Panik um Vogelgrippe

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Thor Branke, 20. August 2005.

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  1. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Einige mehr oder weniger sachliche Links zum Thema Vogelgrippe, nachdem die Seuchenangst mittlerweile gleich nach dem Papst die Medien beherrscht:

    Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geflügelpest

    Umfassende Information
    http://www.stern.de/wissenschaft/natur/?id=544467&eid=506201&nv=rss

    NABU warnt vor genereller Panik
    http://www.vogelruf.de/index.php?option=com_content&task=view&id=281&Itemid=52

    Naturschützer fordern Einfuhrkontrollen
    http://www.vogelruf.de/index.php?option=com_content&task=view&id=280&Itemid=52

    Einschätzung Vogelwarte Sempach/Schweiz
    http://www.vet-magazin.com/wissenschaft/meldungen/Wildtiere/Vogelgrippe-Zugvogel.html

    Betroffene Arten (für all die anderen Ornithomanen hier :D)
    http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/782726
     
  2. normalbürger

    normalbürger Viertel Gigabyte

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    Erstaunlich das unsere Grüne Künast jetzt mal aufwacht, ist wohl wieder Wahlkampf?
    Seit Monaten wird gewarnt das in Deutschland nicht bzw. garkein Impstoff vorhanden ist (je nach Bundesland).
    Planen tun die für 6% der Bewölkerung. Na ja, dan ziehen wir mal die Politiker ab, die unersetzlichen Manager, wichtige Personen des Öffentlichkeit sowie die Katastropheneinsatzkräfte wie Polizei, Feuerwehr, THW und Krankenhäuser.
    Kann sich wohl jeder selbst ein Bild machen wer dann noch überigbleibt und als bedauerliches Einzelschicksal im Fall der Fälle über die Klinge springen darf.
    Trauriges Deutschland.
     
  3. franzkat

    franzkat CD-R 80

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    Eben.Da muss man sich als kompetenter Katastrophenmanager profilieren.Und manchmal hilft man eben auch ein bisschen nach; siehe Kanzler und der drohende Iran-Krieg.

    Die Erinnerung an den Sommer 2002 und diesen tollen Flutkatastrohen-Irak-Effekt vergißt man halt nicht so schnell.

    Do it again Sam !
     
  4. fips001

    fips001 Kbyte

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    bevor die Chinesen selber rüberkommen schicken sie erst ihre genmanipulierten Hühner vor
     
  5. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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  6. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Hier war eine "Ente"! :o
     
  7. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    So,

    mit dem Wegzug verschiedener Enten- und Gänsearten aus Sibirien in ihre angestammten Überwinterungsgebiete am Schwarzen Meer hat die Vogelgrippe jetzt Rumänien und die Türkei erreicht.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,378845,00.html

    Im näher gelegenen Österreich macht man sich in Vogelkundlerkreisen bereits beträchtliche Sorgen und beobachtet aufmerksam, ob die Zahlen kranker oder toter Vögel steigen. Dorthin genauso wie zu uns brechen nun u. a. Tausende von Möwen auf, die ihrerseits hier den Winter verbringen werden (zumindest war das so, solange es noch Hausmülldeponien gab). Sollten sich dabei Tiere bereits infiziert haben, ist eine Ansteckung auch von Hausgeflügel nicht auszuschließen.

    Möwen suchen z.B. gerne Gänsezuchtanlagen auf, um dort das ausliegende Futter zu erbeuten. Dort verbleiben dann auch die möglicherweise mit Viren belasteten Exkremente. Angesichts der Nahrungsverknappung durch die europaweiten Deponieschließungen sind diese Möwen nun sogar auf derartige Futterangebote angewiesen. Allerdings gilt in einigen Bundesländern schon ein "Kasernierungsgebot" für Hausgeflügel.

    In den letzten Tagen zogen auch über SH bereits stetig Trupps von Bleß-, Nonnen- und Ringelgänsen, die am Niederrhein und der Nordseeküste überwintern werden.

