PC-Welt 02/2017, Seite 53-55, Artikel: "So günstig ist schnelles Internet"

Dieses Thema im Forum "Heft: Fragen zur aktuellen PC-WELT" wurde erstellt von Kantiran, 8. Januar 2017.

  1. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Was für ein "hirnri..." Vorschlag ist das denn? Für den Autor scheint es die im ländlichen Raum wohnende Bevölkerung mit oft nur aufs Telekomleitungsnetz angewiesenen Internetbandbreiten zwischen 384 Kbit/s und max. 16 MBit/s nicht zu existieren.
    Nicht jeder der dort wohnenden hat, wie vermutlich der Autor des Artikels, in Punkto "Providerauswahl Vielfallt" die Möglichkeit, jeweils nach Ablauf von zwei Jahren zu einem "augenscheinlich" zunächst günstigeren Provider zu wechseln.

    Kleines Beispiel:
    Mein Wohnort, in dem der Haupt HVT/DSLAM, der den Vorwahlbereich von 30 Gemeinden versorgt, ist relativ gut mit schnellen Internetbandbreiten (teilweise über Kabel mit bis zu 300 MBit/s, oder als VDSL-50 MBit/s, oder über LTE mit bis zu 150 MBit/s) und dort aktiven Providern versorgt, was, in Bezug auf die aufs Kupferaderne Leitungsnetz der Telekom angewiesene Internetanschlüsse der ab 2 km (echte Leitungslänge) Entfernung befindlichen Nachbargemeinden mit gleicher Vorwahl nicht der Fall ist.
    Wie, so frage ich den Autor, sollen die in den Nachbarorten davon betroffenen Internetnutzer alle zwei Jahre zu einem anderen, zunächst augenscheinlich günstigeren Provider (mit gleicher oder höherer Bandbreite) wechseln, wenn die Providerauswahl (mit gleicher oder gar höheren Bandbreiten) nicht gegeben ist?

    In diesen Nachbargemeinden ist:
    a) die Telekom mit DSL (zwischen 384 kbit/s und 6 MBit/s) oder mit ihrem Hybrid-Tarif mit einer max. LTE-Bandbreite von gerade mal 2,7 MBit/s (Brutto) aktiv,
    b) Vodafone mit LTE (max. 7,2 MBit/s (Brutto)) aktiv
    c) der Betreiber eines sogenanntes Bürgernetzes, realisiert mittels WLAN-Richtfunktechnik (nur Surfen möglich) und max. 3 MBit/s (Brutto), für die ein Nutzer eine spezielle, käuflich zu erwerbenden WLAN-Antenne benötigt, aktiv.
    d) seit ca. zwei Jahren ein kleinerer VDSL-Provider (realisiert als FTTC) mit Bandbreiten von zur Zeit bis zu 100 MBit/s, die in naher Zukunft auf bis zu 300 MBit/s erhöht werden, aktiv.

    Wohin sind die meisten aus den Nachbargemeinden gewechselt? Zum Provider in d).

    Da dieser VDSL-Provider, der für die "letzte Meile" seiner VDSL-Tarife aufs kupferaderne Telefonleitungsnetz der Telekom angewiesen ist und ganz genau über die max. möglichen Bandbreiten sowie Ausbaupläne der oben genannten Provider informiert ist, macht es für dessen Kunden keinen Sinn, kurz vor Ende der Vertragslaufzeit mit Kündigung bzw. Wechsel zu einem der anderen Provider mit deutlich geringeren Bandbreiten zu drohen.
    In Punkto "schnelle Bandbreite" kämen sie vom Regen in die Traufe.
    Zum anderen gewährt dieser VDSL-Provider weder Wechsler-Bonuszahlungen noch Sonderkonditionen für Neukunden. Seine VDSL-Tarife sind Festpreise über die gesamte Vertragslaufzeit, also auch ab der 12 monatigen Verlängerung nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit.

