Phonowirtschaft fordert drastische Einschränkung von Privatkopien

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von Delta9, 18. September 2003.

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  1. oles

    oles Byte

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    hi,

    lest euch doch mal das positionspapier der ifpi + des bundesverbandes der phonographischen wirtschaft link:

    http://www.ifpi.de/news/318/positionspapier.pdf

    durch.

    was da auf uns zukommt.......

    wems da nicht graust den graust vor garnichts


    oles
     
  2. gfaust

    gfaust Byte

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    Ausser dem, worin ich den meisten Threads sowieso zustimmen möchte, habe ich bis jetzt noch gar nichts über das neue gewünschte Verfahren der Phonoindustrie hier gehört bzw. gelesen!
    Die Phonoindustrie möchte es wie die Filmverleiher (Nicht Videotheken, sondern die für die Kinos) machen und erst die Lizenzen bei den Radiostationen kassieren, damit diese den titel dann spielen dürfen!
    Hier stellen sich mir allerdings die Fragen:
    -spielen die da mit (wohl eher fraglich)?
    -kann man die gesetzlich dazu verpflichten (ich fürchte ja)?
    -was kommt dabei raus (na, wir hören nur noch das, was die Industrie uns hören lassen will)?
    die Folge?
    - wir hören monatelang nur noch ein Lied, was Sonie oder andere gerade puschen wollen, bis es das beste Lied des Jahrtausends ist (ist ja am längsten auf Platz 1 der
    Charts gewesen) und können dann alle die CD zum Sonderpreis von 20 Euro kaufen (wir sollen ja froh sein, das da ja auch noch andere Lieder drauf sind, die man uns im Radio vorenthalten hat...) ;-)

    und dann jammern Sie immer weiter......

    Guido
     
  3. sg69

    sg69 Halbes Megabyte

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    Dieses Gesetz zeigt mal wieder das Geklüngel zwischen Politik und Wirtschaft...

    Politik und Wirtschaft machen unsere Gesellschaft kaputt !

    Beispiel Urheberrechtsabgabe: Man zahlt für etwas eine Abgabe, was nach dem Gesetz verboten ist...

    Tricksen, täuschen, lügen und betrügen - das können Regierung und Wirtschaft...
     
  4. oles

    oles Byte

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    nur zum nachdenken

    1. da werden von firmen hunderttausende cd/dvd brenner die in der lage sind alles zu kopieren und millionen cd / dvd rohlinge verkauft und gleichzeitig jammern dieselben firmen über raubkopien (z. b. sony) und sinkende einnahmen
    2. da werden superstars gemacht die in der inhaltlichen und musikalischen qualität unter aller sau sind und dann wird gejammert, dass sich dieser müll nicht verkauft. wo sind heute aufnahmen wie z. b. a night at the opera ( queen), roxy & elswhere ( zappa), dark side of the moon (pink floyd), stratus ( b. cobham ), the lamb lies down on brodway ( genesis ) usw. die liste liesse sich unendlich fortsetzen
    3. da bricht die einfallslosigkeit der produzenten alle rekorde indem alte titel mit coputertechnik aufgepeppt werden und als superhits vermarktet werden (99 red ballons u.s.w.) täusche ich mich oder sind nicht fast die hälfte der songs die im radio laufen covers von irgendwelchen alten titeln
    4. da werden songs im radio so oft wiederholt bis sie no 1 sind, das darf aber höchstens 3 wochen dauern, weil danach schon der nächste hit gepusht wird, der sich fast genau gleich anhört. ( fast money technik oder anders gesagt money for nothing)
    5. da jammern diese produzenten über schwindende einnahmen, verlangen horrende preise für cd s und bringen es fertig ein gesetz innerhalb kürzester zeit durchzupeitschen durch das millionen von p2p benutzern, musikkopierern zu kriminellen gemacht werden
    6, da stellt sich die frage ob so ein gesetz überhaupt rechtlich ok ist, durch das millionen kriminalisiert werden
    7. da stellt sich die frage ob diese millionen ein solches gesetz einfach hinnehmen müssen oder ob jetzt nicht der zeitpunkt erreicht ist wo diese millionen massiv gegen ein solches gesetz protestieren müssen. vergleichbare proteste waren in der vergangenheit schon erfolgreich ( paragraph 218 z. b.)
    8. da stellt sich die frage ob die politiker ALLER parteien wirklich das volk vertreten oder ob diese zu reinen vertretern einer lobby geworden sind, die den hals nicht vollgenug bekommen kann
    9. da stellt sich die frage für was braucht der user festplatten >100GB, wenn da nichts mehr drauf kopiert werden darf (z.b. mp3 oder filme ), für was braucht der user einen brenner ( für die 30-50 MB schreibkram aus eigener feder vielleicht?) , für was braucht der user einen mp3 player wen er nichts mehr in dieses format umwandeln darf; die industrie sollte mal drüber nachdenken ob dieser schuss ( bei konsequenter einhaltung ) nicht total nach hinten losgeht
    10. abhilfe durch gute musikalische qualität (grönemeyer - mensch) zu vernünftigen preisen (mit 5 euro sind sie dabei) und weg mit gesetzen die einen grossen teil der bevölkerung, meist jugendliche, zu kriminellen machen