    Der aktuelle invasionsartige Einflug einer östlich des Urals weit verbreiteten Kleinvogelart (Gelbbrauen-Laubsänger) dürfte weniger dramatisch sein, da dessen Lebensweise einen Kontakt mit Wasservögeln so gut wie ausschließt (Buschland-/Waldbewohner).

    Wer größere Mengen schlagartig verendeter Wasservögel entdecken sollte (egal, ob Parkgewässer, Seen, Flüsse oder Küsten), möge die Kadaver bitte liegen lassen und sich umgehend mit der (Umwelt-)Polizei in Verbindung setzen. Es kommen dafür auch andere typische Erkrankungen wie Botulismus in Frage.

    Wie bedrohlich diese Entwicklung in Sachen Infektionsgefahr für uns Menschen ist? :nixwissen

    [​IMG]
    Also cool bleiben...


    Thor
     
  8. Wolfgang77

    Wolfgang77 Ganzes Gigabyte

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    Neue Meldung
    Vogelgrippe-Virus in der Türkei nachgewiesen

    Bei dem in der Türkei aufgetretenen Vogelgrippe-Virus handelt es sich um den auch für Menschen gefährlichen Subtyp H5N1. "Wir haben nun die Bestätigung erhalten, dass es sich ... um das hoch ansteckende Vogelgrippe-Virus H5N1 handelt", teilte EU-Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou am Donnerstag mit. Das Virus sei einem anderen Erreger sehr ähnlich, der vor einigen Monaten in Asien und in Sibirien gefunden worden sei. Derweil verhängte die EU ergänzend zu einem bestehenden ein Importverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus der Türkei auch eines für Rumänien. Dort war das Virus H5 festgestellt worden - bislang noch ohne die Bestätigung, dass es sich um den Subtyp H5N1 handelt.
    (dpa)

    Wolfgang77
     
  9. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Moin,

    in der Mailgroup des "German Birdnet" (GBN) kamen heute Nacht folgende Mails. Offenbar suchen jetzt die "Heilpraktiker" ;) nach Aufmerksamkeit.

    Dazu die Antwort eines "Schulmediziners" ( :D ):
    Stefan Lanka bei Wikipedia.

    Ich zitiere jetzt mal "EURONEWS": No Comment!

    Thor :)
     
  10. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Nochmal auf die Schnelle eine Mail aus dem GBN, die zwei gute Links zum sachlichen Umgang mit dem neuen Medienhysteriethema enthält.

    Thor
     
  11. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Vogelgrippe

    Zitat: Teletext ARD 20.10.2005 Seite 116
    Nachrichten tagesschau

    EU berät Maßnahmen gegen Vogelgrippe

    Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe im
    europäischen Teil Russlands rüstet sich
    die EU gegen das Vordringen der Seuche.

    Die EU-Gesundheitsminister berieten
    über eine bessere Koordinierung der
    Maßnahmen. Auch die Produktion und Ver-
    teilung von Medikamenten sowie die Ent-
    wicklung eines Impfstoffs standen bei
    dem Treffen auf der Tagesordnung.

    Außerdem wurde das Importverbot für
    Russland ausgeweitet. Mit Ausnahme der
    Gebiete Kaliningrad, Karelia und Mur-
    mansk ist die Einfuhr von lebenden Vö-
    geln und Federn aus Russland untersagt.


    Detailinformationen
     
  12. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    EU-Zentrale Brüssel

    Zum Schutz vor Vogelgrippe hat die EU nun ein Importverbot auch für
    Wildvögel verhängt. Es soll zunächst für einen Monat gelten.

    Im Kampf gegen die Vogelgrippe hat die EU am Dienstag ein Importverbot
    für kommerzielle Zier- und Wildvögel verhängt. Eine entsprechende
    Entscheidung des zuständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und
    Tiergesundheit gab die EU-Kommission am Abend in Brüssel bekannt.
    Kommissionssprecher Philip Tod kündigte zuvor an, das Einfuhrverbot
    solle zunächst für einen Monat gelten, mit der Möglichkeit einer
    Verlängerung.

