Philips denkt über 40-Stunden-Woche in Deutschland nach

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von ariesvision, 22. April 2004.

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  1. ariesvision

    ariesvision Byte

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    Hallo Zusammen,

    mittlerweile denkt ja wohl jedes Unternehmen darüber nach wieder die 40 Stunden Woche einzuführen. Als nächstes folgen dann wieder die gewohnten Drohungen die Produktion aus Kostengründen in das Ausland zu verlegen. Weil sich dort ja so billig produzieren läst und die Lohnkosten in Deutschland ja ach so hoch sind. (jammer, jammer, jammer)


    Eine aus Arbeitgebersicht wunderbare "Friss Vogel, oder stirb" - Mentalität greift hier um sich und öffnet Willkür Tür und Tor.


    Nur wird das auf Dauer nicht funktionieren. Die ganzen ach so billig im Ausland produzierten und dann hochpreisig auf den deutschen Markt gebrachten Produkte sollen ja auch von irgendjemandem hier gekauft werden.

    Wenn hier aber nach und nach alle arbeitslos werden weil die Produktion ins Ausland verlagert wurde, die Zulieferindustrie als Folge Pleite geht und deren Angestellte dann ebenfalls auf der Staße sitzen. Die Dienstleister die Türen schließen, weil sie niemand mehr bezahlen. Diese dann wiederum auch kein Geld mehr für irgendwelche Konsumgüter haben, geschweige denn für Luxusgüter...
    an wen sollen denn dann die ganzen sooooo günstig im Ausland zu Dumpinglohnkosten produzierten Waren verkauft werden?

    Hier kann sie dann niemand mehr kaufen - ohne Lohn...

    Diese Abwanderungsgeschichten der Produktion ins Ausland werden sich so ähnlich entwickeln, wie ein Kettenbrief - irgendwann funktioniert das System nicht mehr und bricht in sich zusammen.

    Mit nem lieben Gruß,

    ariesVision
     
  2. urmel123

    urmel123 Kbyte

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    Tja, wenn du meinst, dass ich ein vorgefertigtes Bild hätte, kannst du das gerne weiterhin denken.

    Das ist richtig, doch eure Kritiken beruhen einzig und allein auf Erfahrungen in den neuen Bundesländern. Wie aussagekräftig ist denn bitte schön das Beispiel mit den 3 Euro pro Stunde?! Leider haben diese Bundesländer viel schlechtere Tarife, als die alten Bundesländer, das macht sich aber nicht nur in der Zeitarbeitsbranche bemerkbar. Es ist ein generelles Problem und hat nicht im geringsten einen Aussagecharakter. Ich würde auch niemandem, der einen festen gesicherten ertragsreichen Beruf hat vorschlagen zu einer Zeitarbeitsfirma zu wechseln. Meiner Meinung nach sind Zeitarbeitsfirmen nur übergansweise z.B. für Arbeitslose, um erst mal wieder richtig in den Beruf reinzukommen und verschiedene Erfahrungen zu sammeln. Etwas langfristiges ist es sicher nicht.

    Die Nachfrage bestimmt das Angebot und wenn die Firmen keine Fachkräfte von den Zeitarbeitsfirmen anfordern, dann sind eben nur Arbeitsplätze für Hilfskräfte vorhanden. Und dementsprechend ist auch das Gehalt.
    Es kann keine gelernte Fachkraft für einen Job als Produktionshelfer sehr viel Geld erwarten. Sicher ist der Lohn auf Grund einer Ausbildung höher, als bei ungelernten, dennoch kann man da keine großen Sprünge erwarten. Was will denn auch eine Firma, die nur Arbeitskräfte am Fließband für das Einpacken der Ware braucht, mit einem gelernten Elektriker anfangen. Da nehmen sie sich doch lieber eine fleißige Hilfskraft die dann etwas billiger ist.
    Wie gesagt, wenn keine Nachfrage da ist, dann können die Zeitarbeitsfirmen auch keine "hochdotierten" Jobs anbieten.