    jammern bringt nichts !!!

    ich bin dafür, dass sich alle cd?s in allen geräten (hifi-anlagen, pc, schlepptop, autoradio) abspielen lassen
    ich bin dafür, dass ich von meinen cd?s zusammenstellungen für mich, meine freundin / meinen freund brennen darf - und zwar legal
    ich bin dafür, dass ich cd?s ins mp3 format rippen darf für meinen mp3 player - und zwar legal
    ich bin dafür, dass ich im auto eine kopie einer cd liegen habe, weil ich nicht immer meine cd?s zwischen der garage und der wohnung hin und herschleppen will - und zwar legal
    ich bin dafür, dass cd?s endlich zu vernünftigen preisen verkauft werden ( bei preisen von z.b. 5 euro kopiert niemand mehr)
    ich bin dafür, dass musikangebote legal aus dem www downgeloadet werden können allerdings 99 cent für einen titel sind total überteuert ( +onlinekosten, +rohlingkosten und für die industrie keinerlei vertriebskosten) bei einer vollen cd kommen auf diese art gut bis zu 25 euro zusammen - das ist inakzeptabel!!
    ich bin dafür, dass leute die handel mit kopierten cd?s betreiben bestraft werden - und zwar massiv

    die musikindustrie hat es fertiggebracht innehalb kürzester zeit gesetze durchzusetzen die nur ihren interessen dienen,
    sollte es uns millionen nutzern nicht möglich sein, auf ganz legalem weg, gesetze durchzusetzen, die unsere interessen entgegenkommen?
    wäre es nicht toll, wenn sich z.b. die pc-welt (und andere pc zeitschriften) auf unsere seite stellt und stimmen sammeln würde für ein verbraucherfreundliches gesetz oder auf ihrer heft-cd links veröffendlichen würde an die proteste gesendet werden können oder auf ihrer homepage solche links anbieten würde ?

    lasst uns aufhören zu jammern!!! tun wir was dagegen !!! kaufverweigerung allein ist nicht der richtige weg

    anscheinend ist niemand mehr dazu bereit für seine freiheit im bezug auf kopieren einzutreten.
    niemand hat mehr lust sich konstruktiv für eine änderung einzusetzen.
    anscheinend denkt wohl jeder, mich werden die schon nicht erwischen; aber glaubt bloss nicht, das die musikindustrie diese gesetze aus spass durchgesetzt hat -> die wollen und werden abkassieren.
    wenns dann meinen nachbarn erwischt ist mir das ja egal und wenns mich erwischt, kann ich ja noch immer jammern, was für ein armes würstchen ich bin.
    aber es ist ja viel einfacher die schuld auf die doofen politiker zu schieben als was dagegen zu tun und es ist ja viel einfacher zu cheaten als zu kämpfen ( ich seh das immer wieder bei den kids von meinen beannten, wenn im spiel eine hürde nicht beim 2. mal genommen werden kann kommt sofort die frage: hast du?n cheat )

    ihr bekommt die gesetze, die ihr verdient - weil ihr sie euch gefallen lasst!!!

    träumt und jammert weiter

    oles
     
  5. Toby

    Toby Halbes Megabyte

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    Was auch immer die für ein Kraut geraucht haben, sie sollten es lieber sein lassen. Wenn man sich die Nebenwirkungen ansieht, scheint nicht sehr gesund gewesen zu sein.

    Geht's noch?

    Schließlich haben die Herren in den Teppichetagen bei vollem Bewusstsein die Entwicklung des Internets ignoriert und es versäumt, rechtzeitig konkurrenzfähige Vertriebsmodelle zu entwickeln. Die Musikindustrie hat mit ihrem Geschäftsmodell versagt, weil sie die Zeichen der Zeit nicht zu deuten vermochte.

