P2P-Tausch: Deutscher Lehrer muss 10.000 Euro zahlen

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von RaBerti1, 16. Juni 2004.

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  1. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Es ist doch an Schulen ein völlig normaler Vorgang, daß da aus allen möglichen Büchern jede Menge Seiten nach Belieben kopiert werden... Wenn dann ein armer Lehrer nicht mehr so richtig zwischen "Kopieren, damit die lieben kleinen Sensibelchen nicht die Bücher vollmalen müssen" und "Kopieren, um die Honorare der MI zu sparen" unterscheiden kann, ist das doch eigentlich nicht weiter verwunderlich. Das Unrechtsbewußtsein wurde ja systematisch abtrainiert.

    Im übrigen war doch sicherlich alles von Servern runtergeladen, die in Kanada stehen, oder?

    MfG Raberti
     
  2. nanoforscher

    nanoforscher Byte

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    :mad:
    Es ist traurig, dass keiner den Mut hat, auch die "Schadensersatzsumme" an die Phonofritzen vor Gericht klaeren zu lassen ... bei den sogenannten "Einigungen" wurde ein sehr viel hoeherer Betrag gezahlt als es dem Nachkaufpreis der CDs bzw. via Itunes/Phonoline entspricht ... viele Titel blieben sicher ungehoert ...
    ... ein Vergleich mit den Zigaretten-Schadenersatzprozessen in USA liesse eine deutliche Verringerung der Schadensersatzforderung erwarten ...

    5 Euro pro Titel sind keine Sonderangebot sondern mindestens 5 mal zuviel ...

    .. zumal die Phonofritzen ja Ihre Strafanzeige NICHT zurueckgezogen haben ...
     
  3. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Wer stoppt endlich diese RECHTSBRECHER ?

    Diese IFPI verstösst gegen die Lizenbestimmungen der P2P-Software, nach denen diese nicht ZUM FESTSTELLEN VON IP-ADRESSEN verwandt werden darf.

    Was sind das für arrogante Nadelstreifenträger, die selbst geltendes Recht brechen und andere vor Gericht zerren.

    Die deutsche Heuchel-Wirtschaft widert mich an.

    Und eine Hausdruchsuchung (die Aufhebung eines der geschütztesten Grundrechte !!!!!!!!) wegen DES VERDACHTES auf illegalen Anbietens von Musik ist schon mehr als besorgniserregend.
    Wenn man bedenkt, daß laut dem Bundesverfassungsgericht Telefone nur dann abgehört werden dürfen, wenn die vermutete Straftat MEHR ALS FÜNF JAHRE HAFT zur Folge hätte, ist die Aufhebung des Grundrechtes auf Unversehrtheit der Wohnung eine VÖLLIG UNVERHÄLTNISMÄßIGE Maßnahme.

    Vielleicht sollte man mal den Richter überprüfen, der hier eine Hausdurchsuchung genehmigt hat.
     
  4. Denise v. Hoorn

    Denise v. Hoorn Byte

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    ...dann ist keiner dafür zuständig. Mit anderen Worten: Die GEMA, die man ja eigentlich dafür als zuständig erachten sollte, wüßte nicht, wie sie diese Downloads verbuchen sollte. die IFPI ist keine berechtigte Einzugszentrale. Du *kannst* also garnicht legal downloaden.

    Dabei wär's so einfach: Downloaden, dabei wird eine Liste erstellt, die zur GEMA geschickt, Rechnung zurück und bezahlt. Und schon hat man ein paar hundert Straftäter weniger.

    Ja, wohin zum Kuckuck bezahlen denn die legalen Musikportale????

    Begreift's die IFPI nicht? Die Leutz wollen ja dafür Geld geben, das zeigt der Erfolg der Musikportale ganz klar. Dann gebt ihnen endlich die Möglichkeit, sich ehrlich zu machen!

