Nach Protesten: Metro wechselt RFID-Chips aus

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von MAE, 28. Februar 2004.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. MAE

    MAE Guest

    Hallo!

    Leben wir in einer freihen Welt oder nicht?

    Wenn der Metro-Konzern den Chip einführen möchte soll er es doch machen, es wird keiner gezwungen dort einzukaufen.

    Es sollten nicht die Datenschützer demonstrieren sondern wenn überhaupt der Kunde REAL usw. eben Gescgäfte der Metro-Gruppe.

    mfg

    PS: Gegen Paypeck demonstriert auch keiner und der Kunde wird damit ausspioniert. Und es werden Analysen gemacht und damit der Kunde die richtige Werbung bekommt
     
  2. ghost rider

    ghost rider Megabyte

    Registriert seit:
    23. März 2002
    Beiträge:
    2.319
    Hi Leute,

    das große Problem dabei ist doch, daß über die Verbraucherprofile auch soziale Zuordnungen getroffen werden:

    Da werden die monatlichen Einkaufssummen analysiert und hochgerechnet, welches Einkommen man ungefähr hat und der gleichen mehr. In Folge wird dann festgestellt, ob man als Werbekunde für bestimmte Produkte in Fragekommt usw. und so fort. Ich denke, eine solche Entwicklung sollte man möglichst nicht unterstützen...
     
  3. pixel

    pixel Kbyte

    Registriert seit:
    7. November 2000
    Beiträge:
    403
    Mir reicht es schon, "Konsument" in einer "Zielgruppe" sein zu müssen. Angesichts der Tatsache, dass alles ausprobiert wird, was möglich ist, wenn es darum geht, "Gewinne zu maximieren", finde ich, dass Misstrauen die vernünftigste Einstellung ist.

    Als Fingerübung könnt ihr Euch ja mal die Preise der Supermarktartikel merken beim nächsten Einkauf und mit der Quittung vergleichen. Meine Erfahrung: In der Hälfte der Fälle stimmen die zu meinen Ungunsten nicht überein. Nur ein Beispiel dafür, was passieren kann, wenn man keine Kontrollmöglichkeit mehr hat.
     
  4. turp

    turp Halbes Megabyte

    Registriert seit:
    19. Mai 2000
    Beiträge:
    816
    Diese Unternehmen sind doch bescheuert.
    Die versuchen auf Teufel komm raus Informationen zu erschleichen. Geht man aber hin und sagt "Ich hätte gerne Produkt xy in Ihrem Angebot, ich verbrauche etwa soundsoviel davon im Monat.", dann wird man ignoriert.
    Dabei helfe ich doch so gerne Verbraucherprofile zu erstellen. :D

    Von mir aus können die Ihre Märkte ganz allein nach meinen Einkaufsgewohnheiten einrichten. Die könnten richtig Miete sparen, wenn sie ihre Auswahl auf Whisky, Tiefkühlpizza und Kaffee-Bonbons reduzieren. :D
     
  5. kadajawi

    kadajawi Megabyte

    Registriert seit:
    23. Dezember 2000
    Beiträge:
    1.792
    hmm, ok, ZU weit darf es nicht gehen. Und der Kunde muss darüber auch informiert werden. Aber wirklich verhindern lässt sich die Entwicklung nicht. Und teilweise erleichtert das ganze unser Leben ja auch.
     
  6. mschuetzda

    mschuetzda Megabyte

    Registriert seit:
    5. September 2001
    Beiträge:
    1.131
  7. scotty

    scotty ROM

    Registriert seit:
    7. März 2001
    Beiträge:
    3
    Das Problem ist doch dies: wenn ich die Gefahr nicht kenne, weil mir das nötige Interesse fehlt oder mir Informationen gezielt vorenthalten werden, dann entstehen natürlich Zweifel an der Notwendigkeit des Datenschutzes oder den gut gemeinten Warnungen anderer. Oder schlimmer; es entsteht der Eindruck, das sich hier Verschwörungstheoretiker ein "Ei ans Knie spinnen" wollen.
    :idee:

    Beides ist falsch!
    Ignoranz und Dummheit heißen die Begleiter auf dem Weg zu einem totalitären Überwachungsstaat.
    Denn jeder, der sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzt, erkennt sehr schnell, das wir gerade auf dem besten Weg dorthin sind.

    Beispiele gefällig?
    1. RFID-Chips ( siehe oben )
    2. Videoüberwachung ( zB. Mautsystem )
    3. TKÜV ( IMSI-Catcher [stille SMS] )
    4. Biometrie ( Passwesen, Erbgutscreening, Biochip! )
    5. NGSCB, Palladium, TCPA und DRM ( Zensur, User-Kontrolle ) .....usw,
    um nur einige zu nennen.

    Wer diese Tatsachen ignoriert oder toleriert und trotzdem noch der Ansicht ist, persönlich nicht davon betroffen zu sein, weil er ja nichts zu verbergen oder eine "weiße Weste" hat und denkt, das Schlimmste, was ihm passieren kann sei ein zugespammter Briefkasten oder Problemchen mit der SCHUFA, der handelt einfach weltfremd und unverantwortlich.

