Microsoft verklagt deutschen Spammer

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von RaBerti1, 21. Juni 2005.

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  1. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    ... knisternde Spannung.

    Unlauterer Wettbewerb. Aha. Und woraus ergibt sich die Klagebefugnis von MS? Ist MS selbst als Konkurrent betroffen?

    Ich würde jedenfalls gern mehr über die Begründung lesen, warum das ein Wettbewerbsverstoß sein soll.

    MfG Raberti
     
  2. cheff

    cheff Megabyte

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    Mir egal, aber bei der Aktion wünsche ich Microsoft viel Erfolg. Auch wenn es ein deutscher "Firmen"betreiber ist und dadurch bestimmt mind. ein "Arbeitsplatz" verloren geht finde ich es gut, dass Microsoft über einem "Umweg" klagt, den SOLCHE ARBEITSPLÄTZE BRAUCHEN AUCH WIR NICHT.
     
  3. steppl

    steppl Halbes Gigabyte

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    Ihr werdet es nicht für möglich halten, aber mein Chef plant allen Ernstes, unter die Spammer zu gehen und hält mich und meine Kollegen dazu an, fleißig Adressen zu sammeln. Meine Einwände wischt er beiseite mit dem Hinweis "von Marketing verstehe ich mehr wie du"...:D
     
  4. baunacurry

    baunacurry Byte

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    Es ist schon bezeichnend für das deutsche Recht, daß es so etwas wie Spambekämpfung juristisch einfach nicht gibt.
    Da muß ein ausländisches Unternehmen kommen und durch eine Unterlassungsklage versuchen, diese Mailungeheuer in die Schranken zu verweisen. Auf die Frage welche Rechtsbefugnis MS hat, gibt es normalerweise nur eine vernünftige Begründung: im Kundeninteresse
     
  5. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Da wird es sicher mal irgendwann lustig, wenn der erste kommt und wissen will, was denn so alles über ihn gespeichert ist. Da kommt dann Freude auf. Und wehe, die Antwort ist nicht befriedigend.

    Was soll das denn heißen? Hat ein ausländisches Unternehmen mehr Rechte als ein inländisches? Wenn ja, warum? Nur weil Billy G. "a good american" ist? Lachhaft!

    Ob das deutschen Richtern ausreicht? Üblicherweise würde wohl zumindest eine Vollmacht oder eine Abtretung erforderlich sein, wenn es denn -aus Sicht von Microsoft- um fremde Rechte geht. Ich bin gespannt.

    MfG Raberti
     
  6. schmivo

    schmivo Kbyte

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    ..möchtest meine haben? :D
     
  7. steppl

    steppl Halbes Gigabyte

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    Wie bist du denn drauf? :D
     
  8. steppl

    steppl Halbes Gigabyte

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    Und vorallem, wenn unsere Adressen irgendwann mal überall als Spamadresse bekannt und gesperrt ist. Aber ich glaube gehört zu haben, dass er einen Externen "Profi" damit beauftragt...
     
  9. pbird

    pbird Kbyte

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    AKW-nee!, Ami go home!, Jute statt Plastik und immer schön gegen MS - Wenn ich die Beiträge von Raberti1 lese, will mir scheinen, daß er in den letzten Tagen zulange dem direkten Sonnenschein ausgesetzt war. Man möchte meinen, er habe irgendwie Sympathie für diese Geißel des Internets des 21. Jahrhunderts. Völlig egal, wer diese Figuren verklagt, Hauptsache es tut überhaupt einer! Und wenn ein deutsches Unternehmen sich nicht hierzu aufraffen kann, dann freue ich mich über jedes ausländische! Auch wenn dieses Unternehmen Microsoft heißt! Und wenn die Deutsche Rechtsprechung schändlicherweise den Versand von Spam nicht des Aufhebens für wert hält und nicht unter Strafe stellt, so muß eben zu allen anderen zu Gebote stehenden Mitteln gegriffen werden, so wie die Anwälte von MS das offensichtlich tun. Im übrigen schließe ich mich den Äußerungen von Baunacurry zu 100% an. Allerdings glaube auch ich nicht, daß dieser Klage ein sehr großer Erfolg beschieden sein wird. Zitat aus dem redaktionellen Beitrag: Das Spam-Geschäft sei inzwischen international so gut organisiert, dass unerwünschte Mails zwar von Drittstaaten verschickt werden, sagte Dorothee Belz von Microsoft Deutschland. Die eigentlichen Verantwortlichen kämen aber immer häufiger aus den westlichen Industriestaaten. Zitat Ende. Man sollte diesen Spammern kurzerhand mit den Mitteln der Terrorbekämpfung ans Fell gehen - juristisch, meine ich. Danach würde die nachgewiesene Mitgliedschaft, Zugehörigkeit oder Zusammenarbeit mit einer Firma, die wo auch immer auf der Welt mit dem Versand von Spam in irgendeiner Weise zu tun hat, unter Strafe gestellt und man könnte der Herrschaften dann mit internationalem Haftbefehl weltweit habhaft werden. Aber solange unser von allen geliebter Freund Schily Apfeldiebe und Schwarzfahrer für die größere Bedrohung in unserem Land hält, wird es wohl noch einige Klagen, auch von ausländischen Unternehmen brauchen. Weiter so, Mr. Gates!
    pbird
     
  10. rolfmuc

    rolfmuc Kbyte

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    Von wegen "ausländisches Unternehmen": Die Firma heißt "Microsoft Deutschland GmbH". Klar, der Mutterkonzern sitzt in den USA. Aber ist, aus den gleichen Grundlagen, Ford ein "ausländisches Unternehmen"? Oder Opel? Und regt sich jemand darüber auf, wenn demnächst die HypoVereinsbank einen Betrüger anzeigt - weil die HVB ein ausländisches, nämlich italienisches, Unternehmen ist? Manche Leute tun sich halt mit der Globalisierung etwas schwer. Auch wenn sie Adidas-Schuhe tragen, auf deren Sohle steht "Made in Malaysia". :aua:
     
  11. tribun66

    tribun66 Kbyte

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    Beiträge:
    219
    In meinen Augen ist das nichts als ein "toller" Marketing-Gag
    von Microsoft, um seine Symphatien, die ja bekanntermaßen nicht die größten sind, zu steigern.
    Kaum eine Aussicht auf Erfolg, bei einer Klage wegen "Unlauteren Wettbewerbs" schon gar keine auf Einstellung des Spam-Versands, aber gute Publicity.

    Microsoft - Die tun was!

    Aber vielleicht ist das wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung und rüttelt andere auf, etwas wirksamer nachzuziehen.
     
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