PC-Welt 02/2017, Seite 9 "Bewerbungsmails mit Erpresser-Malware"

Dieses Thema im Forum "Heft: Fragen zur aktuellen PC-WELT" wurde erstellt von Kantiran, 4. Januar 2017.

  1. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Wer auf ne Bewerbung mit Excel-Anhang hereinfällt, ist selbst Schuld. Wenn sich damit ne Firma den Rechner verseucht hat, hat die Firma (deren Administrator) ein riesiges Sicherheitsproblem und auch seinen Job nicht verstanden. Arbeitsplatzrechner sollten nie mit Adminrechten laufen sondern mit Standardbenutzerrechten, zum anderen sollte das Ausführen von Makro-Skripts standardmäßig nicht nur deaktiviert sein, die (hoffentlich) eingesetzte Profi Schutzsoftware sollte davor warnen und bestenfalls automatisch das Ausführen unterbinden (den Excel-Datei-Anhang löschen).
     
  2. chipchap

    chipchap Ganzes Gigabyte

    Du hast Dich noch nie beworben ... .
     
  3. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Und ob - halt in einem anderen Leben - sprich: vor der Selbständigkeit.
    Aber auch in dieser Zeit hatte ich Anlagen zu den per Mail geforderten Bewerbungsschreiben NIE als Original-Datei (damals als .wpd-Datei = WordPerfect Dokument) beigefügt, sondern als .pdf.
    Wenn uns, eine im IT-/TK-Bereich tätige Firma, heutzutage ein Bewerber ohne unseren ausdrücklichen Wunsch seine per Mail übermittelte Bewerbung mit Original Office-Dateieanhängen (.doc / .docx / .xls usw. usw.) zustellt, zeigt das uns schon im Vorfeld, dass sich der Bewerber mit den Eigenarten solcher Original Office Dateianhänge nicht wirklich auskennt. Solche Anhänge werden von uns sofort gelöscht - und der Absender darum gebeten, diese bitte neu als .pdf-Datei zuzustellen.

    Was ist mit < dass sich der Bewerber mit den Eigenarten solcher Original Office Dateien nicht wirklich auskennt > gemeint?
    Ein Original-Office-Dokument, z. Bs. der Lebenslauf als .docx- oder .xlsx-Anhang, kann am Rechner des Bewerbers noch so schön (weil z. Bs. eine spezielle Schriftart verwendet) aussehen, was für denjenigen, der diese Dokument auf einem anderen Rechner öffnet, ganz anders aussehen kann, z. Bs. wenn dort ein ganz anderes Office-Programm (nicht jeder steht aufs Microsoft Produkt) eingesetzt wird (das MS-Office Dokument vom Textverarbeitungs-Tool des Empfängers erst umgewandelt werden muss), wenn dort ein anderer Standarddrucker eingesetzt wird, wenn dort die vom Bewerber verwendete Sonderschriftart nicht vorhanden ist, d. h. sie wird in eine Standardschriftart umgewandelt usw. usw.
    Das alles kann bei vorheriger Umwandlung ins .pdf Format, was schon lange keine Kunst mehr ist und auch kein teures PDF-Tool erfordert, nicht passieren.

    Das soll es dazu gewesen sein.
     
  4. chipchap

    chipchap Ganzes Gigabyte

    Also vor 30 Jahren.

    Schönes Wochenende.
     
  5. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Knapp daneben - vor 24 Jahren, auf nem Intel Pentium Desktop-Rechner (als Eigenbau) mit Windows für Workgroups 3.11.
    Der Rechner, dem lediglich ein leiseres Netzteil verpasst wurde, funktioniert noch, einschließlich WfW3.11.
    Mein erster Rechner war der als Brotkasten betitelte Commodore C64 mit Datasette, 5 1/4" VC1541-Diskettenlaufwerk, der ebenfalls noch funktioniert, auch die damals dazu gekauften Hardwareerweiterungen wie Spielemodule, Speichererweiterungen und Beschleunigerkarten.
     
  6. chipchap

    chipchap Ganzes Gigabyte

    Word Perfect kenne ich als CP/M Programm von 1986 auf einem PC 1715 (Z80-Clone CPU (U880), 8bit Busbreite, 64kB RAM, 2 * 5 1/4 Zoll Diskettenlaufwerk).
    Festplatte war ein Fremdwort genau wie WYSIWYG oder Farbmonitor.
     
  7. Kantiran

    Kantiran Kbyte

    Ja, Ja, das wahren noch Zeiten.
    CP/M hatte einen großen Schwachpunkt:
    Es gab kein einheitliches Diskettenformat für die 5 1/4" (besser: 5,25") Disketten (habe noch 50 Stck. davon, inkl. 4x voll funktionsfähige 5,25" TEAC-Diskettenlaufwerke, 8x Kombi-Foppykabel 5,25"/3,5", zum Einbau in nen Rechner mit Floppy-Schnittstelle).

    Das von CP/M damals einzige, voll unterstützt Format war das 8" Format. Als die 8" Diskettenlaufwerke aber verschwanden, war ein gescheiter Diskettenaustausch zwischen CP/M Rechner unterschiedlicher Hersteller so gut wie unmöglich, was uns bei meiner damilgen Ausbildungs- und Arbeitsstelle arge Probleme bereitet hatte. Zum Glück kamen ja ab 1987 die ersten (für Firmen) erschwingliche 386er Rechner (mit (angeblich) endlosem Speicherzugriff und (angeblich) großem Festplattenspeicher) auf den Markt, die für die damaligen Verhältnisse sehr sehr teuer gewesen sind (wenn ich nicht irre, hatte mein damiliger Arbeitgeber pro Rechner um die 2700 DM hinblättern müssen), dafür aber in der Datenverarbeitung endlich eine große Arbeitserleicherung gebracht haben.

    Das soll's aus den alten Zeiten gewesen sein, da mittlerweile mit dem eigentlichen Thema "Bewerbungsmails mit Erpresser-Malware" nichts zu tun.

    Wünsche ein schönes Wochenende.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Januar 2017

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