    Das hat alles nichts mit Verschwörungstheorien oder mit dem blinden Aktionismus geltungssüchtiger Datenschützer zu tun! Das sind die eindeutigen Vorboten einer Orwellschen Welt ( Georg Orwell - "1984" ), in der ICH NICHT leben möchte und die ich meinen Kindern ersparen will.

    Bemerkenswertes Detail am Rande zum Thema "RFID - der elektronische Barcode auf der Stirn": "'Und es macht, daß sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.' Offenbarung 13:16,17"
    :spitze:

    Fest steht, dass die Mittel zur Überwachung ( zB. RFID ) nicht nur zur angeblichen Erforschung des individuellen Konsumverhaltens dienen, sondern auch Pflastersteine auf dem Weg zum "Big Brother System" sind.

    ------------------------------------------------------
    Auch wenn meine Argumente den hartnäckigen Ignoranten keinen Denkansatz geliefert haben sollten, wünsche ich trotzdem allen für die Zukunft dies: "Live Long and Prosper, - aber sagt hinterher nicht, Ihr seid nicht gewarnt worden!"
    :p
     
  8. kadajawi

    kadajawi Megabyte

    Registriert seit:
    23. Dezember 2000
    Beiträge:
    1.792
    Ooooh wie schlimm das die wissen das ich mir ne Tube Zahnpaste kaufte. NA UND?! Oder das genau ich ein Produkt gekauft hab. Was wollen die damit? Wenn die so herausfinden, das ich mich für Nissan Fahrzeuge interessiere, und im Briefkasten ne Nissan Werbung finde... ja mein Gott, warum nicht? Solange es nicht zu viel wird?
    Datenschutz in Ehren, aber man kann es auch übertreiben. Abgesehen davon das ich mich doch ab und zu wunderte, warum meine Eltern persönlich von irgendeiner Werbefirma angeschrieben wurden, mit Anschrift und allem. NEIN, wir waren nicht im Telefonbuch. Und NEIN, von uns hatten die die Daten nicht. Aber klar, Datenschutz...
    Die einzige Schweinerei die ich an der Sache sehe ist, das die Kunden nicht informiert wurden.
    Und wenn ich nicht 5-10 Minuten an einer Schlange stehe an der Kasse, weil jeder Artikel einzeln gescannt werden muss, sondern ich einfach durch eine Schranke durchgehen muss und der Preis erscheint... hey, gerne. Anscheinend ist das ja mit diesen Chips möglich.
     
  9. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

    Registriert seit:
    24. November 2000
    Beiträge:
    5.094
    Du echauffierst Dich vergeblich.

    Siehe oben.

    MfG Raberti
     
  10. MAE

    MAE Guest

    Hallo, ich kann lesen, und weis (so viel wie man überhaupt erfahren darf als laie) um was es bei den Chips geht, trotzdem immer die Verschwörungstheorien und der gleichen, wenn ich gegen sowas bin, darf ich nur barzahlen keine Kreditkarten online buchungen, onlineshop etc. nutzen.

    Oder sagt jemand dagegen was?

    mfg
     
  11. scotty

    scotty ROM

    Registriert seit:
    7. März 2001
    Beiträge:
    3
    @MAE: Bevor du dich hier aufregst, solltest du dich erst einmal über die Hintergründe dieser RFID-Chips informieren. Und mit ein wenig Nachdenken erkennst du dann ( vielleicht ) auch deren Gefährlichkeit und Potential! :aua:

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil: http://www.governet.de/meldungen/28548.html

    Tipp: erst denken, dann schreiben.
     
  12. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

    Registriert seit:
    24. November 2000
    Beiträge:
    5.094
    Schön, daß wenigstens Du auf dem richtigen Weg bist.

    Der Protest brandete doch auf, als sich herausstellte, daß der Spy-Chip auf der Karte ist. Der Kunde wurde eben nicht vorher gefragt oder auch nur darauf hingewiesen. Und genau diese Geheimniskrämerei ist die Sauerei an der ganzen Aktion.

    Hier gibt es mehr dazu.

    Die halbherzige Erklärung der Metro dazu kann man nur kopfschüttelnd der Vergessenheit anheimfallen lassen. Jugendschutz! Prima Idee! Wenn der 15-jährige mit Mamas Metro-Karte in der Videothek die gängigen Filmchen ordert, dann soll die Vollendung dieses Leih- oder Kauf-Versuchs durch die Karte verhindert werden? Lächerlich! Der Überwachungs-Computer wird den 15-jährigen für seine Mama halten und nichts gegen die Transaktion unternehmen. Jugendschutz!! Wenn der Jugendschutz überall so gehandhabt wird, wundere ich mich über gar nichts mehr.

    MfG Raberti
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Diese Seite empfehlen