    Der erste Satz ist ja noch ganz OK, der zweite zeigt allerdings ganz deutlich, dass der Autor (siehe weiter oben) wohl in ner Großstadt bzw. in deren unmittelbaren Umgebung zu Leben scheint, in der ein Provider Wechsel auf Grund deren Vielzahl eher gegeben ist - im ländlichen Raum ist das meist nicht gegeben, ein Wechsel zu einem Provider mit geringerer Bandbreite hingegen schon.
    Im ländlichen Raum, in dem beispielsweise nur ein einziger Kabelnetz-Provider mit schnellen Bandbreiten tätig ist, ist i. d. R. kein zweiter Kabelnetz-Provider aktiv. Zusätzlicher VDSL- (als FTTC) Provider mit den im Kabelnetz möglichen Bandreiten? Wohl kaum.

    Im ländlichen Raum, in dem bereits ein Glasfasernetz-Provider mit von ihm realisierter FTTC-Anschlusstechnik (also VDSL = letzte Meile über die Kupferaderleitung der Telekom) tätig ist, wird es i. d. R. keinen weiteren Glasfasernetz-Provider mit gleicher Technik geben, weder Telekom, noch deren Mitbewerber. Zusätzlicher Kabelnetz-Provider? Wohl kaum, und wenn, dann recht selten.

    In den meist ländlichen Ortsnetzen, in denen die Telekom (als Inhaber des kupferadernen Leitungsnetzes) den Ausbau des VDSL-, bzw. Neubau eines Glasfasernetzes (als FTTC) auf Grund hoher Investitionskosten verweigert oder ihr für das Ortsnetz zuständige HVT/DSLAM aus baulichen Gründen nicht geeignet ist, wird es ohne finanzielle Eigeninitiative der betroffenen Gemeinden (z. Bs. FTTC-Realisierung durch einen privaten VDSL-, bzw. Glasfasernetz-Provider) keine Wechselmöglichkeit zu einem anderen Provider geben.

    Wer, wie wohl der Autor, in der Materie (wie und wo beim aktuellen Provider zu einer nicht unerheblichen Gutschriften zu kommen ist) vollkommen fremd ist, kann nicht wissen, dass das nicht unerhebliche Sparen bereits vor Ende der Mindestvertragslaufzeit auch ohne Provider Wechsel möglich ist.
    Wir, ein unabhängiger Vertriebspartner verschiedener Internetprovider, helfen unseren Kunden schon seit Jahren dabei, auch ohne Provider-Wechsel (ab Ende einer "Mindestvertragslaufzeit", die bereits vor der eigentlichen Kündigungsfrist liegt), mittels Trick über die Provider Hintertür (der nicht über den üblichen Kontakt zum Vertragskundenservice funktioniert) zu einer nicht unerheblichen Gutschrift (zuletzt waren es für die gleiche Bandbreite und Wechsel von einem Alt-Tarif in den aktuellsten Tarif 370 €, verteilt auf 24 Monate inkl. einem aktuellen Provider-Router) zu kommen, wofür sie allerdings auf eine erneute Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten eingehen müssen. Beginn der neuen Mindestvertragslaufzeit ist nicht das eigentliche Laufzeitende, sondern innerhalb weniger Tage, wodurch, wer Rechnen kann, die vormalige Mindest- bzw. Vertragslaufzeit nicht unerheblich verkürzt wird.
    Warum lassen sich einige (mit Ausnahme Telekom und Kabelnetz-Provider) auf so hohe Gutschriften fürs Bleiben (mit neuer Mindestvertragslaufzeit) ein? Weil sie die Kunden behalten wollen.
     
  2. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

    Was, auf dem Land können die Provider nicht von der Telekom die letzte Meile mieten, wie das in der Stadt üblich ist?
    Denn egal, ob nur die Telekom eine Leitung hat (wie auch in den meisten Städten), trotzdem kann man ja zig Provider wählen für normales DSL.
    In meinem Bekanntenkreis können jedenfalls alle Leute den Provider wählen, auch auf dem Land.
     