    Gruß, Urmel
     
  3. WakeMich

    WakeMich Kbyte

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    Na das musst Du mir mal näher erläutern. Du kannst doch nicht bei solchen Diskussionen etwas aussen vorlassen, nur weil es nicht in Dein Konzept bzw. Dein vorgefertigtes Bild von Zeitarbeitsfirmen passt. :confused:

    Gruss

    WakeMich
     
  4. Tripex

    Tripex Byte

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    Wie kommst Du darauf? Zeitarbeitsfirmen gibt es sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern. Ergo: Wenn von Zeitarbeitsfirmen die Rede ist, schränke ich diese nicht automatisch auf eine Region ein.
     
  5. urmel123

    urmel123 Kbyte

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    Das habe ich nicht gesagt, nur ist auf den Lohn in den neuen Bundesländern keine Diskussion über die Zeitarbeitsfirmen aufzubauen.
     
  6. Tripex

    Tripex Byte

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    Ach na dann... die brauchen ja nicht mehr

    ein wahrhaft schwacher Trost für die Leute dort
     
  7. urmel123

    urmel123 Kbyte

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    So würde ich das auch sehen. Wenn Zeitarbeitsfirmen wirklich alle Ausbeuter wären, dann würden die wohl kaum noch existieren. Ich würde auch keine Zeitarbeitsfirma mit einem "normalen" Job auf eine Stufe setzen. Zeitarbeitsfirmen sind eine gute Sache, wenn man vielleicht etwas flexiblere Arbeitsplätze sucht. Man hat die Möglichkeit in verschiedenen Firmen zu arbeiten und dort unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln, oder man wird von der Firma selbst übernommen, zumindest theoretisch ist das vorstellbar. Die Beispiele mit den 3 Euro pro Stunde sind ja wirklich nur Extrembeispiele, die so in der Art auch nur in den neuen Bundesländern existieren. Aber da hier die wenigsten wirklich Ahnung über die Kosten haben, die auf eine Zeitarbeitsfirma zukommen, wenn sie ihren Arbeiter einer Firma "leiht" hört es sich natürlich teuer an, wenn der Angestellte 16? bekommt und die Zeitarbeitsfirma z.B. 32? kassiert.

    Gruß, Urmel
     
  8. klausinger

    klausinger Byte

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    @dammpfwalze

    zu Deiner letzten Aussage:

    Punkt 1 - da stimme ich Dir zu, mit der Einschränkung, das natürlich immer noch die Qualifikation und die Erfahrung berücksichtigt werden muß; aussagekräftiger ist vermutlich immer das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei einer Neueinstellung. Ich bin grade auch der Meinung, dass Leiharbeiter aufgrund der höheren Flexibilität für das anfordernde Unternehmen nicht unbedingt so wahnsinnig viel billiger sein müssten. Lost Cyrix hat es schon richtig geschrieben, das momentante Überangebot an Arbeitssuchenden verdirbt natürlich die Preise nochmals.

    Punkt 2. das ist nun Ansichtssache, bei einer Festanstellung nimmst Du die Fahrt ja auch in Kauf. Das sind Dinge, die flexibel geregelt werden sollten, z.B. indem ein Radius von z.B. 50 km einfach verlangt wird und bei größeren Entfernungen (z.B. LA-M) einfach zumindest eine Pauschale für die Fahrtkosten/-zeit gezahlt wird. Den Rst bekommt man dann ja über die Einkommenssteuer (natürlich nicht, wenns vom AG bereits verrechnet wird!)

    Punkt 3. da gebe ich Dir Recht, Urlaub wie in der jeweiligen Branche üblich wäre i.O., wahrscheinlich ist es für die Firmen billiger und auch einfacher nur den Mindesturlaub für alle einzusetzen. (ist das eine Art sozialer Gerechtigkeit??)

    Zu den vorherigen Aussagen bin ich jedoch gänzlich anderer Meinung, Zeitarbeitsfirmen müssten nicht zwangsläufig Ausbeuterunternehmen sein, leider gibt es hier aber wohl keine vernünftige Kontrolle oder ein brauchbares Bewertungssystem der Kunden (und zwar von BEIDEN SEITEN!), sonst würden sich die schlechten Unternehmen schnell von selbst eliminieren. Aber wie schon mehrfach angeklungen steht für viele Unternehmer der schnelle und einfache Verdienst im Vordergrund.
    Ein Frage bleibt mir da noch:
    muß man eigentlich zum Eröffnen einer solchen Agentur eine besondere fachliche Qualifikation mitbringen oder kann das jeder Halbaffe tun?

