PC-Welt 02/2017, ab Seite 50 "So günstig ist schnelles Internet"

Dieses Thema im Forum "Heft: Fragen zur aktuellen PC-WELT" wurde erstellt von Kantiran, 6. Januar 2017.

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  1. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Seite 54:
    Das habe ich eben Mal als Test für meine Vorwahl getan und die dort von der PC-WELT angebenen "monatl. Durchnittschnittspreise" nachgerechnet.
    Da stimmt, jedenfalls für meine Vorwahl im ländlichen Raum, einiges nicht.
    Vorab:
    Obwohl im ländlichen, sind in meinem Vorwahlgebiet (der HVT/DSLAM steht hier im Ort) viele Provider aktiv, die da wären:
    - Vodafone Kabel Deutschland mit Kabelnetz, LTE und DSL/VDSL (übers Leitungsnetz der Telekom)
    - O2 mit DSL/VDSL (übers Leitungsnetz der Telekom)
    - 1&1 (DSL/VDSL (übers Leitungsnetz der Telekom)
    - Telekom DSL/VDSL/LTE
    - congstar nur DSL (übers Leitungsnetz der Telekom). Das Anmieten der Telekom-VDSL-Technik (im HVT/DSLAM) wird congstar (einer 100%tigen Tochter der Telekom) von dieser verwehrt.

    Bis auf die Telekom verlangen die anderen Provider bei ihren DSL-Tarifen (nicht bei Kabel, LTE bzw. VDSL) in meinem Vorwahlbereich einen kleinen Zuschlag von +4,99 € / Monat.
    1&1 nennt ihn nach der Verfügbarkeitsprüfung und in der Angebotszusammenstellung "Fernanschaltung", die anderen "Regio".
    Um was es sich rein technisch betrachtet bei den beiden Begriffen genau handelt, siehe weiter unten.

    Was für meinen Vorwahlbereich im PC-WELT Tarifrechner (gesponsert von Verivox) nicht stimmt:
    A) Keine Abwahlmöglichkeit des Verivox Sofortbonuses.

    B) Es fehlt der in meinem Vorwahlbereich ebenfalls aktive Provider (Telekom Billigableger) congstar.

    C) Zum Beispiel bei Nr. 1, Vodafone Kabel Deutschland, Tarif Red & Internet & Phone 32 Cable.
    OHNE Verivox Bonus, da Verivox für meinen Haushalt mit Elo-Nachtspeicher-Hz. keinen Kompett-Tarif anbieten will, habe ich den auf der Vodafone Hauptseite angebotenen Tarif gewählt.
    1. - 24. Mon. = 19,99 € (ab 25. Mon. = 29,99 €)
    1. - 24. Mon. WLAN Kabelrouter = 0,00 € (ab 25. Mon. + 2,00 € / Mon.)
    Nachlass bei Online-Bestellung = - 30,00 €
    Gesamtpreis in den ersten 24 Monaten = 449,76 € / Effektiv pro Monat = 18,74 €

    D) Zum Beispiel bei Nr. 19, 1&1, (angeblich lt. PC-WELT Tarifrechner) Tarif "1&1 DSL Basic Regio".
    Zum einen lautet das 1&1 Produkt, wie ein jeder (auch der Artikelverfasser bzw. Ersteller des PC-WELT Tarifrechners) auf der 1&1 Homepage ersehen kann, "1&1 DSL Basic" (OHNE DEN REGIO Zusatz), zum anderen wird das im PC-WELT Tarifrechner mit "Regio" benannte vom Provider "Fernanschaltung" genannt.

    Die im PC-WELT-Tarifrechner zu diesem Tarif angegebenen Preisdetails:
    1. - 24. Monat = 29,98 €.
    Wie ein jeder, für den die Fernanschaltungsgebühr von + 4,99 € / Mon. anfallen würde, über diesen Link lesen kann, ist die PC-WELT Preisangabe für diesen Tarif FALSCH.
    Richtig:
    Tarif 1&1 DSL Basic
    1. - 12. Monat = 14,98 € (9,99 € + 4,99 € Ferananschaltung)
    13. - 24. Monat = 29,98 € (24,99 € + 4,99 € Fernanschaltung)
    Zuzüglich einmalig 9,90 Versandkosten fürs spezielle "1&1 DSL Modem"
    Gesamtpreis von 544,42 € für 24 Monate,
    Effektiv pro Monat = 22,89 €.
    Und keine 30,39 €
    / Mon. wie im PC-WELT (von Verivox gesponserten) Tarifrechner angegeben.
    Das macht auf 24 Monate gerechnet einen Unterschied von -177,94 €
    oder besser, einen monatlichen Unterschied von -7,50 € / Mon.
    gegenüber dem, was der PC-WELT Tarifrechner dafür berechnet.