  3. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Wo habe ich das behauptet?
    Als kleine Randnotitz:
    Selbstverfreilich darf die Telekom das Anmieten Ihres Eigentums (die letzte Meile) durch Mitbewerber auch verweigern, z. Bs. dann, wenn in ihrem HVT/DSLAM keine freien Ports (auch BSAs genannt) zur Verfügung gestellt werden können / wenn sie in den betreffenden Orten ein selbst finanziertes Glasfasernetz (als FTTC) realisiert hat (nennt sich dann "Investitionssperre").
    Den Einbau von Kollaktionstechnik (im Kollokationsraum des HVT/DSLAMs) des Technologiepartner eines Mitberwerbs darf sie ebenfalls verweigern, und zwar dann, wenn:
    - der betreffende HVT/DSLAM baulich dafür nicht geeignet ist
    - der Kollokationsraum bereitst von anderen Mitbwerbern vollkommen belegt ist

    Von "zig Provider für normales DSL (was immer du damit gemeint hast) wählen" kann für den Großteil der Gemeinden meiner näheren Umgebung (Umkreis von 10 km) nicht die Rede sein.
    Klar (siehe in meinem ersten Thread bei: In diesen Nachbargemeinden ist)
    steht den Bewohnern der betreffenden Nachbargemeinden meiner unmittelbaren Umgebung eine Provider-Auswahl zur Verfügung, allerdings nicht für "klassisches ADSL2+ mit vollwertigem 16 MBit/s Anschluss". Mehr als "bis zu 6 MBit/s (RAM)" ist dort alleine schon auf Grnd der (echten) Leitungslänge bis zum HVT/DSLAM nicht möglich, egal, welcher Telekom Mitbewerbemit DSL-Tarifen sich dort "die letzte Meile" anmieten wird.

    Wer in diesen Nachbargemeinden, mit Ausnahme eines Ortes, den Kabeldeutschland erst vor 3 Jahren durch Realisierung des Rückkanals übers seit zig-Jahren einmal von der "ehemaligen Deutschen Bundespost" bis dorthin verlegte Koax-Kabel (damals nur für Fernsehen gedacht) internetfähig gemacht hat, "schnelles Internet" (ohne Bandbreitendrosselung ab einem bestimmten Volumen) haben möchte, hat nur eine einzige Möglichkeit:
    Wechsel zum seit ca. 2 Jahren in den restlichen Nachbargemeinden aktiven regionalen VDSL-Provider mit eigenem Glasfasernetz (als FTTC, d. h., Glasfaser bis an den Ortsrand sowie eigenem Outdoor/DSLAM (mit Glasfasertechnik) in unmittelbarer Nähe eines Telekom KVZs) sowie die "letzte Meile" übers von der Telekom angemietete, kupferaderne Telefonleitungsnetz zum monatlichen Preis ab 34,90 € (für den Tarif mit 16 MBit/s, der mit tatsächlich nutzbaren 18 MBit/s geschaltet wird).

    Klar könnten die betreffenden Anwohner z. Bs. auch zum "blauen aus Montabaur", der ja (wie die meisten anderen Telekom Mitbewerber mit klassischem DSL/ADSL2+ bis zu max. 16 MBit/s Tarifen auch) bekannter weise für seine DSL-/ADSL2+ Tarife i. d. R. aufs "kupferaderne- bzw. Telekom eigene Glasfaser-Leitungsnetz der Telekom" angewiesen ist, zu diesem Wechseln.
    Allerdings mit den gleichen max. möglichen DSL-Bandbreiten (ADSL2+ geht dort auf Grund der Leitungslänge technisch nicht), wie sie die Telekom ebenfalls leisten könnte.
    Die Telekom eigene RAM-Schaltung (RAM = Rate Adaptive Mode), die beispielsweise einen normalen bis zu 3 MBit/s DSL-Anschluss auf bis zu (theoretisch) 6 MBit/s (RAM) aufblasen kann, lasse ich hier weg, da die Telekom den Mitbewerbern diese Schaltungstechnik im Telekom eigenen HVT/DSLAM nicht bereit stellt.

    Zwei Telekom DSL-Mitbwerber nehmen Wechsler-Anträge aus den betreffenden Nachbargemeinden nur dann an, wenn über deren "letzter Meile = bis zum hier befindlichen Telekom HVT/DSLAM" mindestens bis zu 1,5 MBit/s (Netto) rauschen können.

    Dann freu dich für die.
    Wählen können und Wählen können, besonders im ländlichen Raum, sind zwei Sachen.
    Es kommt halt darauf an, welche Internetbandbreite und Übertragungstechnik (Kabel, angemietetes Kupferaderkabel der Telekom (für DSL/ADSL2+), LTE (Funktechnik) oder VDSL) der/die dort tätigen Provider anbieten können.

    Nur so nebenbei:
    Wer wird schon gerne von einem VDSL-Provider (mit eigenem Glasfasernetz = als FTTC) und vollwertigem 100 MBit/s Tarif zu einem Provider im gleichen Ortsnetz wechseln wollen, der die 100 MBit/s auf Grund des fehlenden, von der Telekon anzumietenden Glasfasenetzes (als FTTC) wechseln wollen, wenn der Leitungsinhaber = Telekom", diesem Mitbewerber lediglich übers klassische, von der Telekom anzumietende kupferaderne Telefonleitungsnetz" aus technischen Gründen (z. Bs. der Leitungslänge) gerade mal max. 6 MBit/s (ohne RAM) aufschalten kann?
     
  4. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

    Da?
    Dass die Telekom ihre VDSL-Anschlüsse nicht weitervermieten will, wußte ich noch nicht.
    Bei vectoring sehe ich es ja ein, da geht es technisch nicht.
     
  5. chipchap

    chipchap Ganzes Gigabyte

    Das ist meist noch das Kleinere übel.
    Ich hab die Wahl zwischen vodafone 25Mbit/s und Telekom 25Mbit/s.
    Punkt.

    Die großfressigen Gigabitangebote sind da wohl nicht so attraktiv ein einem kleinen Ort ... .
     
  6. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Aber erst einmal Lösbrüllen.
    Von wollen war keine Rede, sondern, um es deutlicher darzustellen vom Selbstschutz der eigenen Netzausbau Investitionkosten. Die kommen halt nur durch langfristige Verträge mit eigenen Kunden schneller rein und nicht durch den Hungerlohn, den der Mitbewerb für die Miete der letzten Meile (einschließlich Störungsbehebung und Leitungsunterhaltung durch den Vermieter) hinblättert.
    Das es nicht geht, hat nichts mit der eigentlichen Vectoring-Technik zu tun, sondern damit, dass die Telekom diese Schaltungstechnik, die ja bekanntermaßen für eine höhere Bandbreite bei gleicher Leitungslänge der kupferadernen letzten Meile sorgt, diese (gem. Absegnung durch die Bundesnetzagentur) den Mitbewerbern nicht zur Verfügung (Aufschalten) muss.

    @chipchap:
    Wenn der Telekom Mitbewerber für seine VDSL-Tarife auf die gleiche letzte Meile (aufs von der Telekom angemietete, kupferaderne Leitungsnetz) angewiesen ist, z. Bs. weil er im Ortsnetz keine eigenen Outdoor/DSLAMs (mit verbauter Glasferstechnik = als FTTC) installiert hat, kann er nur das Aufschalten lassen (von der Telekom = dem Vermieter der Leitung), was die Leitung leitungstechnisch, z. Bs. auf Grund der Leitungslänge bis zum HVT/DSLAM ohne Vectoring-Technik (die nur Telekomkunden zur Verfügung steht) hergibt.
    Ist halt wie beim Auto:
    Das schnelllste nützt nichts, wenn die Straße (deren vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit bzw. baulicher Zustand) beispielsweise nur 70 km/Std. zulässt.
     
  7. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

    Nicht wollen ist für mich gleichbedeutend mit Selbstschutz etc.

    Um mal wie Du zu fragen: Wo habe ich GEBRÜLLT ? ;)

    Wie gesagt, in meinem Bekanntenkreis kann man überall zwischen den üblichen Providern wählen, manchmal sind auch noch lokale Anbieter dabei, die ebenfalls die Telekom-Leitung anbieten, wenn sie selbst Keine haben. Daher ist eine Nichtwahl für mich ein bedauerlicher Einzelfall (die kommen ja bekanntlich auch mal gehäuft vor).