    Klaus
     
  9. Plotter

    Plotter Byte

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    Nun möchte ich mich doch mal als etwas unwissender outen, wie genau geht es in Deutschland ab mit dieser "Zeitarbeit"??? Bei uns in der Schweiz ist, vor allem für Jüngere, temporär Arbeiten (so nennt man es bei uns) sehr populär, da man relativ gut bezahlt ist und man halt einfach ein paar Monate arbeiten, und dann wieder in die Welt hinausreisen kann. Ich selbst habe auch eine Weile temporär gearbeitet, mein Stundenlohn lag bei 29Fr, und wie ich gehört habe, kassierte mein Vermittler 40Fr von der Firma. Sind also etwas andere Dimensionen als ich hier im Thread gelesen habe. Vergleiche ich hier nun Äpfel mit Birnen oder was?
     
  10. WakeMich

    WakeMich Kbyte

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    Da muss ich jetzt Dammpfwallze aber mal zustimmen.

    @Dammpfwallze

    Keine Sorge, Du brauchst bestimmt nicht kündigen.

    Gruss

    WakeMich
     
  11. Tripex

    Tripex Byte

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    Mag sein, daß meine Interpretation falsch ist, aber dann erkläre mir bitte welchen Zweck Du sonst verfolgst, hier so einen Aufruf zum Überdenken zu plazieren?
     
  12. Dammpfwallze

    Dammpfwallze Megabyte

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    Ich sehe schon mit Sturköpfen kann man sich nicht austauschen. Ich würde eine Leihfirma als seriös ansehen, wenn ich:

    1. 80% vom Lohn eines Festangestellten bekommen würde. Wenn ich mal das Beispiel BMW benutzen darf. Dort beträgt der Durchschnittslohn eines Mitarbeiters ca. 16-18?. Also würde ich von der Leihfirma ca. 15? Stundenlohn fordern.

    2. Da ich ja einen Arbeitsvertrag mit der Leihfirma habe u. nicht mit dem Einsatzbetrieb, ist es selbstverständlich das meine Arbeitszeit ab der Leihfirma beginnt u. bezahlt wird u. nicht erst wenn ich am Arbeitsplatz des Einsatzbetriebes erscheine. Das heisst, wenn in Landshut bei einer Leihfirma angestellt bin u. ich muss jeden Tag nach München bei einer Firma arbeiten, dann zähle ich jeden Tag 2 Stunden Fahrzeit als bezahlte Arbeitszeit dazu.

    3. Ich möchte nicht blos 21 Tage bezahlten Urlaub haben wie es dort gang u. gebe ist sondern normale 30 Tage wie in jeder anderen Firma auch. Zudem erwarte ich das ich Urlaubsgeld u. Weihnachtsgeld bekomme.

    So jetzt kommst du. Ich bin eigentlich noch sehr begnügsam u. möchte nur was mir zusteht. Wenn du mir eine Leihfirma sagst wo das so seriös abläuft, kündige ich sofort meinen Job u. fange dort an.

    Gruss Mario
     
  13. urmel123

    urmel123 Kbyte

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    @Dammpfwalze:
    Das Kopliment kann ich nur zurückgeben.
    denn diese Aussage sagt alles über dein Gedankengut aus. So einen Schwachsinn habe ich noch lange nicht gehört. Sag doch gleich alle deiner Meinung nach unseriösen Firmen sollen sabotiert werden. :Ironie an:Dann wäre alles SUPER! :Ironie aus:
    Wie naiv bist du eigentlich um zu glauben, dass sich dadurch das Problem löst? Und woher willst du wissen, dass alle Zeitarbeitsfirmen unseriös sind?
    Wenn du keine Ahnung darüber hast, wie es in einer Zeitarbeitsfirma wirklich abläuft(nicht nur aus Sicht des Arbeitnehmers) dann solltest du keine negativen Kommentare darüber ablassen. Das wäre ja, wie wenn ich sagen würde dass alle Arbeitslosen dumm sind. Das ist genauso Schwachsinn.