    Denise
     
  5. the_firebird

    the_firebird Kbyte

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    mein lehrer begeht straftaten - jetzt darf ich das auch

    so denk keiner!

    ein lehrer ist nie das vorbild einer schülers
     
  6. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Nein, eben nicht!
    Es wird schlicht nicht einmal mehr erkannt, daß an dem Verhalten irgendwas ist, was man mißbilligen muß! Die Denkfunktion läuft anders: "Was denn? Sogar mein Lehrer macht das? Dann kann ich das schon längst!"

    Muß bei Dir der Haß tief sitzen... Ich hatte durchaus noch Lehrer, die sich ihre Vorbildfunktion redlich erarbeitet haben.

    Glaubt eigentlich irgendjemand, daß Schulbuchautoren keinen Anspruch auf Honorar und/oder Tantiemen haben?


    MfG Raberti
     
  7. cf11

    cf11 Kbyte

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    Herr Lehrer, ich weiß was!!!! -)))))
     
  8. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Streber!
     
  9. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

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    Schau Dir die Schulbücher doch an: Hochglanzpapier, "TrueColor" usw.
    Außerdem leistet sich (fast) jedes Bundesland den Luxus eigener Lehrpläne und freie Auswahl an Schulbüchern - was eine ganze (aufgeblasene) Schulbuchindustrie nach sich zieht.
    Kein Wunder, daß sich die Lehrer mit Kopien aushelfen, bei den Preisen für Schulbücher.:bse:
     
  10. DSB

    DSB Byte

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    nur das ich das jetzt richtig verstehe
    mein lehrer macht jetzt nen pösen p2p server und ein durchschnittsschüler wie ich bin mach ich jetzt das gegenteil und geh zu den phonoverbänden und kaufe meine musik alle?
    oder nehm ich ihn als vorbild und lass mir von ihm beim einrichten meines eigenen p2p server helfen? o_O
    hallo? welcher seiner schüler weis bitte überhaupt davon?
    Gruß DSB
     
  11. Hawkeye_M.A.S.H

    Hawkeye_M.A.S.H Kbyte

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    Die machen so einen riesen Aufstand um alles was mit kopieren etc. zu tun hat, dass ich mich auf den Tag freue, an dem die alle ach so bösen P2P-Tauschbörsen erlegt haben und dann merken, dass die Musikindustrie trotzdem nicht mehr Umsatz macht, weil ihre Musik einfach bescheiden ist :D
     
  12. Don Jonz

    Don Jonz Kbyte

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    Junge, Du hast ein Problem, und zwar nicht nur mit der Groß- und Kleinschreibung.
     
  13. 100Ampere

    100Ampere Halbes Megabyte

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    Ich kauf trotzdem keine CD`s solange der Kopierschutz nicht wieder abgeschafft wird.
    Bin mal gespannt, was die MI gegen Audio Jack unternehmen wird.
     
  14. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Und es wird bald die ersten User geben, der sich gegen diese Lobbyistenvereinigung (die offensichtlich eine gute Beziehung zu 'unabhängigen' Richtern hat) zur Wehr setzen.
    Irgendwann geraten die an den Falschen...

     
  15. RaBerti1

    RaBerti1 Viertel Gigabyte

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    Da kommt es wohl meiner Meinung nach auf den Traffic an, den der Server hatte. Bei 10000? incl. Verfahrenskosten komme ich auf -gepeilt über den ganz breiten Daumen- ca. 7000? Schadenersatz bei ca. 2000 Titeln. Macht 3,50? pro Titel. Und je nach Traffic kann dann eben auch auf die Anzahl der Downloads geschlossen werden. Nehmen wir mal an, daß die Gesamtzahl der Downloads bei 20000 Titeln gelegen haben könnte, dann wäre der Schadenersatz folglich nur noch 0,35?/Titel. Klar, nicht jeder Kauf wurde durch den Download ersetzt oder umgekehrt, diese Diskussion will ich hier gar nicht lostreten.