    Nach EU-Angaben wurden in den letzten drei Monaten 232.000 Wild- und
    Ziervögel zu kommerziellen Zwecken in die EU importiert. Laut Tod erwägt
    die EU zudem, die Einfuhr der Vögel von Privatpersonen stärker zu
    reglementieren. Bislang kann eine Privatperson bis zu fünf Zier- und
    Wildvögel in die EU einführen. Wahrscheinlich sei, dass für solche
    Einfuhren bis auf weiteres die Bescheinigung eines Tierarztes
    erforderlich sei, die beweisen müsse, dass der betreffende Vogel das
    Virus nicht in sich trage, erläuterte Tod. (nz)

    Quelle: Netzeitung

     
  13. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Schwerin stoppt Jagd auf Wildvögel

    Schwerin (AP) Wegen der Vogelgrippegefahr stoppt Mecklenburg-Vorpommern die Jagd auf Wildvögel. Eine entsprechende Verordnung tritt am 5. November in Kraft und gilt zunächst bis 15. Dezember, wie Landwirtschaftsminister Till Backhaus am Mittwoch ankündigte: «Wir wollen hierdurch das Risiko der Übertragung des Geflügelpestvirus von Wildvögeln auf Hausgeflügel so gering wie möglich halten.» Die Aufhebung der Jagdzeit sei eine ganz entscheidende und notwendige Maßnahme, um eine Infektionskette zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel über den Jäger zu unterbrechen, betonte der SPD-Politiker.
     
  14. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Vogelgrippe in China und Gegenmaßnahmen bei Vögeln.

    Übergriff des Virus auf den Menschen, China als trauriger Spitzenreiter.

    Thor
     
  15. Jasager

    Jasager Viertel Gigabyte

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    Hallo,
    hier ein Interview von meiner Lieblingsinformationsquelle, das als direkte Antwort auf deinen "Spitzenreiter" Link verstanden werden kann.


    Grüße Jasager
     
  16. Thor Branke

    Thor Branke CD-R 80

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    Moin,

    im Rahmen der Untersuchungen an den durch den Vogelgrippevirus H5N1 in der Türkei verstorbenen Kindern hat sich sich offenbar herausgestellt, dass zumindest ein Kind einer Mutationsvariante zum Opfer fiel.

    Das mutierte Virus sei zwar nach wie vor nicht in der Lage, sich von Mensch zu Mensch zu verbreiten, kommt aber mit dem Menschen als neuem Wirt mit entsetzlichen Folgen besser zurecht. Derartige Mutationen wurden zuvor schon in Südo*****en beobachtet.

    Mit dem Vogelzug in die europäischen Brutgebiete, der ab uns etwa Mitte März erreicht und buis zur ersten Juniwoche für unsere Breiten seinen Abschluss findet, steigt natürlich die Gefahr, dass infizierte Wildvögel dieses Virus zu uns bringen. Vorrausetzung dafür wäre aber ein enger Kontakt zwischen Wild- und Nutzgeflügel in den bis jetzt bekannten verseuchten Überwinterungsgebieten im Nahen Osten und Ostafrika.

    Die in Europa brütenden Vogelarten haben im Herbst überwiegend eine nach SW gerichtete Wegzugrichtung, was die Masse nach Frankreich, Spanien und NW-Afrika, die Langstreckenzieher dann über die Sahara hinweg nach Westafrika bringt. Ob dort das H5N1-Virus grassiert, ist mir jedoch nicht bekannt.

    Nur ein kleiner Teil der Arten zieht nach SE zum Überwintern und kam dadurch in die derzeit verseuchten Länder wie die Türkei. Es muss wohl auch davon ausgegangen werden, dass auch Länder wie Syrien und der Irak betroffen sind (Israel?), zumal das Virus in der Türkei zuerst ja in unmittelbarer Nähe zum Nordirak beobachtet wurde.

