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Modem schläft oft

Dieses Thema im Forum "Heimnetz und WLAN" wurde erstellt von thumpthump, 31. März 2003.

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  1. thumpthump

    thumpthump ROM

    Registriert seit:
    11. März 2003
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    Mein Elsa MicroLink 56k basic-Modem macht Ärger: Ich bin mit dem Internet verbunden und alles läuft prima, und dann hängt das Modem. Es werden für die Dauer von 15 Sekunden keine Daten übertragen und die PCM-Leuchtdiode geht aus. Nach den 15 Sekunden geht alles wieder prima, aber nach zwei, drei Minuten wiederholt sich der Spuk von vorn. Muss das sein?
    Ein Firmware-Update habe ich schon gemacht, auch die Werte für den FIFO-Puffer heruntergesetzt, aber das hat nichts gebracht.
    Hat jemand eine Idee?
     
  2. thumpthump

    thumpthump ROM

    Registriert seit:
    11. März 2003
    Beiträge:
    7
    Hallo Bowman!
    Vielen Dank für diese UMFANGREICHE Hilfe! Ich hab das jetzt also genau so ausprobiert, und nun funktioniert das Modem mit einer konstanten Rate von 40000. Cool, nun hat es keine Aussetzer mehr.
    Gruß, Jan
     
  3. Bowman

    Bowman ROM

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    7
    Hallo, bei Elsa gibts folgendes dazu:
    ELSA Support KnowledgeBase - Support Information
    Document No: 0107.2508.2641.APAS
    ELSA-Modems analog: Das Modem verbindet sich mit hoher Geschwindigkeit zu einer V.90 Gegenstelle. Der Datendurchsatz ist aber nicht entsprechend hoch.
    Problem:

    V.90 Modems messen vor der Verbindungsaufnahme die Leitung durch.
    Teilweise wird die Leitungsqualität dabei zu "optimistisch" eingeschätzt und es kommt zu geringen Übertragungsraten in kb/s.
    Die Datenübertragung erscheint "schleppend" obwohl durchwegs Connects bis zu 50.000 bps ausgehandelt wurden.
    Dies tritt vor allem an analogen Leitungen auf, die keine optimalen Werte erlauben.
    Ein weiteres Indiz hierfür sind stark schwankende Verbindungsgeschwindigkeiten und auch Verbindungsabbrüche.

    Lösung:
    Hier sollte die maximale Verbindungsgeschwindigkeit von Hand eingeschränkt werden.
    Im weiteren ist die Vorgehensweise für Windows NT4.0, 9x und ME beschrieben.
    Sie finden im "DFÜ-Netzwerk", Rechtsklick auf Ihre Verbindung -> "Eigenschaften" -> "Konfigurieren" -> "Einstellungen" -> "Erweitert" -> ein Feld für "Weitere Einstellungen".
    Hier tragen Sie im ersten Schritt AT+MS=V34 ein.
    Erhalten Sie nun eine "flüssige" Verbindung, ersetzen Sie den Befehl durch AT+MS=V90,,,,,38000.

    Diesen Wert sollte man jeweils in Teilschritten erhöhen (38000, 40000,42000, 44000, 46000) bis man den Grenzwert ermittelt hat, ab dem die Übertragungsgeschwindigkeit nicht mehr dem ausgehandelten Connect entspricht.

    z.B:
    AT+MS=V90,,,,,44000 -> saubere Übertragung
    AT+MS=V90,,,,,46000 -> Übertragungsgeschwindigkeit bricht ein
    AT+MS=V90,,,,,44000 -> entspricht der optimalen Übertragungsrate die die vorliegende Leitung sauber zuläßt.

    Hintergrund:
    Wenn der genannte Fall eintritt, ist eine mögliche Erklärung, daß die beteiligten Geräte (das Modem zur Einwahl und der Server der Gegenseite) zwar einen hohen initialen Connect aushandeln können, dieser Wert aber über die Dauer der Verbindung nicht gehalten werden kann. In solchen Fällen versuchen die beteiligten Geräte stets einen "Arbeitspunkt" zu ermitteln, der auch einen möglichst hohen Nutzdatendurchsatz zuläßt. Die Zeit, die dieser Mechanismus beansprucht, kann nicht für den Nutzdatentransport genutzt werden. Die Folgen sind:
    -langsamer Seitenaufbau im Browser und
    -niedriger Datendurchsatz bei Downloads.
    Was im Hintergrund geschieht ist nicht transparent. Die beteiligten Geräte versuchen in der Regel schrittweise die Verbindungsgeschwindigkeit anzupassen, was meint, daß die Verbindungsgeschwindigkeit des initialen Connects nicht eingehalten werden kann und es erfahrungsgemäß zu einem sogenannten Fallback (Reduzierung der Geschwindigkeit) führt. Desweiteren sind auch komplette Neuverhandlungen während der Verbindung möglich. Was davon wie häufig auftritt ist leitungsabhängig und somit individuell verschieden. Einen pauschalen Lösungsansatz kann es aus diesem Grunde nicht geben.
    Vergleiche haben gezeigt, daß es oftmals hilft, die Verbindungsgeschwindigkeit mit einer zusätzlichen Initialisierung bereits zum Zeitpunkt der Verbindungsaufnahme zu begrenzen. Die Zeit, die sonst für einen stetigen Abgleich aufgewendet werden muß, kann hier zum Transport von Nutzdaten dienen.
    Es gilt somit empirisch den Wert zu ermitteln, der den optimalen Kompromiss zwischen Verbindungsgeschwindigkeit und Datendurchsatz darstellt.

    Hoffe, es hilft weiter
    Tschau
     
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