    Geht das überhaupt? Eben nicht. Wenn der Staatsanwalt einmal von einem sog. Offizial-Delikt erfahren hat, dann hat er gefälligst weiter zu ermitteln ohne Rücksicht darauf, ob der Anzeigeerstatter das dann noch will oder nicht.

    MfG Raberti
     
  16. olpaulchen

    olpaulchen Byte

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    Na da hat einer aber eine große Klappe!
    Wahrscheinlich traust du dich noc nicht einmal Dateien zum Tausch zur Verfügung zu stellen. Wie lässt es sich doch hintern warmen Ofen doch so lästern.
     
  17. cheff

    cheff Megabyte

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    Ich sehe das wie olpaulchen. Ich denke du würdest es auch nicht wagen, zumal die Richter eh auf Seiten der Industrie sind. Ich würde mich freuen, wenn mal ein Richter den Mut hätte zu sagen. "Freigesprochen", aber das geht nicht, weil das ein Freibrief für alle Tauscher wäre. Andererseits müsste man halt auch sagen, dass die MI das Problem gefälligst selber lösen soll. Wir leben in einer Gesellschaft in der man Probleme, die nicht (oder zumindest nur schwer) zu lösen sind dann einfach juristisch angegangen werden. Das kann nicht richtig sein. Damit löst man Probleme nicht wirklich und im Falle der MI gar nicht. Was hat den die MI für Alternativen ?

    - Teure, kopiergeschützte, in normalen CD Playern nicht abspielbare CDs. (und wehe du rippst dir die CD aud den Rechner, dann machste dich sofort einer Straftat schuldig!)
    - Überteuerte Onlineshops. 1? pro Lied. Lade ich mir von dem Lied noch die verschienen Remixe runter (i.d.R. ~4-6) bin ich bei 4-6? und hab meist noch irgendwas DRM-mäßiges drinnen. Zudem bekommt man da nicht alle Remixes. Momentan weis ich nicht, ob man pro Liedversion bezahlen muss, oder ob damit auch gemeint ist, dass sämtliche Remixes auch enthalten sind, aber ich denke es ist gemeint, dass man pro Liedversion 1? hinlegen muss. Im übigen betrachte ich diese Onlineshops als Schuldenfalle, genau wie Handys.

    Die P2P Gemeinde hat ein exzellentes Netz geschaffen. Die Industrie musste keinen cent investieren. Doch anstatt, dass man zum Beispiel sich mit den Providern zusammensetzt und einen "MP3Tarif" aushandelt versucht man die User einzuschüchtern (was eher nicht gelingt) und zu verklagen (womit die Industrie den Hass der User erst recht auf sich zieht) Wenn ich bedenke, dass die MI fast gar nix mehr machen müsste (außr eben die Lieder zu Veröffentlichen) und dabei Millionen, wenn nicht Milliaden veridenen könnte wird mir ganz anders. Die MI müsste nichtmal unmengen an Server aufstellen. Die User stellen die ja schon von alleine (wie sozial die alle sind *g)

    OK, dagegen spricht wieder, dass die Onlineshops auch was verdienen wollen und das (leider) auch zu genüge tun (aber eben nicht gut genug). Das stellt natürlich ein Problem dar. Nur, diese Welt ist eben so hart (und manchmal ungerecht), dass die Onlineshops eben den kürzeren ziehen müssten (heute kann auch kein Tante Ema-Laden mehr neben Kartstadt bestehen) Leider sind viele unaufgeklärt, was abläuft, es ist ihnen egal (wie so vieles, was vielen egal ist) hauptsache CD läuft oder haben keine Ahnung was da gespielt wird. Ein paar Internetuser, die sich mit dem Thema befassen können da nichts ändern. Es könnten mehr sein, aber in einer "verquemten" Gesellschaft ... noch geht es uns halt zu gut und nehmen die Stritzereien der Politik und Industrie hin. (gibt ja nich genügend andere Beispiele, Benzin, Sozialabbau, ...)

