezahlen würde. Am Ende haben alle Beteiligten der Gegenseite klein beigegeben - aber erst, als einer der Hauptschuldigen von der Staatsanwaltschaft endlich in Kost und Logis genommen worden ist.

    Ich weiß aus vielen Foren-Diskussionen, dass seinerzeit viele andere entnervt aufgegeben und bezahlt haben. Die meisten hatten dummerweise die Daten für eine handfeste Beweislage nicht gesichert.

    Übrigens, Fidel: Woher nimmst Du eigentlich Deine Gewissheit, dass es alles Männer sein müssten . . Du bist doch selber einer?!

    Grins und Gruß von Brock
     
  3. knop290

    knop290 Kbyte

    Registriert seit:
    26. August 2004
    Beiträge:
    236
    Entschuldige bitte, aber irgendwas läuft bei euch im Bogen.
    Entweder ihr 'abeitet' alle am selben PC damit sowas überhaupt passieren kann, oder ihr habt ein Server/Client Netzwerk, bei dem die Mails nicht gefiltert werden oder sonstige Sicherheitseinrichtungen fehlen..

    Bei mir läuft das so: Tochter hat ihren eigenen PC (Client) und kann über meinen PC (Server) ins Internet, ohne Einschränkung.
    Da sie genau weiss, was sie darf und was nicht, wird nicht jeder Klick ausgeführt der auch angeboten wird.
    By the way: Sie ist erst 10!
    Alle ihre eingehenden eMails laufen bei mir auf, werden gefiltert und wenn ok, dann an ihren Account weitergeleitet. Alle Spams und sontig verdächtige Zeugs: DELETE!
    Verschicken kann sie, was sie will, das juckt mich nicht.
    Das geht hier alles auf Vertrauensbasis und schon seit 4 Jahren(!) ohne Probleme...
     
  4. brock

    brock Byte

    Registriert seit:
    20. Juli 2001
    Beiträge:
    53
    Tach, Knop, ich bin beeindruckt.

    Mal ganz im Ernst: Totale Sicherheit gibt es nicht im Netz. Aber höchste Wachsamkeit und allzeit aktuelle Viren- und Adaware-Signaturen können Deinen PC fast - aber eben nur fast! - sicher machen. Das gilt auch bei mir. Bis jetzt - toi, toi, toi - ist kein Computer verseucht worden.

    Auch meine Töchter sind auf der Hut und wissen genau, was man darf und klicken sicher keinen Anhang an, wenn sie nicht genau wissen, von wem er kommt und was er bringt. Wenn aber bei einem Teenager eine vorzüglich getarnte Mail ins Postfach schneit, die ja noch keinen Trojaner oder Virus im Gepäck hatte, sondern nur zu einer angeblichen "Postkarten"-Seite verlinkt war, wo ein Dialer im Hinterhalt lauerte, kann's trotz aller Warnungen mal schieflaufen (Merke: Auch Pfarrerstöchter können mal ein Bankert nach Hause bringen!).

    Ich bin natürlich lernbereit: Kannst Du mir mal erläutern, wie die damalige Gefahr hätte ausgeschlossen werden können, wenn jeder an einem eigenen PC gearbeitet hätte? Der PC ist ja nicht verseucht worden, sondern nur meine Telekom-Rechnung - und die bekomme ich, egal, ob sich meine Tochter von ihrem eigenen PC einwählt oder von meinem.

    Und: Mit einer zehnjährigen Tochter kannst Du solche virtuellen Leibesvisitationen noch machen. Aber warte mal ab, was Deine Tochter Dir sagen wird, wenn Sie erwachsen wird und Du immer noch ihre Mails filterst. Merke auch dies: Töchter sind keine PCs.

    Es spielt zwar keine entscheidende Rolle in diesem Zusammenhang, ich sag's aber trotzdem: Meine beiden kennen sich vorzüglich aus am PC - wahrscheinlich besser als ich. Und die ältere hat gerade ihr Informatikstudium abgeschlossen. Ich glaube das gibt auf Dauer mehr Sicherheit auf dem PC als ein in den Kopf der Tochter implantierter Virenscanner :D
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen