Praxishandbuch: Barrierefreies Webdesign

Dieses Thema im Forum "Ihre Meinung zu Artikeln auf pcwelt.de" wurde erstellt von tomasc, 3. November 2004.

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  1. tomasc

    tomasc ROM

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    1
    Sorry, aber als Co-Autor des Buches muss ich da leider widersprechen: beim Thema Barrierefreies Webdesign geht es ausdrücklich nicht darum, Inhalte für sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen. Barrierefreies Webdesign bedeutet, dass alle potentiellen Nutzer ein Webangebot erreichen und nutzen können. In "alle" sind sehbehinderte Menschen zufällig als Teilmenge enthalten, aber es geht wie gesagt um mehr.

    /Tomas Caspers
     
  2. kalweit

    kalweit Hüter der Glaskugel

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    Das scheinen aber Grundprobleme zu sein. In den letzten Jahren haben sich viele Webdesigner das Thema an die Brust geheftet. Schließlich gibt es ja ein Gesetz, dass die öffentliche Hand zur Anpassung ihrer Webauftritte verpflichtet. Leider geht bei den Meisten das Wissen nicht über die reine Theorie hinaus. Kaum einer dieser Designer hat sich je mit einem betroffenen unterhalten. Paradebeispiel ist immer, dass die Seite in Lynx funktionieren muss. Keiner denkt aber daran, dass viele Bedinderte Hard- und Software einsetzen, die auf der Standardtechnik aufsetzen und die Mägel dieser in der Aufbereitung der Inhalte versucht auszugleichen - was dann bei den "optimierten" Seiten dabei heraus kommt kann man sich vorstellen. Was nutzt einem ein div-Desgin, wenn die Kontraste so unglücklich sind, dass jemand mit Farbfehlsichtigkeit Links nicht mehr vom Text unterscheiden kann. Ein barrierefreies Netz wird es erst geben, wenn die Webdesigner anfangen den Inhalt vom Design zu trennen. Ich habe bis jetzt aber noch keine Seite oder Software gesehen, die das konsequent macht. Würde es das geben, hätten wir die Diskussionen um Webstandards und fehlerhafte Software nicht.

    Gruss, Matthias
     
  3. GerdR

    GerdR ROM

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    1
    Hallo Matthias,

    man darf es auch nicht zu negativ sehen. Es gibt schon eine Reihe Webdesign-Agenturen die sich sehr professionell mit dem Thema "barrierefreies Webdesign" auseinandersetzen und die Ergebnisse zudem noch sehr sehenswert (lesenswert/hörbar) sind. Man sollte auch beachten, dass ab einem gewissen Grad der Barrierefreiheit, der Webdesigner einen Spagat machen muss, dh. er hat nach den heute vorherschenden Möglichkeiten die Wahl, entweder die eine oder die andere Behinderung zu berücksichtigen. Mehr dazu kannst Du auch hier nachlesen:
    http://www.digitale-wertschoepfung.de/artikel/

    Gruß Gerd
     
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