    Ich frag mich, warum es sich die MI so schwer macht ? Ein Sprichwort lautet doch "Wenn du ein Feind nicht besiegen kannst, dan mach ihn dir zum Freund" (oder so ähnlich jedenfalls - Sinn stimmt)
    Ich wäre bereit eine monatliche Pauschale zu bezahlen. Aber ohne DRM ! Bis die MI verstanden habt, dass sie Tauscher genausowenig stoppen können wie Falschparker nutze ich die schöne, kostenlose, kopierschutzfreie Technik des streamrippens.

    Gute Nacht
     
  18. SRöttgen

    SRöttgen Kbyte

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    Nun mal langsam. Lizenzbestimmungen können aufgrund ihres rechtlichen Charakters schonmal keine Gesetze aushebeln bzw. umgehen. Sind Lizenzbestimmungen so gestaltet, dass sie gesetzliche Rechte bzw. Bestimmungen einschränken oder aufheben, dann sind sie ungültig.
    Also kann die Lizenzbestimmung nicht die gesetzlich geregelten Massnahmen zur Ermittlung von Tätern und Beweisen verhindern oder gar untersagen.

    Weiterhin hat eine Hausdurchsuchung nichts mit dem Abhören von Telefonaten zu tun. Eine Hausdurchsuchung darf bei begründetem Verdacht, auf Antrag beim Gericht, durchgeführt werden. Ist sogar Gefahr im Verzug, dann darf die Erlaubnis auch nachträglich beim Gericht eingeholt werden, d.h. die Hausdurchsuchung kann sofort gemacht werden, auch ohne entsprechendes Papier. Es muss jedoch so schnell wie möglich nachgeholt werden.
    Unverhältnismässig wäre es gewesen, wenn man das Telefon des Lehrer angezapft hätte. Eine Hausdurchsuchung ist gängiges Mittel.
    Was die Aufhebung des zitierten Grundrechts auf Unversehrtheit der Wohnung angeht, so wird dies durch entsprechende Gesetze weitergehend geregelt.
     
  19. SPMan

    SPMan Byte

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    Das Ganze fällt mir auch auf.
    Wo hat die Musikindustrie auf legale Weise die IPs her?
    In Deutschland ist die Weitergabe von IPs doch aus Datenschutzgründen verboten, oder irre ich mich?

    Stefan
     
  20. ThadMiller

    ThadMiller Guest

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    Diese IFPI verstösst gegen die Lizenbestimmungen der P2P-Software, nach denen diese nicht ZUM FESTSTELLEN VON IP-ADRESSEN verwandt werden darf.

    -Die IFPI läßt sich die IP vom ISP geben. Mit der P2P-Software haben die nicht viel am Hut...-




    Und eine Hausdruchsuchung (die Aufhebung eines der geschütztesten Grundrechte !!!!!!!!) wegen DES VERDACHTES auf illegalen Anbietens von Musik ist schon mehr als besorgniserregend.

    -Willkommen in der neuen Welt. Wird noch viel schlimmer werden.-




    Wenn man bedenkt, daß laut dem Bundesverfassungsgericht Telefone nur dann abgehört werden dürfen, wenn die vermutete Straftat MEHR ALS FÜNF JAHRE HAFT zur Folge hätte...

    -lol, ich kenn Fälle in denen Leuten "vorsorglich" die Bude eingerannt wurde weil sie ein Jahr vorher mal beim Kiffen erwischt wurden. Nur um mal nachzuschauen ob sie sich "gebessert" haben!!!-



    Vielleicht sollte man mal den Richter überprüfen, der hier eine Hausdurchsuchung genehmigt hat.

    -Es gibt genug Richter die die Dinger blanco ausstellen...-


    gruß
    Thad
    der nicht nur in Deutschland lebt, sondern auch noch in Bayern :/
     
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