Musikstücke: P2P dominiert Download-Aktivitäten

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von cheff, 24. Juni 2005.

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  1. cheff

    cheff Megabyte

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    Das freut mich aber, dass die Musikindustrie mit ihrer Methode "Kaufen oder Klage" Erfolg hat. Sobald es einen fairen Flateratepreis gibt und die Lieder nicht mehr kopiergeschützt sind, darf die Musikindustrie auch mich als Kunden begrüßen. Vorher heißt es: Streamripper rip!
    Das ist kostenlos und ich brauch mich mit keinen Kopierschutz rumschlagen. Ganz nebenbei ist es auch legal @MI: :P
     
  2. Ehdu

    Ehdu Byte

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    11
    P2P-Börsen nutzen ist verbrecherisch, glaubt man der MI/FI. Wer P2P nutzt, gehört für mindestens 5 Jahre hinter Gitter, glaubt man der MI/FI. Wer für ein "Musikstück" als MP3-Datei in 128kB/sec-Qualität bereit ist, bis 1,49 EUR auszugeben, ist ein potenzieller Verbrecher und muß mit DRM-Maßnahmen reglementiert werden.

    Und dann gibt es noch eine Gruppe Verbraucher, die dürfen noch nicht mal die offiziellen Musikportale nutzen. So jedenfalls sehe ich die Vorbedingungen dieser Shops:

    "Voraussetzungen sind der Internet-Explorer 6 und der Windows-Media-Player"

    Na toll! Und was soll ich damit? Auf dieser Kiste läuft Linux ohne IE und WMP. Soll ich mir jetzt nur um dem Willen der Contentindustrie nachzukommen Windows drauf klatschen? Ne, Leute, da bleibe ich lieber bei Linux und verzichte darauf, Euch noch Geld in den Rachen zu werfen.


    Gruß

    EhDu
     
  3. pbird

    pbird Kbyte

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    Keine Ahnung, was den Plattenbossen für Fantasien durch den Kopf gehen. Vielleicht sollten die mal Freund Bohlen zu Rate ziehen, der hat sich bisher durch einen gesunden Menschenverstand und eben auch einen erfrischenden Realismus ausgezeichnet - ob man ihn nun mag oder nicht.
    Man stelle sich 2 nebeneinander liegende Geschäfte in einer Innenstadt vor. Einen - sagen wir mal Medienmarkt dazu - und einen - nicht Saturn, sagen wir Pluto - mit einem fast identischen Angebot. Der Pluto-Markt hat 3 Vorteile und einen Nachteil auf seiner Seite: Alle Titel erscheinen hier ein wenig früher, auch wirklich ganz alte Titel bleiben hier im Angebot und an der Kasse wird man durchgewinkt, gleich was oder wieviel man in seinem Einkaufswagen hat. So bepackt muß man sich jetzt nur noch an dem schlafenden Mexikaner vor dem Haupteingang vorbeischummeln - wenn der erwacht und einen mit dem Einkaufswagen sieht, schießt er mit seiner Schrotflinte, das kann dann recht unangenehm werden. Aber das Risiko ist nicht wirklich groß.
    Da die meisten Leute in unserm Ländle wenig Geld haben und auch Geiz noch zu teuer ist, werden fast 90 % der Einkäufe im Pluto-Markt erledigt. Im Medien-Markt stellt man daher Überlegungen an, den schlafenden Mexikaner gegen eine Truppe durchtrainierter Carabinieri auszuwechseln oder gar den ganzen Pluto-Markt in die Luft zu sprengen.
    Kommt in der Mittagspause in der Medienmarkt-Kantine ein Praktikant aus Antigua an den Tisch des Sicherheits-Chefs: "Hör zu Alter, was Du planst, wird nichts bringen. Da nebenan kennen sich Einkäufer, Verkäufer, Koordinatoren und Kunden alle gegenseitig, die sind verwandt und verschwägert, da hast Du kein Chance! Wenn Du denen die Bude über dem Kopf anzündest, machen die woanders weiter - hast Du eine Ahnung wieviel Verwandtschaft die noch im Ausland haben? Entweder wirst Du für die Kunden attraktiver als der Pluto-Markt oder Du solltest Deine Brötchen demnächst mit was anderem verdienen!" Sprachs und ging und ließ einen ratlosen Sicherheits-Chef zurück. Da sitzt er wahrscheinlich jetzt noch und wartet darauf, daß Dieter Bohlen sich zu ihm setzt und ihm die Augen für die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit öffnet ...
    pbird
     
  4. cheff

    cheff Megabyte

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    :confused: Erklärs mir.
     