    Jetzt soll der Staat einem gescheiterten Vertriebsmodell durch ewige Flickschusterei am Urhebergesetz auf die Beine verhelfen.

    Schon das alte Urhebergesetz hätte den Anforderungen aber vollkommen genügt, die notwendigen Änderungen währen minimal gewesen.

    Die tatsächlichen Änderungen waren vollkommen überflüssig und kontraproduktiv. Durch weiteres Herumgemurkse an Gesetzen wird die Sache auch nicht besser. Man muss sich überlegen, wo die Interessen beider Parteien liegen, wo genau man hin will und wie man dieses Ziel erreicht. Dann wird auch ein Schuh draus, den man sich anziehen kann. Aber solange eine Industrie, die reich und mächtig ist, sich mit "Vorschlägen" in die Gesetzgebung einmischen kann, solange wird deren Interessengruppe natürlich weitaus stärker berücksichtigt.

    Ich halte es für ein Versagen der Politik insgesamt, es nicht geschafft zu haben, in das Gesetz Sachkompetenz und Fachwissen einfließen zu lassen, was dann auch klar erkennbar gewesen wären.

    Gruß,
    Toby
     
  6. wzager

    wzager ROM

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    Also irgendwie sind die Forderungen noch nicht vollständig und müssten eingentlich wie folgt erweitert werden.

    1. Jegliche (auch analoge) nicht von der MI gefertigte Kopie wird verboten. Für Forschungszwecke etc. kann gegen Vorlage der entsprechenden Bescheinigung ein Orginal gegen eine Handlingspauschale erworben werden. Die Höhe der Handlingspauschale richtet sich nach dem Verkaufspreis und darf dieses nicht unterschreiten.

    2. Kopien werden seitens der MI zum doppelten Preis der Orginal-CD angeboten. Schliesslich ist die Orginal-CD vorhanden, während die Kopie erst erstellt werden muss.

    3. Das Nachspielen oder Nachsingen eines seitens der MI angebotenen Musikstückes erfordert eine entsprechende Lizenz.

    4. Wird eine CD (auch zeitlich unabhängig) von mehr als einem Hörer gehört, sind entsprechend der Anzahl der Hörer weitere Lizenzen zum Preis der Orginal-CD zu erwerben. Mengenrabatte sind zulässig dürfen aber 1% der Orginalpreises nicht überschreiten.

    5. Alle bisher gefertigten Kopien sind zu vernichten und entsprechende Lizenzgebühren für die bisherige Nutzung an die MI abzuführen.

    6. Für den Genuß von Musik aus öffentlich zugänglichen Quellen, hierzu gehören auch Radio, TV usw., ist von jedem Hörer eine jährliche Gebühr in Höhe eines Brutto-Monats-Gehalts, mindestens jedoch einem durchschnittlichen Monatsgehalt zu entrichten.

    7. Zur Verhinderung des "gedanklichen" Abspielens einer CD oder eines Ausschnittes arbeitet die MI mit Hochdruck an der Einrichtung einer eigenen Gedankenpolizei, zwecks Eintreibung der für das "gedankliche" Abspielen notwendigen Lizenzgebühren.

    8. Wie diverse Musiker bereits bewiesen haben, kann auch das Knattern eines Autos, der Lärm eines Presslufthammers etc. musikalisch verwertet werden. Der Gesetzgeber hat entsprechende Massnahmen zu treffen, dass auch hierfür Lizenzgebühren an die MI zu entrichten sind.

    9. Jegliches Vergehen gegen einen der o.g. Punkte ist mit einer Geldstrafe nicht unter einem Jahresgehalt, mindestens einem durchschnittlichen Jahresgehalt, zu Zahlen an die MI zu ahnden.

    Wolfgang
     
  7. www.GFX.de

    www.GFX.de ROM

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    Hallo zusammen,

    es ist nicht mehr zu übersehen, das industrielle Interessen das Gesetz zu Ihren finanziellen(!) Gunsten verändern können um sich auf diese Weise einen Gewinnzuwachs zu erhoffen.

    Es wird einfach nicht erkannt, dass der Konsument nicht weiter bereit ist, einen solchen Preis für eine oftmals minderwertige Ware zu bezahlen.
    Anstatt sich nun Gedanken darüber zu machen, wie das Produkt für den Konsumenten wieder attraktiv werden könnte, wird stattdessen an dessen Persönlichkeitsrechten gewerkelt.
    Ich meine, dass die jetzige Regierung sich oftmals zu leicht vor den Karren spannen lässt.
    Es ist in unserem Land zwar noch nicht soweit, das ein ISP die Personendaten so einfach preisgeben muss wie in den USA, aber dies ist nur noch eine Frage der Zeit.