    @ LostCyrix:
    Da bin ich genau deiner Meinung!

    @ Tripex:
    Sag doch mal deine ehrliche Meinung dazu. Denkst du das ein Mensch wirklich 20,30,40, ... Millionen braucht?
    Anstatt ein paar Leute mit Geld zu überschütten, sollte lieber auf das Allgemeinwohl geachtet werden. Das solche Abfindungen schädlich für die Arbeitslosenquote sind, ist doch selbstverständlich.

    "Gut über die Runden kommen" ist für mich, wenn man genug Geld hat, um Miete/Haus, Essen und sonstige Freizeitaktivitäten zu bezahlen und soviel Geld übrig hat, dass man z.B. in die private Altersvorsorge investieren kann, oder auch Rücklagen ansparen kann, damit beispielsweise ein unvorhergesehener Schaden am Auto repariert werden kann. Mit "größeren Anschaffungen" meine ich u.a. das man sich auch mal ein neues Auto kaufen kann, ohne dass man gleich große Kredite aufnehmen muss.
    Also das der Großteil gut über die Runden kommt habe ich so nicht gesagt. Das hast du falsch verstanden. Ich sagte nicht, dass hier alle genug Geld hätten, sondern wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass die Leute, die wirklich fast schon frei mit ihrem Geld umgehen können und gar nicht sparen müssen für große Investitionen, mal ihre Meinung überdenken sollten. Damit meine ich jetzt nur Arbeitgeber die wirklich Geld en masse haben und trotzdem jeden einzelnen Cent für sich in Beschlag nehmen, auch wenn sie dafür Arbeitnehmer entlassen müssten.
    Aber das wäre natürlich nur Utopie, dass die Gier nach Geld, bzw. der Neid bei Leuten die eben nicht das Geld haben enden könnte.

    Gruß, Urmel
     
  14. Tripex

    Tripex Byte

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    Definiere "gut über die Runden" und "größere Anschaffungen".
    Woher nimmst Du die Annahme, daß der Großteil hier "gut über die Runden kommt"?
    Und denkst Du eigentlich auch mal über Rücklagen fürs Alter nach oder hast Du das nicht mehr nötig?

    Frag den Empfänger.
     
  15. Tripex

    Tripex Byte

    Registriert seit:
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    Ist doch Schmarn. Erstens werde sich nie alle Leiharbeiter dieser Welt oder auch nur einer Region einig sein und zweitens würde Dein Szenario lediglich dazu führen, daß die Zeitarbeitsfirmen höhere Versicherungen abschließen deren Gebühren sie dann auf ihre Angestellten umlegen. Für den Einsatzbetrieb ändert sich dadurch eher wenig.

    Ich mag Zeitarbeitsfirmen zwar auch nicht, aber ein sinnvoller Boykott fällt mir auch nicht ein.
     
  16. Dammpfwallze

    Dammpfwallze Megabyte

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    :muhaha: Da sieht man wieder mal was es für Hohlköpfe gibt, die aber auch nicht im geringsten den Zusammenhang erkennen.
    Darum werde ich mal bissel helfen. :D

    Wenn sich alle Leiharbeiter einig sind u. zusammenhalten u. schlecht arbeiten, sich dumm anstellen, unbeabsichtigt Maschinen unbrauchbar machen oder die komplette Produktion lahm legen in den Betrieben in dem sie eingesetzt werden dann wird der Chef des Einsatzbetriebes kein zweites mal Mitarbeiter einer Leihfirma beschäftigen.:D

    Damit hat man leicht erreichen, das nach u. nach keine Leihfirma mehr auch nur einen Auftrag bekommt u. so sich das Problem der Ausbeuterfirmen selbst regelt.

    Die andere Seite ist das die normalen Firmen ja weiterhin Arbeitskräfte benötigen u. dann Leute einstellen müssen. Also ich würde lieber bei einer normalen Firma ständig befristet angestellt sein u. genau so viel verdienen wie die anderen Mitarbeiter, als für einen Hungerlohn fest angestellt bei einer Leihfirma mich ausbeuten zu lassen.