    E) Zum Beispiel bei Nr. 20, 1&1, (angeblich lt. PC-WELT Tarifrechner) "1&1 DSL Regio".
    Zum einen lautet das 1&1 Produkt 1&1 DSL 16 (OHNE DEN REGIO Zusatz), zum anderen wird das von der PC-WELT mit "Regio" benannte vom Provider "Fernanschaltung" genannt.

    Hier ist die Berechnung, mit Ausnahme der Preisangabe zum speziellen "1&1 WLAN Modem" (PC-WELT = +3,00 € / Mon / laut 1&1 Angebot = +2,99 € / Mon.) fast korrekt.

    F) Zum Beispiel bei Nr.22 Tarif Telekom Business DeutschlandLAN IP Start,
    bei dem man durch Klick auf "Zum Anbieter" auf einer von Verivox gesponserten Angebotsseite landet.
    Warum ist das nicht wie bei den anderen, von Verivox gesponserten Angeboten, schon vorher ersichtlich?
    Weils dafür Provision gibt oder schlicht vergessen?

    Tarifpreis laut PC-WELT Tarifrechner:
    1. - 24. Mon. = 41,59 € (34,96 € exkl. MwSt.)
    Startguthaben (angeblich) = - 41,59 € (-34,96 € exkl. MwSt.)
    Gesamtpreis von (angeblich) 998,16 €
    Effektiv pro Monat (angeblich) 38,86 € (32,52 € exkl. MwSt.)

    Tarifdetails laut Original Telekom Angebot:
    1. - 24 Mon. = 41,60 € (34,96 € exkl. MwSt.)
    Startguthaben = -50,00 € (-42,02 € exkl. MwSt.)
    Gesamtpreis von 948,40 € (796,98 € exkl. MwSt.)
    Effektiv pro Monat = 39,52 € (33,21 € exkl. MwSt.)
    also Mehrkosten pro Monat von + 0,66 € (+0,56 € exkl. MwSt.) oder Gesamtmehrkosten auf 24 Monate von
    +15,84 € (+13,32 € exkl. MwSt.)

    G) Das versatel Angebot:
    Verweist, weil von diesem Provider übernommen, auf die 1&1Homepage.
    1&1 Glasfaser Business ist an meinem Vorwahlbereich nicht vorhanden und wird auch so schnell nicht kommen.
    Warum der Provider versatal nach Eingabe meiner Vorwahl überhaupt auftaucht, weis wohl nur der Programmierer des PC-WELT Tarifrechners.

    H) Zum Beispiel Nr. 24 (angeblicher) orbitcom Tarif Astra Connect Triple Play
    Der wird auf der orbitcom Homepage nicht angeboten.
    Woher hat Verivox dieses (angebliche) Angebot?
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    Die fehlende Erklärung zu Fernanschaltung bzw. Regio:
    Auf Grund der Tatsache, dass die Telekom ihren Mitbewerbern (deren Technologiepartnern) in den mit Fernanschaltung bzw. Regio betroffenen Vorwahlbereichen es aus nachweislichen Gründen verwehrt, im dort befindlichen HVT/DSLAM eigene Technik im sogenannten Kollokationsraum einzubauen, bzw. dort einen entsprechenden Kollokationsraum zur Verfügung zu stellen, berechnet die Telekom (der Leitungs- und Technikeigentümer) den davon betroffenen Providern für die Miete der Telekom eigenen Technik (BSAs) eine etwas höhere Mietgebühr, die die Provider in etwas abgeschwächter Form den Kunden berechnen.

    Jetzt kommt sicherlich die Frage: Darf die Telekom das?
    Ja, sie darf. Wenn nicht, hätte ihr die Bundesnetzagentur (die Aufsichtsbehörde) längst auf die Finger geklopft.
    Viele, besonders im ländlichen Raum befindliche HVT/DSLAMs (auch Vermittlungsstelle genannt) waren früher von ihrer Bauweise und Größe für die Einrichtung eines sogenannten Kollokationraums nicht vorgesehen. Die meisten sind dafür zu klein oder die Investitionskosten für einen An- Um- bzw. Neubau sind zu hoch. Bei einigen (wie bei unserem örtlichen HVT/DSLAM) ist es beispielsweise aus baulicher Sicht nicht möglich, dort die dafür erforderliche, größere Klima- bzw. Brandschutzanlagen einzubauen.
    Die Telekom, als Eigentümer und diejenige, die das ganze vorfinanzieren müsste, möchte ihre Investitionskosten, was auf dem einfachsten Weg nur durch eigene Kunden funktioniert, ja auch so schnell wie möglich wieder reinholen. Mit den geringeren Leitungsmietbeträgen, die sie von den Mitbewerben erhält, wäre das nicht so schnell zu stämmen.
     
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