Microboss MP3-Player - Microschrott?

Dieses Thema im Forum "Erfahrungen mit Firmen" wurde erstellt von guethi, 12. Dezember 2004.

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  1. guethi

    guethi ROM

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    Hallo zusammen,

    wer auch immer in betracht zieht, bei Microboss einen MP3-Player zu kaufen sollte es sich zweimal überlegen. Die blumigsten Umschreibungen auf der Homepage dieses ... Ladens ... helfen im Servicefall nicht weiter.

    So erlebt mit einem Microboss Jazz II. Gekauft wurde das Gerät im Juni 2003, Abwicklung normal (war zwar nicht lieferbar und kam erst drei Wochen später, aber das soll ja mal vorkommen). Im Januar knickte bei völlig normaler Bedienung die Playtaste nach innen weg, der Schaden wurde an Microboss gemeldet, da der Player aber funktionierte und der Aufwand zu groß war beließ ich es dabei und schickte ihn nicht ein.

    Im Juni 2004 wurde der MP3-Player plötzlich nicht mehr vom PC erkannt. Klarer Fall, dachte ich. Microboss angerufen, RMA bekommen, Gerät eingeschickt (auf eigene Kosten)."Soll ich das Kabel mit schicken?" - "Nein, das brauchen wir nicht!".

    Nach ca. vier Wochen fragte ich vorsichtig nach, wie´s denn so ausschaut, mit dem MP3-Player. "Jaaa, den können wir doch nicht überprüfen, wenn Sie das Kabel nicht mitschicken!" Vielen Dank auch. Auf eigene Kosten das Kabel eingeschickt. Nach weiteren vier Wochen nachgefragt, das Gerät wurde gerade geprüft.Eine Woche später angefragt. Das Gerät wurde überprüft. Es ist defekt. Ah ja? Interessant. Und? Wie sieht´s mit der Regulierung aus. "Wir müssen noch klären, welches Gerät Sie im Austausch bekommen!" Nochmal angefragt. Nochmal angefragt. Nochmal angefragt.

    Und auf einmal kommt ein Päckchen. Juchu! Pustekuchen.Drin ist der immer noch defekte MP3-Player und ein kurzes Anschreiben mit dem Vermerk, dass Schäden, die nach 6 Monaten auftreten vom Kunden als Fabrikationsfehler nachgewiesen werden müssen.

    Dass dem so ist, weiß ich. Ich hätte wohl, bei einer anderen Art der Handhabung damit leben müssen, hätte mir überlegt, das Microboss vielleicht nur Microschrott verkauft, der nach einem Jahr kaputt geht und dass das halt mein Pech ist. Aber da der Schaden von Microboss bereits als Gewährleistungsfall anerkannt wurde, kann ich nur davon ausgehen, dass es sich bei Microboss um einen Wald-und-Wiesen-Vertrieb handelt, in dem man sich die passenden Gesetze sucht, um ein paar Euro zu sparen.

    Da der Wert des MP3-Players bei weniger als 70 EUR liegen dürfte, habe ich auf weitere Schritte verzichtet und ihn von einem Bekannten untersuchen lassen. Einen Tag später hatte ich ihn heil zurück. Die USB Buchse hatte eine kalte Lötstelle.

    Ein weiteres Indiz für meine Vermutung, dass man Microboss nur verscherbelt, aber zu wenig Ahnung hat um ein Gerät zu reparieren. Die Prüfung bestand vermutlich aus dem, was jeder Laie vollbringt: anstöpseln.Geht nicht.Muss kaputt sein. Interessanterweise ist die Reparaturadresse auch nicht die gleiche wie die vom Microboss, demnach repariert man bei Microboss selbst entweder gar nicht (weil man es nicht kann und nur Fernostware verhökert) oder der Wohnzimmerverkauf hat die Kapazitäten überschritten und man ist aus Platzgründen ausgewichen.

    Alles in allem komme ich zu dem Fazit, dass die Firma Microboss in ihren Geschäftsparktiken unseriös, umzuverlässig und daher nicht empfehlenswert ist.

    Für einzelne Fragen zu diesem Thema stehe ich gerne, auch per Email, zur Verfügung.

    Viele Grüße,

    Christian Güth
     
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