    Gruss Mario
     
  17. LostCyrix

    LostCyrix Kbyte

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    251
    Der schlechte Ruf von Zeitarbeitsfirmen hat verschiedene Gründe:

    Vor einigen Jahren haben sich viele Kaufleute(und über deren Qualität und Seriösität kann man sich seinen Teil denken) gedacht, Prima ich mach mich selbstständig.

    Orginalton eines früheren Arbeitgebers: wenn Du hier ein halbes Jahr gearbeitet hast, haben wir unser Geld verdient.

    Fakt ist, das gute Leute irgendwann übernommen werden und die schlechten sich durch eigene Schuld "aussortieren". Jedenfalls gibt es wenige, die länger als 2 Jahre bei so einer Firma arbeiten.

    Heute kann sich das aber kaum ein Unternehmen noch erlauben. Da wird jetzt schon eher nach den Anforderungen des jeweiligen Kunden eingestellt.

    Und zu der Qualität der Arbeitnehmer: Wer gut ist und ein wenig Glück hat, bekommt auch ne Festanstellung. Oft sin die Betriebe auch froh, wenn sie einen zukünftigen Angestellten/Arbeiter testen können, anstatt auf eigene Gefahr einzustellen.

    Nun ist es aber leider so, das es effektiv weniger Arbeit gibt, was die Situation ziemlich unerträglich macht, und zu Preisdumping führt.

    Und jetzt sollten sich die festen Betriebe mal an die eigene Nase packen. Woher sollen die qualifizierten Arbeitnehmer denn kommen, wenn sie, wie in der Vergangenheit geschehen, nicht genug ausbilden und einfach aus Kostengründen nur das noch vorhandene "Kontingent" an Fachkräften abgrasen.

    So gehts natürlich auch nicht. Aber schimpfen ist ja leicht.

    Gruß

    Oliver
     
  18. klausinger

    klausinger Byte

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    Aber genau hier liegt ja der Irrsinn. Eigentlich wäre das mit den Zeit-/Leiharbeitsfirmen eine geniale Sache für alle Beteiligten, für die Firmen weniger Aufwand, gleichtzeit kann man schneller auf kurzfristig veränderte Anforderungen reagieren usw, für die Beschäftigten, weil dies zumindest theoretisch doch besser wäre als befristete Arbeitsverträge.
    Ich glaube ein großes Problem ist auch hier,d ass es einfach zuviele Zeitarbeitsfirmen gibt, von denen viele Betreiber denken, der schnelle Euro ist der beste. Vielleicht haben dort viele Betreiber - wie anderswo auch - gar nicht im Sinn, langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen sondern wollen einfach nur abkassieren. Und wie soll man als Unternehmen das vorher wissen, welcher Vermittler gut (seriös?) ist und welcher nicht ....

    Klaus

    @urmel
    Danke für die Ausführungen, ich hatte es mir durchaus so gedacht und vorgestellt. Wie oben schon geschrieben, eigentlich ist es umso unverständlicher, wenn denen, die die eigentliche Arbeit machen dann nur ein Hungerlohn bezahlt wird. DAS ist wirklich an moderne Sklaverei ...
     
  19. urmel123

    urmel123 Kbyte

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    Genau hier liegt auch der Punkt, warum nach und nach immer weniger bei manchen Zeitarbeitsfirmen für die Arbeitnehmer bezahlt werden kann. Denn wenn es solche Leute gibt, die nach dem Prinzip arbeiten, wie es die "Dmmpfwalze" vorschlägt, sprich Zeitarbeitsfirmen durch krank feiern, Arbeitsgeräte entwenden, etc. sabotiert, dann kann man auch nicht erwarten, dass die Löhne bei der Zeitarbeitsfirma hoch sind. Denn die Zeitarbeitsfirmen müssen ja die ganzen Lohnnebenkosten, Arbeitsmaterialien, Lohnfortzahlung bei Krankheit usw. bezahlen und nicht etwa die Firma die sich einen Leiharbeiter von einer Zeitarbeitsfirma holt.