    Sicher, es ist nicht abzustreiten das der Markt von Ton- und Datenträger durch das Internet einen tiefen Einbruch erhalten hat.
    Aber ist dies nicht schon ein Hinweis darauf, das der Konsument nicht weiter bereit ist die menge Geld auszugeben und das hier ein anderer Vertriebsweg erschaffen werden muss?
    Ich denke das müsste einleuchten und sollte beim Managerseminar in der ersten Lehrstunde nochmals genauer erläutert werden :-)



    cu all
    @ndre
     
  8. Big Ben

    Big Ben Byte

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    Also meiner Meinung nach sollte endlich eine Grundsatzdiskussion geführt werden, ob Musik überhaupt noch zum allgemeinen Kulturgut gehört oder nur noch zum privaten Wirtschaftsgut der Musikindustrie.

    Oder habe ich diese Grundsatzdiskussion irgendwie verpasst?:confused:

    Auf jeden Fall versucht dei MI ganz von Musik als allgemeinem Kulturgut abzulenken. Das darf nicht einfach so unter den Tisch fallen.

    Gruß,
    BB
     
  9. Megapain

    Megapain Kbyte

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    Mittlerweile steigen die Musiker doch auf einen Eigenvertrieb von MP3-Files über das Internet um, wo die Leute sich die Musik direkt herunterladen können.

    Die Musikindustrie könnte hier zwar immer noch Geld verdienen weil die Musiker jemanden brauchen, der ihre Musik bekannt macht, aber die Chance verpasst die Musikindustrie wohl auch.
     
  10. Terren

    Terren Byte

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    89
    Also die haben doch echt ihren Ausgang verfehlt. Leben nicht auf diesem Planeten die Phonotypen. Echt zum Kotzen!!!

    Wieso gibt es nicht mal eine groß angelegte Unterschriftenaktion die gegen diese totale Rechtebeschneidung vor geht? Nun soll also auf Anfrage mal eben Userdaten vom Provider übergeben werden. Schon mal was von Datenschutz gehört.
    Frechheit sowas...
    Terren
     
  11. PARISC

    PARISC ROM

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    1
    Nachdem mir vor 2 Wochen 30 originale CDs aus dem Auto geklaut wurden die mir keiner ersetzt, werde ich wohl in Zukunft Sicherheitskopien meiner CDs erstellen und nur noch diese ins Auto packen.
    Ich sehe es auf jeden ein das Musik was kostet, ich mein ich will auch bezahlt werden für meinen Job, aber was da mit der Industrie abgeht is echt der Hammer immer nur Gesetz hier und da als ob das was ändert, jedesmal wenn die was neues haben wird was neues dagegen entwickelt und.

    Hallo Phonoindustrie, es gibt ganz einfache Wege um den Umatz anzukurbeln und die wurden auch schon von anderen Aufgeführt.

    1. Preise der CDs auf einen reelen Preis ca. 10-12?
    2. eigene Internetportale bei denen ich mir entweder gepresste oder nach meinen Wünschen erstellte CDs kaufen kann
    3. Kundenkontos auf Servern mit gekauften Liedern auf die ich per Breiband immer zugreifen kann wenn ich sie hören will. WEnn ich sie brennen möchte kostet das halt nochmal 20cent extra oder so.

    naja wir werden sehen
    cu the PARISC
     
  12. georg_st

    georg_st ROM

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    Die Phonowirtschaft erhofft sich wie selbstverständlich, dass durch die neuen Gesetze und die drastische Einschränkung von Privatkopien, mehr Geld in die Kasse fliesst. Das wird so nicht funktionieren. In den ersten Wochen nach der Umsetzung werden die Umsätze vielleicht steigen, ich fürchte aber nicht in dem Maße die sich die Herrschaften der Phonowirtschaft erhoffen.

    Die Klage der Konsumenten, dass die Preise der Datenträger mitsamt ihrem mehr oder weniger Qualitativ anspruchsvollem Inhalt zu hoch sind, ja sogar jedes Jahr um ein paar Cent steigen, verhallt seltsamerweise im Nichts. Da kosten z.B. Aufgüsse alter Filme auf DVD satte 10,- EUR. Kaufen ??? Der ist a) zu alt, b) nicht einmal restauriert, c) zigmal im TV rauf unter runter gelaufen. Ein Sampler á la Bravo Hits etc. von dessen Inhalt nur 25% interessieren sprich hörenswert sind, weit über 20,- EUR, zu viel für so wenig Inhalt. Nein Danke! Ich übe schon seit Jahren den Konsumverzicht in dieser Sparte. 1 bis 2 wirklich hörens- und sehenswerte CD?s und DVD?s im Jahr landen in meinem Regal, mehr nicht. DVD?s kann man sich in der Videothek ausleihen und anschauen damit man keinen Fehlkauf tätigt. Musik kann man sich im Radio anhören, einen Unterschied in der Qualität zur CD gibt es zumindest zu Hause nicht. Im Radio läuft die gleiche Leier wie auf manchen hoch gepriesenen CD-Samplern.

    Es kann hier nur zwei für beide Seiten akzeptable Lösungen geben: 1.) die Preise müssen runter (und ich spreche hier nicht von Cent), 2.) erlaubt es den Konsumenten sich ihre Lieblingslieder direkt im Laden oder im Internet auf einen Sampler zu brennen - ich befürworte hier die Bezahlung pro Track. Ein in dieser Art funktionierendes Musik-Portal gibt es in den USA schon - mit Erfolg. Wo liegt das Problem ?
     
  13. Till Wollheim

    Till Wollheim Kbyte

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    497
    PIRATEN sind die Phonowirtschaft und Pop-Schleimer:

    Wozu muß ein Pop-Schleimer Millionär werden, obwohl er im vergleich zu einem Bauern zB überhaupt nichts Produktives leistet?
    Und diese Millionen holt er sich im Bunde mit den PIRATEN von der Phonowirtschaft durch Mißbrauch unserer Kinder aus unseren - der Eltern -Taschen!!!!
    Selbstverständlich sollen unsere Kids Kopieren das der Brenner Qualmt - solange derartig maffiöse Preise für den Dreck verlangt wird.

    Im Übrigen - solange ich mir eine CD kaufe kann ich damit machen was ich will - solange das innerhalb meines hauses bleibt. Jegliche andere Ansicht ist schlicht verfassungswidrig!

    Till
     
  14. RemiK

    RemiK Kbyte

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    21. August 2001
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    484
    Mir tun die Künstler ja so leid. Da werden ihre Lieder gespielt und damit bekannter und sie bekommen nur Geld dafür! Wie kann man nur so herzlos sein! Die Radiostationen sollten verpflichtet werden, jegliche Einnahmen direkt an die MI zu überweisen.

    RemiK
     
  15. ConvoyBuddy

    ConvoyBuddy Byte

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    21
    Vielleicht fordern diese "Interessenvertreter" demnächst noch folgende Vorgehensweise:
    1. Rundfunk- und Fernseh-Sender müssen vor jedem Abspielen eines Musiktitels eine schriftliche Genehmigung des Rechte-Inhabers unter Beifügung eines Schecks beantragen
    2. Vor dem Senden eines Musiktitels ist die Freigabenummer und der Name des Rechte-Inhabers zu nennen
    3. Jeder, der sich eine Kopie von Musiktiteln für Privatgebrauch auf CD oder MC erstellen will, benötigt ebenfalls eine schriftliche, mitzuführende, Freigabe
    4. Zuwiderhanlungen werden mit Einzug der gesamten Musik- und Computeranlage sowie Pfändung des Einkommens eines vollen Jahres geahndet
      [/list=1]

      Über Media-Control wird ohnehin eine Erfassung aller im Radio gespielten Musiktitel vorgenommen. Nach diesen Auswertungen wird auch eine Zahlung an die Rechteinhaber geleistet.

      Die private Kopie von Musiktiteln für den Eigengebrauch war bisher ohne Diskussionen gestettet. Dies soll offenbar auch noch eingeschränkt bzw. verboten werden.

      Vielleicht schaltet sich ja der "allseits beliebte" RA Frh. v. *********** auch noch in diese Geschichte ein ... passen würde es ja.

      So langsam sollte man die Kirche doch wirklich im Dorf lassen. Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, gegen Personen vorzugehen, die gewerblich Programme und Musiktitel "saugen" und koperen. Aber der Privatanwender sollte von den (offenbar Gewinne versprechenden) Mätzchen verschont bleiben.
     