    Vogelarten, die dort bzw. in Ostafrika überwintern, brüten zumeist von Osteuropa ostwärts bis hinauf in die europäische und nordwest-asatische Arktis. Zur Entwarnung besteht aber kein Grund, denn infolge sogenannter Zugprolongation kommt es alljährlich zu dem Phänomen, dass östlich brütende Vogelarten infolge von Unerfahrenheit bezüglich des Brutplatzes (Jungvögel der vorherigen Brutsaison), Witterungseinflüsse, periodische oder spontane Arealausdehnungen und durch Menschen verursachten Lebensraumverlust in großer Zahl nach Mitteleuropa einfliegen. Derartige Phänomene treten verstärkt mit der Heimkehr der Transsaharazieher ab ca. Mitte April auf, mit dem Gipfel von Mitte Mai bis Mitte Juni.

    Ob diese Vögel infiziert sind, hängt nun ganz stark davon ab, wie eng der Kontakt zum Nutzgeflügel in den Überwinterungsgebieten war. So etwas lässt sich nicht einmal abschätzen. Fakt ist, dass Kulturfolgerarten (z. B. Sperlinge, Stare) leicht durch in Menschhand lebendes Geflügel infiziert sein können. Diese Schwarmarten haben wiederum oft vom Menschen entfernte Schlafsammelplätze (Baumgruppen, Schilfwälder, Steppenlandschaften), wo das massenhafte Auftreten zu erhöhten virusbehafteten Kotmengen führt. An solchen Orten können dann auch Vogelarten infiziert werden, die sich sonst nicht in die Nähe des Menschen trauen bzw. sehr spezielle Lebensraumansprüche besitzen. Von typischen Vogelerkrankungen wie Botulismus sind solche Infektionswege bekannt (Schlafgewässer von Entenvögeln)

    Bislang scheint der Hauptübertragungsweg aber durch von Menschen verursachten Transport von infiziertem Geflügel stattzufinden. Die Ausbreitung des H5N1-Virus in der Türkei von Ost nach West im Vorfeld der jüngsten hohen muslimischen Feiertage - betroffen waren vorrangig ländliche Gebiete bzw. derartige Randlagen größerer Orte mit traditionell lebender Bevölkerung - läßt das stark vermuten. Die Medien berichteten jedenfalls von regem Handel mit Opfertieren und, wie bei uns zu Weihnachten, dem Zusammenkommen von Familien anläßlich der Feiern (tierische Mitbringsel?).

    Im Januar sind Wildvogelwanderungen etliche Wochen vor dem eigentlichen Heimzug jedenfalls weitgehend auszuschließen. Ringfunde vieler Arten haben seit Jahrzehnten gezeigt, dass bei diesen eine hohe Winterortstreue vorliegt mit Zuggewohnheiten, die ziemlich konstant einer inneren Uhr folgend zu regelmäßigen Zeiten zum Abflug führen (hier: ab Februar).

    Demgegenüber stehen Einzelereignisse, wie sie im GBN beschrieben wurden. So tauchte in Holland ein Exemplar einer auch bei uns heimischen Singvogelart auf, das in China beringt worden war. Ob das Individuum infiziert war, ist meines Wissens nicht untersucht worden.

    Hintergrund: Spiegel-News

    Ziemlich lang geworden, aber na ja ...

    Beste Grüße,
    Thor :)
     
  17. P.A.C.O.

    P.A.C.O. Ex-Foren-Bulle

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    Der Tod braucht seine Ursache!

    fidel
     
  18. Jasager

    Jasager Viertel Gigabyte

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    2.642
    (OT)
    Hallo,
    der Wortfilter ist ja hier schon fast so schlimm wie bei der S.t.a.s.i.
    Oder wie bei einem totalitären Staat in O*****en (Os.t.a.s.i.en)


    Grüße Jasager
     
  19. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Nach meiner letzten Liste ist das Wort nicht im Filter - wer weiß wer da wieder drin rumgemengt hat. Das Hauptproblem an dem Filter ist leider, dass er nicht besonders helle ist und sich auch keine regulären Ausdrücke verwenden lassen, um solche "Missverständnisse" zu umgehen.

    Gruss, Matthias
     
  20. P.A.C.O.

    P.A.C.O. Ex-Foren-Bulle

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    9. Juli 2002
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    @Jasgager:

    Das hatten wir schon, das mit der sta-si...
     
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