    Bei Vectoring kann man keine einzelne letzte Meile vermieten, es müssen nun mal alle Leitungen zusammen betrieben werden, sonst hat der Anbieter ja keine Möglichkeit, die Daten so zu senden, dass sie sich nicht gegenseitig stören. Dass die Telekom dann natürlich auf Vectoring aufbauend trotzdem eine "virtuelle" Leitung vermieten könnte, aber nicht "will", steht auf einem anderen Blatt.
    Ich bin mir sicher, die Telekom würde jedem Provider im gleichen Maße so viele Leitungen zur Verfügung stellen, wie sie von ihm zur Verfügung gestellt bekommt.
     
  8. chipchap

    chipchap Ganzes Gigabyte

    Mein Abstand zum Verteilerkasten sind knapp 50m.
    OrbMT hat eine Leitungsdämpfung von 7-8dB ausgelesen.
    Da gehen sicher volle 100MBit/s, also 200km/h.
     
  9. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Du meinst den kleinen grauen Kasten, auf dem Telekom draufsteht? Das ist der sogenannte KVz (vermutlich ohne Stromversorung u. Kühlung - erkennbar an den am Kasten fehlenden Lüftungsgitter), an dem das kupferaderne Verzweigerkabel für die Hausanschlüsse in der Straße ankommt, ankommend entweder vom Outdoor/DSLAM (der sich i. d. R. unmittelbar neben dem örtlichen Haupt-KVz mit Stromversorung und Kühlung drin befindet ) oder vom örtlichen HVT/DSLAM.
    Wie du wissen solltest, ist die VDSL-Leistung u. a. von der tatsächlichen Leitungslänge der letzten Meile abhängig, entweder bis zum aktiven Haupt-KVz, der mit dem daneben befindlichen Outdoor/DSLAM (mit Glasfasertechnik drin) des Telekom Mitbewerber Technologiepartners verbunden ist, oder, wenn nicht vorhanden, deren Länge (die mit dem Straßenverlauf nicht identisch sein muss) über weitere KVz bis zum örtlichen HVT/DSLAM mit Kollokationstechnik der Telekom Mitbewerber drin oder von diesen bei der Telekom angemieteten BSAs (Bitstream Access) drin.
    Die an deinem Anschluss max. mögliche VDSL-Leistung hängt auch vom eingesetzten VDSL-Profil ab.
    Die von deiner Software (deren (Messung?), die keine rechtsverbindliche Aussage darstellt, ausgelesene Leitungsdämpfung muss dem realen Wert nicht entsprechen.
    Eine Software ist nun mal kein rechtlich anerkanntes Messgerät, dass die Leitungsdämpfungswerte zwischen dem APL (dem am Anschluss rechtsverbindlichen Messpunk = dem tatsächlichen Netzabschlusspunk) und HVT/DSLAM bzw. Haupt-KVz (mit angeschl. Outdoor/DSLAM) messen kann. Wenn bis zu 100 MBit/s, dann wohl erst mit Vectoring, mit dem Nachteil, dass die auf Vectoring angewiesene Bandbreite dann nur über die Telekom zu bekommen wäre.

    @magiceye04:
    Bei Vectoring MUSS sie den Mitbewerbern, die im Ortsnetz bereits sogenannte TAL-Anschlüsse über die (angemietete) letzte Meile unterhalten, entsprechde Vorleistungsprodukte bereitstellen. Mitbewerber VDSL-Anschlüsse (im der Telekom genehmigten HVT-Radius Bereichs von 550 m einschließlich der darin befindlichen KVz) müssten abgeschaltet und auf Telekom BSAs migriert werden, was dann u. a. dazu führen kann, dass die vormals dem Mitbewerber real geschaltete VDSL-Bandbreite nicht mehr erreicht werden könnte.
    Ausführlichere Infos zu Vectoring siehe z. Bs. hier (besonders ab 4.1 sowie Seite 37) oder hier oder hier.
     
  10. magiceye04

    magiceye04 Wandelndes Forum

    Wenn sie das muss, verstehe ich die (an manchen Stellen zu lesende) Kritik nicht, dass sie es nicht tut.
     

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