    Gruß, Urmel
     
  20. urmel123

    urmel123 Kbyte

    Registriert seit:
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    353
    @Tripex:
    Genau das war ja meine eigentliche Intention. Wer genug Geld hat und das ist für mich ein Multimillionär, der sollte mal wirklich darüber nachdenken, ob er immer mehr und mehr Geld scheffeln muss, nur um sich noch mehr sogenannte "Statussysmbole" zu kaufen, nur um vielleicht sein vermindertes Selbstwertgefühl zu kompensieren. Jetzt sage mir aber bitte nicht, dass es gewisse Millionäre nicht so tun. Sicher, es heisst jetzt nicht das jeder Multimillionär, oder Milliardär kein Selbstbewusstsein hat, sondern lediglich das es schon etwas eigenartig ist, wenn sich eine Person nur über materielle Dinge darstellt.

    Ich behaupte jetzt einmal, dass jeder mit einer Million gut auskommen könnte, wenn er nicht besonders dumm ist und es blind auf den Kopf haut.
    Was ich mich bei dieser Diskussion frage, ist es notwendig dass jeder Mensch das einzige Ziel im Leben hat soviel Geld wie möglich zu scheffeln?
    Das wäre eine ziemlich schwache Auslegung der Sinnfrage des Lebens!

    Es wird hier in dieser Diskussion weiterhin nur von den zwei extremen geredet. Nämlich Armutsgrenze und Multimillionär, bzw. Millardär. Ich weiss jetzt nicht, wie es um eure Finanzen steht, es geht mich auch nichts an und interessiert mich auch nicht sonderlich, aber muss denn jeder der gut über die Runden kommt, sich ab und zu größere Anschaffungen leisten kann unbedingt soviel verdienen, dass er immer sofort alles kaufen kann, was er begehrt?
    Ist DAS nicht wirklich langweilig?
    Wie ich schon öfters erwähnt habe, zuerst ist alles neue ganz toll, doch nach einiger Zeit ist die Großanschaffung nichts besonderes mehr und man verlangt immer mehr.
    So etwas verdirbt auf Dauer den Charakter.


    Genau meine Meinung!

    Ich habe jetzt nur alleine für mich geantwortet. Ok, wirklich wissen kann ich es nicht, aber zumindest kann man sich Gedanke darüber machen, welche Faktoren auf einen zu kommen würden. Dadurch dass man sich alles leisten kann ist es meiner Meinung nach schwer sich noch für einfache Dinge zu begeistern. Stell dir mal vor, du wärst eine Frau und würdest von deinem Gatten eine Kette im Wert von sagen wir mal 5000? bekommen. Beim nächsten mal kannst du ja nur schlecht noch wieder runter gehen. Es muss das nächste mal noch etwas besseres sein. Irgendwann wenn du vielleicht beim eigenen Flugzeug, oder Schiff angekommen bist, gibt es ja kaum noch Steigerungen. Es gibt viele Reiche Leute, die sich dann noch irgendwelche verrückteren Sachen ausdenken. Aber nun komme ich zum eigentlichen Punkt. Man gewöhnt sich schnell an das Geld und kann dann irgendwann nicht mehr darauf verzichten einen exklusiven dekadenten Lebensstil zu führen. Ich hoffe die Aussage ist jetzt angekommen.

    Um jetzt nochmal zum eigentlichen Ursprungsthema zu kommen.
    Meine Intention in meinen Beiträgen war eigentlich zumindest einen wichtigen Grund für die Arbeitslosigkeit zu finden.
    z.B. ein Vorstandsmitglied eines x-beliebigen Konzerns geht in Pension, wird entlassen, oder sonstiges.
    Als Abfindung bekommt er sagen wir mal 20 Millionen Euro. Meine Frage hierzu:
    Womit hat er denn bitte soviel Geld wirklich "verdient" und was soll er damit anfangen, wenn er durch seine langjährige Arbeit im Unternehmen sowieso schon einige Millionen kassiert hat? Wäre es hier nicht sinnvoller eine solche extrem hohe Abfindung zu sparen und dafür lieber die Arbeitsplätze der "normalen" Arbeitnehmer zu sichern?
    Und hier schliesst sich wieder der Kreis. ;)
     
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