  5. pbird

    pbird Kbyte

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    Solange es möglich ist, etwas auf einfache Art, ohne Restriktionen und umsonst zu bekommen, gibt es für einen normaldenkenden Menschen außer der Androhung von Strafe keinen vernünftigen Grund, sich den gleichen Artikel auf vergleichsweise umständliche Art und Weise, mit Auflagen und Restriktionen versehen für teures Geld zu beschaffen. Aufgrund dieser Erkenntnis muß man diesen Fakt noch lange nicht begrüßen. Auch ist dies keine Aufforderung zum Raubkopieren. Ich will damit lediglich zum Ausdruck bringen, daß Raubkopierer sich im Gegensatz zu Downloadern von offiziellen Musikbörsen zwar illegal, aber wirtschaftlich vernünftig verhalten. Hoffe mal, daß Cheff die Frage nicht wirklich so gemeint hat. Denn wer das nicht kapiert, den kapiere ich nicht mehr.
    pbird
     
  6. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Zitat: "US-Nutzer haben in dem genannten Zeitraum rund 243 Millionen Songs über P2P-Dienste gesaugt."

    Was sind das für Zahlen ?

    Wie bitte wollen die das ZÄHLEN ???

    Allein schon deswegen: LÄCHERLICH !!! Absolut LÄCHERLICH !!!
     
  7. cheff

    cheff Megabyte

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    Dem kann ich zustimmen. Wobei bezahlen würde ich ja, aber erstens pauschal und zweitens will ich halt keinen Kopierschutz in den Dateien. Zudem habe ich einen großen Bedarf an Musik und da geht 1€ / Song ganz schön ins Geld. Nehme ich dazu noch jeden Remix, bzw. andere Version ist man ganz schnell nen 10er los. Ich frage mich wann die Musikindustrie kapiert, dass Lieder IMMER ins Netz geraten, ob kopiergeschützt oder nicht. Auch frage ich mich, wann die Musikindustrie kapiert, was Anbieter von Breitbandanschlüssen schon lange verstanden haben. Kaum einer surft noch ohne Flaterate, wenn er weis, dass er das Internet intensiv nutzt. Das ist einfach so. Man muss kein Zeitlimit / Datentraffic im Auge behalten und weis im vorraus welche Kosten entstehen. Sowas kommt nunmal an in der heutigen Zeit, aber OK, die MI/FI ist verkaufstechnisch irgendwo in der Vergangenheit hängen geblieben. Bestraft wird letzlich nur der dumme ehrliche Käufer und dagegen wehre ich mich bekanntermaßen. Ich rate den Leuten in meiner Umgebung ab vom Musikkauf im Netz und wer´s doch ausprobiert hat, sagt hinterher, dass ich recht hatte :-) und gelobt es nicht mehr zu tun

    P.S. Wer glaubt, dass ohne die Flaterate die Breitbandanschlüsse derart verbreitet wären?
     
  8. levi75

    levi75 Byte

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    29
    Früher hat doch auch jeder Musik ausm Radio aufgenommen, oder Kopiert fürs Auto oder für Schulfreunde. Was früher der Walkman war ist jetzt der mp3 Player. Und vor 10 Jahren hat sich niemand drum geschert. Ich könnte wetten, das früher die Anzahl der Kopien von Schallplatten oder Kassetten oder ausm Radio aufgenommene songs mim Kasi genauso oft waren wie die jetzt auf p2p-tauschbösen. Bloss die Bosse der grossen Musikkonzerne wollen doch nur eins sehen: So viel Geld wie möglich und das mit allen Mitteln. Und das denkt doch bestimmt fast jeder so.
     
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