  16. mikelogan

    mikelogan ROM

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    Ich hab mir mal die Mühe gemacht und den Text des Phonoverbandes gelesen. Das hat mich sehr an einen anderen Industriezweig erinnert: Die Ölindustrie. Dort gilt das Motto: Wir machen Verluste, also erhöhen wir einfach den Preis ( und wie durch ein Wunder ziehen auch alle Gesellschaften mit ).
    Der Phonoverband schreibt, dass sie in den letzten 3 Jahren einen Umsatzrückgang zwischen 12 und 20% verzeichnen mussten. Da mussten auch andere Branchen durch. Ich frage mich, wie lange es dauert, bis der Phonoverband mal seine Umsatzziele hinterfragt...
    Wenn ein EInzelhändler ein minus verzeichnet, versucht er dagegen zu steuern, in dem er sein Sortiment neu ausrichtet und den Kunden mit "Leckerlies" in sein Geschäft zieht. Ich hab aber noch nie gehört, dass ein Händler per Gesetz versucht, seinen Mitbewerbern zu untersagen, weiterhin zu verkaufen geschweige denn, seinen Kunden aufzuerlegen, nur in seinem Geschäft einzukaufen. Das schlimmste an dieser Sache ist, dass der Gesetzgeber hier einfach mitspielt und sich den Wünschen eines Industrieunternehmens beugt ( zum Schaden des Kunden ). Ich garantiere, dass wieder mehr Cds gekauft würden, würde der Phonoverband mit seinen Mitgliedern mal die Kalkulation an die Kaufkraft der Kunden anpassen würde. Man kann auch die Musikindustrie restrukturieren ( wenn man denn will ). Ich kann nur hoffen, dass es jemanden gibt, der diesem Irrsinn entgegenwirkt ( vielleicht sogar der Gang vor den Bundesgerichtshof ), denn solche Vorgehensweise ist mit Sicherheit in einem demokratischen Staat nicht rechtens.
     
  17. Delta9

    Delta9 Byte

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    108
    die Todesstrafe für JEDEN Konsumenten, der nicht mindestens 50 EUR/Mon. für Original-CDs etc. ausgibt bzw. das Geld direkt an die IFPI (Verband der MI) überweist! :D
     
  18. NeueMedien

    NeueMedien Byte

    Registriert seit:
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    52
    Recht hast Du. Funktioniert aber leider nicht. Das hab ich schon in allen Bereichen des Lebens erfahren müssen. Es wird immer welche geben, die nicht mitmachen. Aus welchem Grund auch immer. Aus Feigheit, oder weil es ihnen so gut geht, dass es ihnen nichts ausmacht z.B. Die meisten tuten erst ins gleiche Horn, stimmen heftig zu und schleichen sich dann davon um genau das zu tun, was sie eben noch zugestimmt haben nicht zu tun. Und die Wenigen, die Rückgrad beweisen, sind dann zu wenige um etwas bewirken zu können. Sie stehen dann als eine Gruppe von hoffnungslosen Spinnern da.

    Sellerie - so ist die Läben.

    Bert
     
  19. zottelbock0123

    zottelbock0123 Kbyte

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    152
    Hallo sg69...


    >Dieses Gesetz zeigt mal wieder das Geklüngel zwischen Politik >und Wirtschaft...
    >Politik und Wirtschaft machen unsere Gesellschaft kaputt !
    >Beispiel Urheberrechtsabgabe: Man zahlt für etwas eine >Abgabe, was nach dem Gesetz verboten ist...
    >Tricksen, täuschen, lügen und betrügen - das können Regierung >und Wirtschaft...



    Das ist doch ganz klar daß für Wirtschaft u. Politik, die übrigens hinter den Kulissen am gleichen Strang ziehen weil sie zusammen gehören, sich die Gesetze
    "passend machen".
    Die haben auch einerseits leichtes Spiel mit uns.
    Was hilft es denn wenn wir uns die Augen ausweinen und uns selbst bedauern und 10 Minuten später in den CD-Laden laufen und etliche Euros dort lassen?
    Gar nix.
    Solange man solche Verhalten nicht boykotiert
    schert die unser Gejammer absolut nix!

    Das ist wirklich kein persönlicher Angriff...:D

    Nur ich mußte das rauslassen!!!

    Grüße RW
     
  20. ColonelChris

    ColonelChris Kbyte

    Registriert seit:
    9. April 2001
    Beiträge:
    256
    Thierse hat neulich im Fernsehen mal aufgezählt, welche und wie viele Lobbyisten ihn schon zum Thema Gesundsheitsreform belagert haben. Der hat fast zwei Minuten dafür gebraucht ;-).
     
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